Gestern den zweiten Teil von Wicked gesehen. Ich hab zu dem Musical ja eine seltsame Beziehung, weil ich's noch nie auf der Bühne gesehen hab, die Gesamtaufnahmen auf Englisch (Irdina Menzel) und Deutsch aber fast auswendig kann. Der erste Teil war auch wirklich gut, ich wusste aber, dass der zweite deutlich anders sein würde.
Zum einen hat er die Schwächen des Musicals: es gibt nur einen einzigen wirklichen Powersong ("No Good Deed Goes Unpunished"), dafür zwei schöne Duette ("As Long As You're Mine" und "Changed For Good") - das ist auf die Länge einfach wenig.
Zum anderen ist der Teil zwar düsterer, aber irgendwie auch flach. Elphaba wirkt die meiste Zeit über, als wüsste sie eigentlich weder was sie will, noch was sie tut. Die Motive der Gegenseite werden auch nicht wirklich klar. Das Ende wirkt dann auch nicht wirklich überraschend, einfach weil es fahrig umgesetzt ist.
Warum Dorothy statt roten nun silberne Schuhe trägt, hab ich auch nicht wirklich verstanden. Und das Vermeiden das Gesicht zu zeigen, damit man keine Judy Garland ersetzen muss, wirkt auch ein wenig aufgesetzt.
Michelle Yeoh kann nicht singen. Nicht mal mit Autotune. Aber das war im ersten Teil schon klar.
Ganz allgemein war mir der Film zu lang. Da hätte man massiv kürzen können, ohne etwas zu verlieren.