Autor Thema: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele (und ähnliche Kampagnenspiele)  (Gelesen 771 mal)

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Offline Darkling

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In letzter Zeit bin ich immer mal wieder auf Spieleabenden mit (mich eingerechnet) drei bis sieben Personen.
Außerdem steht bald ein Urlaub mit vier Personen an, von denen drei auch zu dem "Spieleabend-Team" gehören.
Was wir da z.B. spielen sind Sachen wie Risiko, Cluedo, Zug um Zug oder Tick Tack Bumm.

Nun würde ich gerne mal eins dieser Legacy-Spiel ausprobieren, um die ich bisher immer einen Bogen gemacht habe.
Mein Bedenken in dieser Hinsicht waren (und sind), dass es vielleicht einem wechselnden Kreis von Mitspielern entgegensteht. Muss man wissen, was in der vorherigen Runde passiert ist, um Spaß zu haben? Oder ist es ein Problem, wenn Peter die erste und zweite Runde mitgespielt hat, die dritte aber berufsbedingt nicht kann und erst bei der vierten wieder dabei ist? Kann Paul, der erst ab der dritten Runde mitspielen möchte einfach einsteigen? Wenn Marie die ersten Runde gewonnen hat, hat sie in er zweiten dann einen Vorteil oder bleibt es balanciert?
Ist so ein Spiel eigentlich irgendwann "durchgespielt"?


Unter diesen gegebenen Voraussetzungen, was könnt ihr da empfehlen?

Ob kooperativ oder eher gegeneinander ist erstmal egal, aber je günstiger, um so besser.
(Immerhin soll es ja ein Testballon werden, ob solche Spiele mir überhaupt liegen..)
« Letzte Änderung: 23.01.2022 | 23:13 von Darkling »
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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #1 am: 22.01.2022 | 17:13 »
Da lese ich mal mit.
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Online Toht

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #2 am: 22.01.2022 | 17:15 »
Ich denke einer der Pandemie / Pandemic - Teile ist ein guter Einstieg bei dem man wenig falsch machen kann, wenn einen das Thema nicht aktuell abschreckt :D

Besonders teuer sind die auch nicht

Online Duck

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #3 am: 22.01.2022 | 20:57 »
Ich versuche mal, die Fragen anhand von Pandemie Legacy zu beantworten, da das das einzige Legacy-Spiel ist, das ich bisher selbst gespielt habe:

Wechselnde Spieler: Zwischen den einzelnen Partien gibt es eine fortlaufende Geschichte, die sich aber für jeden Ingame-Monat (man spielt ein Jahr mit 1-2 Partien pro Spiel-Monat) schnell zusammenfassen lässt. Schwieriger wird es da schon mit den Mechaniken. Im Laufe der Zeit werden die Regeln des Grundspiels stetig erweitert und angepasst. Wenn jemand einen Monat aussetzt, sollte es kein großes Problem sein, die Änderungen kurz zu erklären. Wenn aber jemand beispielsweise erst im Juni einsteigt (und vielleicht auch das Basis-Pandemie nicht besonders gut kennt), dann dürfte es schwierig werden, diese Person nicht zu überfordern.

Balance: Ist bei Pandemie als Koop-Spiel natürlich generell nicht so wichtig. Die Figuren kann man im Laufe der Zeit zwar mit Upgrades weiterentwickeln, aber erstens ist das immer eine Gruppenentscheidung und zweitens können die Figuren nach jeder Runde problemlos zwischen den Spielern getauscht werden.

Durchspielen/Wiederspielbarkeit: Bestandteil von Pandemie Legacy ist es (wie meines Wissens auch bei vielen anderen Legacy-Spielen), dass man das Spielmaterial permanent verändert. Es werden beispielsweise Päckchen geöffnet, Sticker geklebt oder auch Spielkarten zerrissen. Man kann mit etwas Aufwand auch alles reversibel gestalten (ablösbare Sticker drucken, Karten nur beiseite legen statt sie zu zerreißen, usw.), aber ich finde, das nimmt dem Spiel ein Stück weit die Dramatik. Unabhängig davon werden die meisten Leute Pandemie Legacy vermutlich nicht mit derselben Gruppe ein zweites Mal spielen wollen, da die Geheimnisse nach einem Durchlauf aufgedeckt sind. Es gibt nicht wirklich alternative Pfade, die man in einem weiteren Durchgang erforschen könnte. Das kann aber bei anderen Legacy-Spielen ganz anders sein.

Generell: Bedingt durch die kooperative Natur von Pandemie, kombiniert damit, dass alle Spieler dieselben Informationen haben und es keine (Echt-)Zeitbeschränkung gibt, hat bereits das Basisspiel in meinem Freundeskreis den Spitznamen "Plandemie" erhalten. Das gilt für die Legacy-Variante um so mehr, da ja jede Entscheidung potenziell sogar über das Ende der gerade laufenden Partie hinaus Auswirkungen haben kann. Ich würde deshalb Pandemie Legacy nur Gruppen empfehlen, in denen alle Spieler einen gemeinsamen Nenner finden können zwischen "einfach drauflosspielen" und "jede Aktion minutiös planen". Wenn der Gruppe das aber gelingt, dann kann Pandemie Legacy ein wirklich großartiges Spielerlebnis werden.
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Offline Crimson King

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #4 am: 22.01.2022 | 21:03 »
Auf BoardGameGeek stehen mit Gloomhaven und Pandemic Legacy Season 1 zwei Legacy-Spiele auf den ersten beiden Plätzen der All Time-Bestenliste. Die kann man von daher wohl bedenkenlos empfehlen. Beide Spiele sind kooperativ. Gloomhaven ist ein komplexes und aufwändiges Dungeoncrawl-Spiel, Pandemic Legacy variiert das Konzept von Pandemie, bewegt sich dabei grob auf dem gleichen, mittleren Komplexitätslevel und hat ein Sequel und ein Prequel.

Im mittleren Komplexitätsbereich gäbe es noch Aeon's End Legacy (kooperativ, nur auf englisch), Charterstone (kompetitiv, deutsch und englisch) und Klong! Legacy (kompetitiv, demnächst auch auf deutsch). Deutlich simpler ist das kompetitive My City.
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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #5 am: 23.01.2022 | 00:07 »
Ich sage schonmal Danke, aber bitte hört hier nicht auf!
Ich bin auch weiterhin an Input interessiert!  :d

Was ich leider oben vergessen habe zu erwähnen:
die Mitspieler sind leider so ziemlich das Gegenteil von Sattelfest, wenn es um englisch geht..
Verfügbarkeit auf deutsch ist daher (leider) ein Muss.
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HEXer

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #6 am: 23.01.2022 | 00:34 »
Wir haben für uns und die Kids mal "MyCity" angeschafft. Städtebau meets Tetris meets Legacy Game. Interessant und immerhin von Rainer Knizia.  Ist gut in dem was es will. Aber es war unseren Kids nicht actionreich genug.

(Falls du Interesse hast und dich nicht stört, dass die ersten 1-2 Missionen gespielt sind), würden wir das auch zu nem angemessenen Preis abgeben.)

Offline boeseMuh

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #7 am: 23.01.2022 | 07:08 »
Meine Frau und ich spielen sehr gerne Legacy-Spiele.
Charterstone, Pandemic Legacy 1-3, Gloomhaven.

Bei kompetitiven Spielen wie Charterstone oder Risiko Legacy ist für uns der Frustfaktor zu hoch. Der Gewinner bekommt oft Vorteile und eine schlechte Partie beeinflusst die nächsten negativ mit.

Die kooperativen Spiele sind aber dafür sehr gut.
Zumindest Pandemic Legacy ist aber nach Beendigung der Kampagne nicht mehr spielbar.

Aber auch wenn es theoretisch möglich ist, würde ich von einer stark fluktuierenden Spielerschaft abraten.

Der Reiz dieser Spiele ist die Fortentwicklung von Partie zu Partie. Oft macht das Planen und Upgraden zwischen den Runden noch mehr Spaß, als das Spiel selbst.

Und grade PL hat ein großes Alphagamer-Problem. Wie Duck schon schrieb, sollte man sich auf die Verbissenheit einigen, mit der man es spielt.
Da jede Partie zählt sind diese Spiele nur bedingt gut Bier&Brezelig zu spielen.

Wenn man gerne plant und verbissen spielt, absolute Empfehlung für Pandemic Legacy. (Am besten mit Season 1 anfangen).

Für etwas entspanntere Runden ist Gloomhaven Pranken des Löwen noch ne gute Option. Vom Umfang und Preis quasi Gloomhaven light und kann beliebig oft gespielt werden. Auch sind wechselnde Spieler kein so großes Problem.



« Letzte Änderung: 23.01.2022 | 07:13 von boeseMuh »

Offline klatschi

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #8 am: 23.01.2022 | 08:18 »
Ein weiteres Spiel das ich empfehlen kann ist „The Kings Dilemma“.

Man spielt Fürsten und Fürstinnen, die dem König beratend zur Seite stehen und die Geschicke eines Reichs lenken.
Der Clou ist, dass man das Spiel über einen langen InGame Zeitverlauf spielt - jede „Spielrunde“ betrifft einen König und man stellt dabei die jeweilige Generation an Beraterinnen dar. Sobald der König stirbt oder abgesetzt wird (vom Rat beispielsweise) werden die Siegpunkte ausgerechnet, alles vermerkt und dann beginnt die nächste Generation.
In jeder Generation zieht man eine Karte, die leicht verändert wie das eigene Haus an Siegespunkte kommt - so wird es ned langweilig und repetitiv.

Das spannende ist dass man quasi konstant damit beschäftigt ist, Entscheidungen zu treffen die sich erst in Generationen später in Auswirkungen zeigen. Ein Beispiel: ein Handelsvertreter aus einem anderen Land kommt und hat Sklaven dabei, in unserem Land ist Sklaverei aber nicht erlaubt. Was tun? Freilassen bedeutet, dass der Handelsdeal nicht zustandekommen und die Wirtschaftsressourcen sinken, ignorieren führt evtl dazu dass die Moral im Land sinkt. Das sind die direkten Auswirkungen aber wird und das Land drei Generationen später eventuell in einer Allianz beistehen?

Nun gilt es bei jeder solchen Entscheidung seine Bündnisse zu schmieden und Abkommen zu schließen, dann wird abgestimmt und die nächste Entscheidungskarte abgehandelt.

Offline Huhn

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #9 am: 23.01.2022 | 12:49 »
Ein weiteres Spiel das ich empfehlen kann ist „The Kings Dilemma“.
Die Empfehlung kann ich wärmstens unterstützen. Spielen wir in einer Runde in loser Folge zuhause und es ist jedesmal ein Event. Auch wenn Haus McNugget punktemäßig eher nicht so brilliant dasteht. Hab als Haus, das auf Bankgeschäften basiert, indirekt mit für eine Inflation gesorgt und das tut mir langfristig nicht offenbar nicht gut. o__o"

Offline Undwiederda

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #10 am: 23.01.2022 | 15:58 »
Wir haben betrayal at the House on the Hill legacy gespielt und hat uns soweit sehr viel Spass gemacht,danach kann man das Spiel auch weiterhin spielen.
Leider sind die Regeln ab und an ein wenig schwammig

Offline Harry

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #11 am: 23.01.2022 | 22:20 »
Mein letztjähriger Liebling Oath: Chronicles of Empire and Exile wird wohl laut der Verlagswebseite auch ins Deutsche übersetzt. Der erfüllt dann auch so ziemlich alle Deine Bedingungen: Variable Spieler*innenzahl okay, fortlaufende "Geschichte", aber nicht unbedingt notwendige laufende Teilnahme aller Mitspieler*innen, problemloser Wiedereinstieg. Es gibt hier im Unteforum einen Thread, wo ich mich ausgiebig über das Spiel ausgelassen habe.
« Letzte Änderung: 23.01.2022 | 22:24 von Harry »
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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #12 am: 23.01.2022 | 22:25 »
Mein letztjähriger Liebling Oath: Chronicles of Empire and Exile wird wohl laut der Verlagswebseite auch ins Deutsche übersetzt. Der erfüllt dann auch so ziemlich alle Deine Bedingungen: Variable Spieler*innenzahl okay, fortlaufende "Geschichte", aber nicht unbedingt notwendige laufende Teilnahme aller Mitspieler*innen, problemloser Wiedereinstieg. Es gibt hier im Unteforum einen Thread, wo ich mich ausgiebig über das Spiel ausgelassen habe.

Danke für den Thread-Hinweis, Um das Spiel schleiche ich gerade drum rum.
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Offline Auribiel

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #13 am: 23.01.2022 | 22:41 »
Sollte man bei Gloomhaven nicht zum "Gloomhaven light", sprich "Pranken des Löwen" greifen?

Bin nicht sicher, ob man "Microsoft Microsoft Crime City" schon als "Legal light" beschreiben kann? Man erkundet das Wimnelbild jedenfalls auch nach und nach beim Lösen der Fälle. Und es ist günstig (ca. 20 €) und es muss nichts dauerhaft verändert werden.
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Offline Harry

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #14 am: 23.01.2022 | 22:44 »
Mir gefällt Oath sehr. Derzeit spiele ich es nur deshalb nicht, weil ich meinem Sohn versprochen habe, dass er in der nächsten Partie mitspielen darf, und meine reguläre Gruppe spielt zu spät abends an einem Wochentag, wo der am Folgetag in die Schule muss. Ich hoffe auf Karneval  ;D .

Falls das beim Kaufentscheid hilft: Ich habe die Deluxe-Komponenten aus dem Kickstarter, und die sind toll - notwendig sind sie aber nicht. Ich würde im Budget aber Kartensleeves mit einplanen, die Karten werden viel hin und her geschoben.
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Offline Crimson King

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #15 am: 23.01.2022 | 23:00 »
Mein letztjähriger Liebling Oath: Chronicles of Empire and Exile wird wohl laut der Verlagswebseite auch ins Deutsche übersetzt. Der erfüllt dann auch so ziemlich alle Deine Bedingungen: Variable Spieler*innenzahl okay, fortlaufende "Geschichte", aber nicht unbedingt notwendige laufende Teilnahme aller Mitspieler*innen, problemloser Wiedereinstieg. Es gibt hier im Unteforum einen Thread, wo ich mich ausgiebig über das Spiel ausgelassen habe.

Oath interessiert mich selbst brennend, ist aber kein Legacy-Spiel. Wobei ich persönlich da nicht wirklich einen Unterschied zwischen Legacy und anderen Kampagnenspielen mit durch Spielerentscheidungen getriebener Story mache. Nur hat der Threadersteller explizit nach Legacyspielen gefragt, da antworte ich passend.
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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #16 am: 23.01.2022 | 23:08 »
Das stimmt natürlich, nach strenger Definition ist es kein Legacy-Spiel, weil nichts dauerhaft verändert wird. Allerdings fließen Ereignisse einer Partie in die nächste mit ein, ich hatte daher die Bezeichnung "legacy light" gelesen und als passend empfunden.

Anderes Thema:
Zitat
Microsoft Microsoft Crime City

Gibt es einen Fachausdruck für durch die Autokorrektur verübte "Freud'sche" Fehlleistungen? Falls nicht, sollte einer erfunden werden  ;D .
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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele (und ähnliche Kampagnenspiele)
« Antwort #17 am: 23.01.2022 | 23:16 »
Ich habe den Thread-Titel mal angepasst, da ich schlicht nicht an Kampagnenspiele gedacht hatte, als ich diesen Thread erstellt habe.  ;D
Aber ja, auch solche Hinweise sind willkommen, sofern sie die anderen Rahmenbedingungen des Startposts beachten.

Ich danke nochmal für alle bisherigen Posts und lese gespannt weiter mit.  :d
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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #18 am: 23.01.2022 | 23:36 »

Anderes Thema:
Gibt es einen Fachausdruck für durch die Autokorrektur verübte "Freud'sche" Fehlleistungen? Falls nicht, sollte einer erfunden werden  ;D .

Ach verdammt, den Autokorrekturfehler hatte ich nicht bemerkt.  :o

"MICRO MACRO Crime City", jetzt aber  :d
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Offline klatschi

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele
« Antwort #19 am: 24.01.2022 | 06:32 »
Ach verdammt, den Autokorrekturfehler hatte ich nicht bemerkt.  :o

"MICRO MACRO Crime City", jetzt aber  :d

Wir sind gerade mit MM: Crime City durch.
Als Legacy würde ich das nun aber wirklich nicht bezeichnen, da verändert sich ja nix durch das Verhalten der Spieler und es gibt keine Kampagne oder sonst irgendwas, was aufeinander Bezug nehmen würde. Auch zwischen den Fällen nicht.
Dennoch ein schönes Spiel.

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele (und ähnliche Kampagnenspiele)
« Antwort #20 am: 24.01.2022 | 08:09 »
Wir empfehlen ebenfalls Gloomhaven: Pranken des Löwen und Pandemic Legacy
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Offline Crimson King

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele (und ähnliche Kampagnenspiele)
« Antwort #21 am: 24.01.2022 | 08:58 »
Gute Kritiken gab es für Mechs vs. Minions, bei dem nach jeder Mission ein Umschlag geöffnet wird, der den Content erweitert. In Mechs vs. Minions programmiert man Mechs, so dass sie angreifende Mechs bekämpfen können. Man muss gemeinsam eine Basis vor den Angreifern beschützen. Die bestehende Programmierung lässt sich allerdings nicht nach Belieben überschreiben.

7th Continent ist ein exploratives Abenteuerspiel, bei dem man einen fremden Kontinent (mehr eine große Insel) erforscht, auf der allerlei seltsame Dinge vor sich gehen. Man geht im Wesentlichen dorthin, um einen Fluch los zu werden. Die Kartenmechanik ist angenehm einfach und intuitiv.

Sleeping Gods ist ein Abenteuerspiel im Choose Your Own Adventure-Stil, bei dem man mit einem Dampfschiff in eine Parallelwelt geschleudert wird, die es zu erforschen gilt. Da sind keine Legacy-Elemente drin, aber das Spiel hebt sich vom Stil her von den typischen storygetriebenen Kampagnenspielen ab. Das Spiel wird im Laufe des Jahres auf deutsch erscheinen. Vorher gibt es auch keine Erfahrungsberichte von mir, aber die bgg-Bewertungen sind auch eine Aussage.

« Letzte Änderung: 24.01.2022 | 14:01 von Crimson King »
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele (und ähnliche Kampagnenspiele)
« Antwort #22 am: 24.01.2022 | 14:38 »
Die Kartenmechanik ist angenehm einfach und intuitiv.

I object, no offense please.

Die Kartenmechanik ist clunky. Der zentrale Stapel, den es gibt, ist mit Funktionen sehr überladen (er ist ein Timer, die Gegenstandsliste, eine Art Würfel und Pokerdeck für Erfolgspunkte usw.). Wenn man das getrennt hätte und stattdessen ein Dial für "Zeit bis zum Hungertod" und einen Würfel für "Erfolgssterne" eingeführt hätte, hätte das alles massiv entkrampft und zwar ohne viel Aufwand. Das Hin- und Hermischen eines abgelaufenen Stapels, wenn man quasi kurz vor dem Tod ist, ist mMn sogar konterintuitiv, das Stacken der Gegenstände ist immersionsbrechend und, man verzeihe mir den Ausdruck, hirnrissig und sperrig. (Ich verstehe freilich, um das gleich vorweg zu nehmen, dass es dabei um die Skalierung bei unterschiedlicher Mitspieleranzahl geht - finde ich trotzdem jenseits von Gut und Böse clunky).

Das Spiel ist klasse, keine Frage, aber es ist aus völlig anderen Gründen gut: weil es grandiose Exploration mit der Anforderung an eigenen Hirnschmalz UND echte Aufmerksamkeit vereint, weil diese Soloabenteuer-Sache grundsätzlich sehr originell ist, und weil sie weiterhin so krass ausgereizt wird, dass man oft echt schaut.

Einen weiteren Pluspunkt gibts von mir für den inhärenten, nicht selten dem Spieler gegenüber ziemlich arschigen Humor, der ist gewagt und das honoriere ich.
« Letzte Änderung: 24.01.2022 | 14:40 von Megavolt »

Offline Crimson King

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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele (und ähnliche Kampagnenspiele)
« Antwort #23 am: 24.01.2022 | 14:48 »
Aus meiner Sicht, aber das ist Geschmackssache, werden Spielmechaniken tendenziell besser, wenn sich die Anzahl an Teilelementen verringert, ohne dass dadurch der Entscheidungsraum eingeschränkt wird. Insofern ist das Konzept, die Karten als sowohl Hitpoints als auch als Zufallsmechanismus für die Erfolgsproben zu verwenden, erst mal genial und bringt ein schönes Push Your Luck-Element ein. Ich kann eine Probe sicher machen, indem ich viele Karten nehme, aber dann leert sich der Stapel schneller.

Der zweite Punkt, und ich verstehe deinen Kritikpunkt dahingehend, ist, dass die Karten gleichzeitig auch als Fertigkeiten und Gegenstände funktionieren können. Ja, das hätte man vom HP- und Probenmechanismus trennen können. Ich finde es aber gut, wie es ist, weil es dadurch wie gesagt weniger Teilelemente gibt, die man im Auge behalten muss. Das Spiel wird dadurch weniger kompliziert, ohne an Komplexität einzubüßen.
« Letzte Änderung: 24.01.2022 | 20:04 von Crimson King »
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Re: [Empfehlt mir] Legacy-Spiele (und ähnliche Kampagnenspiele)
« Antwort #24 am: 24.01.2022 | 15:57 »
Ich bin da durchaus beim CK. Gerade weil das Spiel weniger Elemente hat, ist es m.E. weniger kompliziert (welcher Würfel war jetzt für was, und wofür war diese Karte nochmal?).
Die Komplexität bleibt aber vorhanden. Und gerade durch die Mehrfachverwendung eines Elements wird man vor ein paar spannende Entscheidungen gestellt.
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