Mein Eindruck, dass Magie/Götterwirken keine einheitliche Antwort haben, insbesondere vor dem Hintergrund sonst sehr deutlicher (konkreter) Setting-Gestaltung, trügt nicht, oder?
Medieval fantasy bleibt da eine letzte Note schuldig, bzw. überantwortet diese dem jeweiligen pHârn?
Hinsichtlich BRP/Mythras/D100:
HM-Zauber übernehmen macht mich nur begrenzt glücklich. Die angebotenen Zauber lösen in mir eine Frage nach Balance aus. Das kann man auf abstrakter Ebener natürlich beiseite schieben, gibt es ohnehin nicht/kaum, aber praktisch sollte für SCs (und deren Spieler) zumindest ein Interesse aufkommen, das dann nicht in Frustration untergeht.
Deep Magic ist nicht uninteressant - und ich habe das nur noch halb im Kopf, fürchte ich - verwirklicht aber weitgehend ein Noun+Verb System, oder? Siehst du da konkrete Vorteile gegenüber Mythras Sorcery&Shaping, das einem dabei noch ein paar Effekte an die Hand gibt und die Parameter für Reichweite und Dauer festlegt?
(Das entführt den Thread nun etwas, aber ich bin mir auch nicht sicher, ob es einen neuen Wert ist und hänge mal meine aktuellen Gedanken an:)
Ich hatte ansonsten etwas über klerikale Magie in Mythras nachgedacht. Ich lasse mal meine Stichpunkte zu passenden miracles innerhalb Theisms hier, wie ich sie mir für Larani vorstellen könnte:
Initiate: True (Sword), Steadfast, Shield, Perseverance, Lay to Rest, Sacred Band, Aegis, Heal Wound
Acolyte: Pacify, Excorcism, Consecrate, Fortify, Dismiss Elemental
Priest: Excommunicate, Elemental Summoning, Awaken, Resurrect
Hintergrund meiner Planungen, in denen Priester eine Option für meine Spieler darstellen sollen:
Ich würde gerne eine Kamapgne in Chybisia beginnen, und habe mir überlegt für unsere nächste Runde ein paar deutliche Vorgaben zu machen, und mich vorab etwas auszuleben in der Abenteuer-/Kamapgnenplanung. Soweit ich das sehe, haben wir in Chybisia ein Königshaus, das zugleich Melderyn und Kaldor bei der Stange halten muss und abseits einiger günstiger Handelswege nicht allzu viel auf seiner Seite hat.
Meine Überlegung hier: Ein paar Gruppierungen/Lehrmeister:innen festlegen, die alle das weitere Umfeld des Königshauses ausmachen, bei der Charaktererschaffung in Mythras als Cult definieren und somit eine Verbundenheit mit dem Setting schaffen und einen größeren Kosmos aufbauen, der auch den ein oder anderen Tod eines SC/weitere SC hergibt. Potentielle SC müssten sich dann beispielsweise (unvollständig) so verorten:
- Bastardsohn
- Handelskontakt
- Lehrling des Familienratgebers/Kontakt in die Gilden
- Kontakt in der königlichen Garde
- Lehrling des Abgesandten Magiers aus Melderyn
- Tochter/Sohn eines Hodiri/Pagaelin, der dem König die Treue geschworen hat
- Kontakt zu religiösen Orden
- Kontakt zu den Lia-Kavair
Das Umfeld "Königshaus Chybisia" blickt dann wahlweise in Richtung Thronfolge in Kaldor, bei dem Chybisia unter die Räder gerät, oder selbiges in Bezug auf die Klüngeleien diverser Kabale in in Melderyn.
Ergebnis wäre dann ein erweitertes Königshaus, aus dem sich die Charakter rekrutieren, und das in die Machtkämpfe Hârns gerät, wobei natürlich ein Artefakt (Tor?) der Erdmeister den McGuffin übernimmt.
Als Einstiegsabend stelle ich mir einen klassischen Dungeoncrawl vor, der die Gruppe mit den Earthmastern verbindet und eine Form der
chosen one(s) ableiten lässt, und System+Setting etwas einführt. Daran schließen sich Schwierigkeiten am Hofe an, die es zu einigen gilt; es folgen politische Schwierigkeiten, die irgendwie Bezug auf das ursprüngliche Artfefakt nehmen und dann in Kaldor/Melderyn auszutragen sind, wobei natürlich das eigene Königshaus und Reich zu bewahren ist. Den Abschluss bildet dann ein wie auch immer geartetes Drama um das Artefakt(tm).