Autor Thema: Filme und Serien - Smalltalk  (Gelesen 1416425 mal)

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Offline Outsider

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12300 am: 6.01.2026 | 16:11 »
House of Ashur

Gladiatoren-Intrigantenstandel-Nackedei

Vorgeschichte "Spartacus" muss man nicht gesehen haben, die paar relevanten Brocken werden (das zumindest handwerklich solide) eingestreut und gut.

- ein Gladiatoren-Zuhälter ohne echtes Zugpferd im Stall will bei den BigPlayern im Biz mitspielen.
- classical: erstmal Dreck fressen,
  und dann in Wiederholung Dreckfressen, und Nerven zeigen, und Überfordert sein, und Rumbrüllen, und Dreck fressen, und Brüllen, undundund...
  Gähn, oh mal ein paar Splitterchen Handlungsbogen, bevor man abbricht...

es ist zäh und ausgewalzt

dazu dieser ständig überfordert rumbrüllende Dealertyp, wie er in diversen Kleinkriminellenfilmen schon weidlich ausgewalzt und breitgetreten wurde.

die Dialoge erfordern in ihrer shakespearigen Gespreiztheit schon eine gewisse sprachliche Aufgestelltheit, das kann schnell das jüngere Publikum verfehlen.
Garniert wird das dann mit Fäkalsprache-Wutausbrüchen, als wollte man die Klippe zwischen Kultur und Gosse herausmeißeln.

weniger Fäkalsprache Wutausbrüche wären mehr gewesen, mehr Handlungsfortschritt wäre weniger langweilig gewesen, da retten die ganzen Nackten auch nichts mehr.

bin jetzt bei der Hälfte, hoffe (Hoffnung stirbt zu letzt) noch auf Handlung und Fortschritte im Plot,

gebe nur 2 von 5 Sandalen voller Staub

Da muss ich mich leider anschließen. Ich bin in Folge 5 und bin mir nicht sicher ob ich mir das weiter geben muss. Der Funke springt nicht über und die o.g. Kritikpunkte, insbesondere die gähnende Langeweile der Handlung, treffen es leider nur zu gut. Die Story braucht es einfach nicht, dass 3 Folgen am Stück, zu knapp 55 Minuten Laufzeit, das neue Zugpferd des Ludus verprügelt wird. Die Botschaft wurde schon beim ersten mal verstanden, danach hat die Platte einfach einen Sprung. 
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Offline flaschengeist

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12301 am: 6.01.2026 | 17:04 »
Pluribus  (Apple TV). Alieninvasion mal anders und zwar mit philosophischem Tiefgang.
Bin in Folge 3 von 9 und gebe bislang 9 von 10 Sternchen.
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
Hier findet ihr mein mittel-crunchiges Rollenspiel-Baby, das nach dieser Philosophie entstanden ist, zum kostenfreien Download: https://duodecem.de/download

Offline Raven Nash

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12302 am: 7.01.2026 | 08:16 »
Aktuell noch 1 Folge vor Ende von Die Glaskuppel (NF). Schwedische Mini-Serie um eine Expertin für Kindesentführungen, die als Kind selbst entführt wurde. Der Täter wurde nie gefasst. Als ihre Stiefmutter stirbt, kehrt sie aus den USA nach Schweden zurück - und gerät in einen Fall von Kindesentführung, der sehr nach der Handschrift ihres Entführers aussieht...

Was relativ aufgesetzt klingt, verstrickt sich in ein sehr komplexes Geflecht aus Lügen, Geheimnissen und Traumata. Den Twist in der vorletzten Folge hab ich nicht kommen sehen (und das ist selten bei Serien).

EDIT: Den Twist in der letzten Folge hab ich dann kommen sehen - weil er sich auch logisch einfügt. Insgesamt eine wirklich runde, gute Thriller-Story.
« Letzte Änderung: 9.01.2026 | 12:22 von Raven Nash »
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Offline Outsider

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12303 am: 8.01.2026 | 22:12 »
Bugonia

Das ist mal wieder ein Film mit einem geilen Twist. Echt böse. Er spielt faszinierend mit den Phänomenen dieser Zeit.

Von mir 10/10
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Offline Vinter

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12304 am: Gestern um 10:04 »
Predator - Badlands
Tja, was soll ich sagen. Der neueste Eintrag vom Predator-Franchise ist kurzweilig und in weiten Teilen gut gemacht. Dummerweise ruiniert er eben dieses Predator-Franchise, mehr noch als der Vor-Vor-Vorgänger Predator - Upgrade. Der ursprünglich bedrohlich, düstere Mythos der unaufhaltsamen Kampfmaschine ist einem Mandalorian-Verschnitt gewichen. Kann man mögen, weil wie gesagt kurzweilig, aber letztlich der Sargnagel der letzten coolen Genre-Ikone aus den 80ern. Nach Boba Fett, Alien wurde nun auch der Predator disneyfiziert. Als nächstes folgt Predator - Das Musical.   
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12305 am: Gestern um 10:11 »
Predator - Badlands
Tja, was soll ich sagen. Der neueste Eintrag vom Predator-Franchise ist kurzweilig und in weiten Teilen gut gemacht. Dummerweise ruiniert er eben dieses Predator-Franchise, mehr noch als der Vor-Vor-Vorgänger Predator - Upgrade. Der ursprünglich bedrohlich, düstere Mythos der unaufhaltsamen Kampfmaschine ist einem Mandalorian-Verschnitt gewichen. Kann man mögen, weil wie gesagt kurzweilig, aber letztlich der Sargnagel der letzten coolen Genre-Ikone aus den 80ern. Nach Boba Fett, Alien wurde nun auch der Predator disneyfiziert. Als nächstes folgt Predator - Das Musical.

Das Musical!  >;D ;D

Ich fürchte auch! Ich sehe schon den Tanzreigen am Ende, wenn Predatoren, Aliens und Kopfgeldjäger sich an Händen haltend unter süßen Klängen vom Publikum verabschieden.

 :o
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Offline Vinter

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12306 am: Gestern um 10:17 »
Das Musical!  >;D ;D

Ich fürchte auch! Ich sehe schon den Tanzreigen am Ende, wenn Predatoren, Aliens und Kopfgeldjäger sich an Händen haltend unter süßen Klängen vom Publikum verabschieden.

 :o
Tatsächlich ist die End-Szene davon gar nicht so weit entfernt.

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12307 am: Gestern um 10:20 »
Tatsächlich ist die End-Szene davon gar nicht so weit entfernt.

 :-[

Wie bei Alien Earth...
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12308 am: Gestern um 10:24 »
:-[

Wie bei Alien Earth...

...ist spätestens jetzt eh ein großes zusammenhängendes Franchise.

Offline Outsider

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12309 am: Gestern um 10:27 »
Ja, Disney tut dem Material einfach nicht gut. Manchmal hat man das Gefühl da hasst einer die Filme und überzieht sie jetzt absichtlich mit Plüsch und Zuckerguss um die Fans zu quälen.  ~;D
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Offline Sashael

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12310 am: Gestern um 10:27 »
Der Predator-Mythos wurde für mich ja schon mit dem ersten Alien vs. Predator Film gekillt.

Die "unaufhaltbaren Kampfmaschinen" haben sich genauso blöd angestellt und abmurksen lassen wie jeder menschliche Rank & File Marine.
"Ja natürlich ist das Realitätsflucht. Was soll daran schlecht sein? Haben Sie sich die Realität in letzter Zeit mal angesehen? Sie ist grauenhaft!"


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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12311 am: Gestern um 10:28 »
Der Predator-Mythos wurde für mich ja schon mit dem ersten Alien vs. Predator Film gekillt.

Die "unaufhaltbaren Kampfmaschinen" haben sich genauso blöd angestellt und abmurksen lassen wie jeder menschliche Rank & File Marine.

Jupp! Stimmt leider.
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Offline Vinter

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12312 am: Gestern um 10:36 »
Der Predator-Mythos wurde für mich ja schon mit dem ersten Alien vs. Predator Film gekillt.

Die "unaufhaltbaren Kampfmaschinen" haben sich genauso blöd angestellt und abmurksen lassen wie jeder menschliche Rank & File Marine.
Ja, nur waren die Alien vs. Predator Filme nicht wirklich offizieller Kanon. Davon abgesehen waren aber die Aliens auch dort keine Haustiere oder die Predatoren Teil einer dysfunktionalen Familie. Wenn ich ein Familiendrama oder Coming-of-Age-Film sehen will, wäre zumindest ein Predator-Streifen nicht meine erste Wahl. Aber stimmt schon, die Alien vs. Predator Filme waren mies. Nur haben sie weder das Predator- noch das Alien-Franchise nachhaltig zerstört. Nach Alien Earth und Predator Badlands sieht das in meinen Augen anders aus.
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Offline Outsider

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12313 am: Gestern um 10:46 »
Dabei wäre Alien Earth eine echt gute Steilvorlage gewesen ein Coming of Ages Thema mit Aliens zu verbinden. Die vom geistigen Entwicklungsstand her Kinderseelen in den Synthetenkörpern waren doch bestens geeignet. Man müsste ihnen nur die Superkräfte nehmen.

Das Kind in dem Syntheten hätte sogar so etwas wie Sympathie für die ebenfalls gefangenen Versuchskaninchen aka Alien Spezies empfinden können und wie ein Kind das mit Streichhölzern spielt die Katastrophe auslösen können.

Aber nein, es mussten ja Kids mit Superkräften und Alien Schoßhündchen werden, süßer Alien Welpe inklusive.

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Offline Vinter

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12314 am: Gestern um 10:52 »
Dabei wäre Alien Earth eine echt gute Steilvorlage gewesen ein Coming of Ages Thema mit Aliens zu verbinden. Die vom geistigen Entwicklungsstand her Kinderseelen in den Synthetenkörpern waren doch bestens geeignet. Man müsste ihnen nur die Superkräfte nehmen.

Das Kind in dem Syntheten hätte sogar so etwas wie Sympathie für die ebenfalls gefangenen Versuchskaninchen aka Alien Spezies empfinden können und wie ein Kind das mit Streichhölzern spielt die Katastrophe auslösen können.

Aber nein, es mussten ja Kids mit Superkräften und Alien Schoßhündchen werden, süßer Alien Welpe inklusive.
Ja, und hier ist es nun ein Predator mit Vater-/Mutterkomplex, einem verwaisten Babymonster (ne Mischung aus Grogu u. Groot) und einer Synthetin als Sidekick.

Offline Outsider

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12315 am: Gestern um 10:57 »
Ja, und hier ist es nun ein Predator mit Vater-/Mutterkomplex, einem verwaisten Babymonster (ne Mischung aus Grogu u. Groot) und einer Synthetin als Sidekick.

Mich schüttelt es.

Es wird Zeit für  :puke:

Eine Serie im HBO Stil über die letzten Tage von LV-426, Charakterkonzentriert, würde ich mal gut finden. Massiv Platz für Drama, Action und Aliens.
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Offline Sashael

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12316 am: Gestern um 11:03 »
Ich gebe zu, dass ich Serien, die kanonisch mit "Alle tot" enden werden, nicht besonders attraktiv finde.  ;D

Hab mir die Dark Crystal Serie genau deswegen nicht angesehen.
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Online Andropinis

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12317 am: Gestern um 11:55 »
House of Ashur

Habe jetzt die bisher verfügbaren Teile durch (also bis einschl. 7). Das Wesentliche wurde hier ja schon geschrieben. Im Kern geht es um Sex, Gewalt, Intrige. Wer kein Blut oder keine nackten Menschen sehen mag, suche sich besser eine andere Serie. Alles in allem kein Highlight und manchmal etwas zu weitschweifig aber man kann es sich anschauen. Die Kämpfe mit der zwischenzeitlichen Slow-Mo sind schon recht spektakulär. Ich mag den Hauptdarsteller Nick E. Tarabay, hatte ihn vorher nicht auf dem Schirm.
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12318 am: Gestern um 13:32 »
Ich gebe zu, dass ich Serien, die kanonisch mit "Alle tot" enden werden, nicht besonders attraktiv finde.  ;D

Hab mir die Dark Crystal Serie genau deswegen nicht angesehen.

Alle tot ist ja nicht zwingend Kanon. Newt hat überlebt. Und der Zeitraum zwischen Fund des Schiffs und komplette Auslöschung der Kolonie ist ja gemessen am Zeitraum einer Serie riesig.

Für mich wäre da der Weg das Ziel.

Jeder weiß das die Titanic gesunken ist, den Film und den Weg dahin fand ich trotzdem sehenswert.

HBO's Tschernobyl, jeder weiß was da passiert ist trotzdem fand ich die Serie, die Handlung, die Charaktere klasse.

Jeder weiß das Frodo und Sam es zum Berg schaffen und das der Ring vernichtet wird. Aber die Handlung dazwischen macht den Ausschlag.

Es gibt so viele Beispiele die gut gelungen sind obwohl man das Ende kennt oder ein bestimmtes Ende erwartet.
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Offline Talasha

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12319 am: Gestern um 15:20 »
Ja, und hier ist es nun ein Predator mit Vater-/Mutterkomplex, einem verwaisten Babymonster (ne Mischung aus Grogu u. Groot) und einer Synthetin als Sidekick.

Echt jetzt?  Gut, das man die Kultur der Yautja erklären muss wenn einer von denen direkt die Hauptfigur wird, aber das klingt schon nach arger Vermenschlichung.
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Offline Vinter

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12320 am: Gestern um 15:55 »
Echt jetzt?  Gut, das man die Kultur der Yautja erklären muss wenn einer von denen direkt die Hauptfigur wird, aber das klingt schon nach arger Vermenschlichung.
Das grundlegende Problem ist, dass man die Kultur der Yautja überhaupt erklären will bzw. dass die Hauptfigur dies notwendig macht. Warum muss man immer alles, also den Predator, Boba Fett oder gar das Alien erklären, und schlimmer noch vermenschlichen?

Das Grundthema von Predator - Badlands ist tatsächlich Familie. Und das wird dann durch den ganzen Streifen breitgetreten. Es beschränkt sich da nicht nur auf die Familienbande des Predators, sondern ist auch für den Hintergrund der Synthetin oder das Babymonster relevant.
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In diesem Sinne ist Predator - Badlands dann auch ein Familienfilm, und da nur Alien- oder Synthetenblut fließt, ist es dann auch fast ein Film für die ganze Familie (FSK 12). 

Offline Sashael

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12321 am: Gestern um 16:32 »
Für mich wäre da der Weg das Ziel.

Jeder weiß das die Titanic gesunken ist, den Film und den Weg dahin fand ich trotzdem sehenswert.

HBO's Tschernobyl, jeder weiß was da passiert ist trotzdem fand ich die Serie, die Handlung, die Charaktere klasse.

Jeder weiß das Frodo und Sam es zum Berg schaffen und das der Ring vernichtet wird. Aber die Handlung dazwischen macht den Ausschlag.
Bei Titanic erlebt man das Unglück und fiebert noch mit, wer von den Charakteren zu den Überlebenden gehören wird.

Tschernobyl beleuchtet die Umstände einer realen Katastrophe und ist bereits deswegen sehenswert.

HdR ist eine klassische Heldenreise, bei der alle Nerdzuschauer nicht annder Handlung an sich, sondern an der Präsentation interessiert waren. Aber es geht dann eben gut aus.

Bei Dark Crystal und einer potentiellen Alien 2 Prequelserie wüsste ich von Anfang an, dass da niemand überlebt (Newt oder die zwei letzten Gelflinge zählen für mich da nicht) und damit bin ich am Schicksal dieser Charaktere nicht mehr interessiert. Ich kann ja nicht mitfiebern, wer es schafft.
Aus dem Grund war für mich z.B. der Kampf um Zion in Matrix 3 viel spannender als die Reise von Neo danach.

Und erklärten "Toten" dabei zuzusehen, womit sie sich die letzten Tage die Zeit vertrieben haben, ist für mich uninteressant.

Die für mich in solchen Filmen/Serien interessanteste Frage ("Wer überlebt?") ist ja bereits beantwortet.
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12322 am: Gestern um 19:26 »
Bei Titanic erlebt man das Unglück und fiebert noch mit, wer von den Charakteren zu den Überlebenden gehören wird.

Tschernobyl beleuchtet die Umstände einer realen Katastrophe und ist bereits deswegen sehenswert.

HdR ist eine klassische Heldenreise, bei der alle Nerdzuschauer nicht annder Handlung an sich, sondern an der Präsentation interessiert waren. Aber es geht dann eben gut aus.

Bei Dark Crystal und einer potentiellen Alien 2 Prequelserie wüsste ich von Anfang an, dass da niemand überlebt (Newt oder die zwei letzten Gelflinge zählen für mich da nicht) und damit bin ich am Schicksal dieser Charaktere nicht mehr interessiert. Ich kann ja nicht mitfiebern, wer es schafft.
Aus dem Grund war für mich z.B. der Kampf um Zion in Matrix 3 viel spannender als die Reise von Neo danach.

Und erklärten "Toten" dabei zuzusehen, womit sie sich die letzten Tage die Zeit vertrieben haben, ist für mich uninteressant.

Die für mich in solchen Filmen/Serien interessanteste Frage ("Wer überlebt?") ist ja bereits beantwortet.

Ich bin da offener, auch in einer Umsetzung. Aliens ist ja sehr auf das Strike Team der CM fokussiert. Selbst die Feststellung das alle Kolonisten im Atmosphärenprozessor sind, ist mehr eine grobe Schätzung und wie man an Ripleys Armband gesehen hat müssen das nicht zwingend Menschen sein, sondern evt. nur Sender.

Ich könnte wunderbar damit Leben das Kolonisten im Laufe einer möglichen Serie aus.der Kolonie fliehen bevor Wochen später die CM angeritten kommen usw.

Ich sehe das nicht so dogmatisch als gesetzt wenn sich eine gute Story draus machen lässt.

@Vinter

Genau, dieser Zwang Dinge erklären zu müssen ist dumm im Zusammenhang mit fremden Lebewesen / SciFi Settings.

Warum musste in Romulus "erklärt" werden mit welchen Sinnen die Facehugger ihre Opfer wahrnehmen. In Filmlogik klar, damit man den Sinn umgehen kann, ist aber mega schlecht für das Thema -> Mensch gegen fremdartiges Wesen.
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Offline Edgar Allan Poe

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12323 am: Gestern um 19:53 »
Und erklärten "Toten" dabei zuzusehen, womit sie sich die letzten Tage die Zeit vertrieben haben, ist für mich uninteressant.

Neben dem albernen Disney-Humor war DAS übrigens für mich der Hauptgrund, warum ich Rogue One extrem zum kotzen fand.
Den Akkusativ zu nutzen ist sexy.

Offline Alexandro

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #12324 am: Gestern um 21:58 »
The Keep. Ein paar Nazis nehmen während des 2. Weltkriegs ein Schloss in Rumänien in Besitz, und setzen dabei ein uraltes Übel frei. Recht gute Ideen, Abstriche gibt es für die technische Umsetzung (shot on shideo, billigste Kulissen und Effekte), sowie die etwas ungelenk eingeführten und wieder entsorgten Charaktere (weite Teile des Films besteht der Hauptkonflikt bspw. zwischen einem sadistischen SS-Offizier und einem pragmatischen Wehrmachts-Kommandanten, bis dann kurz vor Schluss (weil den Machern wohl aufgefallen ist, dass keiner der beiden Nazis für das Publikum eine Identifikationsfigur ist) ein recht unmotiviertes Resistance-Mitglied auftauchen lassen).

Top Secret! ist eine Komödie über einen Popmusiker, der ist Ostdeutschland auftreten soll, und dabei in eine Spionagegeschichte verwickelt wird. Der Humor ist etwas überdreht, die besten Witze entstehen noch durch die Unkenntnis der Amerikaner über die Situation in der DDR (da werden munter Nazi-Klischees verwendet), sowie dem Pseudo-Deutsch, welches ein Großteil der Schauspieler "sprechen". Ein großer Minuspunkt ist Val Kilmer als Hauptdarsteller, der so überhaupt gar kein komödiantisches Talent besitzt (und das wohl auch gemerkt hat, da er danach lange Zeit keine Komödien mehr gemacht hat) und auch dessen schauspielerische Fähigkeiten zu diesem Zeitpunkt noch eher unterentwickelt sind.

Salem's Lot (2024) ist ganz OK, aber nicht wirklich spannend. Ein paar Jump Scares, sowie Charaktere die agieren als hätten sie das Drehbuch gelesen, sind definitive Minuspunkte.
Ohne Dramaturgie gibt es kein Drama.

Wer beim Rollenspiel eine Excel-Tabelle verwendet, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren.