These A: Das ganz große Versprechen des Rollenspiels ist die spielerische Freiheit. These B: Nichts auf der Welt ist interessanter als Drama und Drama entsteht aus Konflikten. Synthese: Lass den Spieler doch einfach machen, was er will, und schau, was dabei herauskommt.
Grundsätzlich ja. Siehe meinen Eingangspost und weitere meiner Antworten.
Aber: Will ich das Risiko eingehen, wenn die meisten Spielenden keine bis kaum Erfahrung haben und ihnen u.U. den Einstieg ins Hobby vergällen? Das ist mein Zielkonflikt.
Gerade wenn es ein Neueinsteiger ist, dann ist das ganze Theorie-Gerede im Vorfeld ohnehin weitestgehend in den Wind gesprochen. Man muss seine Fehler idealerweise selbst machen, damit man die Lage besser einschätzen, eine differenzierte Position ausprägen und sich irgendwie entwickeln kann.
Es ist ja nur Rollenspiel. Es ist also kein echtes Drama und kein echter Konflikt.
Diese Person hat (nach einiger Aussage) schon mehr Erfahrung (er sprach von einigen Kampagnen als Spieler und Leiter). Natürlich ist es noch bloße Theorie. Ich wäre aber gerne vorbereitet, falls sich meine Befürchtungen erfüllen und frage euch nach Tipps.
Fraglich ist auch, ob ich einer Person ausdrücklich erlauben will, "aus eigenen Fehlern zu lernen" auf Kosten von Anderen. Finde ich persönlich nicht so gut und ich trage hier auch ein Stück weit Verantwortung für die Gruppe.
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Als Hinweis für andere Anmerkungen verweise ich auf meinen Eingangspost:
Es gab eine ausdrückliche Verständigung auf ein Setting. Es wurden Charaktere zueinander in Verbindung gesetzt. Wir haben sowohl das große Ganze als auch etliche Details stundenlang ausführlich besprochen. Das ist nicht das Problem.
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Es gibt legitime Grenzen.
In meinen ersten Runden habe ich auch niemandem was verbieten wollen, und hatte einen Spieler der immer auf sehr unangenehme Weise die Sau rauslassen wollte (Morden, Betrügen, Frauen verarschen, missbrauchen etc.)
Und zwar mit jeder Figur.
Der hätte auch nicht verstanden, was daran das Problem sein könnte.
Ich mache es kurz: Haben ihn irgendwann rausgeworfen.
Es ist wirklich einfacher jemandem vorweg zu sagen: Du das passt nicht.
Als das jmd nachträglich zu sagen.
Wenn Du es trotzdem wagen willst, mach Dich darauf gefasst, dass das Spiel für andere Spieler klamm heimlich vergiften kann.
Besonders wenn solche Dinge als harmlos oder gar lustig verkauft werden, die es nicht sind.
Um sicher zu stellen, dass sich das nicht als ganz „normales Rollenspiel“ einschleicht , musste schon sehr auf der Hut sein, und entsprechend reagieren.
Es ist nicht mein erstes Rodeo und wir hatten in meiner regulären Runde schon oft sehr viel Spaß mit vielschichtigen Charakteren mit auch "bösen" Wesenszügen.
Ich mache mich genau darauf gefasst, dass es zu einem schleichenden Konflikt und Unwohlsein bei den anderen Spielis kommen dann. Deshalb frage ich euch ja nach Hilfestellungen oder Tipps.
Als SL habe ich am wenigsten Probleme mit einem bösen SC. Im Zweifel wird er erwischt, eingekerkert, fertig. Ich kann das ingame und outgame ganz einfach blitzschnell und jederzeit beenden oder anderweitig auflösen.
Nur bleibt die Frage, was dies wiederum dann mit der Gruppe macht. Das erzeugt ja auch kein gutes Gefühl am Spieltisch.
Deshalb freue ich mich über jede Anregung, wie man die Situation mit Sicherheitsleinen versehen kann oder wie es sich vielleicht subtil moderieren lässt.