Autor Thema: State of the Industry - Feedback & Diskussion  (Gelesen 17727 mal)

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Offline aikar

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #225 am: 20.11.2018 | 10:50 »
Zum Thema eine Frage an Patrick: Wie viele Besucher muss eine Con/Messe haben, um für die Verlage interessant genug für eine Anreise mit eigenem Stand zu sein?

Ganz konkret trage ich mich schon seit Jahren mit der Idee einer vereinsorganisierten (süd)österreichischen RP-Con (wenn dich ärgert, dass etwas nicht passiert, mach es selber!) und mich würde interessieren, was man tun/erreichen muss um Sprecher und Verkäufer aus der Szene anzulocken.
« Letzte Änderung: 20.11.2018 | 10:56 von aikar »

Offline Silent Pat

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #226 am: 20.11.2018 | 11:08 »
Zum Thema eine Frage an Patrick: Wie viele Besucher muss eine Con/Messe haben, um für die Verlage interessant genug für eine Anreise mit eigenem Stand zu sein?

Kann man pauschal nicht sagen (zumindest kann ich das nicht für Uhrwerk). Wir fahren z.B. auf die Conventus Leonis, wo es ca. 100 Besucher gibt, wir aber fast der einzige Stand sind UND viele LEute dort gut kennen. Auf andere 100-Leute-Cons würden wir nicht unbedingt  fahren, denke ich.

Ganz konkret trage ich mich schon seit Jahren mit der Idee einer vereinsorganisierten (süd)österreichischen RP-Con (wenn dich ärgert, dass etwas nicht passiert, mach es selber!) und mich würde interessieren, was man tun/erreichen muss um Sprecher und Verkäufer aus der Szene anzulocken.

"Sprecher anlocken" - die Anreise und/oder Aufenthalt bezahlen, würde ich tippen.

"Verkäufer anlocken" - entweder SEHR groß sein oder Läden/VErlage aus der Umgebung rekrutieren. Ab Größenordnung "RPC" würde ich mir evtl. überlegen, bis nach Österreich zu fahren, aber selbst das wäre wacklig. Es gibt leider Gründe, warum auch süddeutsche Cons wenig von Verlagen heimgesucht werden. Für uns war da das Schweinfurter Fantasy Fest bis jetzt die Grenze. Der Aufwand ist im Verhältnis zum Ertrag zu hoch :/

Offline aikar

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #227 am: 20.11.2018 | 11:23 »
"Ab Größenordnung "RPC" würde ich mir evtl. überlegen, bis nach Österreich zu fahren, aber selbst das wäre wacklig. Es gibt leider Gründe, warum auch süddeutsche Cons wenig von Verlagen heimgesucht werden. Für uns war da das Schweinfurter Fantasy Fest bis jetzt die Grenze. Der Aufwand ist im Verhältnis zum Ertrag zu hoch :/
Danke für die schnelle Antwort. Das hatte ich mir gedacht/befürchtet (und kann es von eurem Standpunkt her auch absolut verstehen).

Sowas wie eine RPC in Südösterreich wäre zwar ein feuchter Traum, aber ist wohl völlig unrealistisch.

"Sprecher anlocken" - die Anreise und/oder Aufenthalt bezahlen, würde ich tippen.
Vielleicht wäre es aber wirklich ein Ansatz, Verkaufsstände mit lokalen Händlern zu organisieren und einzelne Branchenikonen gezielt anzuschreiben, ob sie für einen finanzierten Kurzurlaub im sommerlichen Kärnten (sofern das unsere Kriegskasse hergibt, das muss ich mal prüfen) bereit wären, einen kleinen Vortrag zu halten.
Danke für den Tipp.

Thomas Römer war ja sogar vor ein paar Jahren schon mal für eine Vortragsreihe an unserer Uni.

Offline Blechpirat

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #228 am: 20.11.2018 | 11:33 »
Für lokale Händler lohnen sich oft schon recht kleine Cons, weil dort ihr Zielpublikum ist.

Und wenn du an soetwas wie einen Vortrag denkst: Da kann sich eine Zusammenarbeit mit Dritten lohnen: Unis sind toll, weil sie sich gut im Lebenlauf machen. Kulturvereine haben oft Geld für Reisekosten. Evtl. kann man an eine Literaturveranstaltung andocken, wenn es soetwas bei euch gibt.

Offline Lichtschwerttänzer

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #229 am: 20.11.2018 | 11:39 »
Der Aufwand ist im Verhältnis zum Ertrag zu hoch :/
Darf man fragen welche Art von  Ertrag da im Vergleich zu welchem Aufwand ?
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Offline Eismann

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #230 am: 20.11.2018 | 13:10 »
Anreise und Transport, Unterbringung, Arbeitszeit (besonders am Wochenende), Standmiete vs. Umsatz und potentiellen Werbeffekt.

Offline Lichtschwerttänzer

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #231 am: 20.11.2018 | 13:21 »
Ist mir soweit klar, mich hätte das Verhältnis Ausgaben/Zeitaufwand zu  Einnahmen vs Werbeeffekt/Feedback spez. Workshops interessiert
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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #232 am: 20.11.2018 | 21:14 »
In gewisser Hinsicht dürfte dieser Eindruck wohl stimmen. Allerdings ist der Osten Deutschlands gefühlt ähnlich gut versorgt wie der „tiefe Süden“ – in Bayern beispielsweise könnte ich jetzt auf Anhieb nur zwei Cons benennen

Oh, wow. Hätte gedacht, dass es da unten mehr Auswahl gibt.
Vielleicht sollte ich doch öfter mal umziehen - oder mehr für Cons reisen :-)

Nach der Wiedervereinigung bereitete sich das Rollenspiel daher eher mit der Geschwindigkeit träger Molasse in den „Leerraum“ des Ostens. Eine Durchsättigung wie im Westen hat es hier nie gegeben.

Hm, soetwas hatte ich schon gedacht/befürchtet. Ergibt auch Sinn.
Aber danke für die Übersicht ostdeutscher Cons, zumindest Leipzig und Dresden sind für mich in Reichweite, da kann ich mal schauen, ob ich da mal hinkomme.

Ist mir soweit klar, mich hätte das Verhältnis Ausgaben/Zeitaufwand zu  Einnahmen vs Werbeeffekt/Feedback spez. Workshops interessiert

Genauere Angaben fänd ich hier auch spannend, aber im Endeffekt vermute ich mal, dass allein für die Unterbringung eines Mitarbeiters nebst Gehalt und Reisekosten im Schnitt ein nicht gerade kleiner dreistelliger Betrag zusammenkommt. Keine Ahnung wie hoch Standmieten sind, aber das bedeutet, dass wohl einige Bücher vor Ort verkauft werden müssen, damit sich das rechnet...

Korrigiert mich gern, wenn ich da ganz daneben liege...
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Offline Rhylthar

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #233 am: 20.11.2018 | 21:19 »
Für einen Urlaub in Kärnten halte ich eine Abhandlung über die Forgotten Realms!  ~;D

Bevorzugte Unterkunft bitte in Afritz.  ;)
“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

Für alle, die Probleme mit meinem Nickname haben, hier eine Kopiervorlage: Rhylthar.

Online tartex

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #234 am: 22.11.2018 | 00:57 »
Dafür, dass Splittermond (das) Drautal gestohlen hat, sollten sie zur Wiedergutmachung (oder noch besser: Recherche) eigentlich schon jemanden nach Kärnten schicken.
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Offline Sir Markfest

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #235 am: 22.11.2018 | 09:31 »
Ganz konkret trage ich mich schon seit Jahren mit der Idee einer vereinsorganisierten (süd)österreichischen RP-Con (wenn dich ärgert, dass etwas nicht passiert, mach es selber!) und mich würde interessieren, was man tun/erreichen muss um Sprecher und Verkäufer aus der Szene anzulocken.

Ich kann dir ein wenig mit Infos über den oberösterreichischen Helden Con aushelfen:
https://www.halle-der-helden.at/index.php
Das ist ein kleiner vereinsorganisierter Con mit ca. 150 - 200 Besuchern.
Es hilft schon mal, dass für diese Veranstaltung von der Gemeinde der Saal im Volkshaus gratis zur Verfügung gestellt wird, daher fallen auch bei ausstellern keine Standmieten an. Es werden da lokale Händler im Umkreis (sogar bis zum 80 km entfernten Passau) angeschrieben, die auch gerne kommen.
Dann werden verschiedene genreübergreifende Vereine angeschrieben (Lego, Brettspiele, Magic-Turniere, Cosplay, Tabletop, etc.), da kommen auch immer welche.
Vereinsintern werden die Spielleiter aktiviert für Rollenspielrunden.
Verlage: die sind zu weit weg, aber ab und zu kommen natürlich Supporter von Pegasus etc.

Und für den größeren Maßstab gibt es dann noch die Austria Comic Con, die vielleicht für Verlage interessant sein könnte: das ist wirklich ein großes Event mit (noch) recht wenig Präsenz der Verlage, aber da finden sich halt auch ein großes Maß der Zielgruppe.
https://austriacomiccon.com/

Offline Fimbul

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #236 am: 12.01.2019 | 14:56 »
Wenn ich mir die Banner-Werbung hier im Forum ansehe, wird mir nicht der aktuelle Uhrwerk-Kickstarter "Record of Dragon War" angezeigt, sondern „So nicht, Schurke!“. Gucke ich ins Nerdpol-Forum, sehe ich einen Strang von Silent Pat zu „Designers & Dragons“, aber keinen zur aktuellen Kickstarter-Kampagne. Blicke ich hinüber zu den „Blutschwertern“, finde ich eine entsprechende Info entweder gut versteckt im automatischen „Newsfeed“ oder in einem von mir eröffneten Strang, der zwar wenig frequentiert ist, aber zumindest einen Unterstützer generiert hat. Derjenige hat dann seinerseits ein entsprechendes Thema bei den „Orkenspaltern“ eröffnet. Im Pen&Paper-Bereich des Rocket-Beans-Forums findet sich wiederum nichts, obwohl da einige potentielle Neuspieler mit Manga-Affinität unterwegs sein dürften.

Werbemaßnahmen und deren Effekt sowie die Reichweite unterschiedlicher Kommunikationskanäle wäre vielleicht mal ein interessantes Thema für die State-of-the-Industry-Kolumne.

Offline Blechpirat

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #237 am: 12.01.2019 | 15:13 »
Wenn ich mir die Banner-Werbung hier im Forum ansehe, wird mir nicht der aktuelle Uhrwerk-Kickstarter "Record of Dragon War" angezeigt, sondern „So nicht, Schurke!“. Gucke ich ins Nerdpol-Forum, sehe ich einen Strang von Silent Pat zu „Designers & Dragons“, aber keinen zur aktuellen Kickstarter-Kampagne. Blicke ich hinüber zu den „Blutschwertern“, finde ich eine entsprechende Info entweder gut versteckt im automatischen „Newsfeed“ oder in einem von mir eröffneten Strang, der zwar wenig frequentiert ist, aber zumindest einen Unterstützer generiert hat. Derjenige hat dann seinerseits ein entsprechendes Thema bei den „Orkenspaltern“ eröffnet. Im Pen&Paper-Bereich des Rocket-Beans-Forums findet sich wiederum nichts, obwohl da einige potentielle Neuspieler mit Manga-Affinität unterwegs sein dürften.

Werbemaßnahmen und deren Effekt sowie die Reichweite unterschiedlicher Kommunikationskanäle wäre vielleicht mal ein interessantes Thema für die State-of-the-Industry-Kolumne.
Wäre wohl auch spannend, was die Rocketbeans dafür nehmen würden, ein Promospiel zu machen....

Offline Fimbul

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #238 am: 12.01.2019 | 15:54 »
Interessanter Gedanke. Die Rocket Beans haben ja auch schon „Munchkin“ und „Magic: The Gathering“ gespielt:

https://www.youtube.com/watch?v=ghYolTrCNCU

https://www.youtube.com/watch?v=2dDOu13F-io

Aber als bezahlte Werbemaßnahme dürfte das zu teuer sein.

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #239 am: 12.01.2019 | 21:50 »
Wäre wohl auch spannend, was die Rocketbeans dafür nehmen würden, ein Promospiel zu machen....
IIRC  den Workshop auf der Dreieich, zuviel
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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #240 am: 12.01.2019 | 23:06 »
IIRC  den Workshop auf der Dreieich, zuviel

Heißt was genau?
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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #241 am: 12.01.2019 | 23:24 »
Das heisst Nicht genau, laut nem Workshop auf der Dreieich,, sind die Rocketbeans zu teuer für nen RPG Verlag
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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #242 am: 12.01.2019 | 23:49 »
Das heisst Nicht genau, laut nem Workshop auf der Dreieich,, sind die Rocketbeans zu teuer für nen RPG Verlag

Ah, verstehe. Hab ich mir fast gedacht. Aber mit dieser Show hab ich eh ein Problem.
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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #243 am: 26.03.2019 | 07:17 »
Mich wuerde mal generell ein Einblick zur Verwendung von Illustrationen in Rollenspielbuechern intetessieren. Also Wichtigkeit, Rechtliches, Kosten, Entwicklungen, gibt es eine RPG-Illustratorinneszene etc.  :)
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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #244 am: 26.03.2019 | 07:44 »
Mich wuerde mal generell ein Einblick zur Verwendung von Illustrationen in Rollenspielbuechern intetessieren. Also Wichtigkeit, Rechtliches, Kosten, Entwicklungen, gibt es eine RPG-Illustratorinneszene etc.  :)

...kann man Abos aushandeln? :-)
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Offline Der Tod

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #245 am: 26.03.2019 | 09:48 »
Illustrationen in Rollenspielbüchern sind sehr wichtig für den ersten und zweiten Eindruck, wobei ich den Eindruck habe, dass inzwischen Einheitlichkeit vor Anzahl geht (wie es noch in den frühen Tagen der Stock Art war). Durch Photoshop, Videospiel-Concept Art etc. sind Rollenspieler ein höheres visuelles Level gewöhnt als früher; miese OSR-Illus lassen sich wirklich nur noch ironisch verkaufen.

Rechtlich hängt es immer davon ab, was mit der Künstler*in ausgehandelt wird - in der Regel erhält der Verlag die Nutzungsrechte an dem Bild, wobei exklusiv mehr kostet als einmalig. Für finanzschwache Verlage kann es daher auch ein probater Kompromiss sein, eine Nutzungslizenz für bereits bestehende, nicht-exklusive Bilder zu kaufen. Vorausgesetzt, man greift nicht direkt auf gemeinfreies Gut oder Stock Art-Pakete zurück.

Als Kostenfaktor sind Illustrationen einer der teuersten Punkte (neben Design/Layout - auch visuell - und natürlich dem Druck selbst), natürlich abhängig davon, wie viele Bilder man haben will (und wie groß, bunt, aufwändig diese sind). Nicht umsonst gibt es in so manchen Kickstarter-Projekten einfach das Stretchgoal "More Art". Wenn es für einen Verlag gut läuft, kann er mit großen oder wiederholten Aufträgen aber ein paar "Stamm-Illustrator*innen* heranholen, so dass die Produktlinie auch einen visuellen Standard setzen und halten kann (z.B. DSA).
Ah, und hier gibt es die Möglichkeit, Geld zu sparen, indem Illustrator*innen aus Russland, China, Indonesien, Mexico etc. eingesetzt werden. Da ist dann die Kommunikation evtl. etwas schwieriger, die Bilder aber evtl. günstiger.

Bei der Entwicklung sind meine Erfahrungen begrenzt, aber üblicherweise teilt man der Künstler*in möglichst präzise mit, was man haben möchte, und in welchem Stil, welche Elemente entscheidend sind und ob es gewisse Vorbilder gibt, an denen sich orientiert werden soll. Dann bekommt man im besten Fall eine Skizze zu sehen, die man absegnet, und dann gibt es irgendwann das fertige Bild. Ich habe es aber auch erlebt, dass die Künstler*in einfach das Rollenspiel/Abenteuer gelesen oder überflogen hat, und dann selbständig ein passendes Motiv herausgezogen hat. Da braucht es dann aber schon Fan/Künstler-Überschneidungen.

So, jetzt warte ich mal was die Vertreter 'richtiger' Verlage beizutragen haben.  ;D
« Letzte Änderung: 26.03.2019 | 09:57 von Der Tod »
Frau Himmelhuber auf dem Weg zur Hölle

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #246 am: 26.03.2019 | 11:56 »
Sehr gut beschrieben. Meine Frau ist Illustratorin und gehört zu den Glücklichen, die tatsächlich von ihrem Handwerk leben kann. Grundsätzlich muss man einfach sagen, dass Illustrationen für ein (kleines) Rollenspiel für einen Profi eher unattraktiv ist. Kaum ein Rollenspielverlag wird Preise zahlen können, wie es ein Industrieunternehmen oder eine wissenschaftliche Einrichtung zahlt.

Da zahlen sich dann gute Beziehungen und gemeinsame Begeisterung für das Produkt aus, wobei wieder die größeren Verlage im Vorteil sind.
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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #247 am: 26.03.2019 | 12:32 »
@Der Tod lustig das ausgerechnet Du antwortest, fast wollte ich diese Frage direkt in euren Discordkanal stellen. Dann faehrt wohl das DnD 5e GRW Illumaessig gegen den Trend, mir ist es einheitlich/setting unterstuezend auch lieber..

@Deadoperator jo Geld ist wohl das Hauptproblem vieler. Mal schauen..

Und: wo bleiben die lebensbejahenden Accountnamen ?  ;D

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #248 am: 26.03.2019 | 12:50 »
Bei D&D mussten sie (so meine wilde und völlig vage Theorie) neue Künstler nehmen, weil der sonst gern strapazierte Wayne Reynolds inzwischen synonym mit dem Pathfinder-Stil ist (obwohl er keine Füße zeichnen könnte, selbst wenn sein Leben davon abhinge).

Was ich inzwischen ja als spannenden Trend in die entgegengesetzte Richtung sehe, ist, dass es erst die Bilder gibt, und dann jemand nachträglich ein Spiel dazu entwirft (siehe z.B. Tales from the Loop, Scythe, etc.). Die Idee kommt einem nämlich recht schnell, wenn man auf Illu-Suche ist und einheitlichen Stil will (z.B. haben wir die Illustrationen für Kagematsu komplett aus einem alten Märchenbuch genommen), aber in diesem Umfang wie es momentan passiert (teils mit gleich mehreren Spielen zum Artwork desselben Künstlers) ist es schon bemerkenswert.
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Offline Quendan

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Re: State of the Industry - Feedback & Diskussion
« Antwort #249 am: 26.03.2019 | 12:52 »
So, jetzt warte ich mal was die Vertreter 'richtiger' Verlage beizutragen haben.  ;D

Eigentlich hast du schon alles ganz gut wiedergegeben. ;)

Wichtig ist halt wirklich die persönliche Bindung: Rollenspielverlage können nicht viel zahlen, das gilt auch für die Illustratoren. Daher hilft es, wenn es keine reine Arbeitsbeziehung ist, sondern man sich persönlich kennt, gerne zusammen arbeitet, etc.

Daher kommt auch ein großer Teil der für deutsche RPGs zeichnenden Autoren selbst aus der Szene, "Externe" gibt es nicht sehr oft.

Leider gehört es auch dazu, dass man immer wieder Zeichner "verliert", weil diese es schaffen, in lukrativere Bereiche zu gelangen (Trading Cards, Computerspiele, größere englische RPGs, etc.). Manche von denen lieben aber eben Rollenspiele so sehr, dass sie immer noch Sachen für deutsche Verlage machen, wenn auch in kleinerem Rahmen als vllt vorher.

Ein wichtiger Weg, neue Zeichner zu finden, sind Conventions, wo es oft eine "Zeichnermeile" gibt. Daneben halt ab und zu Innitiativmails von Zeichnern.

Im Ausland suchen wir zumindest aktuell selten bis gar nicht, wir arbeiten vor allem mit deutschen (und österreichischen) Zeichnern.

Skizzen sind ein Muss bei uns. Denn nicht immer ist im ersten Anlauf alles wie geplant. Wie viele Durchläufe eine Illu hat, hängt aber auch oft vom Zeichner ab. Aus wirtschaftlichen Gründen bleibt es meist bei Skizze -> Bild -> eventuelle wichtige Nachkorrekturen. Ein paar Leute schicken aber auch immer wieder mal verschiedene Perspektivvorschläge und mehrere Skizzen. Aber das verlangen wir nicht aktiv.

Auch ist es so, dass wir mitunter Korrekturwünsche der Autoren abschlägig bescheiden, wenn wir davon ausgehen, dass diese vielleicht "nice to have" sind, aber nicht unbedingt wichtig. Denn wenn wir ständig rummäkeln und zu viele Arbeitsdurchgänge verlangen (was Zeit und damit Geld kostet auf Illustratorenseite), kann das dazu führen, dass Illustratoren weniger gerne für uns arbeiten.

Spannend ist noch, dass es je nach Illustrator sehr unterschiedliche Notwendigkeiten bei einer Beschreibung einer Illu gibt. Klar, wie gut das Spiel bekannt ist, sorgt natürlich dafür, was man an Referenzen mitgeben muss. Aber auch davon ab gibt es Illustratoren, die zu lange und detaillierte Beschreibungen hassen und solche, die gar nicht genug Infos haben können. Da muss man auch wissen, wem man was für Illubeschreibungen zusammenstellt. Auch Präferenzen (und Stärken) seiner Leute zu kennen ist wichtig. Manche Zeichner sind großartig für Landschaften, andere für Actionszenen, andere wieder für Porträts - mitunter bei Schwächen in anderen Bereichen. Manche machen gerne wuselige Bilder mit vielen Details, andere lieber überschaubare Szenen mit viel Dynamik. Und so weiter: Kenne deine Zeichner, dann kannst du sie optimal einsetzen!

In Sachen Pünktlichkeit sind Illustratoren in der RPG-Szene übrigens wie Autoren: Manche geben pünktlich ab, andere nicht. ;) Auch da sollte man immer mit Puffer arbeiten bzw. wissen, wer wie zuverlässig ist.