Autor Thema: Beobachtung in Blogs, Rezensionen usw.: Warum geht es nicht ohne Abwertung?  (Gelesen 3238 mal)

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Offline YY

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Wer zum Beispiel nicht-tödliche Systeme grundsätzlich blöd findet, aber ein Spiel rezensiert, in dem nur selten SC-Tode stattfinden, darf das dem System nicht vorhalten finde ich.

Falsch wäre auch, den persönlichen Systemgeschmack rhetorisch zu einem Standard zu erheben und diesen erfundenen Standard dann als vorgeblich allgemein gültigen Bezugsrahmen für „Rezensionen“ zu nutzen.

Wenn man hinsichtlich der eigenen Kriterien transparent ist und die Kritik dann auch ausformuliert, ist das immer noch zu gebrauchen - ich habe schon Zeug aufgrund von Verrissen gekauft, weil ich wusste, wie der Rezensent tickt und dieser sehr genau beschrieben hat, was ihn warum stört.
Da braucht sich meinetwegen auch keiner was abhalten mit "ich finde/meinem Eindruck nach" etc., sondern kann gerne sagen "so und so ist das". Dass das eine subjektive Bewertung ist, weiß ich doch sowieso.


Wo Kritikpunkte aber erst gar nicht mehr richtig beschrieben werden (nach dem Prinzip "wir wissen ja eh alle, dass das in der Form schlecht ist") und man sich in der pauschalen Herabsetzung verliert...da wirds dann tatsächlich rundum unbrauchbar.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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Offline korknadel

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Wieso "musst du dich irgendwie in der Masse der Filmschauenden einordnen"?

Das ist ein Automatismus, sobald man sich des eigenen Geschmacks bewusst wird. Das passiert während dieses Prozesses:

Ich selber verspüre das eigentlich gar nicht, ich nehme nur zur Kenntnis, dass anderen Leuten Dinge gefallen, die mir nicht gefallen.

Zu dieser Kenntnisnahme gehört, dass man in irgendeiner Form -- und sei es nur für sich -- ausformuliert, was einem nicht gefällt, das anderen gefällt. Das sieht bei Dir dann zum Beispiel so aus:

Ich persönlich kann mit Warhammeresker Grimdarkigkeit relativ wenig anfangen, und verdrehe innerlich die Augen, wenn mir ein System begegnet, das diese Schiene bedient.

Alle Warhammerfans im Tanelorn wissen nun, dass du über ihre Vorlieben die Augen verdrehst -- innerlich, aber immerhin. Drüben hast Du bekundet, was Du von den Hobbit-Filmen hältst, die ich kürzlich mit Vergnügen noch einmal gesehen habe. Ich würde fast behaupten, dass Geschmack gar nicht existiert, wenn er nicht auch formuliert wird, und eine solche Formulierung kann eben nicht geschehen, ohne dass man Negatives sagt oder Augenverdrehen bekundet.

Irgendwie den Geschmack der anderen abzuwerten, um den eigenen Geschmack zu rechtfertigen - da muss man sich aber seines eigenen Geschmacks sehr unsicher sein.
Und irgendwie steckt in dem Ganzen dann die Idee drin, dass der Wert einer Person irgendwie von ihren Geschmäckern abhängen würde, und das ist doch Blödsinn.

Auch das ist doch zwangsläufig: Wenn mir einer gegenüber sitzt, der von Winter Soldier schwärmt, und ich sage, dass da brillante Schauspieler*innen für reine Posen verheizt wurden und viel zu lange, viel zu vorhersehbare Actionszenen alles andere erdrücken, dann stecken da auf beiden Seiten natürlich Wertungen auf ganz vielen Ebenen drin. Oder nennen wir es statt Wertungen: inneres Augenverdrehen. Dass damit aber gleich Personen abgewertet würden, das liest Du hinein.
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Offline Weltengeist

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Hmm... vieles schon geschrieben, nur noch nicht von mir...

Ich erkläre mir das so. Zunächst mal gilt bei den meisten Leuten Hanlons Gesetz: Die machen das nicht aus Bosheit, sondern weil sie das wirklich glauben. Und das reicht als Erklärung für das Bashen von Andersdenkenden auch völlig aus. Das Gehirn stellt dabei (so küchenpsychologisch) folgende Überlegungen an:

"Ich mag OSR. Und weil ich ein toller, intelligenter, reflektierter und geschmackssicherer Mensch bin, bedeutet das, dass OSR toll ist. Daraus folgt, dass das Gegenteil von OSR - etwa die 5E - nicht toll sein kann. Denn alles andere würde ja bedeuten, dass ich doch nicht so toll, intelligent, reflektiert und geschmackssicher bin."

Das erzeugt (unterbewusst) eine kognitive Dissonanz - ein Gefühl des Unwohlseins, das das Gehirn jetzt im Grunde auflösen könnte, indem es sich ein differenzierteres Weltbild zulegt. Das wäre aber mit ziemlich viel Aufwand verbunden (sowohl beim Umbau der zugehörigen neuronalen Strukturen als auch bei deren Anwendung in der Zukunft - 'einfach' ist billiger und oft ähnlich erfolgreich), also geht es den einfacheren Wert und bestätigt die eigene Großartigkeit, indem es Argumente gegen die abweichenden Meinungen findet und idealerweise auch noch Leute, die diese bestätigen.

Das Phänomen erleben wir natürlich nicht nur bei Rollenspielen, sondern eigentlich bei allem, wozu wir uns ein mentales Modell machen. Von politischen Überzeugungen über "Rings of Power" und Flat-Earth-Community bis zu diversen Tanelorn-Diskussionen. Wann immer wir mit Meinungen konfrontiert werden, die von unserer bisherigen abweichen, neigen wir instinktiv dazu, diese abzuwerten, weil die Alternative entweder Unzufriedenheit ("Ich bin gar nicht so schlau, wie ich dachte") oder viel Arbeit fürs Gehirn ("Scheiße, wieder alles umbauen") bedeuten würde. Et voilà - alle doof außer ich! ^-^
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Offline flaschengeist

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...

Eine so schöne Erklärung der Dissonanztheorie habe ich selten gelesen :d. Ich möchte ergänzen, dass dieses Phänomen jedoch kein Selbstzweck ist sondern eine Funktion hat, nämlich unsere psychische Grundbedürfnisse zu stärken bzw. deren Frustration zu vermeiden. Implizit kommt das in deiner Erklärung auch schon vor, "toller, intelligenter..." verweist nämlich auf das Grundbedürfnis nach Selbstwertschutz und -erhöhung.
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
Hier findet ihr mein mittel-crunchiges Rollenspiel-Baby, das nach dieser Philosophie entstanden ist, zum kostenfreien Download: https://duodecem.de/download

Online Raven Nash

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Wobei man noch ergänzen sollte, dass die moralische/intellektuelle/etc. Überlegenheit durch die Sozialen Medien massiv aufgeblasen wird/wurde, weil eben jeder Idiot genug Leute findet die ihm applaudieren, egal welchen Mist er verzapft.
In früheren ZeitenTM fehlte das, wodurch die Leute doch eher auf dem Teppich blieben, was den Wert ihrer Ansichten angeht.
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Offline rillenmanni

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Hassklicks gehen gut, und Princess Bride ist ein grottenschlechter Film den nur sehr dumme und geschmacksverirrte Menschen mögen.

Wunderschön! :)

Davon abgesehen: Das Thema steht jetzt unter Medien & Phantastik, und die Beispiele die auf Basis des Eingangsbeitrags zitiert werden können, sind Legion. Ich fand es daher schon im Eingangsbeitrag nicht ganz glücklich, ausgerechnet noch einmal auf OSR zu rekurrieren (wenn auch nur als ein Beispiel). Ich spreche die Bitte aus, speziell das Thema OSR und den ganzen Rattenschwanz aus dieser Diskussion rauszuhalten. Das würde dann nämlich womöglich eine unprovozierte Neudiskussion eines alten Themas inkl tutti escalare. (Mein Italienisch ist perfekt!) Es ist aber nur eine Bitte.

Im Wesentlichen halte ich es mit korknadel, bemerke ich. Ich ergänze meinen Teil:

1) Ich bin zwar selbst ein lieber Knuffi, habe aber nur wenig gegen Negativität. Wenn jemand über A spricht und dabei über das artverwandte B schimpft, dann finde ich das nicht per se verwerflich; stattdessen lerne ich mehr über die Person und deren Ansichten. Finde ich gut, ob ich den Seitenhieb nun goutiere oder mit den Augen rollen muss. Und da sollte man auch nicht zu streng sein bzgl der Eingrenzung, was nun unter "B" verstanden werden könne: Wenn jemand einen Film A positiv kritisiert und ergänzt, dass der vergleichbare Film B ja grottig sei; wenn jemand eine Handlung mit Elfen bespricht und erwähnt, Elfen gar nicht leiden zu können, finde ich das dennoch legitim und - ggf - lehrreich; wenn jemand aus einer Ecke des Rollenspiels kommt und meint, in der anderen Ecke stinke es, dann kann das ja dennoch valide oder diskussionswürdig sein.

2) Ich denke, man sollte vorsichtig mit Erklärungsmodellen sein. Beliebt, und hier schon mehrfach vorgebracht, ist der Kleine-Penis-Verdacht, dh jemand habe gewiss ein Selbstwert-/Narzissmus-Problem etc. Ich halte die Beweggründe für (wiederholte) Abgrenzungen für deutlich vielfältiger. Dass jemand gewiss bloß Unsicherheit kaschiere, ist insofern ein Erklärungsmodell, als man sich dadurch eine einfache / schützende Antwort auf eine tendentiell nervige oder unnnachvollziehbare Regung geben kann. Ein Erklärungsmodell ist auch eine durchaus sinnvolle Reaktion, aber man sollte sich davon nicht ver-leiten lassen.

3) Letztlich macht mE nicht nur der Ton die Musik, sondern auch, ob es neben einem zu Thema B fallengelassenen "Bäh!" auch Inhalt gibt. Hierzuforum ist das mE meistens der Fall. - Ich spiele ja gern Hunt:Showdown, und hier ist zu bemerken, wie unterschiedlich die Klientel mir doch auf Steam (Hunt-Community) und offzieller Discord zu sein scheint: In Discord wird geteilt und diskutiert. In Steam wird zu 80% nur gebasht: ein offizelles Update zu irgendwas kommt raus, die Reaktion ist: "Fix your bugs!" - Auf A wird gar nicht eingegangen und mit B wird ziemlich gehaltlos und kontextfrei auf die Firma eingeschlagen. Da wird es dann schwierig. Aber wenn jemand wortreich über A spricht und dabei nebenbei B und C runtermacht, dann kann ich damit meistens etwas anfangen. Oder ich zucke eben mit den Schultern. (Naja, manchmal im Leben wird rillenmanni auch bockig oder barrikadisch, aber wir sind ja alle nur Menschen.)
« Letzte Änderung: 27.03.2026 | 15:03 von rillenmanni »
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Offline PayThan

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Abwertungen sind wie ein Gewürz!

Zu viel davon macht ein Gericht ungenießbar, zu wenig lässt es fade und uninteressant wirken.

Im Sport, z. B. im Fußball, gehört es sogar zum guten Ton und macht gehörig Spaß, die gegnerische Mannschaft durch den Kakao zu ziehen und auf die eigene Mannschaft Lobgesänge anzustimmen.

Wenn man über bestimmte politische Parteien spricht, ist man sogar ein besonders "guter und anständiger" Mensch, je größer und schlimmer die Abwertung ist, da kann es gar nicht abwertend genug sein und darf gerne auch unter die Gürtellinie gehen.

Erzähle ich auf der Arbeit allerdings den falschen „abwertenden“ Witz den falschen Ohren, könnte mich das sogar meinen Job kosten.

Verrückte Welt!
« Letzte Änderung: 27.03.2026 | 12:32 von PayThan »
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Online Alter Weißer Pottwal

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Ich vermisse Kritiker wie Marcel Reich-Ranicki. Aber der würde in der heutigen Gesellschaft wahrscheinlich als problematischer Hater eingeordnet.

Ein bisschen Polemik gehört zu einer guten Rezension dazu. Viel schlimmer halte ich Rezensionen bei denen immer alles toll ist und dadurch die Kunden getäuscht werden, weil die Rezensenten Angst haben, die Gefühle der Autoren zu verletzen.

Vielleicht sollte man mal überlegen für wen die Rezis sind: Autoren oder Kunden?
Und der Vorschlag die Sachen halt nicht zu kaufen, ist ziemlich sinnfrei. Schließlich hat man sie ja dann schon gekauft. Oftmals getäuscht von einer oder mehreren "Kuschelrezis".
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Offline korknadel

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Ich war auch schon vor Internet viel besser als die unzähligen U2-Fans um mich rum!  >;D
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Online Raven Nash

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Ich war auch schon vor Internet viel besser als die unzähligen U2-Fans um mich rum!  >;D
Ja, aber keinen hat's interessiert!  ~;D
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Online Mr. Ohnesorge

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Bei vielem stimmeich dir zu, aber das hier sehe ich anders:

"
Früher war Journalismus so das man versucht hat neutral zu bleiben, das finde ich heute kaum mehr im Jorunalismus selbst. In den ganzen Blogs und sogenannten "Sozialen" Medien (die ja auch irgendwie den Anspruch haben "Jornalistisch zu sein *hüstel*) wo man eben nicht mal den anspruch hat Neutral zu sein und seine Meinung darstellen kann wird das dann eben auch so benutzt das man seine persöhnliche Meinung veralgemeinert zu "Das ist so!"

Jeder Artikel/ Blogpost/ Rezension ist immer von der Meinung bzw. Agenda der Verfasserin gefärbt. Das war schon immer so, denn wie soll das auch anders möglich sein?
"These things are romanticized, but in the end they're only colorful lies." - This Is Hell, Polygraph Cheaters

https://negativeblack.itch.io/the-sunken-scriptorium-a-dungeoncrawl-for-shadowdark-rpg

Offline Seba

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Ja, man kann seine Biases nicht abstellen. Aber fairerweise sollte man versuchen, sie zu identifzieren, zu reflektieren und dann vor allem auch jeder Rezension klar voranzustellen.

Es ist sehr wichtig, die Biases zu kennen, um einordnen zu können, was die Rezension aussagt. So gibt es zum Beispiel Leute, bei denen ich weiß, dass mir das Produkt gefallen wird, wenn sie es verreißen.

Aus Autorensicht: Verrisse kann man einfach viel unterhaltsamer schreiben. Das ist ein nicht zu verachtender Grund. Es macht mehr Spaß und ergibt lustigere Texte.

Grundsätzlich finde ich, dass man immer erstmal loben sollte, wenn Leute überhaupt irgendwas zur Veröffentlichung bringen. Das ist alles schon nervenaufreibend genug. Ein bisschen Respekt vor dem kreativen Schaffen, das in der Regel in der Freizeit passiert, ist immer angebracht. Deshalb muss man nicht alles toll finden. Aber bitte respektieren.

MfG,
Seba



Offline Zed

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Jeder Artikel/ Blogpost/ Rezension ist immer von der Meinung bzw. Agenda der Verfasserin gefärbt. Das war schon immer so, denn wie soll das auch anders möglich sein?

Das ist unbestritten, denke ich.

Aber etwas, dass "Rezension" genannt wird, ist etwas anderes als eine "persönliche Geschmacksäußerung". Als Textgattung folgt sie bestimmten Prinzipien. Und die persönlichen Vorlieben und Abneigungen gegenüber bestimmten Rollenspielsystemarten sollten bei Rezensionen so gut wie möglich herausgehalten und/oder sehr kenntlich gemacht werden, meine ich.

Online First Orko

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Ein bisschen Polemik gehört zu einer guten Rezension dazu. Viel schlimmer halte ich Rezensionen bei denen immer alles toll ist und dadurch die Kunden getäuscht werden, weil die Rezensenten Angst haben, die Gefühle der Autoren zu verletzen.

Nur ist die Idee, man könne sich ja auch respektvoll darüber austauschen, dass man unterschiedliche Meinungen und Bewertungen über dieselbe Sache hat etwas völlig Anderes als Täuschung von Kunden mittels "Kuschelrezension"  ;)
It's repetitive.
And redundant.

Dir ist schon klar, dass es in diesem Forum darum geht mit anderen Leuten, die nix besseres mit ihrem Leben zu tun haben, um einen Tisch zu sitzen und sich vorzustellen, dass wir Elfen wären.

Offline Luxferre

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Wobei man noch ergänzen sollte, dass die moralische/intellektuelle/etc. Überlegenheit durch die Sozialen Medien massiv aufgeblasen wird/wurde, weil eben jeder Idiot genug Leute findet die ihm applaudieren, egal welchen Mist er verzapft.
In früheren ZeitenTM fehlte das, wodurch die Leute doch eher auf dem Teppich blieben, was den Wert ihrer Ansichten angeht.

Es ist viel einfacher, seine Echokammer/Filterblase/ideologischen Tunnel zu finden und seine eigene, grundsätzlich erstmal beschränkte, Meinung verstanden, wertgeschätzt und unterstützt zu sehen.
Ob das nun OSR vs SCHERZ oder D&D vs DSA oder links vs rechts ... mein Problem, und das kolportiere ich ja nicht zum ersten Male, ist der Mangel an Ambiguitätstolerenz. Also einfach mal andere Ansichten oder Meinungen stehen zu lassen und zu akzeptieren, dass Andere aus guten Gründen anders denken, fühlen oder meinen.
Das fällt bei so unilateralen Konsum-Medien besonders auf.
Ein Podcast, in dem Leute völlig unterschiedlicher Meinung zum Thema zusammenkämen wäre doch mal cool!

Dann noch eine weitere Beobachtung: Leute, die eine/ihre einfache Meinung als superior darstellen und andere Dinge abwerten, sind oftmals recht einfache Gemüter. Das können promovierte Geisteswissenschaftler genau so sein, wie studierte Kaufleute oder Bauhelfer. Der Bildungsgrad oder die Intelligenz meine ich mit "einfaches Gemüt" nicht. Vielmehr meine ich das Breitsitzen in der eigenen Komfortzone.
Mir fällt der Umgang mit solchen Menschen zusehends schwer. Insbesondere, wenn die sich einen wissenschaftlichen Anstrich geben, obwohl es purer esoterischer Kokolores ist.



Den Beitrag von Weltengeist, samt Ergänzung von flaschengeist, sollte man irgendwie highlighten  :headbang:
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Offline Infernal Teddy

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Das ist unbestritten, denke ich.

Aber etwas, dass "Rezension" genannt wird, ist etwas anderes als eine "persönliche Geschmacksäußerung". Als Textgattung folgt sie bestimmten Prinzipien. Und die persönlichen Vorlieben und Abneigungen gegenüber bestimmten Rollenspielsystemarten sollten bei Rezensionen so gut wie möglich herausgehalten und/oder sehr kenntlich gemacht werden, meine ich.

Ah, die irrige annahme eine Rezension müsse/könne objektiv sein.
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Sie kann sich aber um Objektivität bemühen. Ansonsten kann man es sich schenken, das Zeug überhaupt erst zu lesen. Ich zumindest habe es bei Rezis ganz gerne, wenn da versucht wird, etwas fair einzuordnen.
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Offline rillenmanni

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Ob Rezis nun fair / objektiv sein müssen, steht ja nur bedingt zur Debatte. Ich kann ja meine Star-Trek-Rezi total fair machen und dennoch zwischendrin "Ihr Star-Wars-Lutscher!" schreiben. Um so etwas geht es Vash doch.
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Offline PayThan

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Dann noch eine weitere Beobachtung: Leute, die eine/ihre einfache Meinung als superior darstellen und andere Dinge abwerten, sind oftmals recht einfache Gemüter.

Ein philosophisches Dilemma: Schießt man ein Eigentor, wenn man Leute abwertet, die ‚Dinge‘ abwerten?  ~;D
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Offline Luxferre

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Ein philosophisches Dilemma: Schießt man ein Eigentor, wenn man Leute abwertet, die ‚Dinge‘ abwerten?  ~;D

In meiner Erhabenheit, Selbstgefälligkeit und objektiven Überlegenheit, kann ICH doch gar kein Eigentor schießen. Was bildet er sich ein, sich so über unsere Wenigkeit das Maul zu zerreißen  >;D
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Offline rillenmanni

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Wenn ich ein Eigentor schieße, dann schieße ich rein technisch ja auch ein Tor. Die Kritik irgendwelcher Hanseln muss man dann einfach an sich abperlen lassen. :)
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Online KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Wenn ich ein Eigentor schieße, dann schieße ich rein technisch ja auch ein Tor. Die Kritik irgendwelcher Hanseln muss man dann einfach an sich abperlen lassen. :)

So und nicht anders geht dat!  :d
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Offline Zed

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Lass Dir von niemandem einreden, ich würde das nicht genau so annehmen und hätte genau das auch so gesagt, Infernal Teddy! Auch nicht von KWÜTEG  ;)

Offline PayThan

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Interessant, wie sich der Beitrag entwickelt, wirkt fast ein bisschen wie „Wasser predigen und selbst Wein trinken“.  :o
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Offline rillenmanni

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Und nach all dem hier komme ich einmal mehr zur Conclusio: Bis auf mich sind alle merkwürdig! Die einzig guten Serien sind übrigens Star Star und Trek Wars. Besonders Star Star.
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