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Schön ein paar gute Kommentare hier die es aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Danke dafür.

Ich hab eins festgestellt nach einer Level 20 PF2e Kampagne. Je schwerer die Kämpfe waren und desto komplexer die Charaktere wurden desto weniger Rollenspiel wurde betrieben und desto angestrengter wurde der optimale Weg den eigenen Charakter zu Spielen gesucht. Die Spieler waren im Problemlösemodus und nicht mehr im Rollenspiel flow.
Ich selbst Spiele gerne, was Kampf angeht, simple Klassen. Weil es mir mehr mentalen Freirum bietet die Aktionen zu beschreiben. Aka wenn ich nur Hinlaufen und Draufhauen kann, dann kann ich diesen simplen Vorgang wenigstens interessant beschreiben.

Es mag taktisch totaler Blödsinn sein, am Kronleuchter zu schwingen und sich von oben auf die Gegner zu stürzen. Evtl. schlägt es fehl und man knallt unsanft auf den Boden. Macht man in einem knappen Kampf wohl nur wenn es Gumipunkte/Vorteile bringt. Ist es weniger schwer darf so eine Aktion auch mal schief gehen.

Meine Überlegung ist nur. Wieso sind schwergewichtige Systeme wie die D20 Varianten so beliebt. Wenn es doch nur Spiegel und Rauch sind die man im Kampf bekämpft. Wenn die Kämpfe ohnehin weniger Risiko haben, dann wäre es doch sinnig sie narrativer zu gestalten? Schon mit Würfeln, aber nicht mit Würfelorgien wie man sie von den D20 Systemen kennt. Oder sogar zweischichtig narrative Kämpfe und Boss Gegner? Das Beispiel vom Zollhaus hier im Thread, mit ein paar Würfeln damit es nicht nur erzählt ist.

Meine mini Umfrage Zeigt ja auch das die Spieler Kampf gleichwertig zum Rest möchten. Ich selbst kann mir zwar vorstellen ein System ohne Kampf zu spielen, aber irgendwie gehört es für mich fest dazu wenn es ein längerfristiges System sein soll. Ich meine Konflikte sollte IMO jedes Setting/System bieten und Kampf ist nur die extremste Eskalationsstufe eines Konfliktes.
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Ich muss da regelmäßig drüber schmunzeln

Na, dann ist ja doch noch nicht alles verloren.

Umgekehrt stellst du deine Aussage ja auch nicht zur Diskussion

Ich habe die Aussage nicht nur zur Diskussion gestellt, sondern die Diskussion expressis verbis eingefordert. Mehr geht nicht.

Mir lag tatsächlich schon häufiger eine längere Abhandlung in Form eines eigenen Threads auf der Zunge, aber die Frage ist halt: cui bono? Warum sich die Mühe machen?

Schlussendlich ist die Diskussionskultur im Tanlorn eh so eine Sache für sich, gell? Im letzten Thread, in dem ich gesagt habe, Kämpfe empfände ich als blöd, wurde ich moderationsseitig dazu aufgefordert, den Thread zu verlassen.  ~;D

Möge gerne ein durstigerer, in meinen Fußstapfen wandelnder Megavolt der Zukunft sich diesen Kelch zum Trunke an die Lippen heben, ich sehe hier keinen ausreichenden Preis.
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Sehen / Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Letzter Beitrag von Namo am Heute um 20:20 »
Ging mir leider auch so. Wir haben zwar die ganze Serie geschaut, aber sie wurde trotz kleiner Highlights und immer wieder toller Charaktere nach und nach schlechter. Fand ich sehr schade, auch wenn sie dadurch stellenweise schön unkonventionell war.
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Brett- und Gesellschaftsspiele / Re: Star Wars - Imperial Assault
« Letzter Beitrag von AfterBusiness am Heute um 20:19 »
Hi-jacke den Thread mal..... das Basis - Spiel kommt im Feb. 2026 als re-print. Freu mich drauf, da ich auf das Spiel erst viel zu spät aufmerksam geworden bin. Hoffe das diverse Erweiterungen folgen. Alles andere wäre ja sinnlos.... bei Heroquest wird ja auch alles "re-printed"....  8] 8)
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Hu? Man sagt mir, "eine Diskussion sei müßig, ich würde gerne überzeichnen".

Da du mich hier ansprichst, mag ich darauf doch antworten um das nicht so stehen zu lassen. Zum einen basiert meine Aussage darauf, dass ich immer wieder über spitze Aussagen von dir stolpere dienmir so wirken als würdest du bewusst "übertreiben" - oder um in deiner Sprache zu bleiben - extra viel nachzusalzen, damit die Suppe doch nochmal nen Geschmack bekommt. Ich muss da regelmäßig drüber schmunzeln und mag die Kommentare auch meistens.

Umgekehrt stellst du deine Aussage ja auch nicht zur Diskussion und wedelst das ab bzw behauptest einfach, dass Rollenspiele nichts nennenswertes durch das Weglassen von Kämpfen verlieren würden. Ich kenne kein RPG System, in dem es keine Regeln zu Kämpfen gibt. Es wird sicher ein paar Systeme geben, die keine Kampfregeln haben. Aber die erfolgreichsten und am häufigst gespielten System beinhalten solche Regeln bzw gewichten sie sogar extrem. Das wäre sicher nicht so, wenn daran kein Interesse bestünde. Die meisten käuflichen Abenteue beinhalten Kämpfe. Sie sind integraler Bestsndteil für die System und die meisten die eben jene Systeme spielen. Und ab davon wurde es hier ja schon geschildert, wenn man sich mit seinem Charakter identifiziert und ihn "lebt" ist eben das grundsätzlich Schlimnste Schicksal dass er stirbt. Seine Geschichte ist dann zu Ende. Das macht Angst vor gewissen Kämpfen. Aber auch zufrieden, wenn er dann eben in einem blaze of glory sterbe sollte.

Das empfindet und gewichtet jeder anders. Aber es entzieht sich mir tatsächlich meiner Vorstellung, wie das Rollenspiel durch das Weglassen von Kämpfen nicht etwas verlieren würde. Genauso wie es eben etwas verlieren würde, wenn man Charakterspiel weglassen würde und nur noch kämpfen würde. Genau diese Kombination ist doch normalerweise ein großer Teil der Faszination Rollenspiel. Und dazu muss man nicht groß in die Tiefe Diskussion oder Theorie einsteigen. Um es bei Lux Beispiel zu belassen: ich brauche ein Auto, aber wieviel PS es hat ist egal. Ich kann den Weg auch zu Fuß erwandern ohne Auto. Aber mit Auto=Kämpfen ist doch schöner.

Daher eben auch meine Aussage. Was will ich dagegen groß andiskutieren, wenn erstmal so eine Kernaussage getroffen wird die einfach nur absolut klingt und ausblended dass das Rollenspiel im Pen and Paper Bereich doch genau von der Kombination aus all diesen Teilen inklusive der Kämpfe lebt. Wie die Teile gewichtet werden ist ja eine andere Frage.
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Wenn es heißen würde, "jeder Kampf sollte todgefährlich sein", dann würde ich dir zustimmen. Aber so wie von dir formuliert,  wüsste ich nicht, warum es nicht gehen sollte. Es gibt auch gefährliche Sportarten, bei denen auch nicht jede Weile einer ins Gras beißt.
Gefährlich nach Rollenspielmaßstäben. Was nicht Ableben oder dauerhafte schwere Beeinträchtigung des Charakters verheißt, fällt unter den Tisch.
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Vielleicht lauten die drei Punkte im Dreieck auch:

Siege im Kampf sollen

- wertvoll sein, weil die Kämpfe einen hohen Grad an Gefahr bergen
- befriedigend sein, weil die Spieler sich souverän behaupten können
- verdient sein, weil die Regeln offen und ehrlich angewendet werden

Das ist super produktiv, wenn man darüber nachdenkt. Damit kann man eine Menge Dinge recht sauber kategorisieren.

Aus dem Ärmel:
DSA kassiert in der Praxis die ehrliche Anwendung der Regeln
Die OSR rühmt sich, dass sie den souveränen Sieg der Spieler kassiert.
Bei DnD werden die Gegner sehr präzise justiert, so dass sie normalerweise keinen hohen Grad an Gefahr bergen.

Nice!  ~;D
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a.) "Jeder Kampf sollte gefährlich sein".
Wenn es heißen würde, "jeder Kampf sollte todgefährlich sein", dann würde ich dir zustimmen. Aber so wie von dir formuliert,  wüsste ich nicht, warum es nicht gehen sollte. Es gibt auch gefährliche Sportarten, bei denen auch nicht jede Weile einer ins Gras beißt.
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Was mir gerade auch noch ein wenig durch den Kopf schwirrt, ist der gute alte Spruch: "Fair fights are for suckers."

Der paßt nun auf mehr als nur eine Situation und gehört auf jeden Fall auch in die Sinnspruchliste eines jeden anständigen Combat-as-War-Ansatzes :) -- aber in diesem Fall will ich ihn mal etwas zweckentfremden, um gegen die Idee zu argumentieren, daß Kampfbegegnungen möglichst ausbalanciert und "spannend" sein sollen. Denn wenn die Kämpfe im Spiel tatsächlich primär oder gar praktisch ausschließlich fair wären...na ja, was würde das dann notwendigerweise aus allen Beteiligten auf beiden Seiten machen, die sich trotzdem noch freiwillig auf sie einließen? 8]
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Ich persönlich mag Kämpfe im Rollenspiel und gerade die D20-Spiele ohne Kämpfen spielen?
Dann könnte man gleich alle Regeln weglassen.

Gerade in DnD sind 99,9% aller Fähigkeiten, die ein SC so bekommt, fürs Kämpfen gedacht.

Ich persönlich mag Kämpfe UND Rollenspiel! Hatte Gygax nicht eine ähnliche Idee?
Ich habe aber nichts dagegen, wenn mögliche Kämpfe auch durch Rollenspiel gelöst werden, gibt ja auch soziale Fähigkeiten, die einen Kampf verhindern können. So kamen in unseren Runden schon tolle Rollenspielmomente zustande, vor allem wenn es eh schon zuviel Kampf an Kampf gab.

Aber SIMS im Rollenspiel brauch ich nicht, dafür hab ich das echte Leben  ;

Kämpfe laufen bei uns wie sie laufen, da kann es schonmal zu einem SC-Tod oder TPK kommen. Wir würfeln offen. Und ich denke, das dann auch immer eine gewisse Spannung herrscht.

Wir sind auch unterschiedliche Spieler, d.h. manche mögens taktisch, manche erzählerisch, aber wir gönnen jedem seine Vorlieben.

Was die Schnelligkeit von Kämpfen angeht, hab ich das Gefühl, dass man derzeit zu immer schneller tendiert. Ich auch hin und wieder.
Aber mir fällt auf, dass mir schnelle (meist da weniger regeln, oder weniger Optionen) Kämpfe, eher langweilig werden. Ich hau zu, nächste Runde ich hau zu, usw.
Da mag ich derzeit einfach wieder etwas mehr Möglichkeiten.

Wir sind sowas um die mitte 30 bis mitte 40. Sogar, oder gerade meine Frau mag Kämpfe sehr und baut stundenlang an ihren PF2-SC herum. Also wegen dem Alter, was hier erwähnt wurde.

Ist natürlich alles nur meine Meinung und jeder soll spielen was ihm Spaß macht. Aber zumindest wir fangen jetzt nicht plötzlich an, Drama-Baby oder Gute Zeiten, schlechte Zeiten im Rollenspiel nachempfinden zu wollen, nur weil uns das die Popkultur alla CR und YouTube vorlebt.

Wir spielen noch so, wie die letzten 20 Jahre auch, nur eben Online, als im eigenen Rollenspiel-Keller :)
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