Autor Thema: Welches System macht euch am meisten Spass (aktiv) zu leiten und warum?  (Gelesen 4589 mal)

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Online cyrion

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Bei mir ist es auch nicht ein System das ich nennen kann.

1. Conan 2d20, das den Pulp verdammt gut abbildet

2. Mythras, mMn die beste Weiterentwicklung der BRP

3. Warhammer 4 ed., Die Welt ist genial und die 4. Edition behebt mMn mehr Problem als sie macht.

Ansonsten leite ich gerne fast jedes System bei dem die Spieler mitspielen...

Online bolverk

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PbtA, explizit Monster of the Week und - aus aktuellem Anlass - gerade Stonetop. Das belastet mich nicht damit, irgendwelche initiativelisten zu erstellen und abzuarbeiten oder 14 Angriffswürfe zu würfeln. Ich mache das, was mir Spaß macht: Beschreibungen, NSC ausspielen, etc.
Hätte nie gedacht, dass mir das würfeln so wenig fehlen würde. Aber ich bin echt froh, mich nicht damit abgeben zu müssen (beim Spielen liebe ich es allerdings zu würfeln).
"Anyone can be a winner if their definition of victory is flexible enough."
- DM of the Rings

Offline Alter Weißer Pottwal

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1. FFG Star Wars
Die Mechanismen mit den Spezialwürfeln sind für mich im besten Sinne "spielerisch". Viel besser geht es für mich nicht.

2. D&D5
Einfache Grundmechanismen womit das Leiten ganz einfach von der Hand geht. Wenn die Spieler ihre Charaktere kennen, ist das für mich auch ein ziemlich optimales System zum Leiten.

3. Dungeon World
Das Spielen in Gesprächsform und die verschiedenen Spielzüge verregeln für mich perfekt die Narration. Wenn man mal drin ist, läuft das ganz von alleine, auch wenn es zu Beginn etwas arg "mechanisch" wirkt.
spielt: Labyrinth Lord bei Fezzik
leitet: FFG Star Wars
plant: D&D5 Unterwasser-Kampagne

Offline Oberkampf

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Nummer 1: New Hot Shit

Der jeweilige neue heiße Scheiß, den ich gerade ausprobiere, weil ich hoffe, dass er ein paar Sachen besser (nach meinen Vorlieben) behandelt als der letzte heiße Scheiß. Wenn ich könnte, würde ich alle 6 Monate ein neues System leiten.

Nummer 2:D&D 4. Edition

Tatsächlich das Rollenspiel, das vom Powerniveau, Balancing, Komplexität, Vielseitigkeit und anderen Details eine gute Möglichkeit für actionreiche Fantasy ist, wie ich sie ganz gerne leite. Es ist zwar nicht ohne Probleme, Kämpfe ziehen sich z.B. etwas in die Länge und die publizierten Abenteuer sind... weniger gut, aber wenn ich eine Gruppe fände, würde ich das gerne leiten.

Nummer 3: 13th Age

Hierfür spricht eigentlich das gleiche wie bei D&D4, die Probleme sind andere als bei D&D4, aber für meine Vorlieben an entspannter, actionreicher, heroischer Fantasy ist es ebenfalls bestens geeignet.

Nummer 4: Midgard (Houseruled edition)

Das erwähne ich, weil ich es 100 Jahre lang in meiner verflossenen Jugend geleitet habe und eventuell mit einer neu überarbeiteten Edition und einem neuen Berg Hausregeln wieder leiten würde. Wenn ich irgendwann mein privates Herzschmerz-Fantasyrollenspiel schreibe, wird einiges einfließen, was ich durch Midgard kennengelernt habe.

Gibt noch ein paar andere Sachen, die ich ganz ok finde und ein paar, die ich gerne ausprobieren würde (siehe Nummer 1: The Hot Shit, z.B. Shadow of the Demon Lord), aber die genannten sind die Systeme, an denen ich über längere Zeit am meisten Freude hatte.

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Offline Sard

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Für mich

1. Hârnmaster, 3rd edition.
Die Regeln passen mehr als perfekt zum Setting und ich fühle mich im Kern so fit damit, dass das Spieltempo nicht gebremst wird (meine Wahrnehmung). Ich liebe den Detailreichtum und die Spezialisierungsoptionen ohne dass alles irgendwie bremst oder aufhält.

2. MYZ-Engine.
Recht simple und ordnet sich dem Setting imho perfekt unter, der Spielfluss funktioniert. Gleichzeitig ist das Regelwerk sehr konkret.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand. Niemand glaubt mehr davon zu brauchen als er hat." René Descartes

"Der Wein muß in den Koch hinein". (Daniele Persegani, Fernsehkoch bei "alicekochen".)

Offline Haukrinn

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1. Zu den Pbta-Antworten: Warum ist "Als SL keinen Aufwand haben" ein Argument? Für mich ist das mitunter, was das SL sein ausmacht.

"Kein Aufwand" ist falsch. Keinen "Vorbereitungsaufwand". Du hast als SL im Spiel mehr als genug zu tun, aber Vor- und Nachbereitung bleiben auch beim Kampagnenspiel übersichtlich. Trotzdem kommt man auch bei pbta da nicht drumrum, wenn man es ernst meint. Fronten bzw. Gefahren wollen weiter ausgearbeitet werden, und Karten, NSC und Custom Moves gehören da eigentlich auch fest zum Programm. Das eigentliche Ding ist aber:

2. Warum ist es derart in Verruf geraten, sich als SL an eine Art Drehbuch zu halten? Ist ein gescheiter Plot nicht interessanter als random Randomness?

Ist es nicht. Das ist nur nicht das, was viele pbta-Fans spielen wollen. Ich wollte auch schon vor pbta immer mit einer definierten, gut ausgearbeiteten Startsituation loslegen und dann das Spiel selbst die Sache entwickeln lassen. Dann "erspielen" sich nämlich alle am Tisch das Geschehen, und der SL wird nicht zur Person, die einen Plot abarbeitet. Das hat im Übrigen nix mit Zufall zu tun - Plot in pbta entsteht durch Entscheidungen und Konsequenzen, nicht durch Zufall. Der treibt maximal die Eskalation bzw. deren Geschwindigkeit voran.
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Offline DocMorbid (Eric Nowack)

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Shadowrun 3.01 hat damals sehr viel Spaß gemacht. Die neueren Editionen kenne ich leider nicht mehr.
Im Allgemeinen leite ich aber am liebsten meine selbst entwickelten Systeme. Über die Jahre hat sich mein Geschmack (zum Glück, wie ich finde), von komplexen und kleinkarierten Regelwerken  wegbewegt.

Offline Rentin

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Savage Worlds mit den aktuellen Regeln. Easy Peasy zu leiten, Vorbereitungszeit minimal (Hintergrund ausdenken zählt für mich nicht dazu, dass kommt mit dem Spiel).
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Online Sashael

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Den Thread hab ich voll verpasst. ;D

1. Itras By
Das ultimativ einfachste narrative System, das man so leicht für alles benutzen kann, solange man mindestens eine Ausgangslage und eine grobe Settingidee hat, dass ich damit von Jim Henson über Steampunk bis Horror schon alles als Oneshot geleitet habe.

2. D&D4
War zumindest meine Lieblingsversion beim Leiten. Hat den Nachteil, dass man Spieler braucht, die sich nicht regeltechnisch von vorn bis hinten bespaßen lassen wollen.
Aber dann rockt es einfach.

3. Broken Compass / Household
Der Goldene Mittelweg zwischen Itras By Offenheit und D&D4 Crunch-Fest.
Anpassbar, superschnell, einfach zu lernen und trotzdem eine gesunde Regellast, die zu Würfelspanning am Tisch führt.
"Ja natürlich ist das Realitätsflucht. Was soll daran schlecht sein? Haben Sie sich die Realität in letzter Zeit mal angesehen? Sie ist grauenhaft!"


Leitet Itras By mit Battlemap. ;D

Online Weltengeist

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Habe hier damals nicht geantwortet, weil wir schon so viele solcher und ähnlicher Threads hatten, dass ich das Gefühl hatte, mich zu wiederholen. Aber wenn's unbedingt jemand nochmal lesen will:

Savage Worlds, seit dreieinhalb Jahren ohne Unterbrechung (und auch ohne Ende in Sicht). Warum? Weil es eines von ganz wenigen Universalsysteme ist, die wirklich universell sind und nicht erst noch mit "du musst dann nur noch diese speziellen Magieregeln dazubauen" etc. gepimpt werden müssen. Weil es kompakt genug ist, dass sogar ich mir die Regeln merken und damit problemlos auch am Spieltisch noch unerwartete Situationen und Gegner improvisieren kann. Weil es zugleich crunchy genug ist, dass taktisches Spiel und differenzierte Figurenentwicklung möglich ist. Weil es am Spieltisch rund läuft und immer wieder für erinnernswerte Szenen sorgt.

Für all das verzeihe ich ihm sogar die mir eigentlich so verhassten Gummipunkte...
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat." (Juli Zeh, Unterleuten)

Spielt derzeit: The Wild Beyond the Witchlight (Savage Worlds - Prismeer), Troubleshooter (Savage Worlds - Starfinder)
In Vorbereitung: -

Offline PzVIE

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Star Wars (Genesys-System); Edge of the Empire. Auch verwendet für Indiana Jones Adventures. Bei diesem System fällt mir das Leiten wirklich leicht. Simple Regeln, einfache NPCs, und ein flotter Spielablauf. Und sehr flexibel und universell.
Gefällt mir noch besser als Savage Worlds.

Offline First Orko

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Savage Worlds, seit dreieinhalb Jahren ohne Unterbrechung (und auch ohne Ende in Sicht). Warum? Weil es eines von ganz wenigen Universalsysteme ist, die wirklich universell sind und nicht erst noch mit "du musst dann nur noch diese speziellen Magieregeln dazubauen" etc. gepimpt werden müssen. Weil es kompakt genug ist, dass sogar ich mir die Regeln merken und damit problemlos auch am Spieltisch noch unerwartete Situationen und Gegner improvisieren kann. Weil es zugleich crunchy genug ist, dass taktisches Spiel und differenzierte Figurenentwicklung möglich ist. Weil es am Spieltisch rund läuft und immer wieder für erinnernswerte Szenen sorgt.

Für all das verzeihe ich ihm sogar die mir eigentlich so verhassten Gummipunkte...

Same hier - nur, dass ich die Bennies sogar mag  ;D Ansonsten bin mittlerweile ein Fan von Allem, wo ich als SL möglichst wenig Vorbereitung habe. Bei SaWo kann ich Gegner gut improvisieren, aber ich hab Null Bock und Zeit, mich mit langen Statblöcken, Sonderfertigkeiten, Magie von NSC auseinander zu setzen.
Dementsprechend sind meine Favoriten:
  • PbtA
  • Fate
  • Blades in the dark (als bisher einziges Forged in the dark-Spiel
It's repetitive.
And redundant.

Discord: maniacator#1270

Dir ist schon klar, dass es in diesem Forum darum geht mit anderen Leuten, die nix besseres mit ihrem Leben zu tun haben, um einen Tisch zu sitzen und sich vorzustellen, dass wir Elfen wären.

Offline NekoNeko

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Ich habe in all den Jahren Rollenspiel als Spieler viele Systeme gespielt aber als es ans selber meistern ging war die Wahl für mich schnell bei DnD 5e. Grund: Regeln und ein Setting, dass so eingängig ist, dass auch Anfänger Meister und Spieler sich schnell einfinden.

Dazu noch so viel Material (Quellenbücher, Romane, Comics, Computerspiele, Filme), aus dem man sich bedienen kann und zu dem man dann auch adaptierbares Regel Material findet, dass man wirklich ganz sanft in die neue Rolle des Spielleiters hineinwachsen kann.
NekoNeko ist jemand, der mit originellen Ideen alles nur noch schlimmer macht.