Autor Thema: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl  (Gelesen 971 mal)

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Online Eismann

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[Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« am: 21.01.2023 | 05:59 »
Moin, zusammen,

Ich kanns einfach nicht lassen. Auch wenn ich beruflich mittlerweile anderweitig beschäftigt bin, treibt es mich doch wieder zur Entwicklung von Rollenspielen zurück. Daher habe ich ein kleines Bastelprojekt begonnen, das gleich mehrere Themen zusammenführt, über die ich die letzten Jahre nachgedacht habe:

1. Painkiller von Judas Priest
Klingt etwas abgehoben, aber ich mag das Album und es lässt sich eine Menge an Settingideen herausarbeiten. Das hab ich schon vor gut 3 Jahren mal gemacht, und nun wird es langsam Zeit das Material mal weiterzuverwenden. https://eisparadies.wordpress.com/2019/06/07/painkiller-das-setting/

2. Dust Bowl
In den 1930er Jahren hat sich im mittleren Westen der USA, um genau zu sein nördliches Texas, westliches Oklahoma, östliches Colorado und westliches Kansas ein menschengemachtes Naturphänomen manifestiert, und zwar eine Mischung aus mehrjähriger Dürre, Heuschreckenschwärmen und riesigen Staubstürmen. Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Dust_Bowl
Die Farmer hatten das Präriegras der von Natur aus recht trockenen, aber fruchtbaren Region mit seinen tiefgehenden Wurzeln weggepflügt und Weizen angebaut. Als dann die Dürre kam, begannen Stürme die Bodenkrume des umgepflügten Landes abzutragen und in Dünen über das Land zu treiben. Die Staubstürme konnten Tage dauern und verdunkelten das Sonnenlicht. Der Sand erzeugte große elektrostatische Spannung und konnte den Lack von Autos abschleifen und ungeschützte Haut ernsthaft verletzten. Viele Menschen sind in dieser Zeit an Staublunge gestorben, da der feine Staub durch jede Ecke in die Häuser eindringen konnte.

3. Ich habe meine ersten Autorenschritte mit Shadowrun 3 gemacht und vorher schon Shadowrun 2 gespielt. Vor einem Jahr habe ich noch einmal SR2 online gespielt, und musste feststellen, dass die Kernmechanik an sich wirklich smart aufgezogen ist. Sie leidet nur unter dem etwas ungeschickt aufgesattelten Regeln und schlecht laufenden Subsystemen wie Matrix und Rigging. Daher habe ich mir vorgenommen sie komplett vom Fleisch zu befreien und neu aufzuziehen. Ich glaube man könnte darauf ein nettes, kleines System für taktische Kämpfe bauen.

In Konsequenz ergibt sich folgendes Setting:
Ort: Mittlerer Westen der ehem. USA.
Zeit: ca. 2100 (drei Generationen ab jetzt)
Setting: Die Hell Bowl
Ein wenig Painkiller, ein wenig Dust Bowl, etwas Mad Max 1, ein wenig Judge Dredd und ein Hauch Wild West
Die Lage 2100: Die USA ist zuerst in zwei größere Blöcke zerfallen, und zwar die Ost- und Westküste (gegebenenfalls mit den großen Seen) auf der einen Seite und dem Rest, als dem eher ländlichen Zentrum und Süden auf der anderen. Später sind beide Blöcke wiederum in divere größere und kleinere Republiken, Konzerndemokratien, Theokratien, Diktaturen etc. zerbröselt. Durch Klimawandel, industrieller Landwirtschaft, exzessiver Verwendung von künstlichen Düngemitteln, Pestiziden und genetisch optimierten Nutzpflanzen wurden die Böden im mittleren Westen immer weiter ausgelaugt. Der Niederschlag ist in vielen Regionen selten und unregelmäßig geworden und Grundwasser über Jahrzehnte so massiv abgepumpt, dass salzhaltiges Wasser aus tieferen Schichten nachgeflossen ist. Große Investmentfirmen, die weite Teile der Äcker aufgekauft und ausgebeutet hatten, haben ihre Anteile in irgendwelche Schrott-Fonds gestopft und abgeschrieben, unrentables Ackerland liegt brach.
Viele Menschen sind in die überquellenden Metropolen geflohen, und nur die stursten und härtesten sind geblieben. Landwirtschaft kann nur noch mit Entsalzungsanlagen und Tausammlern betrieben werden, aber ob Solaranlage, Vieh oder Ackerfrucht, alles droht von immer wieder aufziehenden Staubstürmen zerstört zu werden.
Diese Weiten zwischen den Metropolen gelten mittlerweile mehr oder weniger als rechtsfreier Raum. Highways verbinden zwar die Großstädte, aber Waren-  und Personenverkehr findet nur in schwer bewaffneten Konvois statt, da die "Pains", eine Vielzahl von Motorradgangs, kriminellen Gruppen und bewaffneten Familienclans ihr Unwesen treiben. Kleinere Gemeinden haben daher zum Selbstschutz Milizen gebildet, die oft aber auch nicht viel besser sind als die Pains. (Der Name "Pains" hat seinen Ursprung bei einem Zitat von Präsident James D. Holland der freien Republik Texas, der die kriminellen Banden als "Pain in his ass" bezeichnet hat).
Technologie: Auf der einen Seite gibt es eine Vielzahl von Hightech-Entwicklungen wie Railguns, Bio- und Neurotronics (teils organische Cyberware) und anderen Schnickschnack, andererseits ist die Telekommunikation zwischen den Metropolen eingeschränkt, da es nach einigen militärischen Auseinandersetzungen und dem daraus resultierenden Raumschrott kaum mehr funktionierende Telekommunikationssatelliten gibt und die wenigen massiv gesicherten Sendetürme hauptsächlich dazu verwendet werden, um die Verbindung zwischen den Metropolen aufrecht zu erhalten. Zugriffe aus der "Hell Bowl" werden oft mit Argwohn betrachtet, da sich dort allerlei zwielichtiges Gesindel aus den Metropolen versteckt hält.
Auf der anderen Seite wird in der Hell Bowl alles wiederverwertet oder geflickt, was man finden kann. Selbst genähte Kleidung ist genauso üblich wie vom Sand glattpolierte Pickups, mit Alkohol betriebene Motorräder, Pferde, Repetiergewehre und (seltener) Laserwaffen.
Die Charaktere: "Painkiller" werden all die genannt, die sich mit den Pains anlegen. Das sind seltener Sicherheitskräfte der Metropolen oder Reiter des Tempelstaates Deseret, häufiger aber angeworbene Kopfgeldjäger und "Problemlöser", die gegen Pains vorgehen, sich mit anderen Störenfrieden anlegen oder Jagd auf andere gefährliche Dinge machen, die die staubigen Weiten unsicher machen. Oft ziehen sie herum und bieten jedem seine Dienste an, der bezahlen kann, und so verschwimmt manchmal die Grenze zwischen Pains und Painkiller.
Übernatürliches: Einerseits möchte ich auf das Offensichtliche, also irgendwelche Magie oder Schamanismus verzichten, andererseits fände ich übernatürliche Elemente schon ganz spannend. Meine aktuelle Lösung sieht daher wie folgt aus: Es gab natürlich Versuche das Problem der Staubstürme zu lösen, auch weil sie bis zu den großen Metropolen geweht sind. Außerdem stellen die sie begleitenden massiven elektromagnetischen Störungen ein erhebliches Problem für moderne Elektronik dar. Ein Versuch war einen genetisch modifizierten Pilz auszubringen, dessen Myzelgeflecht dem Boden Halt geben und Wasser speichern sollte. Dummerweise wurde er unplanmäßig von einem ebenfalls genetisch modifizierten Virus verändert, der durch die Injektion seiner DNA in verschiedene Ackerfrüchte größere Resistenzen gegen verschiedene zum Pflanzenschutz genutzte Toxine verleihen sollte. Im Ergebnis breitete sich der Pilz zwar immer weiter im Boden der Hell Bowl aus, aber entfaltete nicht die gewünschte Wirkung. Mittlerweile ist er in fast allen Regionen der Hell Bowl zu finden. Da er aber weder giftig noch sonstwie gefährlich scheint, wird er von den Bewohnern komplett ignoriert. Als tausende Quadratmeilen umspannender Organismus hat der Pilz aber eine Art Bewusstsein entwickelt, und es ist einigen Menschen möglich mit ihm zu kommunizieren, wenn sie seine Früchte, sogenannte Traumtrüffel, konsumieren. Das Zeug wirkt wie eine leicht betäubende und sinneserweiternde Droge, ermöglicht manchen Nutzern aber auch "übernatürliche" Fähigkeiten. Wie genau das aussehen wird, muss ich noch ausknobeln, aber ich glaube da könnte schon einiges gehen.

Regeln: Wie gesagt, ich schraube gerade an den Grundmechanismen von SR2 herum. Ich finde die Methode aus Charakterkompetenz und Waffe des Angreifers auf der einen und aus Rüstung und "Stabilität" des Verteidigers auf der anderen Seite recht dynamisch den Schaden zu ermitteln ganz smart, und ich mag es auch, dass die "Lebenspunkte" nicht einfach immer weiter in die Höhe geschraubt werden. Die grundlegende Mechanik aus Attributen und Fertigkeiten find ich auch ganz charmant, wobei ich glaube ich die Sache auf vier Attribute, drei Pools und eine Reihe Fertigkeiten eindampfen werde. Auch der übliche Werteraum kann kleiner werden, sowohl was die Anzahl der Würfel als auch die Mindestwürfe angeht. Darunter hat SR ziemlich gelitten.
Und ja, ich weiß, dass einige Pipi in den Augen kriegen, wenn es um Poolsysteme geht, aber ich mag es so.

Offene Fragen: Ich muss mich mal über Funkreichweiten, Methoden der Telekommunikation etc. schlau machen, um rauszuknobeln, wie gut oder schlecht das in der Hell Bowl so funktioniert, ohne Satelliten und nur mit wenigen größeren Masten. Wahrscheinlich haben manche Gemeinden etc. ihre eigenen kleinen Netze. Außerdem müsste ich mir die ganze Sache mal vor Ort anschauen. Ich war noch nie in der Region, finde nur die Idee interessant. Ich werde mich vermutlich auf eine "fiktive Region" zurückziehen, aber es sollte ja trotzdem halbwegs on point sein.

Illus: Ich habe wie viele andere auch mit AI-Illus geliebäugelt, aber ich glaube ich werde das nicht nutzen. Ich kenne und schätze zu viele Illustratoren, um damit herumzufummeln. Klar, ist billiger, aber... nein, fühlt sich für mich nicht gut an.
Vom Stil her finde ich die Mischung aus Staubwüste, Moderne, abgenutztem und geflickten Hightech mit einem Hauch (nicht zu viel) Western spannend. Da kann man gestalterisch glaube ich viel rausziehen. Solarzellen, die bei Staubstürmen mit Lederplanen abgedeckt werden, Mad-Max-Karren, Reiter mit Gaussgewehren, vercyberte Sicherheitskräfte mit Jetpacks und verchromten, selbstfahrenden Motorrädern, gepanzerte Konvoi-Roadtrains mit Gun Turrets, da geht einiges.

Mal schauen, wie sich das alles entwickelt. Noch bin ich am Anfang, und sonderlich eilig hab ichs auch nicht. Mehr als lange Schlagwortlisten, Ideenfragmente und Testtabellen fürs System habe ich noch nicht. Ist halt Hobbybastelei.


Ciao,

 Eismann
« Letzte Änderung: 21.01.2023 | 10:35 von Eismann »

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #1 am: 21.01.2023 | 23:50 »
Da muss ich irgendwie spontan an den Roman "Schwere Wetter" von Bruce Sterling denken. Ist jetzt natürlich nicht ganz das gleiche Thema, geht aber auch etwas in die Richtung und vielleicht lässt sich da was entlehnen.

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Wenn häufig schwere Stürme durch die Hell Bowl tobten, könnte es extrem wichtig sein, möglichst genaue Vorhersagen treffen zu können. Sei es, um bedrohte Orte rechtzeitig zu verlassen / zu sicher oder sei es, um im Windschatten der Stürme auf Beutezug zu gehen / diese Beutezüge abzuwehren.

Was das Thema "Übernatürliches" angeht, muss sich das ja nicht gegenseitig ausschließen. Schamanismus ist bei den Ureinwohnern ja durchaus ein Thema und wenn du eh schon Shadowrun ansprichtst, kann es ja zu einem analogen Effekt gekommen sein: Es kehrte zwar keine alte Magie in die Welt zurück, aber die Schamanen waren die ersten, die bemerkten, dass ihre traditionellen Rituale plötzlich ganz neue und mächtige Effekte erzeugen konnten. - Die dann wiederum auf diesen Pilz zurückgehen. Vielleicht ist das sogar eine so neue Entwicklung, dass noch gar nicht (allgemein) bekannt ist, was das Phänomen hervorruft.

Zum Regelwerk: Hat sich CGL eigentlich schon zum Thema "ORC" geäußert? >;D Okay, im Ernst. SR 2nd... :think: Falls du das wirklich als Basis verwenden willst, bist du ja nicht an die SR Traditionen gebunden und evtl. wäre es eine Überlegung wert, zurück auf W10 zu gehen, wie es die Autoren ursprünglich mal vorhatten. Ich glaube, da würden ein paar Dinge etwas runder laufen, auch bei den explodierenden 6en bzw. dann 10en. - Ansonsten, ich weiß ich wiederhol mich da, das Match-System von equinox steht komplett und CC-BY-SA Lizenz, just sayin'. 8]

Artwork: KIs sind ein spannendes Spielzeug, aber ich glaube, von den ethischen Bedenken mal abgesehen werden echte Künstler noch lange nicht völlig überflüssig werden.

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Ich persönlich nutze KI Bilder, weil ich Auftragsarbeiten nicht finanzieren kann und die KI Bilder bei allen Schwächen dann doch mehr Setting wiederspiegeln können, als der Großteil der Stock Arts. Aber wenn ich könnte, würde ich natürlich "echte" Bilder bevorzugen. - Zumindest im Rollenspielkontext. - Von daher :d für deine Entscheidung.

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #2 am: 22.01.2023 | 00:12 »
Grundsätzlicher Ansatz und Atmosphäre holen mich schon mal ab. Nur die Sache mit dem landesweiten Mycel ist, glaube ich, noch nicht so meins. Wobei ich schon mit dem Ansatz sympathisiere, die Magie etwas weniger in den Vordergrund zu stellen als bei Shadowrun. Ich bin mir allerdings auch nicht 100% sicher, was man alternativ machen würde (für ein eigenes Projekt hatte ich mal über einen leichten Lovecraft-Einschlag nachgedacht, aber das war noch ziemlich unausgegoren).

Was die Mechaniken angeht: die variablen Mindestwürfe möchtest Du behalten? Oder eine Art Rückportierung der SR4-Methode auf SR2?

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #3 am: 22.01.2023 | 12:21 »
Och, das Pilz-Mycel finde ich als "Sci-Fi-Erklärung" für paranormalen Firlefanz garnicht so schlecht. Ich würde, was etwaige "Magie" angeht, insgesamt sowieso eher weg von altertümelnden Magievorstellungen gehen, sondern eher in Richtung "Scanners" und "Teufelskreis Alpha".
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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #4 am: 22.01.2023 | 12:33 »
Zum Thema Wettervorhersage: Ja, mangels Satelliten muss man da auf Meldesysteme vor Ort zurückgreifen. In einer Region, wo alles geklaut wird, was nicht niet- und nagelfest ist, ist das natürlich ein Problem.

Übernatürliches: Ich bin mit der Pilzlösung auch nicht 100 prozentig zufrieden, aber ich möchte sowas wie pseudo-indianischen Schamanismus oder "Manaspike, hupps, da isse"-Magie oder andere metaphysische Sachen gerne vermeiden. Eine Droge, die einem die Fähigkeiten ermöglicht, find ich ganz spannend, weil man damit das Risiko der Selbstschädigung bei der Anwendung beibehalten kann.
Was SR2 als Basis angeht: Ich werde das ganze Ding zerlegen und auf links drehen, nicht einfach übernehmen. Vier Attribute, Wertebereich bei Attributen und Fertigkeiten vermutlich erstmal 1-4, Standardmindestwurf ist 4 und wird im Vergleich zu SR deutlich "flacher" modifiziert, dazu andere Schadenswertberechnung bei Waffen, veränderte Panzerungsmechanik usw. Es geht mir nur um die Grundmechanismen. "1W20 unterwürfeln gegen Mindestwurf" ist vermutlich auch nicht OGL-relevant. Sollte das doch irgendwie problematisch werden, bau ich mir halt was neues.
AI-Bilder: Ich habe einfach zu viel mit Artists zu tun, um das guten Gewissens zu machen. Ich habe den Eindruck, dass das Thema viele wirklich persönlich anfasst, und da geht es eben nicht nur um finanzielle Konkurrenz. Aber ja, das könnte dann teuer werden. Hab ich entsprechend noch keine Lösung für, muss ich aber auch noch nicht haben.

Mal so als erster Gedankengang zum Charakterbau:
Attribute:
Geschick 1-4
Konstitution 1-4
Verstand 1-4
Willenskraft 1-4
Immunität (zu Anfang 4) (sinkt, wenn man sich Technik einbaut, da das Immunsystem unterdrückt wird. Fällt es auf 0, bricht das Immunsystem zusammen)
Abgeleitet: Initiative (Geschick + Verstand) / 2 +1W6 (kann man mit Drogen und Biotronics verbessern)
Pools: Action (Geschick), Sozial (Verstand), "Magie" ((Immunität + Verstand) / 2)
Pools können pro Kampfrunde bzw. pro "Szene" (bei Sozial) verwendet werden, um Proben zu verstärken

Dazu kommen dann noch ein paar Fertigkeiten (auch 1-4)

Geschick und Verstand sind jeweils "aktive" Attribute, die Pools füllen, die körperliche oder geistige Aktionen unterstützen, und gewisse Maxima beim Steigern von Fertigkeiten vorgeben etc., Willenskraft und Konsti sind "passive" Eigenschaften, die man bei Vergleichsproben bei körperlichem oder geistigen Schaden verwendet.
Muss ich aber alles noch durchrechnen und durchdenken. Zum Rumprobieren ist das aber schonmal okay.

Parallel zu den Regeln schnitze ich aktuell am Setting rum. Ich werde mal versuchen ein paar erste Locations und NSCs auszuarbeiten, um selbst ein wenig mehr Gefühl dafür zu kriegen, wie das ganze laufen soll. Das ist alles noch etwas squishy. Aber das ist es ja am Anfang immer.
« Letzte Änderung: 22.01.2023 | 12:35 von Eismann »

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #5 am: 22.01.2023 | 19:08 »
Zum Thema Wettervorhersage: Ja, mangels Satelliten muss man da auf Meldesysteme vor Ort zurückgreifen. In einer Region, wo alles geklaut wird, was nicht niet- und nagelfest ist, ist das natürlich ein Problem.

Na, das wären doch perfekte Voraussetzungen für kleine Teams von Storm Chasern, denen eine wichtige Bedeutung zukommt. (Und deren Ausrüstung Begehrlichkeiten wecken könnte.  ;))

Davon mal abgesehen finde ich es übrigens gut, dass du eine klare Vorstellung hat, was die SCs in diesem Setting so tun. Oft bekommt man ein Setting vorgesetzt und dazu nur gesagt: Hier könnte ihr alles spielen, was ihr wollt. Das empfinde ich mitunter als nicht unbedingt so hilfreich, wie es gemeint ist.

Zitat
Übernatürliches: [...]

Hm, wie wäre den ein völlig anderer - okay, ich streiche das "völlig" - Ansatz aus der rein technischen Ecke? Wenn alles von Technik durchdrungen ist, die meisten Menschen eingeschlossen, käme es ja auch einer Form von Magie gleich, wenn man diese manipulieren könnte. Da müsste man nur eine brauchbare Erklärung für finden. Nanotech in Kombination mit E-M-Feldern oder so was vielleicht. :think:

Quasi gemäß des Clarkesche Gesetzes: "Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic."

Zitat
Was SR2 als Basis angeht: Ich werde das ganze Ding zerlegen und auf links drehen, nicht einfach übernehmen. Vier Attribute, Wertebereich bei Attributen und Fertigkeiten vermutlich erstmal 1-4, Standardmindestwurf ist 4 und wird im Vergleich zu SR deutlich "flacher" modifiziert, dazu andere Schadenswertberechnung bei Waffen, veränderte Panzerungsmechanik usw. Es geht mir nur um die Grundmechanismen. "1W20 unterwürfeln gegen Mindestwurf" ist vermutlich auch nicht OGL-relevant. Sollte das doch irgendwie problematisch werden, bau ich mir halt was neues.

Hm, willst du dann Attribute und Fertigkeiten wie bei SR4+ zu Pools addieren? Oder mit maximal 4W gegen 4 würfeln? - Okay, unten sagst du da noch was zu. Das ist echt sehr SR2-like. ;D

Vielleicht lohnt sich für dich aber ernsthaft ein Blick ins Match-System. (Das dort alle Würfel wie beim WEG Star Wars addiert werden, ist ja erstmal unerheblich.) Das System hat 6 Attribute, die 3 Paare aus je einem körperlichen und einem geistigen Attribut bilden und dazu 16 Fertigkeiten. Der Kniff ist jetzt, dass man Attribute und Fertigkeiten frei kombinieren kann, je nachdem, was man gerade tun will. Die Werte gehen dabei jeweils von 1 bis 5. Das lässt auch etwas mehr Abstufung zwischen Anfänger und Profi zu, als die 4W, an die du denkst.

Zitat
Mal so als erster Gedankengang zum Charakterbau:
[...]
Immunität (zu Anfang 4) (sinkt, wenn man sich Technik einbaut, da das Immunsystem unterdrückt wird. Fällt es auf 0, bricht das Immunsystem zusammen)
[...]

Für so ein schlankes System, wäre mir das SR-typische Gerechne mit Essenz oder auch Immunkosten zu kleinteilig. Ich hab mich bei der Adaption des Match-System etwas an Shadowrun Anarchy orientiert. Übertragen auf deine Idee ständen einem Chatakter dann 4 Slots zur Verfügung, in die er bis zu vier Basisimplantate einbauen lassen kann. Diese können dann mit gewissen Upgrades versehen werden. Bspw. würden Cyberaugen einen Slot belegen und man könnte dann die typischen Dinge wie Lichtverstärker und Co. als Upgrades davon erwerben, ohne weitere Immunität zu verlieren. - Ich meine, ohne den magischen Überbau von Shadowrun musst du da ja auch nicht zwingen eine innerweltliche Erklärung aus dem Hut zaubern. (Auch wenn das natürlich immmer Bonuspunkte beim Leser bringt.)

Spontaner Gedanke: Wenn die "Magie" in desem Setting technologisch basiert wäre, könnten Implantate diese im Gegensatz zu Shadowrun theoretisch sogar verstärken, statt diese zu beeinträchtigen. Aber da muss man etwas das Ballancing im Auge behalten.
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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #6 am: 22.01.2023 | 20:23 »
Ich hab nur einmal SR Anarchy gespielt und fand es recht abschreckend. Von daher möchte ich mich damit eigentlich nicht weiter beschäftigen.
Was die Granulierung 1-4 angeht, gehe ich schon davon aus, dass der Range größer werden kann. Die 4 als Maximum sehe ich momentan nur für Startcharaktere. Da geht dann sicher noch etwas mehr. Es soll nur nicht so eskalieren wie oftmals bei SR, was dann die Regelmechanik ziemlich an ihre Grenzen gebracht hat.
Und ja, ist von der Kernmechanik eben stark an SR2 angelehnt. Was Absicht ist. Wie gesagt, ich mag das Kernsystem.

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #7 am: 22.01.2023 | 23:09 »
Tatsächlich habe ich Anarchy gar nicht gespielt, es aber gelesen und ich bin der Ansicht, dass das Booster Konzept durchaus Potential hat und grundsätzlich schon ein eleganter Spielmechanismus im Sinne einer regelseitigen Vereinfachung sein kann. (Ob er es bei Anarchy letztlich in der Praxis auch ist, sei mal dahingestellt.)

Mit SR2 verbinde ich in meiner Erinnerung tatsächlich Dinge wie Kampfpools und Co. Derartige Mechanismen bringen natürlich einen stärkeren taktischen Fokus mit sich. Am Ende ist die entscheidene Frage sicherlich, wie komplex man es gerne haben möchte. Gewisse Elemente der stärker erzählerisch geprägten Systeme bieten in meinen Augen teilweise elegante Lösungen um ellenlange Regelpassagen abzukürzen, aber einen klassischer Spielleiter darf es für mich schon noch geben. :)
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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #8 am: 22.01.2023 | 23:21 »
So hat natürlich jeder seine Vorlieben. Ich persönlich habe aktuell weniger Interesse an narrativ geprägten Systemen.

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #9 am: 22.01.2023 | 23:48 »
So hat natürlich jeder seine Vorlieben.

Absolut! Ich komme ja selber aus der Shadowrun (und später auch noch DSA 4) Ecke und der Erstkontakt mit den "leichteren" Regelwerken wie Savage Worlds oder Fate war ein Kulturschock. Inzwischen schätze ich persönlich eine gewisse Mischform aus diesen beiden Welten, aber wenn man mich vor die Wahl stellen würde, würde ich ein komplexes Regelwerk wie Shadowrun (sagen wir mal 4th Ed. weil ich die sehr mochte) noch immer einem rein narrativen Regelwerk vorziehen. - Aber zum Glück gibt es ja Abstufungen dazwischen. ;D

Und auf deine Ansätze bin ich durchaus gespannt. Vielleicht entdecke ich ja noch neue Ideen. Ich neige in den letzten Jahren eh irgendwie dazu, mir Rollenspiel mehr in Hinblick auf die Spielmechaniken als den Hintergrund anzusehen...
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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #10 am: 23.01.2023 | 13:45 »
Da ich meine Studenten damit immer nerve, hier mal die Basics: Hintergrund, Spielstil, Spielziel, Zielgruppe

Der Hintergrund in einem Satz: Mad Max Western in der Dust Bowl
Spielstil: Klassische Mischung aus Herausforderungsorientiertem Spiel und Charakterkompetenzsimulation
Spielziel: Die Charaktere sind "Painkiller", die als eine Art Kopfgeldjäger in der Hell Bowl gegen "Pains" genannte Gangs, Kriminelle und andere Gefahren vorgehen.
Zielgruppe: Ich bilde mir ein, es wäre für Spieler, die kein Interesse mehr an D&D haben und etwas anderes, crunchigeres jenseits von Fantasy ausprobieren wollen. Aber mal schauen. Ansonsten ist die Zielgruppe "Ich".

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #11 am: 23.01.2023 | 22:11 »
Na, das beobachte ich doch gerne mal!
Vielleicht kann ich mir vom Eismann noch etwas abschauen ;)
Power Gamer: 33% Butt-Kicker: 21% Tactician: 67% Specialist: 42% Method Actor: 88% Storyteller: 75% Casual Gamer: 42%

Spielt zur Zeit: Nix so richtig. Mit etwas Glück aber bald wieder ein bisschen DSA
Würde gern spielen: Witcher, Altered Carbon, Nesciamus, Vampire, 7te See, Cyberpunk ... irgendwas ;)

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #12 am: 24.01.2023 | 20:51 »
Mal was zum warm werden.

Währungen und Tauschwaren
Nach den Freiheitskriegen kursieren etwa zwei Dutzend staatliche Währungen auf dem Territorium der ehemaligen USA, da die verschiedenen Staaten und Territorien oftmals ihre eigenen Währungen herausgeben. Der Versuch der Allianz freier amerikanischer Staaten den US-Dollar als Währung beizubehalten scheiterte schnell an der schieren Geldmenge. Hinzu kommen die teils nur digital existierenden Konzern-Scripts, währungsartige Wertmarken wie die MVCC (Minoan Virtual Credit Currency), die ursprünglich nur in den Geschäften und Online Shops des jeweiligen Konzerns gegen Waren getauscht werden konnten, teils aber als Ersatzwährung Verwendung finden. Entsprechend kursieren in der Hell Bowl Deseret Schekel, texanische Silberdollar und allerlei andere Währungen, wobei viele Händler aber wenig motiviert sind sich mit eher obskureren Zahlungsmitteln herumzuschlagen. Sehr viel beliebter sind Tauschgüter wie Alkohol, der auch als Treibstoff fungiert, Munition in den üblichen Kalibern und Dosennahrung. Besonders Konserven von General Sniders gelten hier als Qualitätsgarant. Bei größeren Transaktionen wird aber auch auf Gold in Form von Nuggets, Münzen oder Barren zurückgegriffen. Ansonsten wird enzig der texanische Silberdollar, solange er als tatsächliche Münze vorliegt, gerne akzeptiert. Die Schekel der Reiter aus Deseret werden zwar bisweilen eher zähneknirschend angenommen, aber hauptsächlich um Ärger mit den Reitern zu vermeiden, die stets darauf bestehen jedwede Dienstleistung und auch das letzte Glas Wasser ordnungsgemäß zu bezahlen, egal wie sehr der Gastgeber beteuert, dass es sich um ein Geschenk handelt.

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #13 am: 25.01.2023 | 22:09 »
Willst du regelseitig konkrete Kosten für Waren und Dienstleistungen festlegen und den Charakteren ein zählbares Vemögen geben oder ein eher abstraktes System nutzen? Das bestimmt ja auch irgendwie das Spielgefühl mit. Zu deinem Ansatz, auch Tauschgeschäfte einzubeziehen, würde ja tendenziell eher ein System ohne Preisschilder auf Dollar und Cent passen. Beispielsweise ein "Attribut" Ressourcen mit dem man einfach eine Probe gegen Mindeswurf x ablegen kann, ob man das gesuchte a) überhaupt findet und b) jetzt gerade etwas - sei es Geld oder ein Tauschobjekt - zur Verfügung hat, womit man "bezahlen" kann. Das Problem daran ist natürlich etwas, dass in deinem Settingentwurf Geld vermutlich eine starke Triebfeder der SCs sein dürfte, was einem abstrakten System dann etwas zuwider läuft. :think:
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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #14 am: 25.01.2023 | 22:34 »
Ich werde recht sicher konkrete Kosten verwenden und da einfach eine Umrechnung machen. Vielleicht nehm ich da den texanischen Silberdollar als Standard. Oder Pistolenpatronen, mal schauen. Das hat in DSK auch ganz gut funktioniert.

Momentan überlege ich ein wenig über die Nachfolger der Mormonen nach. Ist ja immer etwas heikel, wenn man mit realexistierenden religiösen Gemeinschaften herumhantiert. Ich tendiere da momentan zu einer weiteren "göttlichen Offenbarung" wie Smith sie damals hatte, um die Begründung eines theokratischen Staates und Gewaltanwendung gegen Ungläubige zum Schutze des Staates zu legitimieren.
« Letzte Änderung: 25.01.2023 | 22:36 von Eismann »

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #15 am: 25.01.2023 | 23:22 »
Ich werde recht sicher konkrete Kosten verwenden und da einfach eine Umrechnung machen.

Ist in dem Setting vermutlich tatsächlich die sinnigste Lösung, wenn ich etwas darüber nachdenke.

Zitat
Momentan überlege ich ein wenig über die Nachfolger der Mormonen nach. Ist ja immer etwas heikel, wenn man mit realexistierenden religiösen Gemeinschaften herumhantiert. Ich tendiere da momentan zu einer weiteren "göttlichen Offenbarung" wie Smith sie damals hatte, um die Begründung eines theokratischen Staates und Gewaltanwendung gegen Ungläubige zum Schutze des Staates zu legitimieren.

Ich hab bei meinem Setting auch bewusst lauter fiktive Religionen / Kulte (allerdings schon mit gewissen Referenzen) erfunden, wobei das aber auch etwas weiter in der Zukunft angesiedelt ist. Auf dieses potentielle Minenfeld wollte ich mich nicht unnötiger Weise begeben. Bei Near Future Settings ist der Spagat zwischen Verfremdung und suspension of disbelief natürlich etwas größer.
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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #16 am: 26.01.2023 | 01:05 »
Um die Suspension of Disbelief mach ich mir da weniger Sorgen. Ich denke ich werde da schon ein paar interessante Weiterentwicklungen finden, die nicht völlig abwegig sind. Ich muss mich dazu nur nochmal in das Thema einlesen.
Religionsgedöns kann aber dazu führen, dass sich irgendwer auf die Füße getreten fühlt, und das kann heutzutage zu Heckmeck führen. Da greift zwar die Kunstfreiheit, aber man muss es ja nicht zwingend unnötig provozieren.

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #17 am: 26.01.2023 | 21:32 »
Wow, hab den Thread erst jetzt gesehen. Das hört sich eigentlich super interessant an, die Setting Idee ist cool und SR2 ist zwar schon irgendwie komisch, aber da hatte ich auch viel Spass beim spielen, ist irgendwie in guter Erinnerung.

Nur .....

Ein Versuch war einen genetisch modifizierten Pilz auszubringen, dessen Myzelgeflecht dem Boden Halt geben und Wasser speichern sollte.

Oh nein, echt jetzt ein Myzelgeflecht? Blos nicht das, das erinnert zu sehr an Star Trek Discovery und in meinem Fall ist das keine sehr gute Assoziation. Hier ein paar Alternativen:

  • Aktiv-Genmanipulierende Düngemittelrückstände im Wüstenboden
  • Radioaktive Heuschrecken, die Menschen beisen und zu Superhelden Machen
  • Manipulierbare Nanitenwolken in den Wüstenstürmen
  • Alien/Konzern/Fanatiker Experimente an Menschen
  • Mutanten, hatten wir schon mutanten?

Egal was, nur keine Myzel-Netzwerk ......

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #18 am: 27.01.2023 | 18:00 »
Das Myzel ist erstmal nur ein Platzhalter, ich bin da auch nur halb zufrieden mit. Was mir dabei aber wichtig ist, ist, dass es sich eben über das Land erstreckt und dadurch bestimmte Wirkungen entfalten kann. Ich tendiere momentan zu einer mutierten Form von Pando (https://de.wikipedia.org/wiki/Pando_(Baum)), die hauptsächlich aus einem weiten Wurzelgeflecht besteht. Utah ist fast um die Ecke, da passt das ganz gut, und es ist halt kein Pilz (war mir wiederum zu sehr Resident Evil gewesen wäre, Discovery hab ich nicht gesehen, zu schlechte Rezis), könnte sich aber so auch über tausende Quadratkilometer erstrecken.

Ansonsten überlege ich momentan über das Thema KI herum, weiß aber noch nicht, ob ich es mit drin haben will. Es spukt mir das Konzept eines flüchtigen Sexroboterbastlers herum, der wegen seiner Blasphemie von den Reitern von Deseret (als reaktionäre, aggressive Spinner) gejagt wird. Vielleicht hat er sich aus zusammengeschalteten Neurotronics eine KI-betriebene Furryfreundin gebaut. Quasi ein Amalgan aus dem AI- und dem Furrythread ;)
Aber das ist noch nur Spinnerei.
« Letzte Änderung: 27.01.2023 | 18:03 von Eismann »

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #19 am: 27.01.2023 | 21:33 »
Religionsgedöns kann aber dazu führen, dass sich irgendwer auf die Füße getreten fühlt, und das kann heutzutage zu Heckmeck führen. Da greift zwar die Kunstfreiheit, aber man muss es ja nicht zwingend unnötig provozieren.

Vielleicht kann man auch irgendeinen antiken Kult reaktivieren. Aton oder Mithras vielleicht? :think:

Das Myzel ist erstmal nur ein Platzhalter, ich bin da auch nur halb zufrieden mit. Was mir dabei aber wichtig ist, ist, dass es sich eben über das Land erstreckt und dadurch bestimmte Wirkungen entfalten kann.

Hm, da könnte man ja theoretisch schon einen technologischen Ansatz (mit) einbringen. Vielleicht hat man im Kampf gegen die Dürre darauf gesetzt, Wolken mit Nanobots zu impfen. Da hat zwar nicht funktioniert, aber die Bots haben sich am Boden mit Pflanze, Mikrobe etc. x zu einer symbiontischen Lebensform vereinigt, wobei die biologische Komponente die Vernetzung über die gesammte Bowl beisteuert und die Nanos eine technologische Schnittstelle bilden, über die man extern auf das Gebilde zugreifen kann bzw. die dann wiederum selber Technologie beeinflussen kann. - So als Ausgangsidee zur Weiterausarbeitung.

Zitat
Ansonsten überlege ich momentan über das Thema KI herum, weiß aber noch nicht, ob ich es mit drin haben will. Es spukt mir das Konzept eines flüchtigen Sexroboterbastlers herum, der wegen seiner Blasphemie von den Reitern von Deseret (als reaktionäre, aggressive Spinner) gejagt wird. Vielleicht hat er sich aus zusammengeschalteten Neurotronics eine KI-betriebene Furryfreundin gebaut. Quasi ein Amalgan aus dem AI- und dem Furrythread ;)
Aber das ist noch nur Spinnerei.

Dr. Soong? ;D Aber hinter so einem Duo wären sicher auch noch ganz andere Leute aus den verschiedensten Gründen hinterher. Klingt grundsätzlich spannend. :d


PS: Spontaner Gedanken, was, wenn auf dem Baum-Nano-Netzwerk eine KI läuft? (Die muss ja nicht zwingend über ein Selbstbewusstsein verfügen, um den Twist zu bilden.)
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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #20 am: 27.01.2023 | 23:43 »
Das Myzel ist erstmal nur ein Platzhalter, ich bin da auch nur halb zufrieden mit. Was mir dabei aber wichtig ist, ist, dass es sich eben über das Land erstreckt und dadurch bestimmte Wirkungen entfalten kann. Ich tendiere momentan zu einer mutierten Form von Pando (https://de.wikipedia.org/wiki/Pando_(Baum)), die hauptsächlich aus einem weiten Wurzelgeflecht besteht. Utah ist fast um die Ecke, da passt das ganz gut, und es ist halt kein Pilz (war mir wiederum zu sehr Resident Evil gewesen wäre, Discovery hab ich nicht gesehen, zu schlechte Rezis), könnte sich aber so auch über tausende Quadratkilometer erstrecken.

Finde ich als Idee schon deutlich besser - wie Dimmel habe ich einfach keine guten Assoziationen mit Pilzgeflechten  ;D
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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #21 am: 27.01.2023 | 23:49 »
Der Knackpunkt ist natürlich: Je mehr SciFi-Technobabble man einfügt, also KIs, Nanotech, kalte Fusion etc., desto mehr droht es zur SciFi-Kitchen Sink zu werden. Daher versuche ich das momentan nicht zu sehr wegwuchern zu lassen. Entsprechend amüsiert mich der Sexbot-KI-Gedanke zwar, aber vielleicht findet sich da noch eine andere Lösung.

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #22 am: 31.01.2023 | 12:51 »
Ich hab mal den Fluff für ein paar Beispielcharaktere grob runtergeschrieben, um mal ein Gefühl dafür zu kriegen, was und wie man Painkiller so spielt.

Doc
Ärzte sind rar gesät in der Bowl, daher gibt es für dich genug zu tun. Ob eine Kuh kalbt oder ein Kind zahnt, ob ein Blinddarm entfernt oder eine Schusswunde versorgt werden muss, man kommt zu dir. Die Farmer und Schrauber besitzen zwar wenig, aber ihr Dank und Respekt ist dein stetiger Begleiter. Doch die armen Seelen, die einen Überfall der Pains überlebt haben, das ist eine andere Geschichte. Oft genug sind sie so schlimm zugerichtet, dass sie die beneiden, die schnell gestorben sind, und ihre Seele kann kein Priester der Welt mehr heilen. Mehr als einer ist auf deinem Tisch unter Qualen verendet, die du deinem ärgsten Feind nicht wünschen würdest. Daher hast du dich dazu entschlossen das Schild auf „closed“ zu drehen und dich denen anzuschließen, die sich der Landplage der Pains entgegenstellen, entweder um dich um ihre Verwundungen zu kümmern oder um selbst die Waffe in die Hand zu nehmen. Denn ist Prävention nicht immer besser als Behandlung? 

Ex-Pain
Du hast auf der anderen Seite mitgespielt, und das war ein Fehler. Eine Weile ging es gut, und das Plündern, Morden und Rauben ging dir gut von der Hand. Aber vielleicht ist deine Gang zerschlagen worden oder du hast dich schlicht sehr, sehr unbeliebt gemacht. Nun bist du ohne deine Ersatzfamilie in der weiten Leere der Hell Bowl unterwegs, und sollte irgendjemand hinter dein kleines, schmutziges Geheimnis kommen, wirst du am nächsten Laternenpfahl baumeln. Denn mit Pains wird kurzer Prozess gemacht. Was liegt also näher als dich ein paar anderen, hartgesottenen Typen anzuschließen, den Painkillern. Und da du dich mit den Pains gut auskennst, kannst du ihnen sicher ausgesprochen nützlich sein. Die Bowl ist dein Zuhause, du bist hart im Nehmen und weißt, wo sich die Pains herumtreiben und wie sie vorgehen. Sei nur vorsichtig, dass du nicht zu nützlich bist. Denn auch Painkiller sind nicht auf den Kopf gefallen, und sie tragen ihren Namen zurecht.

Konvoifahrer 
Schon in jungen Jahren war dir klar: Die stinkenden Slums bleiben nicht dein Zuhause. Du wolltest raus, Abenteuer erleben und riskante Jobs annehmen. Die, die so richtig Kohle einbringen. Vom Konvoihelfer über Bordschütze zum Kapitän eines Road Trains hast du es gebracht, ein Veteran auf den staubigen Pisten, der schon mehr Geld versoffen, verzockt und verhurt hat als so mancher Straßenhändler oder Lohnsklave in seinem ganzen Leben sehen wird. Denn wer jeden Tag sein Leben riskiert, sollte auch jeden Tag genießen können. Aber nichts wärt ewig. Vielleicht hast du zu oft zur Flasche gegriffen, hast gegenüber der falschen Nutte die nächste Route herausgeplappert oder warst schlicht der Sündenbock, als dein Chef Gelder für Wartung und Reparaturen unterschlagen hat. Und nun stehst du hier draußen in der Bowl, gewöhnt an Staub, Gefahr und gute Bezahlung. Was läge da näher als dich einer Gruppe Painkiller anzuschließen?

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #23 am: 1.02.2023 | 19:54 »
Nice. :d Darf ich auch einen Charakter vorschlagen? :)

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #24 am: 2.02.2023 | 14:43 »
Mja, Drohnen, Roboter usw. sind auch noch so ein Thema. Da muss ich mal in Ruhe drüber nachdenken, wie ich das handhaben möchte. Momentan tendiere ich eh dazu zeitlich etwas näher an heute ranzurücken, damit ich mich nicht mit zu viel SciFi-Gedöns rumschlagen muss.