Autor Thema: klatschi liest "The Broken Empires"  (Gelesen 1045 mal)

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Offline klatschi

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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #25 am: Heute um 12:09 »
Wäre cool, wenn du noch kurz ein paar Worte darüber verlörest, was denn diese Erfolgsgrade so ausrichten ;)

Zwei Anwendungsfälle haben wir ja schon:
Bei Opposed Rolls gewinnt die Person mit mehr SL. Das ist wohl auch im Kampf so, aber wir werden sehen, wenn wir zu dem Kapitel kommen.
Bei Extended Rolls geht es darum, eine gewisse Zahl von SL anzusammeln.

Und bei Skill-Rolls allgemein: nun ja, lest selbst



3 - Skills und 4 - Talente

Erst einmal geht es um 3-Skills, immerhin ist TBE ja ein Skills-Based Game.
Skills kommen in 5 Kategorien: Combat (7 Kampf-Skills), Adventuring (11 Brot und Butter ich gehe auf Abenteuer Skills), Social (9 Skills, die man denke ich gut unterscheiden kann am Spieltisch), Lore (10 Skills +3 „*-wise“ selbst einzufüllen-Skill), Magic (15 verschiedene Binds/Strands/Piety) und nochmal 3 Felder für Language.

Zwei Dinge fallen mir auf:
1) Es gibt keinen Lore-Skill für Warfare und ähnliches, aber ich kann mich Battle-Wise machen - hier sagt das System, dass es besser ist, diese "*-wise" Platzhalter sehr spezifisch zu füllen.
2) Es ist eine wirklich hässliche Tabelle - hätte man das nicht irgendwie schöner darstellen können?!??



Was folgt ist die typische Beschreibung der Skills, wobei ich hoffe, dass solche Details
Zitat
MIGHT - Fists, kicks, grappling, and performing general feats of strength. Might attacks and defenses are at -20 against an armed foe. They do non-lethal damage. Might rolls used in a grapple give a bonus to the larger participant of +20 per larger Size category. (p. 30)
nochmal im Kampfkapitel aufgegriffen werden, sowas übersieht man schnell und gerne.
Craft unterscheidet sich in Artistic (Poetry genauso wie Bildhauerei) und Practical (alltägliche Gegenstände). Das Spiel bietet gleich Beispiele für Extended Rolls, um verschiedene Dinge zu erstellen, sehr gut, daran kann man sich orientieren. Zum Beispiel braucht eine Plattenrüstung - egal wie viele Erfolge man täglich würfelt - immer mindestens 4 Tage. Ob das realistisch ist, kann ich als nicht-Plattenrüstungsbauer nicht einschätzen, aber es klingt erst einmal irgendwie logisch.

Vorsicht: Raging klatschi incoming…
Mein Problem mit Perception ist wie immer da, aber das wird auch kein „Standard-Rollenspiel“ mehr beheben wollen…
Zitat
PERCEPTION - Being aware of changing physical circumstances around you, such as noticing a thief sneaking through the shadowed alley, or sensing an ambush the moment before it launches. Also used by the Scout role on Journeys. (p. 31)
Aus meiner Sicht sollte Perception niemals ein Skill sein, der allgemein abgehandelt wird, sondern Skill-abhängig sein. Das dargestellte Beispiel beschreibt es wunderbar! Einem Dieb wird ein anderer Dieb viel schneller auffallen (und entsprechend würde ich dann Perception auf Sleight of Hand würfeln lassen) und ein Krieger mit viel Kampferfahrung kann einen Ambush und den Ort eines Ambushes viel besser erkennen (und entsprechend würde ich dann auf Battle-Wise würfeln lassen). Mein Auto klappert leicht und ich merke nicht mal, dass das scheiße ist, mein Vater ist Automechaniker und klopft mir auf die Schulter mit der Frage, ob ich wahnsinnig bin, weil ich das Auto noch fahre.
Entsprechend sollte es in meinen Augen einen allgemeinen Grundbonus „Perception“ geben, der dann mit den spezifischen Skills verrechnet wird. Ein Teil der Aufmerksamkeit kann man sicherlich allgemein trainieren, aber das Gros ist kontextabhängig!
Das ist ein Rant, der hier eigentlich nicht hingehört, aber es ist mein Review, und darum schreibe ich ihn doch. So. Aber okay, das ist halt Standard bei Rollenspielen, ich werde das dennoch immer wieder ins Feld führen!

Spannend ist die Unterteilung der Magic Skills: Bind ist die eigentliche Fertigkeit, mit der ein Zauberer seinen Willen gezielt auf das Gefüge der Realität anwendet (und ganz normal gewürfelt wird). Es ist also der Skill für den Zauber? Ein Strand bestimmt den betroffenen Teil der Realität und wird als fester Wert angegeben, der die Zauberkosten senkt. Ich lese das nun so, als dass man also einen Zauberer bauen kann, der auf der einen Seite sehr spezialisiert in ganz spezifischen Wegen ist, die Realität zu verändern (indem er die Werte steigert) bzw. in ganz spezifischen Outcomes (indem er die Kosten senkt). Das ganze wird ergänzt durch Piety, was die schwankende göttliche Gunst widerspiegelt. Nice. Ich bin so gespannt auf das Magie-Kapitel.

Nachdem wir ein bisschen über die Einteilung verschiedener Skill-Höhen lernen (ein Novize hat zwischen 20 und 39, während ein Experte 80-99 hat), erfahren wir, dass man das Spiel durch „Suceeding without a roll“ auch abkürzen darf, was ich mag. Ihr kommt ins Dungeon, jeder mit Athletics von 50 kann das Tor aufstemmen und ihr habt ein automatisches Success Level. Reicht. Aber halt:
Aagenhart hat Athletics 63. Ich entscheide mich, dennoch zu würfeln, vielleicht habe ich ja mehr Success Levels und dadurch Vorteile? Also los geht’s. Die Würfel Rollen. 76. Fuck.

Wir erfahren zudem, dass man Würfe nicht einfach beliebig wiederholen kann, dass bei Wissens- und Informationstests immer 3 SL nach dem ersten für weitere Infos geben werden dürfen. Allgemein sind SL einfach "die Probe gelingt besser", man hat also zusätzliche Vorteile für's Rollenspiel und die Interpretation - bei Wissens- und Informationstests ist es aber klar geregelt.

Support funktioniert so, dass 2*Score eines Wertes als Bonus vergeben werden. Ha, endlich wissen wir, wofür Score beispielsweise verwendet wird!
Aagenhart hat Athletics 63. Ich will das Tor aufstemmen und Thrangaa, der Magier, hilft mir dabei. Er ist ein Lauch, hat gerade mal Athletics 29, also einen Score von 2, so dass sich mein Athletics auf 63+4 auf 67 verbessert. Gleichzeitig hat er aber Craft: Practical 52 und sagt zur SL in seiner nervig-näselnden nicht-Athletics-gestählten Magier-Stimme: „würde mein Wissen über Tore und deren Bauweise nicht mehr bringen?“ Die SL ist gnädig und gewährt diesen Skill-Bonus, so dass Aagenhart auf 63+10 —> 73 kommt. Besser! Vielleicht ist Thrangaa doch cool!

Es gibt noch Regeln für Group Skills und die Infos, dass manche Talente diverse Skills „savy“ machen - ich steigere sie also schneller und markiere das auf dem Character Sheet.



und so landen wir nun bei 4-Talenten, und diese kommen in vielerlei Gestalt: Grundlegend gibt es für jede Skillgruppe eine Talentgruppe, Combat unterteilt sich aber in Combat Talents und Combat Maneuver Talents und dazu kommen noch Miscellaneous Talents und Non-Human Talents. Manchmal sind sie aufeinander aufbauend. Jedes Talent bzw. jede Talentstufe kostet 5 XP.

Es macht keinerlei Sinn, auf alle Talente einzugehen, denn es sind insgesamt*
 40 Combat Talents (17 davon können mehrfach gewählt werden, bzw. haben Steigerungs-Talente), 17 Combat Maneuver Talents (10 davon können mehrfach gewählt werden, und manche auch nach unterschiedlichen Combat-Skills differentert), 14 Adventuring Talents (1 davon mehrfach), 14 Social Talents, 15 Lore Talents (5 davon mit Steigerung), 19 Magic Talents (8 davon mit multiplen Auswahlen), 14 Miscellaneous Talents (11 davon mehrfach auswählbar) und 6 Non-Human Talents.
*ich mag mich hier und da verzählt haben

Wir haben also mindestens 129 oder so Talente und das ist so viel, dass ich das nur kursorisch gelesen habe. Ich bin gespannt, wie stark hier die System Mastery bei der Charaktererstellung reinspielen wird, denn wenn ich Aagenhart baue, der ja nun wirklich nicht viel vom Weave hält, dann will ich vielleicht für 5 XP folgendes Magic Talent kaufen:

Zitat
PATTERNED IN THE WEAVE - This Talent can only be chosen at character creation. True Spellweavers are born to the Pattern. One must possess this Talent to be a fully-fledged Spellweaver. Choose a True Name imprinted upon you by the Weave: this name must be in the language of your people, and can be used to magically target you using the Arcane Tether Range (see Chapter 14 - Weave Magic). Gain +5 to Max Resolve.

bevor ich fünf mal für 5 XP

Zitat
INNER STRENGTH - Increase your Max Resolve by 1. Can be purchased multiple times to a maximum Resolve of 30.]INNER STRENGTH - Increase your Max Resolve by 1. Can be purchased multiple times to a maximum Resolve of 30.

besorge?
Wir werden es erfahren.

Ansonsten bieten Talente eben vielerlei Möglichkeiten, die Würfe zu beeinflussen oder wirken sich auf Success Levels aus. Zwei Beispiele:
Zitat
RUN FOR YOUR LIFE! - When fleeing melee, gain +20 to your Athletics roll. (p. 43)
Zitat
NATURAL POLITICIAN - Your first use of Deceive or Protocol in a Static Social Encounter does not count against Tolerance. In a Competitive Social Encounter, the first use instead gives a +20 skill bonus. (p. 47)
Zitat
ALCHEMIST - When successfully creating alchemical potions, make 1d4 doses + 1 dose per 2 SLs (instead of 1d3 + 1 per 3 SLs). (p. 47)

Ein wichtiges Element, das mir bei WFRP schonmal das Genick gebrochen hat:
Zitat
LITERATE - You can read and write any language you can speak. (p. 48)
In der Welt von TBE ist das Gros der Bevölkerung nicht in der Lage zu lesen oder zu schreiben. Das sollte man den Spielern mitteilen.

Es lohnt sich definitiv, mal die Titel und die Beschreibungen zu überfliegen! Mensch, das System bietet so viele Optionen, seinen ganz spezifischen Charakter zu bauen, das mag erst einmal erschlagend wirken, aber ich finde es auch sehr sehr einladend!

Darüber hinaus gibt es noch ein Spezielles Talent: Expertise. Das trage ich auf dem Character Sheet ein und es gibt die Mindest-SL an, die ich bei diesem Skill habe. Das erste Expertise Level ist immer 2, danach geht es immer aufwärts bis zur 4, das ist Maximum.
Aagenhart hat Athletics 63 und Expertise 2. Er stemmt das Tor auf und Würfel 16 - 1 SL, der durch Expertise zu 2 SL wird.

Expertise kann maximal 4 sein und immer maximal „half the value of its tens digit, rounded down.“ Was wir wissen: Das ist natürlich half of its Score, und man sieht, dass ein Regelwerk, das lange gewachsen ist, viele kleine Details ausbessern müsste und diese erst in der dritten oder vierten Iteration ausgebessert haben wird. Nicht schlimm.


The Good: Die Skills sind logisch und schnell nachvollziehbar, ich bin auf den Einsatz im Spiel gespannt. Es sind viele Talente, die ein Arsenal an Character-Refinement bieten und sicherlich nicht langweilig werden. Wenn du was spielen willst, KANNST du es wahrscheinlich nachbauen.
The Bad: nix bisher, ich mag System Mastery. Das mag mancher als Bad bezeichnen, denn ich denke, System Mastery braucht es zu einem gewissen Teil: Spieler sollten sich mit diesem Spielsystem auseinandersetzen und nicht so dahinwursteln.
The Ugly: Perception, bruv! Aber das ist eine Krankheit des Spielgenres.

Next Up: 5 - People of the Broken Empires, 6 - Goals und 7 - Character Creation & 8 - Experience & Advancement.
« Letzte Änderung: Heute um 13:20 von klatschi »

Offline Megavolt

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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #26 am: Heute um 12:10 »
Ich beschäftige mich auch schon länger mit Broken Empires. Im Gegensatz zu den vielen Cover-Nörglern hier gefällt mir das Cover extrem gut. Als ich das gesehen habe, war ich sofort angefixt davon und mir kamen auch gleich ein paar Abenteuer-Ideen in den Sinn. Cover: I like ! :d

Was soll denn mit dem Cover nicht passen? Das ist doch einigermaßen schick?

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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #27 am: Heute um 12:23 »
Was soll denn mit dem Cover nicht passen? Das ist doch einigermaßen schick?

Na ja, mir persönlich gefällt's einfach nicht. Bierernste starke Männer und Frauenbrüste mit Leder drum, und das bloß niemand denkt, irgendwas wäre lustig daran.
Wie gesagt, wenn schon starke Männer und knapp bekleidete Frauen, dann wenigstens Yüce-Trash.
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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #28 am: Heute um 12:23 »
Ein einziger Kritikpunkt an Klatschis insgesamt sehr lesenswerter Analyse:
Bei "The Ugly" sollte nicht nochmal das Gesicht von Lee van Cleef zu sehen sein, sondern Eli Wallach als Tuco!!!  ^-^
« Letzte Änderung: Heute um 12:43 von KWÜTEG GRÄÜWÖLF »
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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #29 am: Heute um 12:35 »
Ein einziger Kritikpunkt an Klatschis insgesamt sehr lesenswerten Analyse:
Bei "The Ugly" sollte nicht nochmal das Gesicht von Lee van Cleef zu sehen sein, sondern Eli Wallach als Tuco!!!  ^-^
:d
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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #30 am: Heute um 12:39 »
Heute Mittag oder Nachmittag gibt’s die nächsten beiden Kapitel - zu Bildern und Darstellung sag ich ganz am Ende was :)

 :cheer: :cheer: :cheer: :cheer:
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Offline klatschi

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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #31 am: Heute um 13:04 »
Ein einziger Kritikpunkt an Klatschis insgesamt sehr lesenswerter Analyse:
Bei "The Ugly" sollte nicht nochmal das Gesicht von Lee van Cleef zu sehen sein, sondern Eli Wallach als Tuco!!!  ^-^

:d

Ihr habt vollkommen recht und ich bin mir nicht sicher wie mir das passieren konnte
Wird im Laufe des Nachmittags korrigiert

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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #32 am: Heute um 13:38 »
ich mag System Mastery. Das mag mancher als Bad bezeichnen, denn ich denke, System Mastery braucht es zu einem gewissen Teil: Spieler sollten sich mit diesem Spielsystem auseinandersetzen und nicht so dahinwursteln.
[

Wirkt jedenfalls ziemlich umfangreich.
Bin schwer gespannt, wie die Erfahrungen am Tisch sind, aber ich fürchte, dass Mr. Devall da als Entwickler und Intensivsolospieler etwas betriebsblind war, was die Beherrschbarkeit des ganzen Pakets für Dritte angeht. Zumal vieles an Spielmechanik ein Stück weit nach Selbstzweck aussieht - das ist für den Solospieler, der da Spaß dran hat, ein positiver Aspekt, aber in der Gruppe ist das schnell ein dickes Minus.


PS die Armbrust ist da noch das, woran ich mich am wenigsten störe - ist schließlich Fantasy. Wenn alles eine realweltliche HEMA-Mittelalter-Simulation sein muss, um approved zu werden, ach herrje ... wie lame wäre die RSP-Landschaft dann?

Andererseits täte es der RSP-Landschaft gut, wenn man sich wenigstens mittelmäßig viele Gedanken über ein schlüssiges Gesamtbild machen würde.
Das tut ja z.B. auch ein The One Ring (wohlgemerkt in deutlicher Abgrenzung von den verschiedenen Verfilmungen), dem man auch nicht nachsagen kann, aus der Hardcore-Simulationsecke zu kommen.

Und "ist ja Fantasy" ist da mMn eine lahme Ausrede.

Mich hat das Artwork auch davon abgehalten, das damals zu backen. Habe lange überlegt, aber irgendwas daran finde ich ganz schrecklich verkniffen pseudocool und spaßbefreit ... (Da lobe ich mir doch campy Ugurcan Yüce!)
Ich weiß, ist ein sehr oberflächlicher Grund, darauf zu verzichten.

Ich habe letztens ein Brettspiel wegen eines einzigen Markers aus der Betrachtung geworfen ;D
Dazu sei aber gesagt, dass das Artwork an der Stelle nur Indiz für eine tiefergehende Schieflage ist.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #33 am: Heute um 14:07 »
Wirkt jedenfalls ziemlich umfangreich.
Bin schwer gespannt, wie die Erfahrungen am Tisch sind, aber ich fürchte, dass Mr. Devall da als Entwickler und Intensivsolospieler etwas betriebsblind war, was die Beherrschbarkeit des ganzen Pakets für Dritte angeht. Zumal vieles an Spielmechanik ein Stück weit nach Selbstzweck aussieht - das ist für den Solospieler, der da Spaß dran hat, ein positiver Aspekt, aber in der Gruppe ist das schnell ein dickes Minus.

Und in konkret bedeutet das?
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Offline unicum

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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #34 am: Heute um 14:14 »
Liest sich derzeit noch sehr nahe an Warhammer 4ed

Offline Luxferre

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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #35 am: Heute um 14:30 »
Andererseits täte es der RSP-Landschaft gut, wenn man sich wenigstens mittelmäßig viele Gedanken über ein schlüssiges Gesamtbild machen würde.
Das tut ja z.B. auch ein The One Ring (wohlgemerkt in deutlicher Abgrenzung von den verschiedenen Verfilmungen), dem man auch nicht nachsagen kann, aus der Hardcore-Simulationsecke zu kommen.

Und "ist ja Fantasy" ist da mMn eine lahme Ausrede.

Wenn das Dein Anspruch ist, dann ist das okay  :d  aber warum spielst Du dann kein HârnMaster?  >;D

Wenn "ist schließlich Fantasy" keine Ausrede oder plausible Erklärung für Magie, besseres Handwerk als im irdischen Mittelalter oder Drachen sein soll, dann fürchte ich um das Genre, das Spiel und meinen Spaß  8]
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-

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Offline YY

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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #36 am: Heute um 14:53 »
Und in konkret bedeutet das?

Dass man z.B. sehr wenige Würfe hat, die aber umfangreich auswertet und stellenweise Folgeentscheidungen treffen muss.
Das ist wie geschrieben schön, wenn man da 1. Spaß dran hat und 2. keiner drauf wartet, dass man fertig ist und er selbst was machen kann. Mit drei Leuten zugucken, wie sich der Vierte an der Spielmechanik verlustiert, ist aber für viele nur begrenzt unterhaltsam.



Wenn "ist schließlich Fantasy" keine Ausrede oder plausible Erklärung für Magie, besseres Handwerk als im irdischen Mittelalter oder Drachen sein soll, dann fürchte ich um das Genre, das Spiel und meinen Spaß  8]

Es ging konkret um die anachronistische Armbrust - dafür ist es eine Ausrede. Für fantastische Elemente ist es keine Ausrede, sondern Begründung ;)
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
- Pyromancer

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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #37 am: Heute um 15:11 »
Auch ich lese das Regelwerk gerade. Auch bei mir geht es eher langsam.

Zum Cover: Ich habe irgendwo gelesen das es die vier Charaktere sind die Trevor in seinen vier Solorunden gespielt hat.

Online Raven Nash

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Re: klatschi liest "The Broken Empires"
« Antwort #38 am: Heute um 15:16 »
Und "ist ja Fantasy" ist da mMn eine lahme Ausrede.
Ist eben die Marvel-Sichtweise: Es muss nicht plausibel sein, so lange es cool ist.
Für mich hat sich die "Coolness" halt mit nicht vorhandener Plausibilität bereits erledigt. Und das hat nichts mit Simulation zu tun, sondern viel mit stimmigem (Gesamt-)Bild.

Es ging konkret um die anachronistische Armbrust - dafür ist es eine Ausrede.
Ich würde sie nicht "anachronistisch" nennen (wäre ja nur nach irdischen Begriffen so), sondern stelle all die diversen nötigen vorangehenden Entwicklungen in Frage. Das ist ein Sportgerät, keine Waffe im eigentlichen Sinn.

Mit drei Leuten zugucken, wie sich der Vierte an der Spielmechanik verlustiert, ist aber für viele nur begrenzt unterhaltsam.
Jup, das ist auch mein Eindruck. Erinnert an GeneSys u.a., bei denen der Spieler mit irgendwas aus seinem Wurf irgendwelche Effekte erzeugen kann (egal wie das nun konkret heißt). Hält auf, führt zu viel "Äh, hmm, alsooo..." und am Ende wird es doch einfach mehr Schaden.
Aktiv: Dragonbane
Vergangene: Runequest, Cthulhu, Ubiquity, FFG StarWars, The One Ring, 5e, SotDL, LevelUp! A5e, Vaesen
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