Autor Thema: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra  (Gelesen 1053 mal)

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Offline Quaint

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Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« am: 26.08.2026 | 11:34 »
Ich doktore ein wenig an einem hard scifi-ish Setting herum
Das ganze soll auf Magna Terra spielen, einem Exoplaneten der etwas größer ist als die Erde, also auch etwas mehr Gravitation, sonst halt ein terrestrischer Planet, M Klasse um es mit Star Trek zu sagen.

Und das ganze Setting soll sehr konfliktgeladen sein, am Ende soll man das als Söldner oder vielleicht Militärangehöriger herumziehen, Schlachten schlagen und Dinge tun.

Heavy Gear ist ein wesentlicher Einfluss, daher sind neben Panzern und sowas auch (kleine) Mechas ein Ding. Die sind halt in schwierigem und urbanem Gelände ganz gut weil sie halt geländegängiger sind als Panzer, auch mal wo raufklettern können oder (leichter als Panzer) Deckung nehmen können. Feuerkraft und Rüstung sind bei denen aber eher wie bei heutigen IFVs, also deutlich schwächer als bei Kampfpanzern. Aber wenn du in nem Panzer sitzt und nen Mecha oder zwei schaffen es, dich zu flankieren, kann das schon brenzlig werden.

Damit das halbwegs plausibel auch Mecha- und Panzergefechte gibt mussten natürlich Kampfflugzeuge, Drohnen und Infanterie mit Raketen weg oder weitgehend weg. Daher gibt es sehr leistungsfähige Flugabwehr die auch gegen orbitale Ziele funktioniert. Das sind halt einfach so dicke Laser mit hochauflösendem RADAR und wenn die Sichtlinie auf ein Luftziel haben, lasern sie es halt weg. Auch das meiste an Artillerie kann so abgewehrt werden. Größere Kampfeinheiten haben ein APS (active protection system) das Lenkraketen, Drohnen und teils selbst HEAT Granaten mit hoher Chance erkennt und abfängt. Kinetische Geschosse ab einem gewissen Verhältnis von Größe (wegen Entdeckungsdistanz) und Geschwindigkeit überwinden aber die gängigen APS.
Wenn man jetzt in nem Mecha sitzt und die Panzerung des Ziels nicht knacken kann, kann man aber vielleicht das APS kaputt schießen. Die Schutzsysteme brauchen normalerweise so Radarpanele, die zwar robust sind, aber wenn die ne Salve 20mm Hochgeschwindigkeitsgeschosse abkriegen, sind die hin. Und wenn das APS in Richtung des Angreifers blind ist, kann man auch eine Panzerabwehrrakete durchbringen, und die kann fast jede Panzerung knacken.

Also erstmal alles Prima.

Nen Kumpel brachte jetzt aber den Gedanken auf, große Teile von Magna Terra wären ja Ozeane, und vielleicht wären die Mechas ja (teilweise) auch aquatisch.
Mein Problem: Wie könnte denn aquatischer Kampf in so einem Setting aussehen? Mit so guter APS tech können die Torpedos und Wasserbomben ja wahrscheinlich abfangen (klar, RADAR tut unter Wasser nicht, aber man kann ja entsprechendes mit SONAR bauen denke ich). Grünblaue Laser könnten ne Option sein, aber qua Settingsetzung kann man die nur mit nem Fusionsreaktor mit genug Energie versorgen um auch Panzerung zu knacken, und Fusionsreaktoren sind beefy, also unter 300 metrische Tonnen für die Kampfeinheit wird das nix.
Aber dann wird es für Mecha ja etwas eng. Wär aber ggf. auch ok. Andererseits kenne ich mich mit maritimer Kriegsführung auch nicht arg gut aus. Gebt also gern euren Senf dazu.
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Offline Boba Fett

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #1 am: 26.08.2026 | 11:51 »
Grundsätzlich funktioniert "Unter Wasser" ähnlich wie "in der Luft", mit einzelnen Unterschieden.
In der Luft musst Du dich gegen das Abstürzen schützen - Schäden am Triefwerk sind das Aus für eine Maschine.
Im Wasser musst Du dich gegen den Wasserdruck schützen - Schäden an der Hülle sind das Aus für eine Maschine.
Bei höherer Gravitation verschlimmert sich die Situation in beiden Fällen...

Raketen sind unter Wasser Torpedos, nur eben langsamer. Dafür können Torpedos auch "schlummernd" geparkt werden.
Fesselballons sind Minen
Laser und Partikelkanonen ("MG") sind äquivalent nur mit extrem begrenzter Reichweite.
Täuschkörper gibt es in der Luft ebenso wie unter Wasser.

Radar = Sonar
Drohnen = Drohnen, nur dass Drohnen in der Luft eine bessere Reichweite haben, da man sie per Funk steuern kann, während Sonarsteuerung schwieriger ist und weniger Reichweite hat.
(Es sei denn natürlich Du hast autarke KI Drohnen...)

Erhöhte Gravitation liefert Dir unter Wasser wahrscheinlich eine stark reduzierte mögliche Tauchtiefe wegen dem Druck, während in der Luft die Flugreichweiten eingeschränkt sein dürften (es sei denn Du hast endlos Treibstoff (Fusionsreaktoren)).

EMP nützt unter Wasser nichts.

Das waren erst mal meine Gedanken zu dem Thema...
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Offline nobody@home

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #2 am: 26.08.2026 | 12:03 »
Drohnen = Drohnen, nur dass Drohnen in der Luft eine bessere Reichweite haben, da man sie per Funk steuern kann, während Sonarsteuerung schwieriger ist und weniger Reichweite hat.
(Es sei denn natürlich Du hast autarke KI Drohnen...)

Unter Wasser sind potentiell auch draht- oder kabelgebundene Drohnen denkbar. Naturgemäß begrenzte Reichweite, aber dafür sind die Steuersignale weniger leicht zu orten oder zu stören.

Offline Galatea

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #3 am: 26.08.2026 | 13:25 »
Nen Kumpel brachte jetzt aber den Gedanken auf, große Teile von Magna Terra wären ja Ozeane, und vielleicht wären die Mechas ja (teilweise) auch aquatisch.
Mein Problem: Wie könnte denn aquatischer Kampf in so einem Setting aussehen? Mit so guter APS tech können die Torpedos und Wasserbomben ja wahrscheinlich abfangen (klar, RADAR tut unter Wasser nicht, aber man kann ja entsprechendes mit SONAR bauen denke ich). Grünblaue Laser könnten ne Option sein, aber qua Settingsetzung kann man die nur mit nem Fusionsreaktor mit genug Energie versorgen um auch Panzerung zu knacken, und Fusionsreaktoren sind beefy, also unter 300 metrische Tonnen für die Kampfeinheit wird das nix.
Aber dann wird es für Mecha ja etwas eng. Wär aber ggf. auch ok. Andererseits kenne ich mich mit maritimer Kriegsführung auch nicht arg gut aus. Gebt also gern euren Senf dazu.
Möchtest du denn eher in Richtung Aquanox gehen, eher in Richtung Cold Waters oder so ein Mittelding ala SeaQuest?

Unter Wasser gibt es übrigens noch ein paar Eigenheiten, die man an Land nicht hat (Thermic Layer, MOSS und Towed Array wären so die ersten Dinge, die mir da einfallen).
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Offline Waldviech

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #4 am: 26.08.2026 | 13:41 »
Die Idee ist momentan eher ein Mittelding alá "Seaquest". Es ist nicht so, dass es keine Landmasse gäbe. Tatsächlich hat der Planet, so wie bisher angedacht eigentlich sogar mehr Landmasse als die Erde - dank der größeren Oberfläche ergibt das aber immer noch einen wesentlich größeren Anteil an Ozean als auf der Erde.  ;D
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Offline Galatea

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #5 am: 26.08.2026 | 13:59 »
Okay, ich sehe ich muss präzisieren, meine Formulierung war etwas missverständlich.

Aquanox wäre eher "Flugzeuge unter Wasser" (wenn auch alles etwas langsamer), Cold Waters wäre SEHR traditionell-realistische Ubootgefechte und SeaQuest wäre so ein Mittelding (es gibt kleinere Uboote, die eher so Unterwasser-IFVs darstellen, aber von Flugzeuge im Wasser ist es dann doch sehr weit entfernt).
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Offline Boba Fett

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #6 am: 26.08.2026 | 15:04 »
Unter Wasser sind potentiell auch draht- oder kabelgebundene Drohnen denkbar. Naturgemäß begrenzte Reichweite, aber dafür sind die Steuersignale weniger leicht zu orten oder zu stören.
... nicht nur unter Wasser ... Glasfaser als Steuermedium wird in der Ukraine eingesetzt.
Reichweite sind heute schon 10 - 25 Kilometer...
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Offline Quaint

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #7 am: 26.08.2026 | 16:39 »
Ich will für den Unterwasserkampf halt gerne etwas halbwegs plausibles. Und mit der Abwehrtechnologie die mir für das Setting vorschwebt sind Torpedos halt unwirksam. Wo ich für den Überwasserkampf noch ne Vorstellung hatte (halte Mechas, Panzer und vielleicht Infanterie mit Powerarmor) hab ich fürs Wasser einfach keine Ahnung. Und so gerne in Aquanox mag, so wenig halte ich das für eine allzu plausible Zukunft des Unterwasserkampfs.
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Offline Galatea

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #8 am: 26.08.2026 | 17:25 »
Und mit der Abwehrtechnologie die mir für das Setting vorschwebt sind Torpedos halt unwirksam.
Das kommt drauf an wie sehr man die mit elektronischen Abwehmaßnahmen vollstopfen kann (es gibt ja jetzt schon Konzepte für Marschflugkörper/Langstreckendrohnen, die eigene ECM und Flares/Chaff haben). Oder wie sehr man die Sensoren des Gegners blockieren/überfluten kann.


Beim traditionellen "control of the sea" geht es ja darum Handelswege/Versorgungsrouten für Länder/Kolonien/Landarmeen zu kontrollieren und zu schützen, weniger darum die gegnerische Flotte zu versenken. Die ist nur ein Hindernis auf dem Weg zum Ziel.

Daher wäre mal die Frage, welche Rolle spielt Seehandel auf deiner Welt überhaupt? Und gibt es eine globale "rules-based world order" oder ist das eher eine Geschichte von lokalen Einflusszonen?
Um eine maritime Großmacht zu werden (mit all den tollen Spielzeugen, die das bringt) benötigt man sowohl Geografie auf seiner Seite, als auch ein hohes Maß an Infrastruktur, Logistik und technischer Expertise.
Auf unserer Welt gibt es wenig Länder, die alle notwendigen Anforderungen dafür erfüllen (China und Russland gehören nicht dazu).
« Letzte Änderung: 26.08.2026 | 17:28 von Galatea »
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Offline Feuersänger

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #9 am: 26.08.2026 | 17:32 »
Ich bin da absolut kein Experte was Unterwasserkram angeht, aber. Magst du erklären, was Torpedos wirkungslos machen soll?

Mein einziger Referenzpunkt sind da moderne U-Boot-Taktiken mit den dazugehörigen Waffensystemen, und da habe ich mein Wissen in erster Linie aus Youtube-Videos, also cum grano salis. Stand heute ist es wohl so, dass man als Uboot - und nur als Uboot - einem zielsuchenden Torpedo vielleicht, mit Glück und Können, ausweichen kann, aber ihn direkt bekämpfen / abschießen ist anscheinend unmöglich. Und als Überwasserschiff ist auch ausweichen unmöglich - sobald da ein Torpedo auf dich unterwegs bist, hast du einfach schon verloren.
Youtuber Jingles (Royal Navy Veteran) sagt da immer son Spruch, ungefähr "there are two types of vessels in the oceans -- submarines and targets".
Ob das nun mit fortgeschrittener Technologie machbar wäre, Torpedos zu bekämpfen -- keine Ahnung, da wäre halt die Frage, was hält uns heute davon ab. Wir leben ja nicht mehr im finschteren Mittelalter.

THAT SAID!
Underwater Mecha klingt geil!  ;D
Würde ich mir spontan so etwa als Mobile Suit vorstellen, aber alles deutlich stromlinienförmiger, und mit starken Wasserjets als Antriebstechnologie.
Nichtsdestotrotz hat man halt ein deutlich viskoseres Medium als zB Luft, daher dürften sich die Kämpfe schon irgendwie immer wie in Zeitlupe ausnehmen. Und man braucht halt eine Rationalisierung, warum diese Dinger sich gegen Uboote, Helikopter mit Dipping Sonar und so weiter durchgesetzt haben.
Der :T:-Sprachführer: Rollenspieler-Jargon

Zitat von: ErikErikson
Thor lootet nicht.

"I blame WotC for brainwashing us into thinking that +2 damage per attack is acceptable for a fighter, while wizards can get away with stopping time and gating in solars."

Kleine Rechtschreibhilfe: Galerie, Standard, tolerant, "seit bei Zeit", tot/Tod, Stegreif, Rückgrat, die Nutella

Offline Sphinx

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #10 am: 26.08.2026 | 17:47 »
Ich denke mir aber in der Luft limitiert das Gewicht viel mehr als im Wasser was Reichweite/Geschwindigkeit angeht.

Vielleicht sind die SciFi Laser so gut eine Racket/Drohne abzuschießen. Aber unter Wasser streut der Laser zum einen viel mehr und zum anderen Wäre eine dickere Panzerung des Torpedos leichter. Bzw. lässt sich die Wärme vom Laser viel leichter ans Wasser abgeben.
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Offline Galatea

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #11 am: 26.08.2026 | 17:51 »
Ob das nun mit fortgeschrittener Technologie machbar wäre, Torpedos zu bekämpfen -- keine Ahnung, da wäre halt die Frage, was hält uns heute davon ab. Wir leben ja nicht mehr im finschteren Mittelalter.
Das Problem ist ungefähr dasselbe wie mit Abfangraketen gegen ballistische Raketen - man muss das Ziel erfassen und treffen.
Beides ist bei einem Torpedo echt schwierig.

Ob man dem Torpedo als Schiff "ausweichen" kann hängt auch vom Torpedo ab. Bei wake-homing torpedos hat man komplett verloren (vorausgesetzt der hat das Fahrwasser des Schiffs gefunden), andere Varianten kann man mit Glück durchaus mittels Noisemakern und ähnlichem verwirren.


Ich denke mir aber in der Luft limitiert das Gewicht viel mehr als im Wasser was Reichweite/Geschwindigkeit angeht.
Und bei höhrerer Schwerkraft ist man da auch sehr schnell an einem Punkt, an dem überhaupt genügend Auftrieb generieren ein echtes Problem wird.

Hab da mal eine Studie gelesen, deren Aussage ungefähr hinauslief auf "auf Supererden (ca. 2-4x Masse der Erde) kann man Raumfahrt so ziemlich vergessen und schon fliegen wird durchaus problematisch".

« Letzte Änderung: 26.08.2026 | 17:58 von Galatea »
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Offline nobody@home

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #12 am: 26.08.2026 | 17:54 »
Rein fürs Arbeiten unter Wasser könnte ich mir nicht allzu große Mecha schon halbwegs sinnvoll vorstellen, vorausgesetzt, man kriegt sie wasserdicht und druckfest. Gewissermaßen als Mischung aus Tiefsee-Taucheranzug mit Exoskelett und Mini-U-Boot, in der sich insbesondere der Pilot nicht wie ein gängiger Scubataucher ständig Gedanken um Druckausgleich und Dekompression Gedanken machen muß.

Inwieweit so etwas dort dann als Kampfeinheit taugt, mag eine andere Frage sein, aber einen gewissen praktischen Nutzen einfach an sich hätte so etwas meiner naiven Meinung nach schon.

Offline Quaint

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #13 am: 26.08.2026 | 18:43 »
Naja, gängige Torpedos haben durchaus ne Signatur, und wenn ich an der Luft ne Rakete abfangen kann, die mit 600km/h auf mich zufliegt, dann wäre für mich erstmal plausbiel, dass ich auch nen Torpedo, der viel langsamer ist, abfangen kann. Gegebenenfalls halt durch Laser (mit blaugrünen kommt man im Wasser einigermaßen parat) oder durch so Art Abfangtorpedos. Klar ist Sonar nur schallschnell während Radar quasi lichtschnell ist, aber bei dem vergleichsweise geringen Tempo von Torpedos...

Und aquatische Mecha fürs Arbeiten oder ggf. gegen so Megafaunaviehzeugs (was vorsichtig angedacht ist), klar, das kann man machen. Aber wenn die keinen Fusionsreaktor tragen, dann tragen die auch keinen (starken) Laser. Ballistik ist wegen Wasserwiderstand eher fragwürdig. Torpedos kann man (denke ich) abwehren. Wirds halt eng.

Aber ich kenn mich halt auch schlecht aus mit Unterwasserkram. Warum kann man denn heute keine Torpedos abwehren?
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Offline Orok

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #14 am: 26.08.2026 | 19:26 »
Wie wäre es denn, wenn es ein Satellitennetzwerk auf diesem Planeten gibt, das Flugkörper per Laser abschießt. Ob nun als Erklärung "Artefakt-Technologie" Seitens der ersten Siedlerflotten, der stets beliebten "Aliens did it" oder vielleicht auch, die Regierung/der Konzern will keine großen/sichtbaren Konflikte dafür herhalten, ist ja erstmal egal.
Würde erklären, warum der Konflikt in erster Linie unsichtbar unter der Wasseroberfläche stattfindet, und warum Mechs/Tiefsee-Arbeitsanzüge als irreguläre Waffenplattformen umgerüstet werden.
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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #15 am: Gestern um 11:07 »
Ich bin mir nebenbei nicht recht sicher, wie weit man mit Lasern unter Wasser tatsächlich kommt. Irgendwo meine ich vor langer Zeit mal aufgeschnappt zu haben, daß Sonnenlicht unter irdischen Verhältnissen in klarem Wasser nur bis in ca. sechzig Meter Tiefe reicht, und das sind dann schon nur die noch verbleibenden Blauanteile; wenn ich das als groben Richtwert nehme und mir überlege, daß die Absorption ja vermutlich nicht nur in rein vertikaler Richtung erfolgt, dann klingt mir das danach, als ob auch ein blaugrüner Laser (oder meinethalben auch ein linksseitig amputierter mit roten Punkten) verglichen mit anderen Waffen in seiner Reichweite recht beschränkt sein dürfte -- und dabei habe ich noch nicht eingerechnet, daß ein Strahl mit "echter" Waffenwirkung vermutlich genug Energie enthält, um mit den unvermeidlichen Verlusten entlang des Wegs das Wasser auf dem Weg zum Ziel mindestens zum Schlierenwerfen, wenn nicht gleich zum Kochen zu bringen. (Selbst, wenn das die allerersten Impulse noch nicht groß stören sollte, hat es doch schnell Auswirkungen auf die Umgebung.)

Das könnte also leicht darauf hinauslaufen, daß Unterwasserlaser für Kampfeinheiten dort, soweit sie überhaupt etwas nutzen, so in etwa dasselbe bedeuten wie ein CIWS zur allerletzten Raketenabwehr für ein Überwasserschiff: man muß sein Ziel (wie z.B. einen Torpedo) schon erfaßt und mit dem Laser korrekt angepeilt haben, bevor es in Reichweite kommt und man es dann eventuell mit diesem auf den letzten Metern gerade noch zerlegen kann.

Offline Arkam

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #16 am: Gestern um 12:10 »
Hallo zusammen,

weil ich bei Laser, also Licht und Wasser gezweifelt habe habe ich Mal Chat GPT, kostenlose Variante, gefragt. Heraus kam folgende Antwort:
"Für dein SF-Setting würde ich deshalb so skalieren

Wenn du beispielsweise eine Unterwasser-Kampflaserwaffe möchtest:

Leichter Unterwasserlaser

5–20 kW
effektive Reichweite: etwa 10–20 m
kleine Plattform, Drohne oder Taucheranzug
sehr gefährlich auf kurze Entfernung

Mittlerer Unterwasser-Kampflaser

50–100 kW
effektive Reichweite: 20–50 m
benötigt beträchtliche Energieversorgung und Kühlung
sinnvoll für U-Boote oder größere Unterwasserfahrzeuge

Schwerer Unterwasserlaser

0,5–1 MW
effektive Reichweite: 50–100 m in sehr klarem Wasser
enorme Kühlungs- und Energieprobleme
eher stationäre Anlage oder großes U-Boot

Dabei würde ich für SF nicht einfach die Laserleistung hochskalieren, denn die eigentliche technische Grenze wäre wahrscheinlich Wärmeabfuhr. Ein 1-MW-Laser mit beispielsweise 30 % Gesamtwirkungsgrad müsste zusätzlich rund 2,3 MW Abwärme loswerden. Unter Wasser ist das interessant: Ein U-Boot hat zwar eine riesige Wärmesenke um sich herum, aber die Abwärme kann wiederum die eigene Position verraten.

Und noch ein schönes Detail für dein Setting: Blau-grün ist tatsächlich der richtige Bereich. Untersuchungen nennen ungefähr 450–550 nm als besonders günstiges Fenster für die Unterwasserübertragung; die optimale Wellenlänge verschiebt sich je nach Wasserqualität."

Copilot ist  da noch pessimistgischer:
"🌊 1. Welche Laser funktionieren unter Wasser?
Die Forschung zeigt klar:
Blau‑grüne Laser (≈ 450–550 nm) haben die beste Reichweite unter Wasser, weil Wasser diese Wellenlängen am wenigsten absorbiert.
Dies wird in mehreren aktuellen Studien bestätigt:

Unterwasser‑Detektionssysteme nutzen 532 nm‑Laser, weil sie Streuung und Absorption besser durchdringen .

Unterwasser‑Kommunikation verwendet blau‑grüne Laser, da andere Farben viel schneller gedämpft werden .

Forschung zu ultrakurzen Laserpulsen zeigt, dass selbst optimierte Pulse stark gestreut werden und nur über kurze Distanzen stabil bleiben .

Folgerung für Hard‑SF: 
Wenn dein Team Laser unter Wasser nutzt, dann immer blau‑grün, ideal 532 nm oder 488 nm.

📉 2. Warum Laser unter Wasser so schnell „sterben“
Wasser ist für Laser ein Albtraum:

Absorption: Wasser schluckt Licht extrem effizient, besonders Rot, IR und UV.

Streuung: Schwebstoffe, Mikroblasen und Turbulenzen verteilen den Strahl.

Beam‑Divergenz: Der Strahl wird breiter, verliert Energie pro Fläche.

Rückstreuung: Ein Teil des Lichts kommt zum Sender zurück → Verlust.

Messwerte aus der Forschung zeigen:

In klarstem Wasser: Dämpfung ≈ 0,05–0,2 m⁻¹

In Küstenwasser: 1–5 m⁻¹

In Hafenwasser: >10 m⁻¹ (Laser praktisch nutzlos)

Das bedeutet:
Ein Laser verliert pro Meter einen erheblichen Teil seiner Energie — oft >90 %.

🔫 3. Könnte man Laser unter Wasser als Waffe einsetzen?
Realistisch: Nur auf extrem kurze Distanz.
Um Gewebe zu verbrennen oder Material zu schmelzen, braucht man Energiedichten von mehreren MW/m².
Unter Wasser verliert der Strahl aber so schnell Energie, dass man praktisch direkt am Ziel kleben müsste.

Reichweite einer Laserwaffe unter Wasser
In klarem Wasser: 1–3 m

In Küstenwasser: <1 m

In trübem Wasser: praktisch 0 m

Warum?
Nehmen wir einen 1 kW‑Laser (industrielle Hochleistungsklasse):

Nach 1 m in klarem Wasser: Verlust oft >50–90 %

Nach 3 m: Verlust >95–99 %

Nach 10 m: praktisch keine Energie mehr

Das deckt sich mit Messungen der Leistungsdifferenzen über verschiedene Distanzen (z. B. 88 dB/m² Verlust bei kurzen Distanzen) .

Hard‑SF‑Schlussfolgerung
Eine Laserwaffe unter Wasser wäre:

extrem kurzreichweitig

energiehungrig

nur sinnvoll als „Kontaktlaser“ (z. B. zum Durchschneiden von Material auf <1 m)

⚡ 4. Wie viel Energie wäre nötig?
Für eine echte „Laserwaffe“ (Schaden auf 1–3 m):
Du bräuchtest:

>100 kW Dauerleistung oder

>1 MJ Pulsenergie (Ultrakurzpuls)

Das ist vergleichbar mit:

Schneidlasern für Stahl

Experimentellen militärischen Lasern (an der Luft!)

Unter Wasser wäre die effektive Reichweite trotzdem winzig.

Für Hard‑SF realistisch:
Ein tragbares Gerät könnte 1–5 kW liefern → reicht nur für Kontaktentfernung.

Ein stationäres Gerät (z. B. U‑Boot‑Montage) könnte 50–200 kW liefern → Reichweite 1–2 m.

Ein futuristisches F&D‑System könnte gepumpte Ultrakurzpulse nutzen → Reichweite 3–5 m, aber nur mit massiver Energieversorgung."

Da sehe ich dann wieder einen Vorteil für Torpedos und Drohnen. Vor allem Drohnen mit kleinerer Submunition, man müsste ja nur? die Hülle und keine internen Systeme beschädigen würde ich mir überlegen.
Als Spieler der gerne Medien und Dokumentationen über U-Boote und Kriegsführung mit ihnen konsumiert wäre mir noch ein anderer Bereich wichtig. Wie kann ich eine Sprungschichten also Bereiche in denen sich Temparaturen schnell ändern und damit Scvhall reflektieren finden? Brauche ich einen Skillwurf oder Zugriff auf entsprechende Informationen. Gibt es Drohnen die solche Daten aktuell liefern können?
Generell  kann ich durchaus den Wikipedia Artikel zu U-Booten https://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot# empfehlen. Gerade was die Ortung angeht findet man hier auch durchaus grundlegende Überlegungen.
Auch der Wikipedia Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserschall# zum Wasserschall bietet interessante Informationen.

Gruß Jochen
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Offline Waldviech

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #17 am: Gestern um 13:41 »
Vielleicht ein wenig was zum weiteren Setting ab von der Militärtechnik - vielleicht hilft das ja ein wenig weiter.

"Magna Terra" ist eine fiktionale Version des Exoplaneten Kepler-22b. Unser Szenario geht davon aus, dass es sich um eine bewohnbare, erdähnliche Welt handelt, die allerdings eine geringere Dichte als die Erde hat - die Oberflächengravitation ist mit 1,12 g nur geringfügig höher als die der Erde. (Angeblich wäre sowas theoretisch denkbar - ich bin jedoch kein Planetologe ;) )
85% von Magna Terra sind von Ozeanen bedeckt. Festland existiert in Form von Inselkontinenten und Archipelen (der Witz dabei ist allerdings, dass die Landfläche von Magna Terra insgesamt sogar größer ist als die der Erde).
Menschliche Siedler erreichten den Planeten vor 3000 Jahren mit Unterlichtschiffen. Das Ganze erwies sich als ausgesprochenes One-way-Ticket. Der Kontakt zur Erde riss wahrscheinlich schon auf dem Hinflug ab. Die Bewohner Magna Terras wissen zwar, in Form uralter Überlieferungen und Legenden, noch von ihrem "kosmischen Ursprung", sind aber mittlerweile ihr komplett eigenes Konglomerat an Völkern und Kulturen. Wie das so üblich ist, sind im Rahmen der letzten 30 Jahrhunderte natürlich Kenntnisse verloren gegangen und wieder neu entdeckt worden. Genau definiert haben wir es noch nicht, aber der "Techlevel" von Magna Terra dürfte, in bester Manier klassischer 1980er-Jahre-Mecha-Serien eher moderat futuristisch sein - in einigen Grenzregionen des Planeten vielleicht gar eher rückständig.

Die "Mechas" sind eher als größere Power-Armor gedacht, die ursprünglich vielleicht tatsächlich aus Arbeits-Exoskelletten und motorisierten, gepanzerten Taucheranzügen entstanden sind.

Gegenwärtig ist die politische Lage auf dem Planeten eher unschön und von einer ganzen Reihe größerer und kleinerer Kriege geprägt. Vor etwa 20 Jahren ist die beherrschende Großmacht des Planeten, das Thalassische Imperium, kollabiert. An seiner Stelle kloppen sich nun mehrere Diadochenhäuser um die Trümmer im sogenannten "Geborstene Herz". Ehemals kolonisierte Völkerschaften wie die uralte, zivilisierte Republik Sethis oder die halb seenomadischen Jumake-Clans sind wieder frei (und mischen im Dauerkrieg um das Geborstene Herz fröhlich mit). Außerhalb des ehemaligen Thalassischen Imperiums etablieren sich natürlich ebenfalls neue Machtblöcke. Einige ehemalige Peripherienationen haben sich zur Union der Nördlichen Staaten zusammengeschlossen und werden nun langsam zum neuen wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Zentrum Magna Terras. Eine ideologische und religiöse Macht ist die Sternensynode, die die Erde von Einst religiös verehrt, ihren Hauptsitz am Heiligen Berge Lothek hat, an dem Legenden zufolge Menschen auf Magna Terra landeten - die Faktizität dieser Sagen ist umstritten. Die Synode hat immensen Einfluss auf Banken und Universitäten. Da noch längst nicht alle Teile des Planeten besiedelt sind, gibt es natürlich auch maritime "Wildwest-Gebiete" wie die Östlichen Archipele, auf denen Flüchtlinge und Dissidenten aus den sogenannten zivilisierten Teilen Magna Terras neue Kolonien gründen.
Piratenunwesen gibt es in der derzeitigen, dunklen Ära des Planeten selbstverständlich auch - das mächtigste Piratensyndikat ist die ebenso passend wie einfallslos benannte Black Fleet.
Irgendwo unter den Ozeanen gibt es zudem die sogenannten Iminak . Das behaupten zumindest wirre Verschwörungstheoretiker und abgehalfterte Säufer in Hafenkneipen. Richtig stichhaltige Beweise für die Existenz einer technologisch extrem weit entwickelten Unterwasserzivilisation, die noch über alle technischen Mysterien des interstellaren Zeitalters verfügen soll, gibt es nämlich nicht. Die Iminak werden zudem immer wieder mit dem unbesiedelten Kontinent Yondo, einer grünen Hölle voller Megafauna in Verbindung gebracht.









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Offline Quaint

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #18 am: Gestern um 15:40 »
Ich hatte mal noch Claude gefragt

- evtl. kann man mit Schwärmen von Minitorpedos, Submunitionen oder sowas arbeiten (denn wenn das APS 95% oder 98% abfängt, man aber 100 geschosse abfeuert, dann sagt die Statistik, dass Treffer zumindest möglich sind)
- ich hielt das bei Aquanox für weitgehend Blödsinn, aber theoretisch kann man Projektilen wohl Superkavitation geben, also dass sie quasi in einer Gashülle reisen
Claude dachte da eher an Coilguns oder Railguns, aber das könnte auch mit explosiv getriebenen Projektilen gehen
Ist aber klar relativ wenig Reichweite (hunderte von Metern) aber könnte durchaus von der Projektilgeschwindigkeit her APS überwinden
- teils kann man auf kürzere Entfernungen wohl theoretisch auch mit Schallkanonen / Kavitationswaffen arbeiten die aber weniger Panzerhüllen knacken aber halt evtl. Besatzung oder Kreaturen empfindlich negativ beeinflussen (Benommenheit usw.)

Was ich mir noch überlegt habe sind so "Schleichbomben" dass man quasi ein autonomes oder kabelgebundenes schön heimliches Uboot oder Torpedo hat, das möglichst heimlich (aber dann wahrscheinlich langsam) so grob in die Gegend gelangt und dann ne Atombombe zündet; ich denke mal wenn 3km entfernt ne Megatonnenbombe hochgeht macht nen APS auch nix aber die meisten Uboote dürften da zerstört werden oder wenigstens  große Probleme bekommen

Der Gedanke ist halt, dass man normalerweise so klassisches Versteckspiel mit Katz und Maus hat, wo man Nukes oder Torpedosalven mit Submunitionen auf vermutete Positionen feuert, und halt den Nahkampf, wo man mit entsprechenden kurzreichweitigen Waffen hochintensive, schnelle Gefechte führt.
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Offline unicum

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #19 am: Gestern um 18:15 »
Laser unter Wasser? Geht nicht *punkt*

Was willst du erreichen mit dem Laser? Du willst die Hülle des Objektes erwärmen bis sie schmilzt.
Dumm nur: Das Objekt das du als erstes triffst ist Wasser.
Dumm auch: Das objekt das du erwärmen willst wird durch Wasser gekühlt.
Dumm obendrein: Wasser verdampft (okay bei extrem hohen Druck kann das auch mal klappen) Dampf hat einen anderen Brechnungsindex als Wasser daraus Folgt: in dem geblubber kannst du nicht mehr sagen wo dein Laserstrahl hingeht weil das geblubber völlig zufällig ist.

Ich seh da eigentlich nur nutzen als Waffe auf kuzre Distanz die eben nur Strom verbraucht. Also grundsätzlich völlig gegensätzlich zum Laser in der Luft oder im All wo er eigentlich (ja, eigentlich, Laser sind immer divergent irgendwie ein bisschen) eine unendliche reichweite hat.

Offline Ainor

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #20 am: Gestern um 20:55 »
- ich hielt das bei Aquanox für weitgehend Blödsinn, aber theoretisch kann man Projektilen wohl Superkavitation geben, also dass sie quasi in einer Gashülle reisen

Nicht nur theoreisch: https://de.wikipedia.org/wiki/Schkwal

Damit dürfte Ausweichen quasi utopisch werden wenn man einmal weiss wo der Gegner ist. Andererseits ist die Schallgeschwindigkeit im Wasser viermal höher, entsprechend wird überschall schwierig. Passiver Sonar hängt davon ab ob der Gegner Geräusche macht. Aber aktive Sonarbojen (oder Drohnen) aussetzen wird wohl eine Strategie sein.

Verteidigung gegen die Torpedos ist dann die übliche Frage ob man stark genuge, präzise genuge, und genug Abwehrwaffen hat was natürlich ein Vorteil für grössere Boote ist. Dafür sind die kleinen schwerer zu orten.

Minen (selbst aktive, also quasi langsame Drohnen) sind ziemlich nutzlos denn man kann ja drüber oder drunter hinweg. Nur an ganz speziellene Engstellen sind sie vielleicht nützlich, oder falls man den Kurs des Gegners zufällig vorhersagen kann.

Im Kampf zwischen Ubooten kann ich mir Mecha nicht so recht vorstellen, aber wenn sie klein genug sind kann man "Infantriegefechte" z.B. um eine Unterwasserstation oder so haben.
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
Im Rollenspiel ist auch hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie zu unterscheiden.
Meine 5E Birthright Kampagne: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122998.0.html

Offline nobody@home

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Re: Hard Scifi Unterwasserkampf / Magna Terra
« Antwort #21 am: Gestern um 21:04 »
Minen (selbst aktive, also quasi langsame Drohnen) sind ziemlich nutzlos denn man kann ja drüber oder drunter hinweg. Nur an ganz speziellene Engstellen sind sie vielleicht nützlich, oder falls man den Kurs des Gegners zufällig vorhersagen kann.

Die US-Marine scheint da noch etwas anderer Meinung zu sein.