Autor Thema: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?  (Gelesen 5270 mal)

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #75 am: 1.04.2026 | 18:58 »
Geht mir auch so

Zu Bond
Der Typ, der nur sagen muss: "Mein Name ist Bond, James Bond" - und schon lassen die Girls alle Hüllen fallen  ist ungefähr so vielschichtig wie John Wick, dem Horden von Freitod- Wählern gekonnt entgespringen, sobald er einen Raum betritt.
 ~;D

Bei solchen überzeichnten Figuren rührt das Ableben von NSC idR. nicht zu Tränen. (Soll es auch nicht). Sondern ist mMn. ein Form von PopArt Märchen.

Ach, auf einmal sollen die Charaktere gefälligst auch noch vielschichtig sein? Welcher Anspruch kommt als nächstes? ~;D

Ich meine, sicher, eine Figur, die mein Interesse nicht nur wecken, sondern auch wach halten soll, braucht schon mindestens ihre zwei Dimensionen -- und das völlig unabhängig von ihrer Moral und Ethik. Auf der anderen Seite aber sind reine Archetypen fast schon zwangsläufig etwas flach und oberflächlich, schließlich sind sie nur die grobe Skizze, die erst noch mit Details ausgestaltet werden will...hm, vielleicht erklärt das mit, warum's auf NSC aus Sicht diverser Spieler oft "nicht ankommt". Gerade die armen Mooks sind ja oft genug nur so was wie wandelnde Abziehbilder. :think:

Offline Eisenmeile

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #76 am: 1.04.2026 | 22:59 »
Und das Abenteuer / den Dungeon haben wir auch nicht "erobert", sondern er- und vielleicht überlebt. Das da die eine oder andere Burg in der Spielwelt belagert wurde, sehe ich auch nicht unbedingt als "conquest" an.

Vielleicht nicht auf den niedrigen Stufen, wo die Ausbeutung eher im kleineren Rahmen stattfindet. Im ursprünglichen hochstufigen AD&D (und auch im Master-Set bei BECMI) z.B. konnte man aber nur eine Burg bauen, wenn man das umgebende Gebiet von den dort lebenden Monstern "befreit" hatte (ja, das war explizit so gemeint, dass man sie tötet oder zumindest nachhaltig aus der Region vertreibt, Nichtsangriffspakte o.ä. waren da von den Regeln her nicht eingeplant). Das war schon recht deutlich eine Eroberung mit dem Zwecke der Landnahme, mit allen unschönen Sachen die sowas mit sich brachte (auf Details verzichte ich an dieser Stelle, bis das Auslagern des Threads vollzogen ist).

Offline Maarzan

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #77 am: 2.04.2026 | 07:53 »
Vielleicht nicht auf den niedrigen Stufen, wo die Ausbeutung eher im kleineren Rahmen stattfindet. Im ursprünglichen hochstufigen AD&D (und auch im Master-Set bei BECMI) z.B. konnte man aber nur eine Burg bauen, wenn man das umgebende Gebiet von den dort lebenden Monstern "befreit" hatte (ja, das war explizit so gemeint, dass man sie tötet oder zumindest nachhaltig aus der Region vertreibt, Nichtsangriffspakte o.ä. waren da von den Regeln her nicht eingeplant). Das war schon recht deutlich eine Eroberung mit dem Zwecke der Landnahme, mit allen unschönen Sachen die sowas mit sich brachte (auf Details verzichte ich an dieser Stelle, bis das Auslagern des Threads vollzogen ist).

Ich habe jetzt das türkise Buch (Ausbauset Deutsch) gelesen und das steht so nicht da drin. Und das in die Wildnis gehen  ist nur eine von 3 (bzw 4 wenn man Nichtmenschen einrechnet) Optionen und spricht von Schutz der Siedler gegen Überfälle durch Monster und Barbaren.
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Offline unicum

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #78 am: 2.04.2026 | 09:44 »
Gute Assassinen ... ist übrigens auch so ein Thema ... puh  8]

Wollen wir das Fass aufmachen?  >;D

Auch da - bevor wir das Fass aufmachen müsste man wissen was ein Assassine - im Sinne des Fasses - überhaupt ist und wie er sich etwa von anderen "Kämpfertypen" unterscheidet. Ist ja nicht so das etwa "Angriffe in den Rücken" allen anderen verboten wären.

Wie ist die hier moralisch einzuordnen: Mathilda - in - Leon der Profi; weil assassine wäre die characterklasse die ich treffend finden würde.
« Letzte Änderung: 2.04.2026 | 09:47 von unicum »

Online nobody@home

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #79 am: 2.04.2026 | 10:50 »
Auch da - bevor wir das Fass aufmachen müsste man wissen was ein Assassine - im Sinne des Fasses - überhaupt ist und wie er sich etwa von anderen "Kämpfertypen" unterscheidet. Ist ja nicht so das etwa "Angriffe in den Rücken" allen anderen verboten wären.

Na ja...in so was wie der traditionellen D&D-Klassenschule, wo das eben nur bestimmte Klassen dürfen und andere nicht, irgendwie schon. ;)

Aber es ist schon richtig, daß das eine etwas künstliche Trennlinie ist. Im Prinzip sollte jeder, der darin geübt ist, sich im offenen Kampf mit mehr oder weniger professionellen Soldaten anzulegen, rein vom Können her kein großes Problem damit haben, unvorbereitete Ziele (auf die es Assassinen und andere Mördertypen ja meist abgesehen haben) mit denselben Methoden umzubringen. Dafür zu sorgen, daß man dabei nicht erwischt wird oder zumindest nach der Tat trotzdem schnell flüchten kann, mag noch mal eine etwas andere Herausforderung sein, aber auch da gilt ja, daß Heimlichkeit und Schnelligkeit bereits auf dem Schlachtfeld öfters mal ausgesprochene Tugenden sind...die hat dann vielleicht nicht automatisch jeder gleich gut drauf, aber mit annähernder Sicherheit doch immer noch ein brauchbarer Teil der Truppe.

(Wobei zumindest dem Leumund nach die historischen Assassinen ohnehin keine Probleme damit gehabt haben sollen, für einen hinreichend demonstrativen Anschlagserfolg den eigenen Tod in Kauf zu nehmen -- aber damit muß man bei hinreichend motivierten "normalen" Angreifern auch immer rechnen.)

Der klassische "Auftragskiller" unterscheidet sich vom Soldaten halt in erster Linie dadurch, daß er auch nach gesellschaftlichen Richtlinien eigentlich "verbotene" Ziele aufs Korn nimmt. Krieg folgt zumindest nominell immer noch ein paar Regeln, die ihn halbwegs berechenbar halten; "Ich geb' dir soundsoviel Geld, wenn du X umbringst und es wie einen Unfall aussehen läßt" tut das nicht und macht potentiell jeden jederzeit und an jedem Ort zu X. Kein Wunder also, wenn sich die meisten Leute bei dem Gedanken unwohler fühlen.

Offline Maarzan

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #80 am: 2.04.2026 | 11:32 »
Der betreffende Assassin war primär auf einer persönlichen Vendetta zur Auslöschung eines bestimmten Adelshauses und weitestgehend "selbstgelernt". Entsprechend wählerisch war er bei der Annahme von "zwischendurch"-Jobs, aber halt innerlich sonst völlig verhärtet und kalt (plus eine gehörige Portion Selbstmitleid).
Das mit dem Waisenhaus kam aus (grob der Erinnerung nach) "Die (Straßenkinder) dort arbeiten gelegentlich auch für uns, sind aber oft nicht all zu verläßlich und nützlich und auch schon mal illoyal" , -> "Oh, aber die sehen jetzt auch nicht so gesund aus, daß man da viel erwarten könnte, aber das kann man ja ändern".
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Offline Issi

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #81 am: 2.04.2026 | 12:41 »
Die Frage wäre für mich:
Was unterscheidet einen Assassinen vom klassischen Kämpfer?
Und da wäre mMn.ein Unterschied, dass die Taktik hier eher Kampfvermeidung ist.
Man schlägt zu, bevor sich das Opfer überhaupt wehren kann. Instand Kill sozusagen.
Also überraschend, unerwartet.
Und auch möglichst geräuschlos.
Auch Mittel wie Gifte kommen in Betracht.
Sowie die Fähigkeit es wie einen Unfall aussehen zu lassen oder dem Mord irgendjemand anderen in die Schuhe zu schieben.
Oder den Leichnam schlicht so zu entsorgen, dass er nicht mehr gefunden werden kann.
(Lasst es euch schmecken!)

Also Beschattung, Detektiv Wissen, Gift und Heilkunde, etc. sind Fähigkeiten die in Betracht kommen.


Edit.
PS.Ich habe eine "gute"SC Figur, die konnte eigentlich keiner Seele was zu Leide tun, doch die wurde von den "Bösen" NSC natürlich ordentlich verfolgt und in Bedrängnis gebracht.
Da sah sich der SL gezwungen ihr einen NSC Bodyguard zu verpassen (Typ Assassine), der sie beschützt und im Zweifel auch mal einflussreiche Gegner aus dem Weg räumen kann.

Daher würde ich auch Ermittlung und Personenschutz auf die Liste der klassischen Assassinen Fähigkeiten setzen.
« Letzte Änderung: 2.04.2026 | 12:54 von Issi »

Offline unicum

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #82 am: 2.04.2026 | 13:02 »
Da würde ich eher an rechtschaffend neutral denken.
Für Böse müßte mir dann doch noch was an Mitteln oder Zielen mieser sein als nur "Buchstaben des Gesetzes".

Also es gab da schon das ein oder andere Dokument das Gesetzt (zb.: Judenstern) war oder einen gesetztesähnlichen Character hat (z.b. executive Order) was definitiv böse war. Es gab einige die sich darauf herausreden wollten "Ich hab mich doch nur an die Regeln gehalten und getan was mir gesagt wurde." In dem Sinne ist es schwer lawful neutral zu sein wenn der gesetztesschreiber evil oder good ist.

Offline Tudor the Traveller

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #83 am: 2.04.2026 | 13:03 »
Die Frage wäre für mich:
Was unterscheidet einen Assassinen vom klassischen Kämpfer?
Und da wäre mMn.ein Unterschied, dass die Taktik hier eher Kampfvermeidung ist.

Hängt halt davon ab, wie Assassine gemeint ist: historisch präzise? Spielmechanisch als Klasse? Oder im entlehnten Sinn als Meuchelmörder?

Spielmechanisch ist es imo oft eine Mischung aus Meuchelmörder und Scharfschütze.
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Offline Tudor the Traveller

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #84 am: 2.04.2026 | 13:07 »
In dem Sinne ist es schwer lawful neutral zu sein wenn der gesetztesschreiber evil oder good ist.

Hängt davon ab, wie man die Gesinnung in D&D auffasst. Wenn es ein Alignment mit den kosmischen Kräften ist, dann kommt es mehr auf die innere Einstellung als auf die Taten an. Dann könnte LN durchaus auch permanent böse Taten tun, weil die moralische Komponente einfach irrelevant ist.
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Offline unicum

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #85 am: 2.04.2026 | 13:10 »
Wir sind schon etwas vom Thema weg imho. Klar muss man auch erstmal sich klarwerden was andere unter "böse" verstehen.

Mal etwas was mir vor Jahren passiert ist:

Die Gurppe sollen "Ermittler" sein und für eine Organisatzion "Dinge" aufklären.
Setting: Wir werden überfallen, wir machen viele Gefangene. Ein Spieler: "Ich verhör die" (er würfelt auf die passende Fertigkeit, Sl würfelt verdeckt dagegen - so ist das Regelwerk eben) SL erzählt das was der Verhörte ausplaudert, ein weiterer Verhörter seperater Raum, keine Absprachemöglichkeit bestätigt das. Wir bekommen wirklich einen Sack von Informationen, aber die niedrigen handlager wissen eben nicht alles 'Der Boss hat immer eine Maske!'. Der Verhörspezialist: "Ich fang an die zu foltern" *beschreibt explizit was er machen will*
Das war "böse" für mich (und unnötig eben auch) und ich hab da interveniert. Gab dann in der Gruppe böses Blut. Nach einem weiteren anecken an diesen Spieler bin ich ausgestiegen.

Ja das ist ein red flag für mich.

Insofern: Böse hat viele facetten und man kann sicherlich auch eine böse figur in einer ansonsten guten Gruppe spielen aber,... Gruppentauglich muss sie imho sein und dann eben auch rücksicht auf die anderen nehmen.

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #86 am: 2.04.2026 | 13:16 »
Hängt halt davon ab, wie Assassine gemeint ist: historisch präzise? Spielmechanisch als Klasse? Oder im entlehnten Sinn als Meuchelmörder?

Spielmechanisch ist es imo oft eine Mischung aus Meuchelmörder und Scharfschütze.

Am Rande vielleicht auch noch interessant: ist jeder "Assassine" gleich der coole Vollprofi, oder gibt's wie anderswo auch da Anfänger und Nicht-so-Talentierte? :)

Irgendwo meine ich nämlich tatsächlich mal aufgeschnappt zu haben, daß viele "Auftragsmörder" im richtigen Leben tatsächlich selber nur Amateure auf eigene Rechnung sind (könnte allerdings die Quelle nicht mehr nennen). Der eiskalte Vollstrecker im Anzug, der für eine Verbrecherfamilie hingeht und schon mal im Alleingang den Kopf einer anderen eliminiert, ohne selbst auch nur einen Kratzer abzubekommen, mag das eine oder andere reale Vorbild haben, aber wenn das etablierte Bild von solchen Typen auch in erster Linie nur wieder aus Hollywood stammen sollte, würde mich das nicht im Geringsten überraschen.

Was natürlich jemanden wie einen Neunzehnjährigen, dem irgendwer 'ne Uzi in die Hand gedrückt und ihn dann in ein Auto gesetzt hat, um beim Vorbeifahren an einem bestimmten Cafe loszuballern, nicht wirklich harmloser macht. :P

Offline Luxferre

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #87 am: 2.04.2026 | 15:04 »
Assassine = Profi-Auftragsmörder.

Mord = böse.

Wenn wir über einen agilen und heimlichen Kämpfer ohne Krieger-Kodex (siehe zB DSA) sprechen, dann ist das KEIN Assassine. Klingt vielleicht cooler und macheine/r fühlt sich damit cooler, ist es aber gar nicht  :P

Ich spiele öfters mal gewandte und heimliche Charaktere. Aber einen Mörder, der für seine taten Geld bekommt oder Anerkennung seines Ordens ... nee, viel zu fremdgesteuert und außerdem moralisch verwerflich.
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Offline Maarzan

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #88 am: 2.04.2026 | 16:12 »
Assassine = Profi-Auftragsmörder.

Mord = böse.

Wenn wir über einen agilen und heimlichen Kämpfer ohne Krieger-Kodex (siehe zB DSA) sprechen, dann ist das KEIN Assassine. Klingt vielleicht cooler und macheine/r fühlt sich damit cooler, ist es aber gar nicht  :P

Ich spiele öfters mal gewandte und heimliche Charaktere. Aber einen Mörder, der für seine taten Geld bekommt oder Anerkennung seines Ordens ... nee, viel zu fremdgesteuert und außerdem moralisch verwerflich.

Ok, da zeigen sich wohl Probleme mit Klassensystemen.
ich bin davon ausgegangen, daß wenn man keine exakt passende Klasse findet in Absprache mit dem Spielleiter das mit der Klasse, welche zu dem Konzept noch am besten paßt, annähert. Dann kann man den Fluff dazu natürlich nicht mehr 1:1 übernehmen.
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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #89 am: 2.04.2026 | 16:43 »
Assassine = Profi-Auftragsmörder.

Mord = böse.

Wenn wir über einen agilen und heimlichen Kämpfer ohne Krieger-Kodex (siehe zB DSA) sprechen, dann ist das KEIN Assassine. Klingt vielleicht cooler und macheine/r fühlt sich damit cooler, ist es aber gar nicht  :P

Ich spiele öfters mal gewandte und heimliche Charaktere. Aber einen Mörder, der für seine taten Geld bekommt oder Anerkennung seines Ordens ... nee, viel zu fremdgesteuert und außerdem moralisch verwerflich.

Na ja, sicher ist Mord böse. So ist er ja regelrecht definiert -- als Tötung einer anderen Person aus "bösen" Motiven --, und also kann es "neutralen" oder gar "guten" Mord von vornherein nicht geben.

Auf der anderen Seite ist dann natürlich wieder längst nicht jede Art, jemand anderen mit oder ohne Vorsatz vom Leben zum Tode zu befördern, gleich "Mord". Da sind sich eigentlich so ziemlich alle bekannten gesellschaftlichen Normenkataloge einig und kommt's halt auf den Kontext an; insbesondere im Krieg gelten ja meist andere Regeln, vor allem (wenn auch nicht zwingend nur) beim Umgang mit dem Feind...und da kann's dann schon wieder zumindest recht grau werden.

Offline Tudor the Traveller

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #90 am: 2.04.2026 | 17:26 »
Assassine = Profi-Auftragsmörder.

Mord = böse.

Nun, was nobody@home schon sagt. Nicht jede Tötung ist gleich Mord.

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Offline Issi

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #91 am: 2.04.2026 | 18:38 »
Assassine = Profi-Auftragsmörder.

Mord = böse.

Wenn wir über einen agilen und heimlichen Kämpfer ohne Krieger-Kodex (siehe zB DSA) sprechen, dann ist das KEIN Assassine. Klingt vielleicht cooler und macheine/r fühlt sich damit cooler, ist es aber gar nicht  :P

Ich spiele öfters mal gewandte und heimliche Charaktere. Aber einen Mörder, der für seine taten Geld bekommt oder Anerkennung seines Ordens ... nee, viel zu fremdgesteuert und außerdem moralisch verwerflich.

Ok, dann muss man fragen:
Morden Krieger nicht?
(Denn töten tun sie ihre Gegner ja trotzdem)

Was ist der Unterschied zwischen jmd töten und jmd ermorden?

Anybody?

PS.
Wir sind schon so weit vom Ursprungsthema, dass ich entspannt drauf warte, dass sich jemand erbarmt uns in den Assassinen Strang zu verschieben.

Offline Issi

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #92 am: 2.04.2026 | 18:47 »
Nun, was nobody@home schon sagt. Nicht jede Tötung ist gleich Mord.

Abgesehen davon: ist ein Assassine, der zwar die Fähigkeit hat, aber eben nicht mordet, dann trotzdem böse?

Nur meine 5 Cent:
Ich würde einen Assassinen, der nur jene ermordet, die gefährlich sind und es verdient haben, als dunkelgrau bezeichnen.

Wobei die Art der Tötung durchaus eine Rolle spielen kann.
Wird das Opfer einfach ausgeschaltet?
(Treffer- Tot)
Oder wird es vorher gequält?
Wie zum Beispiel bei „Dexter?“

Der Typ ist ja eine Art Monster, das, wenn es schon grausam morden muss, zumindest versucht die „richtig Bösen „ zu erwischen.
Als jmd. der bei der Polizei arbeitet, ist er ja potentiell auf der „Guten“ Seite.
Da er aber so extrem grausam vorgeht, kann ich ihn irgendwie nicht mehr in die Grau Sparte stecken.



Offline Luxferre

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #93 am: 2.04.2026 | 18:53 »
Nur zur Klarstellung, weil das hier droht zum Whataboutism zu mutieren:

Mord ist immer Töten.
Töten ist nicht unbedingt Mord.

Verstehe nicht, wie man das anders sehen kann.

Und zum Thema Klassensysteme: das Skillset von einem Auftragsmörder könnte ähnlich dem sein, eines gut gesinnten Infiltrator. Wobei ich Assassinen/Auftragsmörder ja nicht nur als heimliche Erdolcher oder Giftpfeilverschiesser sehe. Dazu gehört VIEL mehr. Und da frage ich mich, ob das wirklich so unklar ist.
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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #94 am: 2.04.2026 | 19:08 »
Bin doch ganz erstaunt, wie der Thread sich jetzt in eine ganz andere Richtung entwickelt hat.

Wir philosophieren über Mord und Totschlag und deren Definition und ab wann "man" das als böse betitelt. 

Die Frage ist jetzt ja, wie viel es jetzt noch mit Rollenspielen und Spielleiten zu tun hat.
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Offline Maarzan

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #95 am: 2.04.2026 | 19:34 »
Bin doch ganz erstaunt, wie der Thread sich jetzt in eine ganz andere Richtung entwickelt hat.

Wir philosophieren über Mord und Totschlag und deren Definition und ab wann "man" das als böse betitelt. 

Die Frage ist jetzt ja, wie viel es jetzt noch mit Rollenspielen und Spielleiten zu tun hat.
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Wenn gefragt wird ob man schon eine Runde für böse Charaktere geleitet hat, dann muss man ja auch wissen, was diese bösen Charaktere nun sind bzw. seien sollen.
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Offline Tudor the Traveller

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #96 am: 2.04.2026 | 20:05 »
Die Frage zwischen den Zeilen war, ob das Charakterkonzept "Assassine" eine Figur automatisch böse macht. Darin war auch der Widerspruch zu Luxferre: wenn ein Assassine per Definition mordet, dann muss das logisch böse sein.
Aber wenn er "nur" ein Profi-Killer ist, dann hat das mindestens eine Grauzone. Und wenn er gar als legitimiertes Spezialkommando daher kommt (Bond), dann kommt man eventuell sogar in einen helleren Bereich.

Es hat also sehr viel mit der Ausgangsfrage zu tun. Hattest du so einen in der Gruppe, dann musst du mit ja antworten.

Edit: Tippfehler
« Letzte Änderung: 2.04.2026 | 20:08 von Tudor the Traveller »
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Offline Issi

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #97 am: 2.04.2026 | 20:12 »
Nur zur Klarstellung, weil das hier droht zum Whataboutism zu mutieren:

Mord ist immer Töten.
Töten ist nicht unbedingt Mord

Das stimmt schon
Allerdings ist Mord etwas, das, rein rechtlich zumindest, besonders niedere Beweggründe erfordert.
Habgier, Sexualdelikte, Quälerei etc.

Und wenn man sich jetzt einen Leon den Profi anschaut, dann greift das Habgier Argument jetzt zum Beispiel auch nicht hundertprozentig.

Ob der jetzt irgendeinen Kodex hatte, keine Ahnung.
Bei Jason Bourne gab es zum Beispiel so einen Moment in dem er gemerkt hat: Er kann den Job nicht mehr machen.
Tötungsmaschine mit Restgewissen.

Wohingegen ein Krieger bzw. Söldner auf Befehl hin unschuldige Menschen aus dem Leben befördern kann.

A la : "Brennt dieses Dorf nieder, lasst keinen am Leben."

Will sagen die Charakterklasse Krieger hat idR. vom Spiel System Keine Auflage bezüglich Ehrenkodex (Ausgenommen Ritter uä)
Wohingegen Assassinen durchaus einen haben können.

Daher finde ich schon wichtig zumindest zu versuchen nix pauschal in Schubladen zu stecken.

« Letzte Änderung: 2.04.2026 | 20:16 von Issi »

Online Kurna

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #98 am: 2.04.2026 | 20:45 »
Die Frage zwischen den Zeilen war, ob das Charakterkonzept "Assassine" eine Figur automatisch böse macht. Darin war auch der Widerspruch zu Luxferre: wenn ein Assassine per Definition mordet, dann muss das logisch böse sein.
Aber wenn er "nur" ein Profi-Killer ist, dann hat das mindestens eine Grauzone. Und wenn er gar als legitimiertes Spezialkommando daher kommt (Bond), dann kommt man eventuell sogar in einen helleren Bereich.

Es hat also sehr viel mit der Ausgangsfrage zu tun. Hattest du so einen in der Gruppe, dann musst du mit ja antworten.

Edit: Tippfehler
Laut Anfangsfrage ging es aber um eine komplette Gruppe aus bösen Charakteren (und extra dafür ausgerichtete Abenteuer), nicht um eine Gruppe, in der ein einzelner böser Charakter ist.
"Only the good die young. The bad prefer it that way." (Goblin proverb)

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Re: Schon mal eine Spielrunde mit bösen Charakteren geleitet?
« Antwort #99 am: 2.04.2026 | 21:15 »
Laut Anfangsfrage ging es aber um eine komplette Gruppe aus bösen Charakteren (und extra dafür ausgerichtete Abenteuer), nicht um eine Gruppe, in der ein einzelner böser Charakter ist.

Schön. Da landen wir also wieder bei der Frage, wer eigentlich so alles genau böse ist, wenn wir uns selbst bei so was wie einem Auftragskiller nicht sicher sein können, ob das überhaupt auf ihn zutrifft.

Und gegebenenfalls deutet sich auch schon ein wenig das Problem an, daß sich eine Gruppe aus garantiert zu mindestens 110% bösen Charakteren am Ende womöglich als eine so üble Mischung aus widerwärtigen Gestalten erweisen könnte, daß eh keiner mehr richtig Spaß dabei hätte, sie noch zu spielen...