Autor Thema: Indien-Rollenspiel - Mehr als Taj Mahal, Murgh Biryani und Shahrukh Khan ...  (Gelesen 12424 mal)

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Offline Jed Clayton

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Gerade dieses Wochenende habe ich mir etwas mit 1W12 ausgedacht: Nach einer Reihe langwieriger Exerzitien darf der Asket eine Möglichkeit zum Steigern des Tapas bekommen. Ich wollte aber nicht stur +1 zum Pool dazuaddieren. Der Pool ist zuerst auf dem Stand 0. Dann macht man eine Probe mit 1W12 gegen den aktuellen Stand+2, man muss natürlich überwürfeln:

Man bekommt +1 zum Pool solange man hoch genug würfelt. Also wird jede weitere Steigerung schon bedeutend schwieriger. Ab der 10 ist es fast nicht mehr möglich, seine Energie zu steigern, da man ja keine 13 würfeln kann. Ich weiß nicht, ob ich ab da jede weitere "12" gelten lassen soll oder ob es dazu noch einen Bonus geben sollte.

Richtig gefährlich für das Gleichgewicht des Kosmos würde es erst ab 20-24. ;)

Oh je. Jed, du bist ein alter Narr ...

Ich bekam gestern eine Eingebung, wie das noch viel besser geht (wenn man diese mechanische Regel überhaupt braucht). Nämlich so:

Ich kann das Opposed Check-System aus CAH:S2 verwenden. Der Spieler würfelt einmal 1W12 plus einem Bonus, der die Punkte seines Verdiensts (merit) und seiner Hingabe (devotion, piety ...) ausdrückt, die er über ein Abenteuer oder eine längere Phase der Downtime angesammelt hat. Als Gegenseite hat er seinen eigenen Wert in Tapasya (Energie). Dieser startet bei 2 für Asketen und bei 0 für andere Charaktere. Wie die Difficulty Number in CAH:S2 wird dieser Wert nicht statisch behandelt, sondern es kommt noch ein Wurf mit 1W12 dazu.

  1W12+Merit vs. 1W12+Tapasya

Die Merit-Seite muss das Tapasya mindestens um 1 überwürfeln.

Daraufhin steigt das Tapasya des Charakters um +1 an. Die Folge: Der nächste Wurf zur Steigerung wird schwieriger oder der Charakter braucht eben noch mehr Merit.

Zusätzliche Regel: Wenn man für die Tapasya-Seite eine natürliche "1" würfelt, steigt das Tapasya um +2 statt nur +1.

Es ist also möglich, schnell ein bisschen mystische Energie aufzubauen, aber nach oben hin wird es immer schwieriger.
« Letzte Änderung: 31.12.2009 | 09:22 von Jed Clayton »
"Somewhere there is danger, somewhere there's injustice, and somewhere else the tea is getting cold."

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Mridangam aus Push Vol 1 (ein Artikel über die Idee, dass indische Tempeltänzerinnen Rollenspiele erfunden haben (also eine klassische "What if …"-Geschichte; kostenloses PDF)


Okay, ich habe mir heute auch mal dieses Push-PDF mit Mridangam heruntergeladen.

Ein interessanter Text, das stimmt allemal, aber im Moment ist das für eine Testrunde mit Otto-Normal-Rollenspielern aus meinem Bekanntenkreis kaum vorstellbar. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sich meine Freunde die Handgesten aus Mridangam merken und benutzen könnten. Überhaupt ist schon alles, was würfellos ist, schwer vorstellbar.

Ich lese mir den Text aber sicherlich noch intensiv durch. Wie du schon sagtest, es ist eben sehr, sehr abgedrehtes Indie-Zeug. Ich kann es noch nicht bewerten. Es ist weder gut noch schlecht, eben nur anders.
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Offline Jed Clayton

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Gestern Abend habe ich mich mit drei Spielerinnen in das Playtesting für dieses Projekt gestürzt.

Weil mich vorher zwei von ihnen nach dem Mridangam-Spielsystem aus der Push! gefragt hatten, hatte ich das als ausgedruckte A4-Seiten mitgebracht. Allerdings haben wir über Mridangam bloß eine Weile gesprochen, was auch nicht anders geplant war, weil ich die 25 Handgesten aus dem System selber noch nicht auswendig wusste und mir schon gedacht hatte, dass die Spielerinnen und Spieler die auch nicht spontan lernen würden.

Ich habe versucht, den Inhalt und die Idee von Mridangam mündlich zu erläutern. Damit stieß ich aber letztlich nur auf verwirrte Gesichter und alle meinten einstimmig, "Das ist aber kompliziert, das kann doch keiner spielen."

Eine andere Schwierigkeit war dann, dass nach meiner Schilderung von Mridangam und der Beispielaktionen in dem 16-Seiten-Text der Eindruck entstand, die Spieler würden dort nicht als Team zusammen, sondern gegeneinander spielen (da ja kein Spielleiter vorhanden ist und jeder Spieler "Threats" gegen die Pläne seiner Mitspieler einfügen kann). Das gefiel niemandem. Die Spieler sagten, "Dann spielt man da ja gar nicht als Gruppe", und "Das ist dann doch ein Gesellschaftsspiel, wie Monopoly, kein Rollenspiel". Damit war die Idee eigentlich schon abgeschrieben.

Was mir an Mridangam auch aufgefallen war, ist, dass der gesamte Text aus "Push!" eigentlich nur als akademischer Aufsatz interessant sein dürfte. Für ein Regelsystem fehlen Angaben zu typischen Charakteren. Es gibt weder eine konkrete Charaktererschaffung, noch gibt es eine ausformulierte Welt. Shreyas Sampat (Autor von Mridangam) ist offensichtlich davon ausgegangen, dass alle Beteiligten schon von vornherein wissen, in welcher Epoche und welcher Welt (antikes Indien) man spielt und welche Geschichten gespielt werden. Darüber sagt der Text nämlich kein Wort. Eine Spielerin gestern Abend meinte, "Dann könnte ich damit doch auch Star Wars spielen."

Als wir schließlich Sampats Indie-Regelwerk unter der Rubrik "Schön, dass wir mal drüber gesprochen haben" abgelegt hatten, machten wir uns wacker an die Charaktererschaffung, so wie ich sie bereits vorgehabt hatte--mit Hero System 6th-Regeln! Da zeigte sich wieder das, was sich bei Hero eigentlich immer zeigt:

Hero System 6th Ed. ist super geschrieben, aber ist bei der Char-Gen der unangefochtene Meister im Spielspaß-Killen!
Den Spielerinnen wurde unglaublich viel abverlangt, als man auf dem Charakterbogen schon zwischen den drei Spalten für "Value", "Points" und "Roll" unterscheiden musste. Auch verwirrte einige Leute, dass die Zeilen zum Eintragen der Charakterpunkte auf der ersten Seite die Überschrift "Points" tragen, auf der zweiten Seite allerdings die Überschrift "Cost". Das war aber leicht aufzuklären, dass "Cost" und "Points" das Gleiche bezeichneten. Ganz schwierig wurde es aber, als ich von "Active Points" erzählte, weil ich das einfach nicht ordentlich auf Deutsch erklären kann, obwohl es schriftlich im Buch eigentlich super-logisch aussieht. Active Points sind die Punkte, die aktiv in einer Power wirksam sind. Gewissermaßen sind das die Punkte, die die Power eigentlich kosten WÜRDE, bevor man die Einschränkungen in Betracht zieht. Aber meine Spielerinnen dachten, "Active Points" bedeutet "was man tatsächlich dafür gezahlt hat". Das musste ich auch mehrmals erklären, aber bei jedem Mal Erklären wurden die Leute noch durcheinanderer.  :( Nächstes Mal sage ich dann einfach, "Active Points sind die Kosten ohne Limitations."

Wieso aber fiel nun unsere Wahl auf das schwere, massive Hero System?

- Erstens waren alle meine anderen Spielsysteme Comic-Systeme (Hearts & Souls, BASH) und bereits für andere laufende Kampagnen vorgesehen.
- Zweitens kann man in dem System wunderbar heroische Attribute, Fertigkeiten und Talente simulieren und alle Attribute sind bereits gegeneinander ausgewogen.
- Drittens eignen sich die Powers-Regeln aus Hero sehr gut zum Simulieren von Yogi- und Fakir-Fähigkeiten, was mehrere Spielerinnen auf Anhieb interessiert hat.
- Viertens habe ich das Hero System mit Ausnahme von Lucha Libre Hero nie wirklich aktiv benutzt und wollte es gern mal auf einen historisch angehauchten Hintergrund übertragen, statt damit Champions oder einen anderen Hintergrund zu bespielen.

Abgesehen von den verwendeten Regeln haben wir uns darauf geeinigt, dass unser Indien-Setting sich an der Gupta-Epoche (4. bis 6. Jh. n. Chr.) orientiert und dass sich diese Spielwelt in etwa so zum realen Indien verhält wie das arthurische Britannien aus Pendragon zum realen Britannien. Ich weiß noch nicht genau, wie ich diese Art Kampagnen-Setting eigentlich nennen sollte. "Traumwelt" trifft es vielleicht am ehesten. Für die Spieler wirkt diese Welt niemals vollkommen real oder realistisch und sie kann in kleineren Punkten von einem historisch nachweisbaren Zeitalter abweichen (siehe Pendragon, Castle Falkenstein). Egal was passiert, es liegt immer eine Art "Weichzeichner" über der Welt. Sie behält immer den Charme einer filmischen Welt, den Schleier des Märchenhaften.

Mich beschleicht nun aber das Gefühl, dass ich die gleichen Charaktere und den gleichen Hintergrund auch durchaus mit H&S-Regeln spielen könnte und dann nur ein Viertel der Zeit für die leidige Charaktererschaffung brauchen würde.
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Am vergangenen Wochenende ist mir ein neuer, besserer Arbeitstitel für das Indien-Rollenspiel eingefallen:

Im Moment verwende ich als Titel Chandreshvaras Traum.

Unter diesem Titel möchte ich diese Idee auch an einen Verlag "pitchen". Dabei muss ich natürlich auf Englisch schreiben:

Chandreshvara's Dream - Heroic Roleplaying in Gupta Era Fantasy India

Mehr nach dem nächsten Con und dem nächsten Spieltreffen.  :)
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Callisto

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Das hört sich gut an!  :d

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Das hört sich gut an!  :d

Danke. Wenn das Lob von dir kommt, zählt das für mich extra viel. :-)

Ich lasse den Namen mal so stehen und brauche vorerst keine Abstimmung mehr.
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Für "Indien" zur Zeit der britischen Kolonialherrschaft ("Raj") gibt es neuerdings auch ein Call-of-Cthulhu-Supplement aus der Reihe Miskatonic University Monographs. Man kann es direkt im Chaosium-Online-Shop bestellen.

Zuerst dachte ich ja, es sei einfach ein PDF, es ist aber doch ein Paperback (100 Seiten, perfect-bound, im Stil der "Chaosium Monographs"). Das Buch ist von Michael J. Daumen und beschreibt das Kolonial-Indien in etwa auf dem Stand von 1890.



"The holdings of the British Empire included present day Pakistan, Bangladesh, Sri Lanka, Burma, and parts of Iran and Afghanistan. It was an area comparable in size to the continental United States, or Europe west of the Ukraine.

The historical background and religious traditions of the Indian subcontinent rival those of other regions such as the Middle East and China. Humankind has lived and worshipped here for millennia. India is a fertile place, and there is much room for the Mythos to fester and grow.

This book is designed to provide enough information to set Call of Cthulhu adventures and campaigns during Gaslight India (approximately 1890 a.d.)."


The Besitzungen des Britischen Empire umschlossen [neben Indien] das Gebiet der modernen Staaten Pakistan, Bangladesh, Sri Lanka, Burma und Teile des heutigen Iran und Afghanistan. Es war eine Fläche vergleichbar mit der Größe der kontinentalen Vereinigten Staaten, oder mit Europa westlich der Ukraine.

Der historische Hintergrund und die religiösen Traditionen des indischen Subkontinents stehen denen anderer Regionen wie dem Nahen Osten und China in nichts nach. Die Menschen haben hier schon seit Jahrtausenden gelebt und gebetet. Indien ist ein fruchtbarer Boden, und es bietet viel Freiraum, in dem der Mythos wuchern und gedeihen kann.

Dieses Buch ist so aufgebaut, dass es genug Informationen liefert, um damit Abenteuer und Kampagnen für Call of Cthulhu in der spätviktorianischen Epoche (circa 1890) anzusiedeln.
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Wahnsinn, zu diesem Thema habe ich hier auch schon seit einem halben Jahr nichts mehr gepostet.

Ich werde wohl bald einen eigenen Indien-Spiel-Blog starten, um über die Pläne und Fortschritte zu dieser Idee (Chandreshvaras Traum) zu veröffentlichen.

Im Moment stecke ich voll in der Recherche des Quellenmaterials und es macht Riesenspaß.

Ich habe mir kurz nach Weihnachten bestimmte Bücher aus Neu-Delhi bestellt, die in Europa nicht regulär erhältlich sind. Größtenteils sind es Nachdrucke alter Geschichtsbücher, die vor vielen Jahren mal für indische Hochschulen gedacht waren. Heute kam wieder ein Päckchen von Manohar aus Neu-Delhi.

Im Moment lese ich:

R.C. Majumdar, Ancient India (Motilal Banarsidass Publishers Pvt. Ltd., 1994)

Radhakumud Mookerji, The Gupta Empire (Motilal Banarsidass Publishers Pvt. Ltd., 2007)

Bin sehr glücklich, diese Bände zu haben. :D
« Letzte Änderung: 13.01.2011 | 03:58 von Jed Clayton »
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Offline carthinius

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Ich werde wohl bald einen eigenen Indien-Spiel-Blog starten, um über die Pläne und Fortschritte zu dieser Idee (Chandreshvaras Traum) zu veröffentlichen.
Ich freu mich darauf und bin gespannt, wie das Spiel letztlich wird!  :d
Feedback gesucht für GNOME HUNTERS - das Rollenspiel für ganze (und halbe) Gnome auf dem Weg ins Abenteuer!

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Ich freu mich darauf und bin gespannt, wie das Spiel letztlich wird!  :d

Danke schon mal für dein Interesse.

So eine kostenlose Blog-Seite kann ja auch nicht so schwer sein. Ich hätte im Moment echt Lust dazu. Bald poste ich einen entsprechenden Link.

Bis bald!
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Zum Bloggen bin ich die ganze Woche über noch nicht gekommen. Ein Con steht an und auch noch andere Sachen.

Dafür habe ich seit gestern ein weiteres Geschichtsbuch zum Thema. Ich wollte es schon seit Weihnachten haben und es hatte leider eine Lieferzeit von über 5 Wochen:


Romila Thapar. Early India: From the Origins to AD 1300. Berkeley and Los Angeles: University of California Press, 2004


Soweit ich gehört habe ist Romila Thapar eine wahre Koryphäe unter den indischen Historikern, in ihrer Generation bestimmt die berühmteste Frau in diesem Fach. Ich denke, sie muss in Indien ungefähr so bekannt sein wie bei uns Guido Knopp.
« Letzte Änderung: 5.03.2011 | 22:19 von Calisota »
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Offline Jed Clayton

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Hey! Ich liebe das ZDF! Ich sage auch nie wieder 'was Böses über die olle Gebühreneinzugszentrale. ;D

Ehrlich, es ist super. Morgen Nacht kommt im ZDF im Rahmen der Reihe Terra XXL erstmals "Die lange Indiennacht" mitsamt einer großartigen Doku über Ashoka.

Genau diese Folge von Terra X gibt es auch kostenlos online in der ZDF-Mediathek! Genial. Muss ich sofort gucken ...

Also nicht verpassen: In der Nacht vom 6. auf den 7. März 2011 kommen nacheinander die Folgen ...

    Imperium: Kampf um die Weltmacht (über Königin Victoria)
    Der Taj Mahal - Im Zeichen der Liebe
    Ashoka - Der indische Krieger Buddhas

PS: Ich gebe zu, dass die Betitelungen der Folgen ziemlich reißerisch rüberkommen. Irgendwie müssen die wohl den Mainstream-Fernsehzuschauer ansprechen.
« Letzte Änderung: 12.06.2011 | 16:19 von Jed Clayton »
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Offline Teylen

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Aus Neugier und weil ich da war mal in's Abo.

Ansonsten, also als Lektüre die ich im Indien Urlaub recht spannend fand würde ich:
India Unbound: From Independence to the global Information Age - Gurcharan Das
als Buch empfehlen. Behandelt die wirtschaftliche-ökonomische Entwicklung Indiens von der Kolonial Zeit bis in die Moderne.
Das heißt Struktur, Mentalität und Funktionsweise. Es wird sowohl auf frühe Handelsformen eingegangen, auf das "britische Raj" als auch den folgenden Lizenz Wahnsinn bzw. dem Versuch eines demokratischen Sozialismus unter Neru und folgend I. Ghandi.
Der Autor ist letztlich sehr klar wirtschaftlich modern orientiert.

Ansonsten empfiehlt er auch The Argumentativ Indian von Amartya Sen. (Habe ich auch, aber noch nicht gelesen)

Zumindest das erste Buch ist nicht sehr mythologisch orientiert sondern eher ein nüchternes Sachbuch (gewürzt mit Schilderungen aus dem Leben / Gesprächen / Beobachtungen des Autors).
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Offline Jed Clayton

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@Teylen:
Danke schön für die netten Büchertipps.

Interessanterweise habe ich auch Kontakt zu ein paar "Westlern", die berufsmäßig oder aus Interesse schon mehrmals in Indien waren und witzigerweise alle sehr unterschiedliche Sachen über dieses Riesenland erzählen. Bei Personen, die sich mit humanitären oder wirtschaftlichen Projekten in Indien beschäftigt haben, habe ich ein überwiegend negatives und pessimistisches Indien-Bild herauszuhören geglaubt.

Bei in Europa lebenden Indern überwiegt ein außerordentlich positives Indien-Bild. Allerdings sind die Inder, die ich persönlich kenne, alle finanziell super abgesichert, gebildet und kommen alle aus den "hohen" Kasten.
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Zurück zum eigentlichen Thema:

Heute hatte ich die Idee, für das Gupta-Setting Chandreshvaras Traum in Kürze einen "Hack" aus Tim Kirks High Valor zu verwenden. Dazu müsste ich für die Kasten, Berufe und Magiearten lediglich neue Archetypen erstellen.

Außerdem verwendet High Valor nur 10-seitige Würfel und da könnte ich gleich die W10 mit indischen Zahlen benutzen, die ich mir letztes Jahr gekauft habe. Topp!
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Ich gönne mir hier ausnahmsweise einmal ein Selbstzitat:
Heute hatte ich die Idee, für das Gupta-Setting Chandreshvaras Traum in Kürze einen "Hack" aus Tim Kirks High Valor zu verwenden. Dazu müsste ich für die Kasten, Berufe und Magiearten lediglich neue Archetypen erstellen.

Außerdem verwendet High Valor nur 10-seitige Würfel und da könnte ich gleich die W10 mit indischen Zahlen benutzen, die ich mir letztes Jahr gekauft habe.

Gestern Abend habe ich eine E-Mail mit dieser Idee an Tim Kirk (High Valor) geschickt und er hat sich daraufhin gleich gemeldet und findet diese Idee auch toll. :) Es sieht sehr vielversprechend aus. Jetzt brauche ich nur noch etwas Zeit.

Ob ich für den "Hack" die drei Stats von High Valor ändern oder umbenennen sollte? Die meisten Traits werden im alten Indien natürlich etwas anders heißen. An den Zahlen und Würfeln aus HV wollte ich aber nichts ändern.
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Offline Teylen

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Bedrock Games hat ein Rollenspiel zu Indien veröffentlicht das in der Aufmachung etwas an ihr Werk zu den Römern erinnert:
Arrows of Indra is available in PDF
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Bedrock Games hat ein Rollenspiel zu Indien veröffentlicht das in der Aufmachung etwas an ihr Werk zu den Römern erinnert:
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Danke, das schaue ich mir gern einmal an.

Daneben gibt es auch ein entfernt indisches Setting für das Pulp-Fantasy-Spiel Shadow, Sword & Spell (habe ich noch nie gespielt). Das hat mich von der Beschreibung her nicht ganz so begeistert.

Ich suche noch immer nach einem geeigneten System. Hero war meinen Bekannten wieder einmal zu sperrig, und Basic Roleplaying ist toll, aber leider ein wenig altbacken. Bald ist ja FATE Core fertig, dann nehme ich möglicherweise FATE Core hierfür.

Nach einem "Umzug" meiner Bücher in ein anderes Regal hatte ich gestern Abend gerade wieder meine Indien-Bände in der Hand, die ich zum Recherchieren verwende. Irgendwann schreibe ich das schon noch weiter.
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Vielleicht ist dieser Kickstarter interessant:
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Ich hab keine Ahnung wie die funktionieren, aber ggf. könnte man sie bei einem Indien-RPG als Zufallsmechanismus nutzen?
Just hier erwähnt da sie eher nicht in meine KS-Projekte-Liste kommen. ^^;
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Vielleicht ist dieser Kickstarter interessant:
Ganjifa Indian Playing Cards
Ich hab keine Ahnung wie die funktionieren, aber ggf. könnte man sie bei einem Indien-RPG als Zufallsmechanismus nutzen?
Just hier erwähnt da sie eher nicht in meine KS-Projekte-Liste kommen. ^^;

Ich werde mir das gern mal ansehen. Danke sehr.
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So, jetzt kann ich also offiziell einpacken.

Jemand anderes hat bereits so ein Indien-Spiel geschrieben. Es ist ein komplettes P&P-Fantasy-Rollenspiel und heißt Against The Dark Yogi. Es kommt offensichtlich meiner eigenen Wunschvorstellung sehr nahe und ich bin gern bereit, es zu unterstützen.

Noch ist Against The Dark Yogi nicht erschienen, aber es steht zurzeit auf Kickstarter. Das wird wohl mein nächster dickerer Kickstarter-Beitrag sein. :)
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