Nein, das hört sich sehr bekannt an - Spielen als Experiment. Wobei für diese Version meiner Erfahrung nach kein (Perma)Tod notwendig ist, nur daß einmal das Versagensereignis ganz konkret und experimentbestimmend festgestellt wird und der Verlust hoch genug bleibt um nicht Teil des akzeptablen Risikos zu werden.
Ein rarer "left-for-dead"- Rettungspunkt plus Auszeit und keine EP diesmal für diesen SC sind meinem Eindruck nach ausreichend.
Wenn Du mit "Experiment" meinst, dass wir ergebnisoffen gucken, was rauskommt, dann ja.
Wenn Du damit meinst, dass wir ausprobieren oder herumprobieren, bevor wir 'richtig' spielen oder dass wir didaktische Ziele haben, dann nein. Rettungspunkte sind schlicht unnötig,
da ein Scheitern oder der Tod von Figuren keinen Betriebsunfall darstellen (oder ich verstehe nicht, worauf Du hinaus wolltest).
Ich habe mal jemandem einen (ernsten) Roman empfohlen und dann kam die Frage "Geht das Buch denn auch gut aus?" Das fand ich sehr befremdlich, genauso wie die Situation, in der eine Bekannte erzählte, man habe ein neues Auto: Auf meine Frage "Was für ein Auto denn?" sagte sie: "Ein rotes."
(Fairerweise sollte ich hinzufügen, dass Mainstream Hollywood freilich fast nur Happy Ends produziert - dies also für viele ein wichtiger Punkt ist - bzw. es der dritte Ford Fiesta war.)
Der Tod eines SC ist - bei dieser Spielweise - einfach kein Superspezialfall, der besondere Regeln oder Maßnahmen erfordern würde.
Der potenzielle (oder auch plötzliche) Tod einer Figur ist indes meist dennoch ein besonderes Ereignis, da einiges auf dem Spiel steht oder das vielerlei Auswirkungen hat -- aber das kann genauso auch für den Versuch gelten, einen NSC von einem Plan abzubringen oder einen Mord zu verhindern (oder eben nicht) usw.
Letztens wurde mal gewürfelt, wieviel Prozent eines Dorfes durch eine vom SC für dessen Befreiung unabsichtlich ausgelöste Katastrophe ausgelöscht werden - 1W100%. Das war ein spannender Wurf und m.E. mit deutlichen Auswirkungen auf das Verhältnis der Überlebenden zum SC bzw. dessen Selbstverständnis und seelische Gesundheit.