Heya Miteinander!
Hinweis: Ich habe jetzt lange überlegt, wo ich das Thema verorten soll. Sollte es hier falsch sein, bitte ich die Mods, es zu verschieben.
Zum Kern. Ich lese - und manchmal schaue ich gerne - Dinge zum Rollenspiel und anderen Medien, insbesondere Filme. Dabei kann es sich um Bücher, Video oder Blogs handeln, die Tipps, Methoden, Spielweisen und andere Dinge behandeln, z.B. Rezensionen. Was mir dabei immer wieder, und leider eher negativ, auffällt, ist, dass dies oftmals mit einer Be- oder gar Abwertung von anderen Spielen, Filmen oder Spielweisen einhergeht. Dies kann manchmal in Form von einer Art Überheblichkeit geschehen, aber oftmals in einer direkten Wertung.
Und hier frage ich mich, warum das so ist. Warum kann eine Sache nicht für sich selbst stehen, sondern muss regelrecht in Kontext mit etwas anderem gesetzt werden und zudem leider noch dadurch, dass das nicht Betroffene betont oder schlicht präsentiert, sondern indem ein Gegenüber abgewertet wird. Schlimmer noch, warum braucht es diesen Kontrast überhaupt?
Um vielleicht einmal konkreter zu werden. Ich habe eine gewisse Faszination für die OSR und altes D&D entwickelt und mag vieles von dem, was dort gemacht wird. Aber in so vielen Texten, wird dort zunächst einmal betont, wie toll man ist und wie, vermeintlich, schlecht die anderen oder etwas anderes sind. Ich lese also einen Blog-Eintrag, der voller schöner Gedanken ist. Der mir jedoch bitter aufstösst, weil er mit Verurteilung und Herabwürdigung vergiftet ist.
Oder ich schaue/lese eine Filmkritik und das was umfassend gemacht wird, ist, dass ein anderes Produkt im Vergleich als schlecht beurteilt wird. Warum bleibt man nicht beim Thema und beschreibt das gewählte Zielobjekt?
Ich verstehe, dass man Dinge in den Kontext setzen kann oder gar muss. Entwicklungen, Quellen, Inspirationen usw. Leuchtet mir alles ein, doch gerade wenn man etwas präsentieren oder vermitteln will, halte ich diesen Weg der parallelen Beurteilung für schädlich für die Sache. Mir vergällt es dann ein Thema regelrecht. Dies gilt vor allem fürs Rollenspiel, wo ich die OSR Community für beinahe toxisch halte, weil ihre Vertreter und Claqueure ihre Sicht bejubeln und andere herabwürdigen. Wie unter zwang. Und ja, der Witz ist nun, zu sagen, sie tun es, weil sie halt recht haben. Haha, geiler Gag. Nicht.
Was bei mir hängen bleibt, ist das Gefühl von Personen zu bekommen, die sich selbst einreden müssen, dass sie toll sind, das Richtige tun oder an das Richtige glauben, aber nicht, weil sie davon überzeugt sind, sondern weil sie es sich selbst immer wieder einreden müssen. Und das ist unglaublich schade, weil die Ideen und Ergebnisse, die sie präsentieren, gut sind. Und sie können, ganz ohne Kontrast, gut sein.
Wie ist das für euch? Macht ihr eine ähnliche Beobachtung und wie ergeht es euch damit?