Autor Thema: Drache vs Stadt  (Gelesen 4499 mal)

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Offline Alter Weißer Pottwal

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #50 am: 8.04.2026 | 18:25 »
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Offline Tudor the Traveller

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #51 am: 8.04.2026 | 18:31 »
Naja das Grundproblem ist, dass hier die Vorstellung eines bedrohlichen Drachens auf ein System trifft, in welchem ein ausbalancierter Kampf nach drei Runden vorbei ist.

In einem Kampf mit SC, also Helden, die larger than life sind. Die Frage ist da imo eher, auf welchem Level die Bevölkerung so unterwegs ist und was die NSC dann so können. Eine stets wiederkehrende Frage bei In-World Überlegungen zu D&D.
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Hereagain

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #52 am: 8.04.2026 | 18:44 »
In einem Kampf mit SC, also Helden, die larger than life sind. Die Frage ist da imo eher, auf welchem Level die Bevölkerung so unterwegs ist und was die NSC dann so können. Eine stets wiederkehrende Frage bei In-World Überlegungen zu D&D.

Naja wir können auch 10 Warrior Veteranen gegen den Drachen antreten lassen:
Warrior Veteran

Medium or Small Humanoid, Neutral

    Armor Class: 17
    Hit Points: 65 (10d8 + 20)
    Speed: 30 ft.
    Initiative: +3 (13)

STAT    SCORE    MOD    SAVE
STR    16    +3    +3
DEX    13    +1    +1
CON    14    +2    +2
INT    10    +0    +0
WIS    11    +0    +0
CHA    10    +0    +0

    Skills: Athletics +5, Perception +2
    Gear Greatsword, Heavy Crossbow, Splint Armor
    Senses: Passive Perception 12
    Languages: Common plus one other language
    CR 3 (XP 700; PB +2)
    Source: 5.2 SRD (D&D 2024)

Actions

Multiattack. The warrior makes two Greatsword or Heavy Crossbow attacks.

Greatsword. Melee Attack Roll: +5, reach 5 ft. 10 (2d6 + 3) Slashing damage.

Heavy Crossbow. Ranged Attack Roll: +3, range 100/400 ft. 12 (2d10 + 1) Piercing damage.

Ich denke D&D ist nicht von Haus aus das System für sowas. Man muss es schoin sehr verbiegen, dass ein Drache alleine eine Stadt bedroht.
« Letzte Änderung: 8.04.2026 | 18:48 von Hereagain »

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #53 am: 9.04.2026 | 10:49 »
In der Legende vom heiligen Georg hat's wohl mit Vieh angefangen und sind Menschen dazugekommen, als das Vieh knapp wurde. Da ging's auch gar nicht (!) primär um Jungfrauen, auch wenn der Drache wohl Jugendliche und Kinder schmackhafter fand als zähe Alte -- nur kam Schorsch halt zufällig (?) erst dazu, als das Los gerade auf die Prinzessin gefallen war, was das Klischee natürlich ein Stück weit erklären würde...
Ok also als Futter?
Dann ist da noch die sache mit der Motivation. Bei allen Drachen.
Warum sollten Drachen städte oder dörfer belästigen? Gibt sicher genug Orte die leichter zu beherrschen sind. Wenn er herrschen will kann er sicher einfach einen klein Adeligen mit ner  burg ausräuchern und ersetzen. Was sollte ein Baron oder Fürst schon dagegen haben wenn er jetzt quasi einen billigeren Vasallen hat?
Wenn der Drache einfach nur essen will, dann sind doch sicher Kühe und Pferde die erste Wahl und dann brauch er bestimmt keine Opfergaben und kann die sich mal eben im vorbei Flug nehmen.

Ich stelle die Idee das es große Konflikte gibt, zwischen Menschen und Drachen in Frage. Das ist für beide Seiten kein lohnenswerter Kampf.

Offline Tudor the Traveller

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #54 am: 9.04.2026 | 11:28 »
Ich stelle die Idee das es große Konflikte gibt, zwischen Menschen und Drachen in Frage. Das ist für beide Seiten kein lohnenswerter Kampf.

Darum geht es hier nicht. Du kannst der Frage gerne in einem eigenen Thema nachgehen.  :)

Ich denke D&D ist nicht von Haus aus das System für sowas. Man muss es schoin sehr verbiegen, dass ein Drache alleine eine Stadt bedroht.

Imo ist ein Drache für ein kleines Dorf eine durchaus ernste Bedrohung. Irgendwo entlang der Siedlungsgröße hin zu einer kleinen oder mittleren Stadt scheint es einen Bereich zu geben, wo die Bedrohung kippt und der Drache den Kürzeren zieht. Mich interessieren die Bausteine, die dazu führen. Denn diese wären dann eben typisch für die Entwicklung von Siedlungen. Wenn es ganz simpel auf Anzahl X verfügbarer Schützen hinaus läuft, ist das zwar langweilig, aber für mich gut zu wissen. Denn dann gibt es in jeder Siedlung mit entsprechender Lage so eine Organisation, die das sicherstellt. Eine reguläre Miliz erscheint mir dafür beispielsweise nicht ausreichend, weil die Reaktionszeit zu langsam wäre. Das müsste dann eher so laufen wie bei der freiwilligen Feuerwehr mit ständiger Bereitschaft.
« Letzte Änderung: 9.04.2026 | 11:29 von Tudor the Traveller »
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #55 am: 9.04.2026 | 11:36 »
Eigentlich müßte die Stadt so viele Schützen oder andere Schadensausteiler immer bereit haben, dass der Drache während eines Angriffszugs runter geholt werden kann. Ansonsten nimmt er dann x % seiner HP Schaden, tötet y% der Schützen (Erweckung ist halt doch merklich teurer als HP-Heilen), heilt das dann in Zeitraum x aus und wiederholt das so oft wie nötig.  Im Zweifel kann er sogar belagern und de Nahrungsszufuhr lahm legen. Er hat ja Zeit.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #56 am: 9.04.2026 | 12:50 »
Zum Einen haben wir hier eine ziemliche Unschärfe bei den Startbedingungen: was ist ein "kleines Dorf"? 10 Häuser? Klar, macht der Drache platt, keine Frage. 500 Einwohner? Ganz anderer Schnack. Und andererseits, reden wir jetzt von einem Adult oder einem Ancient Dragon oder irgendwas dazwischen? Adult sehr schnell chancenlos, Ancient sollte mE eher mit Städten verglichen werden (d.h. mehrere hundert Verteidiger).

Eigentlich müßte die Stadt so viele Schützen oder andere Schadensausteiler immer bereit haben, dass der Drache während eines Angriffszugs runter geholt werden kann. Ansonsten nimmt er dann x % seiner HP Schaden, tötet y% der Schützen (Erweckung ist halt doch merklich teurer als HP-Heilen), heilt das dann in Zeitraum x aus und wiederholt das so oft wie nötig.  Im Zweifel kann er sogar belagern und de Nahrungsszufuhr lahm legen. Er hat ja Zeit.

Wenn er versucht das als Strafing Run zu machen, hält er sich ja wesentlich länger als 1 Runde im Schussbereich der Verteidiger auf. Die haben wie gesagt 600 Fuß Reichweite und der Drache hat mit Dash 160ft Bewegungsweite. Für jeden Run ist er also 4 Runden im Anflug, 1 Runde Angriff, 4 Runden Rückzug. Je 100 Verteidiger fliegen da also schon 4-500 Pfeile in seine Richtung bevor er das erste mal schnauben kann, und danach nochmal ebensoviele abzüglich der Schützen die er abgeräumt hat.  Da ist in Summe für den ganzen Run gut und gern mit 800 Pfeilen zu rechnen. Allerdings - muss man dazu sagen - davon voraussichtlich nur etwa 20 Pfeile ohne Disad. 

Ein Ancient kann das auswettern, der wird ja nur von ca 1% der Pfeile getroffen. Bei einem Adult schaut es schon deutlich knapper aus: da komme ich stochastisch gerechnet auf 210 Schaden die er einstecken muss. Wäre mir mit einem Pool von 256HP etwas zu knapp um mich darauf zu verlassen. Könnte ja auch sein, dass dann jemand den Drachen in seine Lair verfolgt um die letzten 46HP auch noch wegzumachen. Oder der Ort hat nicht nur exakt 100 Schützen sondern 125, dann ist auch Feierabend.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #57 am: 9.04.2026 | 13:30 »
Ich würde auch in einer D&D-Welt nicht gleich davon ausgehen, daß jede Stadt eine spezialisierte Drachenabwehr in ständiger Alarmbereitschaft hat -- und wenn, dann bestünde die wohl auch aus mehr als nur Bogenschützen. ;) Denn es ist ja schon richtig, daß Drachen erstens zwar nicht suuuperselten sind, man sie aber doch als normaler Mensch eher nicht so oft sieht, und zweitens wissen dürften, daß so eine Stadt oder ein Dorf normalerweise nicht komplett allein für sich auf weiter Flur steht, sondern ein Angriff auf sie selbst bei "vollem Erfolg" mindestens auch ihre Nachbarn, wenn nicht gleich das ganze Reich alarmiert und damit seinerseits zu Vergeltungsmaßnahmen einlädt.

Womit ich aber schon rechnen würde, ist eine Einwohnerschaft, die jederzeit auf zumindest "Standardgegner" menschlicher und anderer Art vorbereitet ist; so besonders friedlich sind diese Settings ja auch wieder nicht. Es wird also insbesondere wohl keine weitgehend hilf- und waffenlose Zivilbevölkerung geben, die schon dem nächstbesten Goblinoiden so gar keinen Widerstand entgegensetzen kann, sondern durchaus in jedem Haushalt Waffen und Schutzausstattung im Rahmen des Möglichen für den persönlichen Notfallbedarf, mit denen die Leute erst mal selber versuchen können, Hab und Gut und Leib und Leben zu verteidigen, bis dann die siedlungsweite Koordination Zeit zum Einsetzen hat. Das gibt mir eine gewisse Grundvorstellung davon, womit es eben auch ein Drache zu tun bekäme.

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #58 am: 9.04.2026 | 13:38 »
Ein Frontalangriff ohne weitere Unterstützung oder Magie gegen eine besetzte Stadtmauer ist da wohl nicht  drin.

Bliebe zu prüfen, ob eine Stadt so eine Schützendichte hinbekommt:
Die typische deutsche Stadt um 1100 hatte etwa 100EW pro Hektar. Ein Hektar ist auch in etwa die überstrichene Fläche eines Bogenschützen. Aber dann müßten alle Einwohner rund um die Uhr bereit stehen mit Bogen.
In einer größeren Stadt reicht es die Peripherie zu schützen, aber dann hat man das Problem, daß nicht alle Schützen gleichzeitig eingreifen können.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #59 am: 9.04.2026 | 13:57 »
Zum Einen haben wir hier eine ziemliche Unschärfe bei den Startbedingungen: was ist ein "kleines Dorf"? 10 Häuser? Klar, macht der Drache platt, keine Frage. 500 Einwohner? Ganz anderer Schnack.
...
Je 100 Verteidiger...

Mir scheinen 100 ausgebildete Schützen schon ein kleines Heer zu sein. Für eine 500 Einwohner-Siedlung scheint mir das recht viel. Wir reden hier ja nicht über Bauern mit Mistgabeln, sondern über eine Ausbildung, die Proficiency liefert. War nicht genau das der Clou bei den historischen englischen Schützen?

Ich würde auch in einer D&D-Welt nicht gleich davon ausgehen, daß jede Stadt eine spezialisierte Drachenabwehr in ständiger Alarmbereitschaft hat -- und wenn, dann bestünde die wohl auch aus mehr als nur Bogenschützen. ;) Denn es ist ja schon richtig, daß Drachen erstens zwar nicht suuuperselten sind, man sie aber doch als normaler Mensch eher nicht so oft sieht, und zweitens wissen dürften, daß so eine Stadt oder ein Dorf normalerweise nicht komplett allein für sich auf weiter Flur steht, sondern ein Angriff auf sie selbst bei "vollem Erfolg" mindestens auch ihre Nachbarn, wenn nicht gleich das ganze Reich alarmiert und damit seinerseits zu Vergeltungsmaßnahmen einlädt.

Womit ich aber schon rechnen würde, ist eine Einwohnerschaft, die jederzeit auf zumindest "Standardgegner" menschlicher und anderer Art vorbereitet ist; so besonders friedlich sind diese Settings ja auch wieder nicht. Es wird also insbesondere wohl keine weitgehend hilf- und waffenlose Zivilbevölkerung geben, die schon dem nächstbesten Goblinoiden so gar keinen Widerstand entgegensetzen kann, sondern durchaus in jedem Haushalt Waffen und Schutzausstattung im Rahmen des Möglichen für den persönlichen Notfallbedarf, mit denen die Leute erst mal selber versuchen können, Hab und Gut und Leib und Leben zu verteidigen, bis dann die siedlungsweite Koordination Zeit zum Einsetzen hat. Das gibt mir eine gewisse Grundvorstellung davon, womit es eben auch ein Drache zu tun bekäme.

Ja, erscheint mir auch plausibel. Milizdienst als Bürgerpflicht oder so. Wieviel wehrhaft organisiertes "Reich" dann so ein Dorf im Rücken hat, ist ja bei D&D gerne mal vage, wenn man da an die typischen Savage Frontier Ansätze denkt. Und selbst wenn, macht sich das Reich vielleicht gar nicht erst die Mühe, oder erwartet von lokalen Ladies und Lords, dass sie sich in ihrem Beritt / Lehen selbst irgendwie darum kümmern.

Wir haben also vielleicht in Fantasy mrhr Bedarf für stehendes Verteidigungspersonal als im irdischen Vergleich. Ich frage mich aber, wie weit das volkswirtschaftlich machbar ist und ob es nicht andere Maßnahmen gibt, die einem die Sache erleichtern oder abnehmen. Da kommen vielleicht Ranger und Aufklärer als vorgelagerte Posten ins Spiel. Oder gleich Infrastrukturnaßnahmen wie spezialisierte Drachenbunker oder so.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #60 am: 9.04.2026 | 14:13 »
2o Prozent sind ne ordentliche Hausnummer aber die englischen Langbogenschützen waren nichts besonderes und sind massiv überschätzt und die Bauern mit Mistgabeln sind ein albernes Märchen

Bürger der Gemeinschaft wehfähig, jeder Haushalt hat einen zu stellen und beim Kampf um Dorf und Stadt sind das alle die beitragen können ob in Waffen oder ohne Löschdienst z.B.
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“What Steve?”
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Sigh. “No Steve. I have my sword and my bow, and my arrows and my cloak and this hobbit here. What could I have forgotten?”
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #61 am: 9.04.2026 | 14:27 »
100 Schützen sind halt ungefähr eine Kompanie / Fähnlein.
Und ich stimme zu, in einer Welt in der mit Monsterangriffen zu rechnen ist, dürfte es vermutlich auf Dauer nicht tragbar sein, die Bauerndörfer wehrlos zu halten. Insbesondere wenn es tatsächlich erschwingliche Waffen gibt, mit denen ein Milizionär gute Wirkung gegen die erwarteten Gegner erzielen kann.

(Im realen Mittelalter gab es ja das Fehdewesen, da haben verfeindete Herren durchaus die Dörfer ihrer Rivalen schikaniert, aber in erster Linie mit dem Ziel das Vieh wegzutreiben, und eher nicht um die Bauern zu ermorden. Außerdem folgte das auch gewissen Regularien wie Ankündigung einer Fehde 3 Tage im voraus usw, alles Feinheiten an die sich Eulenbären und Oger wohl eher weniger halten würden.)

In Städten gab es (ab dem SpäMi) sowieso Wehrpflicht für alle freien Bürger je nach Einkommensklasse, mit regelmäßigen Wehrübungen.  Also auch da kein Grund, warum das in Fantasystädten nicht der Fall sein sollte.

Und klar, es kann natürlich in einer D&D-Welt auch hie und da höherstufige NSC in den Ortschaften geben; Veteranen, Abenteurer im Ruhestand, oder auch aktive Berufskrieger. Die kommen da alle noch obendrauf. Aber wie diese Rechenspiele zeigen, bilden nach 5E-Regeln bereits halbwegs ausgebildete Commoner einen sehr soliden Grundstock, der mit vielem fertig wird bevor man die Oberchecker überhaupt mit einkalkulieren muss.

Das war ja eben von Anfang an mein Gripe mit der 5E, dass dort schon die schwächsten NSC so effektiv sind, dass man dort kaum noch Bedarf an Helden hat. Drachen sind da ja nur eine mögliche Bedrohung, und werden bei solchen Betrachtungen gern hergenommen weil sie a) ikonisch sind und b) als sehr mächtig wahrgenommen werden; also nach dem Motto, wer mit einem Drachen fertig wird, packt auch alles Andere.
Alltäglichere Bedrohungen für so ein Fantasy-Dorf wären vermutlich eher sowas wie Oger, Trolle, Eulenbären, lauter so Geschmeiss halt, aber umso leichter dürfte eine Miliz dann mit denen fertig werden.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #62 am: 9.04.2026 | 14:30 »
Naja, gab auch Bereiche und Zeiten im Europäischen Mittelalter, da hattest du als "Freier" mal zumindest grundlegende Bewaffnung und Ausrüstung zu haben und in Ordnung zu halten. Und warst mitunter auch Wehrfolgepflichtig, also dein Fürst konnte verlangen, dass du mitkommst, wenn er in den Krieg zieht. Sowas kann ich mir, gerade in den etwas wilderen Gegenden so mancher DnD Settings, auch vorstellen. Wenn man die Leute von Heim und Herd wegholt muss man natürlich gucken, wie man sie unterhält und zumindest die grundlegende Wirtschaft am laufen hält. Zumal DnD Settings häufig deutlich gleichberechtiger sind und daher auch Frauen fürs Militär in Frage kommen.
Aber wenn es darum geht, Heim und Herd zu verteidigen, dann kannst du natürlich aus dem Vollen schöpfen bei so einer Konstellation.
Wobei ich bei so Milizen dann auch eher auf simple weapon proficiency plädieren würde respektive wahrscheinlich einen ned so arg dollen Statblock (CR 1/8?)

Aber spezifische Drachenabwehr dürfte eher selten sein. Das man in irgend einer Form Fernwaffen dabei hat aber nicht. Und potentielle Bedrohungen gibt es ja in vielen DnD Settings oft. Banditen, dann hat die Magie schluckauf und Untote stehen auf, dann haben sich irgendwo Riesenratten oder Goblins eingenistet, die Orks kommen vorbei etc. pp.

Das macht aber Abenteurer auch nicht unnötig. Denn diese CR 1/8 "freien Wehrbürger" sterben halt schonmal, auch gegen gar ned so große Bedrohungen. Und sagen wir mal so ein Wehrbürger zahlt 10 Gold Steuern im Monat solang er arbeitet und kann 30 Jahre arbeiten (beides IMHO nicht sehr hochgegriffen bei DnD 5e Wirtschaft) dann ist ein Verlust etwa 1200 Gold wert pro Verlust und noch ausstehendem Arbeitsjahrzehnt. Allein an Verlust für den Herrscher. Die Volkswirtschaft freut sich aber auch nicht. Wenn man das dann aufrechnet, ist es recht lohnend, woimmer möglich solche Bedrohungen an Abenteuerergruppen auszulagern und denen dann halt Belohnung in Aussicht zu stellen. Oftmals schaffen die es ja mit vergleichsweise geringen Verlusten und wenn die verkacken, muss man ja auch nix zahlen, oftmals sind die nichtmal eigene Untertanen.
Umgekehrt stelle ich mir vor, dass es halt nicht immer und überall reichlich Abenteurer gibt und für Kriege brauch man halt auch die Masse. Also ist auch der Wehrbürger nicht unnötig weil es Abenteurer gibt.
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #63 am: 9.04.2026 | 14:36 »
Wie sieht es denn mit einem Blauen Drachen aus. Der sich der Kleinstadt durch die Erde nähert. Dann in irgendeinem Haus auftaucht die Bewohner vertilgt (so Drachen denn überhaupt Dorfbewohner verspeisen)  und zum nächsten Haus weiterzieht. Wenn er entdeckt wird verdrückt er sich und kommt einige Tage später zurück.
Bogenschützen auf dem Dach nützen einem da wenig. Beobachtungsposten sinnlos.

Offline unicum

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #64 am: 9.04.2026 | 14:38 »
Ich hab gerade auch Game of Thrones vor dem Auge wo mit Ballisten mal ein Drachen runtergeholt wurde. Wobei ich nicht weis wie flink solche Waffen wirklich auszurichten sind.

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #65 am: 9.04.2026 | 14:42 »
Bei den Bogenschützen überlege ich gerade, wie die Stadt dann am besten aufgeteilt würde. Ich brauche ja gegen fliegend mobile Gegner 360° Schußfeld und das "drehend". Das muss dann wohl auch eher indirekt schießend sein, ich muss ja eh auf die 20 hoffen. Oder doch nicht nur auf 20? Aber dann kann ich nicht jeden Krämer auf die Zinnen stellen.
Zu viel Deckung ist da denke ich auch nicht möglich. Andererseits will ich eigentlich nicht zu viele Leute eng beieinander haben, wenn Zauber oder Odem einschlagen.

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #66 am: 9.04.2026 | 15:05 »
Ich hab gerade auch Game of Thrones vor dem Auge wo mit Ballisten mal ein Drachen runtergeholt wurde. Wobei ich nicht weis wie flink solche Waffen wirklich auszurichten sind.

D&D5-Ballisten stehen im DMG. Die Beschreibung ist etwas rudimentär (zum Beispiel ist nicht ganz klar, was passiert, wenn sich das Ziel zwischen der "Zielen"- und der "Abfeuern"-Aktion selbst noch mal bewegt), aber wenn ich mal von einer Dreimanncrew ausgehe, die ihre Aktionen nur dafür aufwendet, dann sollte eigentlich ein Schuß pro Runde drin sein.

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #67 am: 9.04.2026 | 15:10 »
Wir  kommen mal wieder an den Punkt, ab wo eine Fantasywelt samt angekoppeltem system eigentlich plausibel ist und wo nicht.
Spannend ist es anhand solcher Beispiele hier durchzudeklinieren und das eben nicht mit einer realweltlich-mittelalterlichen Simulation zu versuchen, die in D&D ungefähr gar nichts zu suchen hat  ;D  und wir reden hier ja ganz klar über die 5E.

Wir haben die 5E gute 5 Jahre intensiv ge- und bespielt. Diverse Kampagnen und selbtgebaute Abenteuer.
In der aktuellen Diskussion dreht es sich meines Erachtens zu sehr um die bürgerlichen Bogenschützen. Diese sind ja aber nur ein Teil des Großenganzen. Was ist denn mit einer plausiblen Anzahl von Klerikern, Magiern, Waldläufern, Schurken, und Co in der angegriffenen Stadt (Kleinstadt übrigens ab 5.000EW)?
Und wie viele höherstufige Abenteurergruppen wären plausiblerweise anwesend?
Welche Stufen haben die Adeligen, der Rat, der König, der Berater, der niedergelassene Zauberer in seinem Turm, welche magischen Gegenstände stehen zur Verteidigung bereit?
Wenn wir diese Fragen ansatzweise systemimmanent logisch beantworten dürfte klar werden, dass ein mittelalter Drache relativ schnell alt aussehen dürfte.

In einem plausiblen D&D-Setting wären alle Weiler, Dörfer, Kleinstädte und Burgen, Schlösser oder Wehranlagen sehr anders aufgebaut, als wir es mit unserm mittelalterlichen Verständnis intuitiv aufbauen würde. Daran zweifelt hier niemand, oder?
Wenn in Dörfern oder neben abgelegenen Dörfern irgendwo Klöster stehen oder Magierakademien, dann wird es eh schnell nochmals absurder mit den zur Verfügung stehenden Mitteln.

Ich wäre sehr geneigt, die Frage für das individuelle Gusto und Setting zu beantworten  ~;D
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #68 am: 9.04.2026 | 15:40 »
In einem plausiblen D&D-Setting wären alle Weiler, Dörfer, Kleinstädte und Burgen, Schlösser oder Wehranlagen sehr anders aufgebaut, als wir es mit unserm mittelalterlichen Verständnis intuitiv aufbauen würde. Daran zweifelt hier niemand, oder?
Wenn in Dörfern oder neben abgelegenen Dörfern irgendwo Klöster stehen oder Magierakademien, dann wird es eh schnell nochmals absurder mit den zur Verfügung stehenden Mitteln.

Jupp,... (wobei es mich schon immer etwas gewundert hat das in D&D viele Häusser einen (ziemlich grossen) Keller haben, ich mein wisst ihr wie lange es dauert eine Baugrube auszuheben mit... Spaten, Schubkarre und Schaufeln?)

Oder anderst formuliert: Wäre in "unserem wirklich echten" Mittelalter irgendwo ein (D&D) Drache aufgetaucht hätte er wohl tatsächlich eine Stadt in Schutt und Asche legen können.

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #69 am: 9.04.2026 | 16:01 »
Wie sieht es denn mit einem Blauen Drachen aus.
Wassereimer, wenn sich das Wasser bewegt kommt was von unten oder kann zumindest
“Uh, hey Bob?”
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #70 am: 9.04.2026 | 16:04 »
In einer Welt, in der es Drachen und anderes Kroppzeuch gibt und sich die einschlägigen Zweibeiner trotzdem so weit ausgebreitet haben, daß sie zur quasi-dominanten Lebensform geworden sind...rechne ich in der Tat eher selten damit, daß ein einzelner Drache in Anbetracht dieser Sachlage trotzdem noch spontan eine ganze Siedlung angreift, gerade, wenn er D&D-mäßig auch noch intelligent ist (was ja nicht für alle Drachen überall gleichermaßen gilt). Dann weiß er nämlich schon, daß seine Chancen gegen eine hinreichend große aufgebrachte und Menschenmenge unter Waffen nicht gut stehen, und wird sich entsprechend bei dem Gedanken, im offenen Kampf "fair" gegen die anzutreten, nur mit der Klaue ans Horn tippen.

Statt dessen wird er sich, wenn er denn wirklich mal gegen ein ganzes Dorf/eine Kleinstadt steht und einfach nur Verhandlungen um Genugtuung nichts gebracht haben, auf die Taktiken verlegen, die Unterlegene schon immer gerne mal benutzt haben: Terror und Guerillakrieg. Mit kleineren Gruppen nimmt er's ja sehr wohl noch im Alleingang auf (wenn er es nicht gerade mit erfahrenen Abenteurern zu tun bekommt), die für ihn gefährlichen großen Formationen können nicht überall zugleich sein, und er hat generell den Mobilitätsvorteil, so daß sich die Menschen (oder so) mehr vor ihm in Acht nehmen müssen als umgekehrt...

...das ist natürlich dann wieder ein recht anderes Szenario als das eingangs postulierte, klar. Es paßt aber ironischerweise gleich wieder besser zum "klassischen" Drachen, der zwar recht frei sein Unwesen treiben, Ortschaften schikanieren, und vielleicht Tribut fordern mag, aber dann doch wieder eher keinen direkten Vernichtungskrieg gegen die Leute in "seiner" Gegend führt.

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #71 am: 9.04.2026 | 16:08 »
In einer Welt, in der es Drachen und anderes Kroppzeuch gibt und sich die einschlägigen Zweibeiner trotzdem so weit ausgebreitet haben, daß sie zur quasi-dominanten Lebensform geworden sind...rechne ich in der Tat eher selten damit, daß ein einzelner Drache in Anbetracht dieser Sachlage trotzdem noch spontan eine ganze Siedlung angreift, gerade, wenn er D&D-mäßig auch noch intelligent ist (was ja nicht für alle Drachen überall gleichermaßen gilt). Dann weiß er nämlich schon, daß seine Chancen gegen eine hinreichend große aufgebrachte und Menschenmenge unter Waffen nicht gut stehen, und wird sich entsprechend bei dem Gedanken, im offenen Kampf "fair" gegen die anzutreten, nur mit der Klaue ans Horn tippen.

Statt dessen wird er sich, wenn er denn wirklich mal gegen ein ganzes Dorf/eine Kleinstadt steht und einfach nur Verhandlungen um Genugtuung nichts gebracht haben, auf die Taktiken verlegen, die Unterlegene schon immer gerne mal benutzt haben: Terror und Guerillakrieg. Mit kleineren Gruppen nimmt er's ja sehr wohl noch im Alleingang auf (wenn er es nicht gerade mit erfahrenen Abenteurern zu tun bekommt), die für ihn gefährlichen großen Formationen können nicht überall zugleich sein, und er hat generell den Mobilitätsvorteil, so daß sich die Menschen (oder so) mehr vor ihm in Acht nehmen müssen als umgekehrt...

...das ist natürlich dann wieder ein recht anderes Szenario als das eingangs postulierte, klar. Es paßt aber ironischerweise gleich wieder besser zum "klassischen" Drachen, der zwar recht frei sein Unwesen treiben, Ortschaften schikanieren, und vielleicht Tribut fordern mag, aber dann doch wieder eher keinen direkten Vernichtungskrieg gegen die Leute in "seiner" Gegend führt.

Als intelligentes Wesen sollte es ihm vor allem klar sein, daß es verdammt nützlich ist Verbündete oder auch Bedienstete zu haben.
Storytellertraumatisiert und auf der Suche nach einer kuscheligen Selbsthilferunde ...

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #72 am: 9.04.2026 | 16:21 »
Genau genommen muss man bei der Frage ja auch immer die Gesamtumstände betrachten. Also zum Beispiel, welche Probleme sind wie wahrscheinlich?
Es ist ja nicht so, dass die abwehrende Stadt in Wirklichkeit immer optimal aufgestellt wäre, weil sie eher auf andere Situationen eingestellt ist. Oder etwas salopp ausgedrückt, wovor hat der Landesfürst mehr Angst? Dass ihm vielleicht mal ein Drache eine Stadt abfackelt oder dass er da eine ständig bewaffnete Bürgerwehr in seinem Land hat?  >;D
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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #73 am: 9.04.2026 | 16:34 »
Genau genommen muss man bei der Frage ja auch immer die Gesamtumstände betrachten. Also zum Beispiel, welche Probleme sind wie wahrscheinlich?
Es ist ja nicht so, dass die abwehrende Stadt in Wirklichkeit immer optimal aufgestellt wäre, weil sie eher auf andere Situationen eingestellt ist. Oder etwas salopp ausgedrückt, wovor hat der Landesfürst mehr Angst? Dass ihm vielleicht mal ein Drache eine Stadt abfackelt oder dass er da eine ständig bewaffnete Bürgerwehr in seinem Land hat?  >;D

Wie gesagt: D&D-Welt. Da muß der Fürscht sich eben nicht nur um seine adligen Kollegen und eventuell rebellische Bürger Sorgen machen, sondern auch gleich noch um alle möglichen Arten von Monstern in seinem Reich und der Nachbarschaft...von denen nebenbei selbst "böse" Drachen womöglich noch zu denen gehören, mit denen man am ehesten friedlich klarkommen kann. Immerhin sind die intelligent und können recht alt werden, haben also vermutlich ihrerseits Interesse an längerfristig geregelten Verhältnissen -- das kann man von beispielsweise den Ogern in den Wäldern oder den Sahuagin, mit denen sich die Fischer und Handelsfahrer an der Küste regelmäßig abplagen müssen, wahrscheinlich schon wesentlich weniger behaupten.

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Re: Drache vs Stadt
« Antwort #74 am: 9.04.2026 | 16:41 »
wovor hat der Landesfürst mehr Angst?
Das interessiert jetzt wayne, ausser den Paladin der ihn wegen Rechtsbruch hinrichtet
“Uh, hey Bob?”
“What Steve?”
“Do you feel like we’ve forgotten anything?”
Sigh. “No Steve. I have my sword and my bow, and my arrows and my cloak and this hobbit here. What could I have forgotten?”
“I don’t know, like, all of our stuff? Like the tent, the bedroll, my shovel, your pot, our cups, the food, our water, your dice, my basket, that net, our spare nails and arrowheads, Jim’s pick, my shovel, the tent-pegs…”
“Crap.”