Ich habe für 2 gestimmt, weil das im Mittel ganz gut hinkommt, aber die Grenzen sind fließend und letztlich auch eine Frage vom in dem Moment gewünschten Abstraktionsgrad.
Mal kann es sein, dass die Argumentation des Spielers so gut war, dass auf den Würfelwurf verzichtet wird (analog: der Spieler beschreibt präzise und einleuchtend, was er mit der Falle macht, um sie zu umgehen, weswegen kein Wurf auf "Fallen entschärfen" fällig wird). Auf dieser Herangehensweise liegt aber nicht wie in der OSR der Fokus darauf und ggf. gibt es nur einen Wurf mit Erleichterung, falls es zum Auto-Erfolg nicht reicht.
Mal kann es sein, dass der Spieler nur grob die Intention umreißt wie "ich versuche mich bei der Person einzuschleimen" und die Würfel fallen, ohne, dass ein Wort direkter Rede gesprochen wird (analog: Da ist ein Berg, den will ich erklettern, mir doch egal, wie mein Charakter das genau bewerkstelligt). Das Ergebnis wird anschließend relativ willkürlich entweder ausgespielt oder nachverhandelt. Auf dieser Herangehensweise liegt aber nicht wie in manchen Storygames der Fokus und ggf. bohrt die SL vorher noch nach weiteren Details zum Vorgehen, entweder um Würfelmodifikatoren für einen Wurf zu ermitteln oder um die Grundlage für einen automatischen Erfolg oder Fehlschlag zu schaffen.
Da ist sicherlich eine gute Prise SL-Willkür SL-Ermessensspielraum dabei, ob eine Situation nun wichtig oder dramatisch oder interessant genug dafür scheint, ausgespielt zu werden oder per Handwedelei abgefrühstückt werden kann. Ebenso mögen die Charaktereigenschaften manchmal bestimmen, wo man auf dem Spektrum landet, also ob man überhaupt würfeln kann oder muss.