Autor Thema: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?  (Gelesen 3438 mal)

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Offline Swanosaurus

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #50 am: 18.06.2026 | 20:27 »
Um es richtig zu verstehen:Du meinst damit auch D&D-Kleriker, oder?

Ne, Götter in D&D-Welten sind für mich schon eine andere Kategorie von Wesenheiten als das Schicksal.
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Offline nobody@home

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #51 am: 18.06.2026 | 20:50 »
Für mich ist der entscheidende Punkt im Startposting, dass man in bestimmten Spielen gar nichts anderes spielen darf. Es ist schlicht nicht vorgesehen. Und das finde ich nicht schön. Als jemand, der (genau wie unicum oben schreibt) gerne auch mal ganz unten anfängt und sich eher durch Geschick und gute Ideen durchbeißt, ist mir die Einteilung in "Auserwählte/Hauptfiguren" und "Mooks/Minions/sonstige Charaktere zweiter Klasse" eigentlich suspekt. Ja, sogar wenn ich einen richtig kompetenten Charakter spiele, nehme ich lieber einen, der Stufe 10 ist, als mir auf Stufe 1 einen "Ich bin zwar erst 12 Jahre alt, aber auf mysteriöse Weise trotzdem besser als all die Nebenfiguren da draußen"-Aufkleber auf die Stirn zu kleben.

Viele mögen das aber, daher habe ich gelernt, damit zu leben. Bekanntlich leite ich seit Jahren nur noch Savage Worlds (da steht zwar nicht "Auserwählte" dran, aber "Wildcards", was eigentlich nichts anderes ist), und aktuell spiele ich in einer Earthdawn-Runde. Das ist aber Pragmatismus und keine Vorliebe. Meine Vorlieben wäre, dass einem das System eine Wahl lässt, ob man mit oder ohne Auserwählten-Status spielen will.

Ich denke nicht, daß Stufensysteme dabei besonders helfen. Eher im Gegenteil, mit zunehmender Stufenzahl neigen die ja je nach Einzelfall gerade dazu, einen anfänglich vielleicht "normalen" Spielercharakter mehr oder weniger zwanghaft in Richtung Super-Sonder-Auserwähltenstatus hinmutieren und die meisten normalen Spielweltbewohner, die sie überhaupt noch treffen, eben doch wieder stark nach bloßen Mooks aussehen zu lassen... :think:

Und natürlich sind Spielercharaktere letzten Endes immer ein Stück weit allein schon dadurch besonders, daß standardmäßig jeder von ihnen einen Spieler für sich hat, während sich alles andere, was in der Spielwelt so herumläuft, die eine Spielleitung teilen muß. ;) Es mag das eine oder andere SL-lose System geben, in dem das vielleicht tatsächlich nicht mehr ganz so dramatisch der Fall ist, und natürlich sind immer auch Kampagnen denkbar, in denen Spieler die eine oder andere NSC-Rolle mitübernehmen...aber diese Art von "Auserwähltheit" konsequent und durchgehend außer Kraft zu setzen, bräuchte vermutlich einen ungewohnten neuen Spielstil, mit dem sich längst nicht jeder anfreunden können würde. (Soviel Voraussicht traue ich mir schon zu, obwohl ich selbst noch keine rechte Vorstellung davon habe, wie der vielleicht aussehen könnte.)

Offline Irian

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #52 am: 19.06.2026 | 08:06 »
Ich denke nicht, daß Stufensysteme dabei besonders helfen. Eher im Gegenteil, mit zunehmender Stufenzahl neigen die ja je nach Einzelfall gerade dazu, einen anfänglich vielleicht "normalen" Spielercharakter mehr oder weniger zwanghaft in Richtung Super-Sonder-Auserwähltenstatus hinmutieren und die meisten normalen Spielweltbewohner, die sie überhaupt noch treffen, eben doch wieder stark nach bloßen Mooks aussehen zu lassen... :think:

Das ist das, was ich auch sehe. Ich würde nichtmal "Stufensystem" sagen, sondern quasi jedes "Aufstiegssystem". Irgendwann kommst du häufig zu dem Punkt, wo die SCs halt sehr, sehr gut sind. Und dann ist es imho völlig Banane ob sie nun "explizit" vom Schicksal auserwählt wurden, indem das Schicksal den magischen Zauberstab schwang und die SC auserwählte, oder halt rein "implizit", weil sie halt die sind, die noch stehen und dafür am besten dafür geeignet, die Welt zu retten - da fehlt nur effektiv der Schicksals-NPC, der oder die diesen Status explizit ver- oder ankündigt, aber alles andere ist doch gleich von den Auswirkungen her.

Klar, als "Trope" ist "The Chosen One" schon etwas ausgelutscht, muss man also nicht unbedingt haben, aber rein praktisch hat es imho nicht so wirklich viele Auswirkungen in der Spielpraxis. Ob man nun die Welt rettet, weil die SCs halt die besten der Besten sind oder weil die SCs "The Chosen Ones" sind... Wo ist der Unterschied außer in ein wenig Anstrich? Das Trope dient ja häufig nur der Rechtfertigung, WARUM ausgerechnet DIESE Person nun wichtig ist und besonders, aber im Rollenspiel lautet die Antwort doch eh schon "Sind halt die SCs.", das hinterfragen die wenigsten, ein wenig Suspension of Disbelief ist immer dabei.

Dementsprechend, ich halte das Trope in den meisten Fällen für völlig unnötig im Rollenspiel. Die SC "verdienen" sich ihren Status bei Aufstiegssystemen doch eh, indem sie toll und mächtig werden. Deshalb braucht es solche Sonderbehandlung out-of-the-box nur in seltenen Fällen und sollte dann halt auch entsprechend speziell und sinnvoll behandelt sein, nicht 0815.
Hinweis: Nein, ich will dir nicht verbieten, X, Y oder Z in deinem Rollenspiel zu tun. Nein, ich habe dich keinen Rassisten genannt. Ja, du darfst X, Y oder Z auch weiterhin tun (außer es ist illegal, dann ist es aber auch nicht mein Problem). Wenn du denkst, es gibt eine einflussreiche oder auch nur mäßig große Gruppe hier im Forum oder in der dt. Szene, die dir dein Rollenspiel verbieten will, liegst du sehr wahrscheinlich falsch, insb. weil es idR keinen interessiert, was du so tust.

Offline Holothuroid

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #53 am: 19.06.2026 | 08:30 »
Ich habe aber auch schon Kampagnen geleitet wo im Startabenteuer expliziet Götter erschienen und den Charakteren sagten "Ihr seid auserwählt in unserem Namen großes zu tun und hier ist ein Batzen Superkräfte für euch damit ihr das auch umsetzen könnt."

Waren die Superkräfte etwas Kampagnenspezifisches oder einfach Ergebnis der normalen Charaktererschaffung?

Aber das waren ja schon sehr zuvorkommende Gottheiten. Meist gibts die göttlichen Gaben ja wenn überhaupt erst später und zunächst nur: "Geh mal da, mach mal so."
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Offline Weltengeist

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #54 am: 19.06.2026 | 08:37 »
Das ist das, was ich auch sehe. Ich würde nichtmal "Stufensystem" sagen, sondern quasi jedes "Aufstiegssystem". Irgendwann kommst du häufig zu dem Punkt, wo die SCs halt sehr, sehr gut sind. Und dann ist es imho völlig Banane ob sie nun "explizit" vom Schicksal auserwählt wurden, indem das Schicksal den magischen Zauberstab schwang und die SC auserwählte, oder halt rein "implizit", weil sie halt die sind, die noch stehen und dafür am besten dafür geeignet, die Welt zu retten - da fehlt nur effektiv der Schicksals-NPC, der oder die diesen Status explizit ver- oder ankündigt, aber alles andere ist doch gleich von den Auswirkungen her.

Das sehe ich aus verschiedenen Gründen nicht so. Der wichtigste davon ist, dass du in Stufensystemen nicht automatisch hochstufig spielen musst. Du kannst auch bewusst niedrigstufig spielen. Du kannst den Stufenanstieg verlangsamen, wenn du das willst. Du kannst ganz bewusst nur hochstufig spielen. Oder du kannst hoch- und niedrigstufige Figuren kombinieren. Egal wie du dich entscheidest - du hast eine Wahl; das System gibt das her. Bei "hier gibt es NUR Auserwählte"-Systemen hast du diese Wahl nicht.

Ich habe gestern zufällig ein Youtube-Video gesehen, wo "Der Auserwählte" als eines der klassischen Tropes für Fantasy genannt wurde. Und ich tue mich schwer damit, wenn alle SC einem bestimmten Trope zugeordnet werden müssen (so wie bei bestimmten Spielen alle SC Vampire, Zauberlehrlinge, Superhelden oder tragische Gescheiterte sein müssen). Ich bestreite nicht, dass man damit Spaß haben kann, aber gerade für längerlaufende Runden stört es mich, wenn das Spiel als solches alle anderen Charakterkonzepte komplett ausschließt. Mir persönlich ist das meist zu einschränkend.

Nachbemerkung: Mir geht es hier natürlich nicht darum, irgendeinen Spielstil als badwrongfun zu deklarieren. Aber die Ausgangsfrage war ja, was wir subjektiv mögen und was nicht. Für mich persönlich geht die Tendenz gerade bei den Charakterkonzepte und Stories immer stark in Richtung "möglichst viel soll möglich sein". Und wenn das von vornherein auf "Es gibt nur Auserwählte" verengt wird, gefällt mir das nicht.
« Letzte Änderung: 19.06.2026 | 08:40 von Weltengeist »
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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #55 am: 19.06.2026 | 09:36 »
Chosen Ones ist genau mein Ding und ich liebe das und das ist auch seit jeher ein wiederkehrendes Element. Für mich quasi der Urknall des Heldenspiels. So, damit ist schon mal klar, dass ich von der ganz anderen Seite des Blattes wie Swanosaurus komme.

Letzten Endes ist das einfach meine Prägung durch die Medien und dem Material mit dem ich mich seit jeher als Kind/Jugendlicher/Erwachsener beschäftigt habe. Klar kann es den Held wider Willen geben. Aber ich mag Prophezeiungen, Vorhersehung, Menschen die zu gottgleichen Titanen werden und sich über den 0815 Menschen erheben. Genau das ist doch am Ende auch die Mechanik vieler klassischer Rollenspiele. DnD Stufe 20 ich schaue auf dich  Rolemaster Stufe 20-50, ich schaue auf Dich! ~;D

Jetzt muss ich aber auch dazu sagen, dass ich eben sehr lange Kampagnen spiele und daher letzten Endes auch entsprechend an den dort aufgebauten Themen hängen bleibe. Ich muss und würde das nicht in jeder Runde haben wollen. Immer nur Auserwählt ist wie die Marvelformel - am Ende muss es eine gewaltige Schlacht geben und die Welt muss gerettet werden. Das wird auch irgendwann langweilig. Und Langeweile wollen wir im Rollenspiel sicher nicht.

Ein Auserwählter zu sein bedeutet für mich aber nicht Unsterblichkeit. Dadurch nimmt man den Abenteuern ja auch die Gefahr. Ein Auserwählter muss sein Schicksal auch erfüllen - und das gelingt nicht jedem. Natürlich nutzen wir "Gummipunkte" bei unserem System - ob Auserwählt oder nicht. Aber gerade von diesem Status her lassen sich Schicksalspunkte (ein viel schönerer und passenderer Begriff) ja dann auch viel besser erklären. Die Auserwählten können ihr Schicksal besser bestimmen und in die Hand nehmen wie normale Sterbliche - aber sie sind eben auch keine Götter. Denn normalerweise ist es eine solche Wesenheit die diese Punkte auch nur verleihen kann. Und natürlich gibt es dann auch Antagonisten die Auserwählte ihres Gottes sein können. "Der Böse ist der Held seiner eigenen Geschichte!". In der aktuellen Kampagne hat meine Runde die Schicksalsbegegnung mit einem Artefakt des Sonnengottes gehabt, durch das in ihnen etwas geweckt wurde. Seither haben sie Zugriff auf Schicksalspunkte. Diese werden immer dann vergeben, wenn sie ihr Schicksal berühren oder Handlungen vollziehen, die damit zu tun haben.

Da schreibe ich von Göttern, Schicksal etc. Ja, da sind wir halt einfach in meiner Definition von einer epischen Kampagne - quasi der Marvelformel angekommen. Ich finde es schön für die Spieler, wenn sie am Ende eben dann auch mal richtig auf die Kacke hauen können - und das umgekehrt aber nicht genauso jeder Gegner machen kann. Das ist eine Heldenreise im wahrsten Sinne die man da spielt. Und solange die Spieler eben genau das mögen, einfach raus aus ihrem langweiligen Leben und einfach mal einen übergroßen Helden spielen, der sich auch nicht mit Alltagsproblemen herum schlagen muss, dann ist das doch perfekt.

Und umgekehrt kann ich als Spielleiter dadurch eben auch mit den unmöglichsten Szenarien und Bedrohungen ankommen. Da kann dann eben alles verwurstet werden. Weltuntergang, Götter, Ebenenreisen und was weiß ich nicht alles. Komplett over the top. Und durch die Spielmechanik der Schicksalspunkte sind die Chance eben da, dass die Charaktere solche Begegnungen eben auch mal überleben können. Sie sind eine Resource, die einmalige Patzer oder Fehler ausgleichen kann - aber eben niemals dafür sorgen wird, dass man einfach unachtsam durch die Weltgeschichte stiefeln kann, weil ich bin ja Superman. Ich begreife die einfach auch als Balancemittel auf Spielerseite, wenn ich als SL vielleicht auch mal in der Begegnungsbalance einen Fehler mache - oder die Würfel einfach zu wild fallen. Und da es eine knappe Resource ist (bei unserem System, anders wie bei SW), überlegen die Spieler sich deren Einsatz immer recht gut.

Und mit der Auserwählten Thematik, kann man eben auch all die Goodies unterbringen die damit zusammenhängen. Prophezeiungen hängen eben an jeder Ecke dann. Das Schicksal liegt vor ihnen. Unheilschwanger. Aber was bedeutet das für den einzelnen Charakter? Die Spieler können ja genau das entscheiden und bespielen. Ob sie das überhaupt annehmen wollen. Oder auch ob der Charakter diese Verantwortung annimmt. Daraus ergeben sich doch auch immer schöne Szenen. Wird das Schicksal vieler über das weniger gestellt? Meistens geht es bei den Schicksalshelden ja auch darum die Menscheit whatever zu retten. Dafür muss er aber vielleicht seine Familie/Liebe aufgeben. Solche Themenfelder mag ich dabei auch sehr gerne bespielen.

Das hast Du so schön formuliuert (außer die Passage mit D&D, igitt und den Schips), dass ich dem einfach mal zustimme, ohne den Rest des Threads gelesen zu haben. Und das war ja noch nie da  >;D

Was ich allerdings nicht mag, die Verknüpfung von chosen ones mit Gummipunkten. Ich mag Gumpus einfach nicht. Braucht man auch für Heldenspiel nicht.
« Letzte Änderung: 19.06.2026 | 09:37 von Luxferre »
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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #56 am: 19.06.2026 | 09:46 »
Das sehe ich aus verschiedenen Gründen nicht so. Der wichtigste davon ist, dass du in Stufensystemen nicht automatisch hochstufig spielen musst. Du kannst auch bewusst niedrigstufig spielen. Du kannst den Stufenanstieg verlangsamen, wenn du das willst. Du kannst ganz bewusst nur hochstufig spielen. Oder du kannst hoch- und niedrigstufige Figuren kombinieren. Egal wie du dich entscheidest - du hast eine Wahl; das System gibt das her. Bei "hier gibt es NUR Auserwählte"-Systemen hast du diese Wahl nicht.

Ich finde ja, dass Stufensysteme dazu animieren sich hochzuspielen. Das nächste Level zu erreichen. den nächsten geilen shice freizuschalten.
Bevorzugen tue ich stufenlose Systeme, in denen die SC dynamisch dem Kampagnenverlauf mitwachsen. RQ/BRP löst das toll mit Wachstum bei Misserfolgen auf Proben und zusätzlich frei verteilbaren Punkten bei Modalität X, Y oder Z. Plausibilität und Freiheit.

Und wenn schon Stufensysteme, dann bitte mit flacher Wachstumskurve und vielen (!) Stufen. Naja, ist also eher Wunschdenken ;)

Stufensysteme bilden natürlich das Wachstum from zero to hero besser auf dem Papier ab.
Bisher hatte ich mit meinen RQ-Eigenbräu aber auch keine Probleme, dass waschechte Helden gespielt wurden. Und der epische TPK (wobei es ein total capital city kill war) ist noch heute in sehr guter Erinnerung. Helden müssen als Helden sterben.
(mein nächster SC wird ein Krieger, der sich in seiner Taverne, auf die er viele Jahre hingearbeitet hat, langweilt und sein "letztes Abenteuer" sucht)
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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #57 am: 19.06.2026 | 09:54 »
Ne, Götter in D&D-Welten sind für mich schon eine andere Kategorie von Wesenheiten als das Schicksal.

Puh, da wird's dann auch noch mal knackig: wenn es so etwas wie "das Schicksal" überhaupt gibt, dann braucht das vermutlich erst gar keine eigens Auserwählten, weil es die Strippen ja schon selber ziehen kann, beziehungsweise jeder (auch der NSC-Goblinmüllmann und die irritierende Fliege, die gerade um seinen Kopf kreist) ist auf seine Weise sowieso schon einer, weil er ja offensichtlich genau am richtigen Ort zur richtigen Zeit die Rolle spielt, die ihm das Schicksal eben zugeteilt hat. Da liegt es dann irgendwann nahe, daß irgendwelche Wichtigtuer, die daherkommen und behaupten, als besonders Eingeweihte besser als andere zu wissen, wer ein Auserwählter ist und wer nicht und wie der Plan des Schicksals überhaupt aussieht, sich seinerseits einfach nur mit eigenen Absichten welcher Art auch immer in die Tasche lügen...entsprechend reagiere ich nebenbei mittlerweile auch auf solche Gestalten, egal, in welchem Medium. :)

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #58 am: 20.06.2026 | 11:47 »
Ganz allgemein jedenfalls: Nein, bloß, um sich ein bißchen Plotrüstung anziehen zu dürfen, müssen Spielercharaktere (und wichtige NSC) nicht auch gleich innerhalb der Spielwelt großartig "auserwählt" sein. Dafür reicht es schon völlig, sie rein auf der Metaebene für wichtig genug zu halten.

Auf der anderen Seite kann man natürlich auch mal persönliche Auserwählte irgendwelcher geeigneten hohen Mächte spielen; das geht wahrscheinlich sogar mit so ziemlich jedem System und ggf. ein paar zusätzlichen Hausregeln. ("Eure Charaktere (und nur die) kriegen ausdrücklich so und so viele Extraleben und können sich durch geeignete Taten im Sinne ihrer Schutzherren auch mehr verdienen" klingt so einfach aus der hohlen Hand geschüttelt für mich beispielsweise erst mal nicht ganz schlecht.) Nur, das fühlt sich dann für mich auch schon wieder mehr nach einem speziellen Abenteuer- oder Kampagnenaufhänger an, weniger nach etwas, worum man gleich ein eigenes komplettes Setting samt maßgeschneidertem Regelwerk strickt; vielleicht liegt's ein bißchen daran, daß ich mich spontan nicht an besonders viele Beispiele erinnere.

Offline Weltengeist

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #59 am: 20.06.2026 | 12:40 »
Ganz allgemein jedenfalls: Nein, bloß, um sich ein bißchen Plotrüstung anziehen zu dürfen, müssen Spielercharaktere (und wichtige NSC) nicht auch gleich innerhalb der Spielwelt großartig "auserwählt" sein. Dafür reicht es schon völlig, sie rein auf der Metaebene für wichtig genug zu halten.

Das ist ein ganz entscheidender Punkt: Gerade im Abenteuergenre wimmelt es ja von Geschichten (egal ob in Büchern, Filmen, Rollenspielen oder Games), wo die Protagonisten eigentlich keine Chance haben dürften, das Ganze auch nur zu überleben, geschweige denn erfolgreich zu Ende zu bringen. Die kriegen aber nicht von vornherein ein für alle sichtbares "er ist eben der Auserwählte(TM)"-Label auf die Stirn, sondern haben einfach eine besondere, erzählerische Meta-Rolle, die sie schützt. Das sollte man daher in der Diskussion nicht verwechseln.
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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #60 am: 20.06.2026 | 13:06 »
Warum sollten denn die Geschichten um die Leute erzählt werden, die gescheitert sind? Es ist doch auch völlig klar, dass genau diejenigen zu Helden werden, die es geschafft haben, wo viele andere dran scheiterten.
Wenn wir von Heldengeschichten reden, natürlich.

Wenn jedoch die Story und der Geschichtsverlauf im Mittelpunkt steht und die vermeintlichen Protagonisten zu Statisten werden (Game of Thrones, ich schaue auf Dich!), dann sieht das natürlich anders aus. Da ist storyversträgliches Frühablegen unbedingt gewünscht. Ist nichts für mich.

Und dann gibt es die Leute, die einfach kleine Herausforderungen spielen wollen. Keine Helden, keine Heldengeschichten. Ist auch okay. Wär' auch nichts für mich.
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Offline Holothuroid

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #61 am: 20.06.2026 | 13:29 »
Puh, da wird's dann auch noch mal knackig: wenn es so etwas wie "das Schicksal" überhaupt gibt, dann braucht das vermutlich erst gar keine eigens Auserwählten, weil es die Strippen ja schon selber ziehen kann, beziehungsweise jeder (auch der NSC-Goblinmüllmann und die irritierende Fliege, die gerade um seinen Kopf kreist) ist auf seine Weise sowieso schon einer, weil er ja offensichtlich genau am richtigen Ort zur richtigen Zeit die Rolle spielt, die ihm das Schicksal eben zugeteilt hat.

Kommt drauf an. In vielen Zeitreise/Parallelwelt-Geschichten gibts das Konzept von Fixed Points In Time. Also viel kann so oder so verlaufen und man kann es entsprechend ändern, aber gewisse Ereignisse passieren garantiert. Also Onkel Ben stirbt. Wenn Onkel Ben nicht stirbt, stirbt jemand anders, der Spiderman nahe steht. Die Frage ist also, wie das Schicksal funktioniert oder vielleicht besser: Auf welcher Art von Entitäten das Schicksal operiert und in welcher Form die handelnden Figuren davon Kenntnis erlangen.



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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #62 am: 20.06.2026 | 14:05 »
Warum sollten denn die Geschichten um die Leute erzählt werden, die gescheitert sind?

Ich bin mir gerade nicht sicher, auf welchen Beitrag du dich beziehst - wer schreibt das?
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Offline unicum

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #63 am: 20.06.2026 | 14:20 »
Warum sollten denn die Geschichten um die Leute erzählt werden, die gescheitert sind?

Ich denke das ist ja die andere Sache,... Viele Leute wollen zumindest die Option haben auch Scheitern zu können.
Wenn ich der Auserwählte bin dann hab icg irgendwie ja das Gefühl "ach ich hab Plotarmor".

Was vieleicht eine Sache sein mag ob ein Regelwerk das eine oder das andere anbietet oder beides. Wobei ich auch nicht den Sidekick zu einer Heldenfigur spielen will (also das fehlende "und") das ist mir dann doch zu wired. Irgendwelche Schicksalsmünzen die Real im Spiel exestieren finde ich auch etwas wired.

Für mich ist an der Stelle schon klar das es Leute gibt welche das eine oder das andere Präferieren, irgendwie ist das hier auch so eine "Diskussion" über den persönlichen geschmack.

Ich mag schokolade aber mit schokoladeneis kannst mich jagen, das gesagt bei 36° draussen geh ich jetz mal in den Keller und jage mir ein Eis.

ps: Ich hab eine Kampange als SL die Grandios scheiterte,... die Spieler haben das trozdem gefeiert und sprechen mich auch heut noch darauf an.

Offline Maarzan

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #64 am: 20.06.2026 | 15:03 »
Ich sehe das aus einer anderen Stilperspektive und da wirkt ein "vom Schicksal erwählter" wie ein störender Fremdkörper.

Ich sehe mein Spiel als ein Experiment um mehr über die Spielwelt und deren Bewohner und deren Interaktion untereinander.

Daß irgendeine Fraktion oder Einzelperson jemanden als Auserwählten ansehen ist an sich unproblematisch, kommt halt mal vor.
Zum Bruch kommt es, wenn diese Position durch exklusive Besonderheiten, insbesondere Kräfte und Fähigkeiten, die normale Spielweltphysik sprengen.

Zum praktischen Spielen braucht es auch Spieler udn daher muss ich regelmäßig auf leite zurückgreifen, die eher GAM orientiert sind. Aber auch dort gehört die Möglichkeit eines Scheiterns dazu.

Umgekehrt verzichte ich dann auf die welterschütternde Dramatik von Weltuntergängen etc. und halte die Herausforderungen eben auch auf einem typischen Spielweltlevel, welcher nicht regelmäßig unausweichliche Konfrontationen der "eigentlich nciht zu schaffen" Kategorie vorsieht.

Da die Spieler oft eine etwas höhere Actiondichte wollen als von mir vorgesehen, kann ich mich mit einer begrenzten Zahl von reinen "Rettungspunkten" (entweder reroll oder "left for dead) arrangieren. Ersteres schützt nur vor Freakrolls, zweiteres zeigt eine klare Niederlage an ohne die Figur komplett raus zu schießen und auch klar erkennbarer Gefahr, daß dies nicht beliebig lange halten wird.



 
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Offline gilborn

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #65 am: 20.06.2026 | 15:47 »
Wenn das Auserwählten Trope als Werkeinstellung bei einem System drin ist, verliert es das Besondere.
Sonderregeln für Auserwählte braucht es mMn auch nicht, dass sollte dann schon in erster Linie in der Story begründet liegen.

Was ich daran auf jeden Fall mag bzw. wann ich es mögen würde:
Wenn des ein Versprechen des Spiels ist, dass die Spieler mit ihren Auserwählten wirklich auch Teil einer Geschichte sind, und nicht nur als Eingreiftruppe die ansonsten mit dem Plot nichts am Hut hat.

Offline Runenstahl

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #66 am: 20.06.2026 | 17:13 »
Waren die Superkräfte etwas Kampagnenspezifisches oder einfach Ergebnis der normalen Charaktererschaffung?

Kampagnenspezifisch. Wahlweise bekommt man von den Göttern einen Drachen verliehen (Game of Thrones mäßig, jedoch mit Lassie-Intelligenz) oder es stellt sich heraus das der Charakter ein Halbgott ist und eine Reihe von Bonis bekommt die ihn fast so stark machen wie einen normalen Charakter + Drachen.
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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #67 am: 20.06.2026 | 19:22 »
Was mir nebenbei noch so ein bißchen durch den Kopf geht: es mag sein, daß sich das reine Konzept des "Auserwählten" ein Stück weit mit modernem Anspruchsdenken beißt. An Orten und in Zeiten, wo die Leute eher gewöhnt sind, daß Autorität halt ganz natürlich von oben kommt und der oberste Chef vielleicht gleich noch auf die eine oder andere Weise "von Gottes Gnaden" regiert (wovon viele moderne Politiker höchstens noch träumen können 8]), da mag es ja einigermaßen naheliegen, daß ein himmlischer Zeigefinger auch einem kompletten Niemand mal eben einfach nur so auf die Stirn tippen und ihn zu etwas Besonderem machen könnte; aber wenn so ziemlich die erste Frage, die man sich in so einem Fall fast schon automatisch stellt, darin besteht, womit der so eine Sonderbehandlung jetzt eigentlich verdient hat...? :think:

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #68 am: 20.06.2026 | 19:41 »
Was mir nebenbei noch so ein bißchen durch den Kopf geht: es mag sein, daß sich das reine Konzept des "Auserwählten" ein Stück weit mit modernem Anspruchsdenken beißt. An Orten und in Zeiten, wo die Leute eher gewöhnt sind, daß Autorität halt ganz natürlich von oben kommt ...

Ist das modern? Aktuell gefallen mir auch gerade Einschläge von post-heroischer Fantasy, die vermehrt wahrnehme. Also voran z.B. A Wizard's Guide To Defensive Baking. D.h. also mit unserem gegenwärtigen Verständnis, dass, wenn es Helden braucht, systemisch irgendwas schief gegangen ist.
Let's Go To Magic School - Wenn man einen Zauberschulroman liest (und davon gibt's viele), lernt man mit den Charakteren über die Welt und die Magie. In diesem PbtA-Spiel, spielt ihr um herauszufinden, wie es mit Welt und Magie steht.

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #69 am: 20.06.2026 | 20:07 »
Ich bin mir gerade nicht sicher, auf welchen Beitrag du dich beziehst - wer schreibt das?

Ist ein Bezug auf das Thema mit etwas gedanklicher Weiterentwicklung ;) auf einen konkreten Beitrag oder eine konkrete Person beziehe ich mich nicht.

Wir lesen, spielen oder erleben doch fast nur die Geschichten der Helden und kaum bis gar nicht die Geschichten der Gescheiterten. Was wäre die Ilias für ein Epos, wenn sie aus der Sicht Hektors geschrieben würde? Abruptes Ende und viele verpasste tolle Geschichten.

Der Gedanke plagte mich zuerst in frühen Teenie-Jahren, als ich darüber sinnierte warum immer alles Helden in den Geschichten sind. Die Antwort war ja klar, weil Tote nichts mehr zu erzählen oder berichten haben.
Und so verhält es sich doch auch im Rollenspiel. Zumindest im klassischen, epischen Kampagnenspiel. Es wird die Geschichte von Helden erspielt und erzählt. Nicht die Geschichte derer, die an der ersten Hürde der Aufgabe scheiterten.
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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #70 am: 20.06.2026 | 20:12 »
Ist das modern? Aktuell gefallen mir auch gerade Einschläge von post-heroischer Fantasy, die vermehrt wahrnehme. Also voran z.B. A Wizard's Guide To Defensive Baking. D.h. also mit unserem gegenwärtigen Verständnis, dass, wenn es Helden braucht, systemisch irgendwas schief gegangen ist.

Kommt natürlich immer drauf an, wie man "Modernität" definiert, klar. :) In diesem Fall ging's mir im Wesentlichen grob um den Kontrast zwischen 'altertümlichen' Ideen wie Gottesgnadentum, "Mandat des Himmels", Mehr- oder Minderwert verschiedener Menschen je nach (gesellschaftlicher) Gnade der Geburt, oder auch den saloppen Spruch "Wem der Herr ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand" einer- und eher 'modernen' Ansätzen wie grundsätzliche Gleichheit aller Menschen, halbwegs funktionierende Demokratie nicht bloß für eine Eliteschicht, und dergleichen mehr...alternativ ließe sich das vielleicht auch noch zumindest ein Stück weit in "Weltbilder von Sagen, Märchen, und Legenden auf der einen bzw. von 'moderner' Fantasy auf der anderen" unterteilen.

Rein binär ist die Unterscheidung ohnehin nicht, weil ich mir ziemlich sicher bin, daß es eigentlich zu jeder Zeit Beispiele für beides gegeben haben müßte -- und je weiter man zurückblickt, um so weniger erhält sich ja noch an Überlieferung. Nur bei den Dominanzverhältnissen drängt sich mir schon der Eindruck einer deutlichen Verschiebung im Lauf der letzten...na, mindestens hundert Jahre oder so auf.

Offline Holothuroid

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #71 am: 20.06.2026 | 20:12 »
Wir lesen, spielen oder erleben doch fast nur die Geschichten der Helden und kaum bis gar nicht die Geschichten der Gescheiterten. Was wäre die Ilias für ein Epos, wenn sie aus der Sicht Hektors geschrieben würde? Abruptes Ende und viele verpasste tolle Geschichten.

Die trojanische Königsfamilie erfreut sich anhaltender Beliebtheit als Tragödienstoff. Als Rollenspiel mit explizitem Tragödienthema gibts tatsächlich nicht so viele. Polaris. Viel mehr fällt mir nicht ein.
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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #72 am: 20.06.2026 | 20:19 »
Die trojanische Königsfamilie erfreut sich anhaltender Beliebtheit als Tragödienstoff. Als Rollenspiel mit explizitem Tragödienthema gibts tatsächlich nicht so viele. Polaris. Viel mehr fällt mir nicht ein.

Es gibt ganz bestimmt Rollenspiele und Rollenspielende, die Tragödien vom Scheitern und Sterben spielen mögen. Ich habe dergleichen in meinem realen Leben genug erlebt und fröne einem heldigen Eskapismus. Auch da darf und soll gescheitert werden (hey, ich spiele für mein Leben gern RoleMaster und da scheitert man sich nach oben  >;D ), aber das soll bitte nicht das main-theme einer langen Kampagne sein, dessen Ende das Verenden im Sand vor den Toren einer phantastischen Stadt ist.
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Offline Weltengeist

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #73 am: 20.06.2026 | 20:21 »
Und so verhält es sich doch auch im Rollenspiel. Zumindest im klassischen, epischen Kampagnenspiel. Es wird die Geschichte von Helden erspielt und erzählt. Nicht die Geschichte derer, die an der ersten Hürde der Aufgabe scheiterten.

Das ist aber nicht das gleiche, wie dass die Protagonisten in der Spielwelt als "Auserwählte" gekennzeichnet und erkennbar wären. Die allermeisten Helden in den allermeisten Geschichten sind überdurchschnittlich kompetent oder haben überdurchschnittlich viel Dusel, ohne dass sie deswegen (und darum geht der Thread ja) innerweltlich als "Auserwählte" markiert wären. Es handelt sich, wie nobody oben schreibt, in den meisten Fällen eher um eine unsichtbare Meta-Eigenschaft, die ihnen die Autoren verpasst haben, damit die Geschichte nicht nach 20 Seiten zu Ende ist.
Aktive Tischrunden (als SpL): Agenten von Nomikos (Eana - Savage Worlds), Eine Erbschaft in Freeport (Freeport - Savage Worlds)
Aktive Onlinerunden (als Spieler): Das Windkammtal (Barsaive - Earthdawn), Die Grauen (Shadow World - Rolemaster), The Price of Arrogance (Théah - 7te See)
Solo (in Planung): Mythic Suns (Fading Suns - M-Space)

Offline Luxferre

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Re: Vom Schicksal erwählt - Top oder Flop?
« Antwort #74 am: 20.06.2026 | 20:21 »
Anderer Gedanke: ich spiele aktuell in meiner Hauptrunde 4-6 Mal pro Jahr am Tisch.

Da habe ich gar keine Lust und Zeit für Bauernspiel, Einkaufsorgien, sightseeing oder "Langeweile ist jetzt aber plausibel" Rollenspiel-Termine. Ich will etwas erleben, heldige Stories erspielen und herausgefordert werden!
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