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Klassikerthema "Soziale Begegnungen" usw. - Skills ausspielen oder auswürfeln?

Da, wo es geht, spielen wir mit eigenem Hirnschmalz, mit eigener Silberzunge: Diese Skills werden selten ausgewürfelt.
Wir spielen Skills aus, wo es geht, und würfeln dann: Gegebenfalls gibt es zum Würfel dann Boni/Mali.
Bei uns wird erst gewürfelt, dann wird das Würfelergebnis ausgespielt.
Ganz anders, und zwar... siehe in den Beiträgen

Autor Thema: Klassikerthema "Soziale Begegnungen" usw. - Skills ausspielen oder auswürfeln?  (Gelesen 1931 mal)

KWÜTEG GRÄÜWÖLF, schneeland, Riot, bobibob bobsen, treslibras und 6 Gäste betrachten dieses Thema.

Online First Orko

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[...]

Ich habe das Beispiel in die Form weiter erweitert, damit bei der Szene ganz viel mechanisches abläuft, denn die Spieler bekommen die gleichen EP, egal ob sie jetzt den Drachen so „besiegen“ oder wirklich im Kampf bezwingen. Deshalb habe ich es auch mehr an eine Kampfszene angelehnt.

Für die Leute, die Immersion lieben, ist diese Beispiel der reinste Horror. Das ist mir vollkommen bewusst, für unsere Bier und Brezel-Runde (wobei schon lange kein Bier dabei gehabt und Brezel noch gar nicht – hier müsste es eine bessere Bezeichnung geben) ist es spaßig genug. Es ist halt kein gepflegtes immersives Rollenspiel, sondern einfach nur ein perfekter Zeitvertreib für uns.

Mit deiner Einschätzung liegst du nicht ganz falsch - mein Spielstil wäre das nicht, die regeltechnischen Diskussionen reißen mich bei sowas wirklich raus  ;D Trotzdem spannend: Im Grunde machen wir ja das Gleiche mit Beschreibung - Wurf - Ergebnis  - trotzdem kommt ein sehr anderes Spiel bei raus.
Dein Nachsatz mit den EP gibt mir aber zu denken. Denn "XP für Gegner" spielt bei uns ja gar keine Rolle - aber WENN, dann verstehe ich warum ihr die Begegnung so spielen würdet: Das Besiegen im Kampf wäre ja auch nicht mit einem Wurf geregelt und es wäre dann ein seltsames Gefühl, wenn man stattdessen für das soziale Äquivalent nur einen einzigen Wurf hätte - zumal man dann ja auch dazu neigt, das Ergebnis nicht so drastisch ausfallen zu lassen. Insofern kann ich die detailliertere Ausgestaltung mit der Prämisse gut nachvollziehen!
It's repetitive.
And redundant.

Dir ist schon klar, dass es in diesem Forum darum geht mit anderen Leuten, die nix besseres mit ihrem Leben zu tun haben, um einen Tisch zu sitzen und sich vorzustellen, dass wir Elfen wären.

Online gunware

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Dein Nachsatz mit den EP gibt mir aber zu denken. Denn "XP für Gegner" spielt bei uns ja gar keine Rolle - aber WENN, dann verstehe ich warum ihr die Begegnung so spielen würdet:
Bei PF2 bekommt man EP für das Überwinden eines Encounters, jeder Encounter hat eine Stufe, die mit der Stufe der Charaktere verglichen wird - und anhand des Unterschiedes zwischen Encounter- und Charakterparty-Stufe werden die EP vergeben. Wie ein Encounter überwunden wurde ist die erzählte Geschichte. Und das sind nicht nur Gegner, sondern auch Fallen, Ereignisse usw.
Ich schätze, es ist nicht viel anders auf der abstrakten Ebene wie bei euch, es ist nur mehr verregelt.
In einem anderem System als PF2 wäre das Beispiel mit dem Drachen "mechanisch" ganz anders verlaufen - ob erzählerisch? Höchstwahrscheinlich, weil der regeltechnische Unterbau anders wäre.
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"

Online Ainor

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Ich meine mich zu erinnern dass eine der Erkentnisse im letzten Thread zu dem Thema war dass ganz traditionelle Reaktionswürfe und dann ausspielen, also quasi Option 2 in umgkehrter Reihenfolge den Vorteil hat dass sich die Spieler nicht erst gross anstrengen um dann vom Würfelwurf sabotiert zu werden. Wenn der Wurf zu Anfang sehr schlecht ist kann man halt entscheiden dass es sich nicht lohnt lange zu reden.

Ein Teil meines Frustes mit regelschwereren Systemen ist genau daraus entstanden,  ... Und wenn sie das NICHT tun und ich finde raus, dass ich als Einziger sein Zeug ohne Abzüge tragen kann weil ich dafür investiert habe, während die anderen ihre Abzüge ignorieren - sowas hat mich immer angeäzt. ...
Und da war dann immer irgendwann meine Frage: Wenn wir eh nicht alle Regeln nutzen wollen können wir vielleicht ein System spielen, wo die Regeln übersichtlicher sind und das nutzen wir dann zu 100%? Dann müssen wir solche Diskussionen nicht mehr führen.

Deshalb predige ich in meinem Bekannterkreis immer wieder, dass die Leute nicht einfach irgendein System nehmen sollen und auf eigene Bedürfnisse verkrüppeln, sondern das System nehmen, was die Spielweise, die gespielt werden soll, unterstützt und Spaß bringt. Klar, wer schon seit mehreren Jahrzenten nur ein System spielt, der setzt lieber die Regel aus als dass er sich an Regeln hält, weil er kein anderes System benutzen möchte. Und das finde ich Schade.

Kann ich sehr gut nachvollziehen. Bedeutet im Gegenzug aber auch: Systeme sollten klar erklären wie sie gespielt werden sollen und dafür funktionieren. Ein ewiges "alles modular" oder "die Regeln kann man immer ändern" ist meistens einfach nicht wahr weil jede relevante Änderung weitere Effekte im System hat.

Powergamer würden sich bei meinen D&D (like) Charakteren auch die Haare raufen. Ich dumpe fast nie Intelligenz oder Charisma. Meine Kämpfer u.ä. haben nicht selten Int und Cha 12+ obwohl denen das mechanisch null nützt. Einfach weil ich keine uncharismatische dämliche Blechdose spielen will  :P

Kommt drauf an wie man spielt...
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
Im Rollenspiel ist auch hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie zu unterscheiden.
Meine 5E Birthright Kampagne: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122998.0.html