Autor Thema: DSA5 Smalltalk  (Gelesen 333107 mal)

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Offline nobody@home

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Re: DSA5 Smalltalk
« Antwort #1800 am: Gestern um 17:18 »
is jetzt nicht so als wäre nur DSA von linearen Kaufabenteuern voll. D&D / Pathfinder kennt das ebenfalls (und sind da teilweise schlimmer imho) und Warhammer Fantasy auch  (die kaschieren das nur besser)

Oder Call of Cthulhu. Ich vermute, wenn wir uns über die Anfälligkeit von Systemen streiten wollten, dann müßten wir zunächst mal betrachten, wieviele Kaufabenteuer und -kampagnen eigentlich insgesamt für das jeweilige erschienen sind...denn selbst bei ansonsten identischen relativen Anteilen müßten dank der schieren Gesamtmenge natürlich genau die mit den größten Angeboten auch die meisten Gurken aufweisen.

Offline Runenstahl

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Re: DSA5 Smalltalk
« Antwort #1801 am: Gestern um 17:37 »
"Wenn die Lebendige Geschichte einmal einen Verlauf nimmt, der nicht den Geschmack eurer Runde trifft, dann ändert ihn! Es spricht nichts gegen einen anderen Kaiser auf dem Thron, eine Zerschlagung der Magiergilden oder den frühen Tod eines ungeliebten Adligen. Ihr könnt Kriege früher, später oder gar nicht ausbrechen lassen und müsst auch eine Stadt nicht zerstören, nur weil ein Abenteuer genau diese Katastrophe spielbar macht. Wir können in unseren Publikationen nur eine Version der Geschichte erzählen. Ihr aber schreibt eure eigene Version fort, jedes Mal, wenn ihr gemeinsam spielt. Seht die Lebendige Geschichte daher als ein Angebot, den spannenden Geschichten auf Aventurien zu folgen – mehr ist sie nicht, aber ganz gewiss auch nicht weniger."

Stark ! Dann hat sich DSA echt weiterentwickelt. Das gefällt mir.
Es macht ja Sinn das man in einem Kaufabenteuer mit begrenztem Umfang nicht jede erdenkliche Möglichkeit berücksichtigen kann. Aber es ist mMn ein gewaltiger Unterschied ob man versucht die Spieler in eine bestimmte Form zu pressen oder ob man cool damit ist wenn es eben anders verläuft.

Freut mich sowas zu lesen !
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   Gareth (aus der Serie "Galavant")

Offline Horsinand

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Re: DSA5 Smalltalk
« Antwort #1802 am: Gestern um 17:50 »
is jetzt nicht so als wäre nur DSA von linearen Kaufabenteuern voll. D&D / Pathfinder kennt das ebenfalls (und sind da teilweise schlimmer imho) und Warhammer Fantasy auch  (die kaschieren das nur besser)

Da muss ich kurz mal eine Lanze für Warhammer Fantasy brechen: Die Abenteuer in der Enemy Within Kampagne (die ich komplett geleitet habe) sind kapitelweise durchweg bedienungsfreundlicher aufbereitet

Offline manbehind

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Re: DSA5 Smalltalk
« Antwort #1803 am: Gestern um 18:27 »
Da muss ich kurz mal eine Lanze für Warhammer Fantasy brechen: Die Abenteuer in der Enemy Within Kampagne (die ich komplett geleitet habe) sind kapitelweise durchweg bedienungsfreundlicher aufbereitet
Dann schick doch dem Verlag ein kurzes Feedback und erklär dort, was dir an der Aufbereitung/Darstellung der Informationen dort besser gefällt bzw. für dich für's Spielleiten praktikabler ist :)

Offline Zanji123

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Re: DSA5 Smalltalk
« Antwort #1804 am: Heute um 09:55 »
Da muss ich kurz mal eine Lanze für Warhammer Fantasy brechen: Die Abenteuer in der Enemy Within Kampagne (die ich komplett geleitet habe) sind kapitelweise durchweg bedienungsfreundlicher aufbereitet

es ging mir um die "bäääh DSA Abenteuer sind immer ein Roman zum nachspielen und nur DSA hat so lineare Abenteuer" nicht um bedienungsfeundliche Aufbereitung :) den ja da stimm ich dir zu und das absolut schlimmste in dieser Kategorie sind D&D Abenteuer.
9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen ich bin nicht verrückt.... die zehnte sitzt in der Ecke und summt die Pokécenter Melodie

Online Namo

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Re: DSA5 Smalltalk
« Antwort #1805 am: Heute um 10:12 »
Tatsächlich habe die früheren Abenteuer von DSA auch immer so verstanden. Es existiert die grundsätzlich von den Autoren "gewollte" Geschichte, aber es ist selbstverständlich jederzeit möglich diese zu seiner Geschichte zu machen. Damit hatten wir entsprechend auch recht wenig Probleme dann in unserer kurzen DSA Zeit. Für uns hat der Reiz ohnehin grundsätzlich in der toll ausgearbeiteten Welt gelegen in der viel im Hintergrund passiert. Aber wir waren schließlich die Helden und wollten unsere eigenen Geschichten schreiben. Uns hatte dann nur irgendwann das Spielsystem an sich vergrault. Die Welt selbst haben wir nicht so ganz gerne verlassen. Waren damals aber auch noch zu unflexibel sie einfach für ein anderes System zu nutzen.

Offline Lyonesse

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Re: DSA5 Smalltalk
« Antwort #1806 am: Heute um 14:10 »
Streich mal das "5", dann passt es.  ~;D

Ja, ist leider relativ normal. Bestenfalls ist es eine Abenteuergeschichte. Die wirklich offen gestalteten Abenteuer sind deutlich in der Minderheit. Das heißt nicht, dass alle anderen per se schlecht sind. Es ist ja ganz offensichltich auch so, dass viele Leute (DSA-Kunden) Abenteuer eben genau nach diesem Strickmuster (nach)spielen wollen - das sage ich ganz ohne Wertung.
Volle Zustimmung! Das hängt unter anderem damit zusammen, dass man spätestens ab Anfang der 90er verkappte Romanautoren unter den Abenteuerschreibern hatte, die auch gerne zur Steigerung der Atmosphäre längere Vorlesetexte für den Meister im Abenteuer unterbrachten - wie etwa Michelle Melchers bzw. Schwefel. Dieser literarische Zugang, mit der Vorstellung, dass hier so eine Art Theaterstück aufgeführt wird, wo allerdings eher wenig dem Zufall überlassen wird - in der Hoffnung, dass dies zu einem gelungenen Abenteuer beiträgt -, zieht sich seither als Muster/roter Faden durch die DSA-Publikationen. Die Kleinteiligkeit von DSA und der Metaplot sind in der Hinsicht auch nicht gerade hilfreich.
Dazu wurde sich aber schon an anderer Stelle zur Genüge ausgelassen. Wichtig ist eigentlich nur zu verstehen, dass es das immer noch gibt, und dies auch ein bedeutender Teil der Philosophie von DSA-Kaufabenteuern ist.
Komischerweise spielte man zu selben Zeit irgendwelche MERS-Abenteuer, wo die Abenteuer selber quasi nur aus The Task/Obstacles/Aids/Rewards bestanden, aber niemandem wäre eingefallen zu schreien: ''Aber bei DSA ist das ja viel schöner ausgearbeitet und darum besser!''^^
« Letzte Änderung: Heute um 14:18 von Lyonesse »

Offline Carus

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Re: DSA5 Smalltalk
« Antwort #1807 am: Heute um 14:38 »
Volle Zustimmung! Das hängt unter anderem damit zusammen, dass man spätestens ab Anfang der 90er verkappte Romanautoren unter den Abenteuerschreibern hatte, die auch gerne zur Steigerung der Atmosphäre längere Vorlesetexte für den Meister im Abenteuer unterbrachten - wie etwa Michelle Melchers bzw. Schwefel. Dieser literarische Zugang, mit der Vorstellung, dass hier so eine Art Theaterstück aufgeführt wird, wo allerdings eher wenig dem Zufall überlassen wird - in der Hoffnung, dass dies zu einem gelungenen Abenteuer beiträgt -, zieht sich seither als Muster/roter Faden durch die DSA-Publikationen. Die Kleinteiligkeit von DSA und der Metaplot sind in der Hinsicht auch nicht gerade hilfreich.
Dazu wurde sich aber schon an anderer Stelle zur Genüge ausgelassen. Wichtig ist eigentlich nur zu verstehen, dass es das immer noch gibt, und dies auch ein bedeutender Teil der Philosophie von DSA-Kaufabenteuern ist.
Komischerweise spielte man zu selben Zeit irgendwelche MERS-Abenteuer, wo die Abenteuer selber quasi nur aus The Task/Obstacles/Aids/Rewards bestanden, aber niemandem wäre eingefallen zu schreien: ''Aber bei DSA ist das ja viel schöner ausgearbeitet und darum besser!''^^

Ich weiss nicht ob es für die Fragestellung sinnvoll ist, 30 Jahre alte Abenteuer anzuführen. Die Ansprüche an Rollenspiele ändern sich mit der Zeit und das ist auch den DSA-Abenteuern anzumerken - Ich habe hier auch bereits entsprechende aktuelle Beispiele angeführt. Auch die Regionalspielhilfen arbeiten heute z.B. deutlich mehr mit Plotaufhängern etc. als mit sehr ausufernden Detailbeschreibungen.

Online Namo

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Re: DSA5 Smalltalk
« Antwort #1808 am: Heute um 14:50 »
Komischerweise spielte man zu selben Zeit irgendwelche MERS-Abenteuer, wo die Abenteuer selber quasi nur aus The Task/Obstacles/Aids/Rewards bestanden, aber niemandem wäre eingefallen zu schreien: ''Aber bei DSA ist das ja viel schöner ausgearbeitet und darum besser!''^^

Witzigerweise hat mich das als Jüngling damals bei den MERS Abenteuern anfangs immer gestört. Ich habe erst viel später verstanden, wieviel weiter mich diese Abenteuerart als Spielleiter gebracht hat. Damals habe ich aber immer auf die Vorlesetexte von DSA und auch den D&D Raumbeschreibungen etc. geschaut. Da war immer alles so schön "Hochglanz" vorgegeben.