Ich habe am Wochenende die erste Staffel Vox Machina durchgeguckt. Ich hatte vor Monaten schonmal die erste Folge gesehen und war so gar nicht angetan davon. Ging mir irgendwie zu sehr in Richtung Anime.
Ich weiß nicht, ob meine Störfaktoren mit Deinen zusammenhängen. Ich denke, das Critical Role-Team hatte sich beim Ausdenken von der Streaming-Serie Vox Machina zu sehr vorgenommen, sich auf das Publikum einzuschießen, das die gespielte Kampagne kannte.
Die Nicht-Kennenenden (wie ich) waren daraufhin allzuoft verwirrt, erlebten zwar emotionalste Szenen, für die verständliche Zusammenhänge jedoch häufig fehlten. Weil sie 120(?) Sessions in zwei Staffeln gepackt haben, ist jede Folge irgendwann nur noch ein Bosskampf nach dem anderen. Neben kleinen, bezaubernden Charaktersituationen und einigen epischen Kampfmomenten blieb bei mir am Ende doch nur Verwirrung zurück.
Das haben sie bei ihrer Folgeserie "Mighty Nein" ganz anders angepackt: Jede Figur wird in der ersten Staffel hergeleitet, und ich habe den Eindruck, dass ich alles, was da passiert, verstehe, weil's für Leute geschrieben ist, die die gespielte zweite Staffel nicht kennen. Die Figuren sind hier und da vielleicht etwas zu überzeichnet, aber es bleibt für mich unterm Strich im richtigen Rahmen.
Ich bin auch kein ausgesprochener Anime-Fan, finde den Look jedoch in Ordnung.