Autor Thema: Systemfindung: Von grundlegenden DSA5 Fragen zu BtW und dSdDf  (Gelesen 2558 mal)

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Offline Tegres

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Meint ihr, es werden auch weiterhin deutsche Fassungen der Schatten des Dämonenfürsten Werke erscheinen?
Ja, es sind auch noch Publikationen in Arbeit und in Planung. Wie es mit dem Dämonenfürst weitergeht, hängt aber wie bei jedem Rollenspiel davon ab, wie gut es gekauft wird. Wenn du also langfristig das System unterstützen willst, musst du auch deine Spieler vom Kauf des Regelwerks überzeugen. ;) Spaß beiseite: Mit den Mini-Erweiterungen "Glorreiche Halunken" und "Geborene Krieger" gibt es bereits zwei Hefte, die sie gezielt an Spieler richten und mehr Optionen für die Grundklassen bieten. Die Hefte für den Kleriker und den Zauberkundigen werden sicherlich ebenfalls auf Deutsch erscheinen.
Mach mit bei den Blaupausen - Zufallstabellen, hilfreiche Artikel und mehr - einfach über den Discord-Server von System Matters

Für mich ist Cthulhu eher Ghostbusters meets Akte X in den 1920ern  ;D

Hier nur fast nur noch sonntags unterwegs. PNs lese ich auch an anderen Tagen.

Offline Ninkasi

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Re: Grundlegende / technische Fragen eines DSA5 Interessenten
« Antwort #26 am: 17.07.2020 | 10:33 »
Leider musste ich auch wieder feststellen, dass ich eine sehr große Schwäche für gute Artworks habe und mich da sehr leicht beeinflussen lasse ;) Noch besser gefällt mir daher Schatten des Dämonenfürsten, da es nicht nur sehr gute Artworks gibt, sondern auch ein recht schlankes Regelsystem, ein großartiges "Klassen"-System und kurze Abenteuer. Das quasi Warhammer Fantasy Setting sagt mir persönlich gut zu, ich weiß nur nicht ob meine Spielrunde dauerhaft so viel Spaß daran haben wird.

Zum Thema "dauerhaft":
Eine Kampagne ist auf 10-11 Folgen / Abenteuer ausgelegt, dann ist erst mal quasi Schluss. Man hat ein absehbares Ende, finde ich persönlich gut und wenn es danach mit was anderem weiter geht.

Edit: Vielleicht von Interesse das Thema: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,110536.msg134741529.html#msg134741529
[Der Schatten des Dämonenfürsten] Deutsche Kaufabenteuer miteinander verbinden

Offline SirMaoh

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@Ninkasi: Unsere Beiträge haben sich ein bisschen überschnitten, aber auch deiner Empfehlung entsprechend trifft Schatten des Dämonenfürsten genau meinen Nerv. Allerdings kommt bei Symbaroum auch wieder die art whore in mir durch ;) Von der Storeseite sind das sehr beeindruckende Artworks, werde mir diese auch definitiv einmal ansehen.

Ausschlaggebend durch Symbaroum muss ich dann doch noch einmal etwas vom Thema abdriften: Gibt es ein System / Setting / Weltenbeschreibung was sich mit vergessenen Welten im Stil von Shadow of the Colossus beschäftigt ? Ggf. könnten die Filme Nausicaä oder Laputa auch in das Bild passen. Ich meine ein riesiges Land / fremde Welt / verschollene Landmasse, mit antiken, völlig überwucherten Bauwerken / Kultstätten vergessener Zivilisationen etc., die seit Jahrtausenden nicht mehr von Menschen betreten wurde. Wenn es für so ein Setting nette Karten, Artworks und ausgearbeitete Beschreibungen gäbe, das wäre super (egal für welches System).

Optisch stelle ich mir das ungefähr so vor, wie das dritte Bild hier: https://www.prometheusshop.de/rollenspiele-de/symbaroum/3813/symbaroum-grundregelwerk-pdf

Offline unicum

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DSA5 war das vorlezte Regelwerk mit dem ich mich beschäftigt habe und ich fand es grauenhaft da reinzukommen. Das neuste war Warhammer die neuste Edition - die war dagegen easy peasy. Vieles von D&D abgeleitetes war imho auch immer recht flüssig aufzunehmen und vom Regelkonstrukt auch nicht schwer. Midgard-5 kann ich nicht wirklich einschätzen wie das für einsteiger ist da ich Midgard sein M2 immer ab und an mal gespielt habe.
Ach ja - Artwork ist nicht wichtig für mich - aber keines der Systeme die ich genannt habe würde ich dahingehend als "schlecht" bezeichnen. Und ja - DSA ist auch schön bebildert.

Offline JS

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Maoh: Earthdawn
Die Charaktere können wie bei Fallout aus einem Kaer - einer isolierten Schutzzone - herauskommen und die Welt neu entdecken.
https://www.youtube.com/watch?v=dC23qLGJ-18

Es gibt auch auf Englisch das Fantasy-Endzeitrollenspiel Desolation:
https://www.sphaerenmeisters-spiele.de/Desolation-RPG

Außerdem ist Numenéra ein Fantasy-SciFi-Hybrid, bei dem die Charaktere auch oft aus kleinen Orten kommen und in die unbekannte Welt ziehen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Numenera

Ansonsten ist der Dämonenfürst eine sehr schöne Wahl, die vor allem finanziell ein wenig übersichtlicher bleibt. Aber auch die vielen anderen Tips hier sind auch mehr als reizvoll.
Startet erst einmal mit SdD durch.
 :d
« Letzte Änderung: 17.07.2020 | 13:54 von JS »
Wer gern sagt, was er denkt, sollte vorher etwas gedacht haben.
Der zivilisierte, aufgeklärte Mensch im frühen 21. Jh.: https://youtu.be/Fp9J3lUbtXQ?t=166
"Mit voller Konfiguration in klarer, deutscher Benutzerführung - vom Zero-touch-Deployment bis zum WYSIWYG-Designer für Captive Portals."

Offline charapo

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Ich habe jahrelang DSA 4.1 gespielt und das wirklich gerne. Kompliziert, Zeitaufwändig oder nicht. Diese Frage stellt sich niemand.  ;D

Ich möchte hier Dungeonslayers auch noch in den Ring werfen. Meiner Meinung nach das Beste zum Ausprobieren von Fantasy. (Natürlich nicht nur zum Ausprobieren  :d )
Es ist nämlich gratis.

www.dungeonslayers.net

Direktlink zum GRW: http://dungeonslayers.net/download/Dungeonslayers4.pdf
« Letzte Änderung: 17.07.2020 | 14:32 von charapo »

Offline Flamebeard

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Also ich habe gerade für die Zeit, in der nicht Live gespielt wird, meine Gruppe von Shadowrun rüber gezogen auf eine Online-Fate-Runde mit dem Masters of Umdarr-Setting. Idee dahinter war: 'Mal was anderes, nicht so dystopisch-depressiv.'

Dabei raus gekommen ist eine Runde mit einem Wolpertinger-Schurken (Streifenhörnchen-Adler-Antilopen-Mix), einem Honigdachsmenschen-Krieger mit sprechendem Schwert, einem Cyborg-Schützen mit Transformer-Pferd, einem menschlichen Botschafter der Wüste mit Reit-Wurm und einem Echsen-Assassinen mit Laserpeitschenschwanz.
 Sobald sich die Spieler erstmal vom verkopften 'Was habe ich denn alles in meinem Turnbeutel dabei?' und der SL von der fixen Idee 'Ich spiele nicht mit, sondern gegen die Spieler!' verabschiedet haben, fängt die Fuhre an, Spaß zu machen.
 Wir haben gerade ein Verrats-Komplott mit Mordfall in einer Zwergenstadt gelöst, damit der Rat der Stadt eine Fuhre Metall, die wir 'gefunden' haben, gegen Ware eintauschen kann. Auf dem Weg aus der Stadt haben die Spieler gerade gesehen, dass ein Luftschiff gelandet ist (kannten sie bisher noch nicht) und haben da jetzt angeheuert. Luftpiraten! :fecht:
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Offline Ma tetz

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Der Schatten des Dämonefürsten liest sich gut und bietet viele kurze aber gehaltvolle Abenteuer. Aber das "Grimdark alles ist Böse und auf Leid folgt nur noch mehr Leid" ist ziemlich tief im Regelwerk verwurzelt. Das kann man nicht so leicht abfeilen. Da müssen auch alle Beteiligten Lust drauf haben. DSA, Beyond the Wall und Pathfinder sind da im Großen und Ganzen etwas fröhlicher/leichter/seichter.

Bei Symbaroum muss einem klar sein, dass die Publikationsdichte sowohl auf englisch, als auch auf deutsch recht dürftig ist.
Ihr interessiert Euch für den Schatten des Dämonefürsten? Dann kommt zur Höllenpforte (Discordserver).

Offline Fezzik

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Als Jemand der aktiv spielt, muss ich noch einwerfen, das das Symbaroum Regelwerk nicht das Gefühl des Artworks unterstützt.
Man kann/soll sehr mächtige Charaktere bauen. System Mastery ist explizit erwünscht und der SL soll Gegner dagegen "bauen".
Wenn man das Setting gut findet sollte man lieber was geerdetes nehmen Beyond the wall, Heroes Journey 2nd, Warhammer oder so.
SL:
Spieler: Dungeon Crawl Classics
Genres: Pulp, (Dark) Fantasy, Horror, Steampunk

"Falls du mich meinst: Ich spiele Regelwerke und Settings, keine Bilder" - Weltengeist

Offline flaschengeist

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@SirMaoh

SotDL klingt wie eine gut Wahl  :d.
Wenn du jemand bist, den verschiedenste Settings interessieren, würde ich mich perspektivisch allerdings mal mit einem Universalsystem beschäftigen. Das erspart, sich bei jeden Settingwechsel in neue Regeln einzuarbeiten. Savage Worlds kommt mit als erstes in den Sinn, wenn ich deine Kriterien richtig verstanden habe (viel Material, wenig Vorbereitungsaufwand, mittleres "Crunchlevel").
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).