Autor Thema: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan  (Gelesen 3083 mal)

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Offline Lyonesse

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #25 am: 25.12.2025 | 17:38 »
Ich hoffe ja, dass anders als bei Emmerichs Troja hier das Wirken der Götter nicht völlig aus dem Plot entfernt wurde. Das machte für mich schon immer sehr den Reiz bei Homer aus, dass da mächtige übernatürliche Schachspieler die Helden herumschieben.
Ich fand das eine der besseren Ideen in Petersens Film, dass die Götter nur indirekt wirkten. Das andere hatten wir doch schon: etwa in Clash of the Titans (1981), und da war das direkte Auftreten der Olympier auch nicht ganz so prickelnd - obwohl, Ursula Andress als Aphrodite war schon ganz ok.
Der Trailer ist jedenfalls ganz nice und Nolan scheint auch Fantasy-Elemente (etwa Polyphem) aus der Vorlage eingearbeitet zu haben. Die schwarze Bronzerüstung ist vermutlich eine Einzelanfertigung (für einen König?). Aber schon seltsam, was die auf einmal alle mit Odysseus haben.


Das kommt jetzt zwar ein wenig überraschend, aber Zeus ist offenbar ein eingefleischter Disco-Fan.
« Letzte Änderung: 25.12.2025 | 20:39 von Lyonesse »

Offline Feuersänger

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #26 am: 25.12.2025 | 18:25 »
Neue Screenshots geleakt! Noch nie dagewesene Tricktechnik!



Spaß beiseite -- ich finde Nolan sowieso dermaßen overrated, für mich ist der Name mittlerweile Grund genug, einen Film aktiv zu vermeiden. Der Typ halt EINMAL EINEN (1) guten Film gemacht, und ansonsten halt nichtssagende Dutzendware oder völligen Rotz, darauf fall ich nicht nochmal rein.
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Offline Menthir

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #27 am: 25.12.2025 | 18:39 »
Ich freue mich tatsächlich auf den Film. Wenn Nolan seine klassische Erzähltechnik anwendet, finde ich die Odyssee über Gebühr dafür geeignet.
Die Technik dreht sich hauptsächlich um die komplexen, nicht-linearen Erzählstrukturen Nolans, der oft mit verschachtelten Handlungen, Rückblenden und überraschenden Wendungen arbeitet, um die Wahrnehmung des Zuschauers zu beeinflussen und Themen wie Realität vs. Fiktion, Zeit und Gedächtnis zu erforschen.

Diese Themen sind in der Odyssee besonders kräftig vertreten und regen zur strukturellen Analyse an. Ebenso spannend wird die Rolle von Penelope und den Freiern als Spiegel der zeitlichen Erzählung.

Ich bin also mehr als gespannt, wie sich das entwickelt und wie das erzählt wird. Persönlich schätze ich die Erzählungen Nolans allerdings auch. :)
« Letzte Änderung: 25.12.2025 | 19:03 von Menthir »
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Offline Lyonesse

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #28 am: 25.12.2025 | 20:09 »
... Spaß beiseite -- ich finde Nolan sowieso dermaßen overrated, für mich ist der Name mittlerweile Grund genug, einen Film aktiv zu vermeiden. Der Typ halt EINMAL EINEN (1) guten Film gemacht, und ansonsten halt nichtssagende Dutzendware oder völligen Rotz, darauf fall ich nicht nochmal rein.
Nolan wird ganz sicher überschätzt, genau wie Tarrantino, aber was andere (Fans, Kritiker, etc ...) aus seinen Filmen machen, dafür kann er ja am Ende nichts. An echten Rotz kann ich mich spontan nicht erinnern, aber ich habe auch nicht alles gesehen. Seine Filme hinterlassen zumindest immer einen ästhetisch angenehmen Eindruck, aber da wird dann auch häufig mehr an bedeutungsschwangerer Substanz hinein interpretiert, als am Ende tatsächlich vorhanden ist.
« Letzte Änderung: 25.12.2025 | 20:22 von Lyonesse »

Offline Ainor

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #29 am: 25.12.2025 | 20:50 »
Was heisst überschätzt? Man kann einfach auf IMDB nachschauen und sehen dass er jede Menge extrem gut bewertete Filme hat, während andere bekannte Regisseure keinen einzigen zustande gebracht haben.

Klar, jeder hat seinen eigenen Geschmack, aber sehr viele Leute scheinen seine Filme extrem gut zu finden.
Ganz ok wird der Film schon werden, aber die Erwartungen dürften recht hoch sein.
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Offline Feuersänger

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #30 am: 26.12.2025 | 02:26 »
Genau den Umstand, dass diese Filme so gut bewertet sind, meine ich mit überschätzt.  >;D
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Online Andropinis

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #31 am: 26.12.2025 | 08:43 »
Also gerade Oppenheimer fand ich sehr gut, sowas wie Tenet, Interstellar, Inception usw. kann man sich auf jeden Fall anschauen, auch die Dark Knight Filme. Das ist alles solide Kost; dass er nur einen guten Film hatte, sehe ich so nicht.
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Offline Sashael

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #32 am: 26.12.2025 | 08:54 »
Nolan ist so ein bißchen Hit or Miss bei mir.

Dark Knight, Inception, Oppenheimer - mega!

Dark Knight Rises, Tenet, Interstellar - würg!

Ich schaue einer "Odyssee" von Nolan also mit gemischten Gefühlen entgegen.
"Ja natürlich ist das Realitätsflucht. Was soll daran schlecht sein? Haben Sie sich die Realität in letzter Zeit mal angesehen? Sie ist grauenhaft!"


Von Conan über d'Artagnan über Indiana Jones über John Wick bis Ellen Ripley ... if there's Action, then outgun it!

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Offline Johann

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #33 am: 26.12.2025 | 09:16 »
Ich finde Nolan etwa so gut wie Michael Bay, nur nimmt sich letzterer nicht so verdammt wichtig.

Beide sind technisch gut und liefern sehenswerte Unterhaltung mit großartigen Set Pieces, aber der eine halt mit pompösen philosophischen Kram, der andere mit auf die Spitze getriebenem Americana-Kitsch.
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Offline Vinter

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #34 am: 26.12.2025 | 12:14 »
Völliger Rotz sind die Filme von Nolan sicher nicht. Nur eben nicht immer wirklich gelungen. Ich sehe da seine Filme eher in der Tradition eines Ridley Scotts. Wie Scott ist die visuelle Inszenierung seiner Filme in der Regel überragend. Und wie Scott scheitert Nolan dann aber auch immer wieder an dem gewollt philosophischen Überbau. Nolan presst häufig seine Lieblingsthemen wie Zeit, Wahrnehmung und Gedächtnis mal strukturell, mal inhaltlich und mal beides in seine Verfilmungen. Mal passt es, siehe "Inception", und mal geht es völlig daneben wie in "Tenet". Man muss Nolan Inszenierungsstil nicht mögen, aber nichtsdestotrotz gehört er neben Villeneuve, Fincher, Wes Anderson oder auch den Coen Brüdern und Tarantino zu den visionären Regisseuren unserer Zeit. Einen Michael Bay oder auch Zack Snyder zähle ich da übrigens nicht dazu...

Offline Lyonesse

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #35 am: 26.12.2025 | 15:20 »
Nolans Filme wirken halt oft recht kühl, sind schon mal unnötig kompliziert und mit relativ wenig Interesse für die Charaktere. Aber ich will auch anführen, dass das natürlich Jammern auf hohem Niveau ist; und es muss auch ziemlich schwer bis unmöglich sein, diesem Dauer-Hype gerecht zu werden.
« Letzte Änderung: 27.12.2025 | 01:06 von Lyonesse »

Offline Ainor

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #36 am: 27.12.2025 | 10:06 »
Man muss Nolan Inszenierungsstil nicht mögen, aber nichtsdestotrotz gehört er neben Villeneuve, Fincher, Wes Anderson oder auch den Coen Brüdern und Tarantino zu den visionären Regisseuren unserer Zeit. Einen Michael Bay oder auch Zack Snyder zähle ich da übrigens nicht dazu...

Jo. Also Zack Snyder wäre so der erste Name der mir bei "überschätzt" in den Sinn kommt. Relativ bekannt, aber etliche seiner Filme sind eher ein Totalausfall.   
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Online Andropinis

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #37 am: 5.05.2026 | 18:59 »
Trailer 2 ist draußen:

DIE ODYSSEE Trailer 2 German
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George R.R. Martin

Offline Prisma

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #38 am: 5.05.2026 | 21:08 »
Ich weiß nicht so recht, irgendwie bin ich bei Street Fighter, MotU und MK mehr gehypt. Nolans Odyssee sieht mir nach nichts aus, was ich im Kino sehen müsste, obwohl sein Name ja für eine gewisse Qualität steht.
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Offline manbehind

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #39 am: 5.05.2026 | 21:09 »
Ich gespannt und mag die Filme Nolans, die ich bisher gesehen habe :) Falls jemand Lust hat, die Perspektive von deutschen Filmschaffenden auf Nolan kennenzulernen, der kann sich den verlinkten Roundtable anhören :) So richtig los geht's ab Minute 7:42.

Offline Prisma

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #40 am: 5.05.2026 | 21:34 »
Ich ja auch. :) Ich halte z.B. Memento, Batman begins und The Dark Knight für ziemlich gute Filme. Batman begins sogar für den besten Batman Film bisher.
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Online Andropinis

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #41 am: 22.05.2026 | 09:17 »
Um den Film ist ja mittlerweile ein gewisser Kulturkampf in den USA entbrannt. Helena wird von einer Farbigen verkörpert und die Trans Person Elliot Page spielt auch irgendwo mit.
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George R.R. Martin

Offline Mithras

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #42 am: 22.05.2026 | 10:14 »
Ich mag nicht alles vob Nolan aber The Odyssey ist für mich kein Historienepos sondern Fantasy wie Sinbads 7te Reise oder ähnliches. Daher: eine schwarze Helena von Troja? Mir egal. Hauptsache gute Unterhaltung mit Zyklopen und Sirenen.
Ich habe mit Hârnmaster 1 auch Conan, Warhammer und OSR Abenteuer geleitet.

"Le jeu c'est sérieux!"

Tolkien ist stark überbewertet und seine Bücher nach Der kleine Hobbit furchtbar zäh und langatmig. Das beste was er zustande gebracht hat, war die Vorlage für die Drei besten Fantasyfilme zu liefern, die bisher gedreht wurden.

Ich spiele lieber AD&D statt Pathfinder und Cyberpunk 2020 statt Shadowrun.

Offline gilborn

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #43 am: 22.05.2026 | 10:17 »
Um den Film ist ja mittlerweile ein gewisser Kulturkampf in den USA entbrannt. Helena wird von einer Farbigen verkörpert und die Trans Person Elliot Page spielt auch irgendwo mit.
Er spielt wohl Achilles.


Ich mag nicht alles vob Nolan aber The Odyssey ist für mich kein Historienepos sondern Fantasy wie Sinbads 7te Reise oder ähnliches. Daher: eine schwarze Helena von Troja? Mir egal. Hauptsache gute Unterhaltung mit Zyklopen und Sirenen.
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Offline Swanosaurus

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #44 am: 22.05.2026 | 10:30 »
Völliger Rotz sind die Filme von Nolan sicher nicht. Nur eben nicht immer wirklich gelungen. Ich sehe da seine Filme eher in der Tradition eines Ridley Scotts. Wie Scott ist die visuelle Inszenierung seiner Filme in der Regel überragend. Und wie Scott scheitert Nolan dann aber auch immer wieder an dem gewollt philosophischen Überbau. Nolan presst häufig seine Lieblingsthemen wie Zeit, Wahrnehmung und Gedächtnis mal strukturell, mal inhaltlich und mal beides in seine Verfilmungen. Mal passt es, siehe "Inception", und mal geht es völlig daneben wie in "Tenet". Man muss Nolan Inszenierungsstil nicht mögen, aber nichtsdestotrotz gehört er neben Villeneuve, Fincher, Wes Anderson oder auch den Coen Brüdern und Tarantino zu den visionären Regisseuren unserer Zeit. Einen Michael Bay oder auch Zack Snyder zähle ich da übrigens nicht dazu...

Das trifft es wohl ganz gut ... wobei ich Nolan wirklich nicht besonders mag. Seine Batman-Filme haben mich tendenziell geärgert (besonders der dritte tat echt weh und hatte noch dazu eine wirklich abscheuliche Botschaft). Nur Inception hat mir wirklich gefallen, was aber zu einem großen Teil auch Leonardo diCaprios Verdienst war.
Was für mich auch wieder zu Ridley Scott passt: Je nach Geschmack ein paar Volltreffer, aber auch ganz viel Aufgeblasenes und inhaltlich Halbgares, bei dem man das Gefühl hat, die Regissuere seien dem Mythos des eigenen Genies aufgesessen und glaubten jetzt, dass jeder Gedanke, der ihnen kommt, automatisch tiefsinnig und bedeutend sein muss.

Habe trotzdem halbwegs Lust auf den Odyssee-Film, allein schon des Zyklopen wegen, und hoffe, Nolan versucht nicht allzu philosophisch zu werden.
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Offline gilborn

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #45 am: 22.05.2026 | 11:10 »
Seine Batman-Filme haben mich tendenziell geärgert (besonders der dritte tat echt weh und hatte noch dazu eine wirklich abscheuliche Botschaft).
Spannend.
Ich hab mich nie näher als auf Popcorn-Ebene mit dem dritten Nolan Batman beschäftigt und ich komme nicht drauf.
Was ist hier die Botschaft?

(Ich hoffe dieser kurze Ausflug ist hier erlaubt)

Offline Swanosaurus

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #46 am: 22.05.2026 | 11:18 »
Spannend.
Ich hab mich nie näher als auf Popcorn-Ebene mit dem dritten Nolan Batman beschäftigt und ich komme nicht drauf.
Was ist hier die Botschaft?

(Ich hoffe dieser kurze Ausflug ist hier erlaubt)

Ich habe ihn auch nur einmal gesehen, als er damals im Kino war, und bekomme es nicht mehr so ganz zusammen ... aber der Kern war doch: Die Bösen hetzen das dumme Volk zu politischen Protesten auf; irgendwelche Milliardäre müssen den ganzen Schlamassel dann unilateral niederschlagen. Klar, ein bisschen davon hat Batman automatisch im Gepäck, aber ich hatte den Eindruck, dass da die autoritären Aspekte der Figur völlig unkritisch hochgedreht wurden und man am Ende mit einer brutalen Law-and-Order-Message dastand.

Vielleicht war's ja auch alles eine kritische Reflektion, aber wenn ja, hat es sich mir nicht erschlossen ... ich weiß jedenfalls noch, wie ich im Kino vor Fremdscham über so viel Dummheit gepaart mit so viel Wichtigtuerei immer tiefer in meinem Sessel versackte.
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Offline gilborn

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #47 am: 22.05.2026 | 11:22 »
Wenn ich das lese merke ich wieder, wie lange der Film bei mir her ist.
Müsste ich wohl unter diesen Gesichtspunkten nochmal ansehen, interessent  :d


Danke für die Antwort und damit...
 :btt:

Offline Lyonesse

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #48 am: 22.05.2026 | 11:44 »
Bei der Besetzung mal wieder die üblichen Verdächtigen, was möglicherweise auch ein Grund dafür sein könnte, warum mich zumindest dieser Trailer noch nicht so ganz abholt. Die Schauwerte scheinen zumindest zu passen, also einfach mal abwarten. Und so Dinge wie die Besetzungsentscheidung für Helena, die sicherlich auch Aufmerksamkeit erregen sollte, versuche ich mittlerweile mental weg zu filtern - steigt eh keiner durch, wer da wen und warum für eine Rolle besetzt.

Offline Philipp.Baas

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Re: [Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
« Antwort #49 am: 22.05.2026 | 12:43 »
Ich habe ihn auch nur einmal gesehen, als er damals im Kino war, und bekomme es nicht mehr so ganz zusammen ... aber der Kern war doch: Die Bösen hetzen das dumme Volk zu politischen Protesten auf; irgendwelche Milliardäre müssen den ganzen Schlamassel dann unilateral niederschlagen. Klar, ein bisschen davon hat Batman automatisch im Gepäck, aber ich hatte den Eindruck, dass da die autoritären Aspekte der Figur völlig unkritisch hochgedreht wurden und man am Ende mit einer brutalen Law-and-Order-Message dastand.

Vielleicht war's ja auch alles eine kritische Reflektion, aber wenn ja, hat es sich mir nicht erschlossen ... ich weiß jedenfalls noch, wie ich im Kino vor Fremdscham über so viel Dummheit gepaart mit so viel Wichtigtuerei immer tiefer in meinem Sessel versackte.

Krass. Ich habe den ganz anders gelesen. Batman ist ein Sinnbild für Hybris. Nicht nur hat er sich psychisch und physisch völlig übernommen, sondern seine Entscheidung, was für die Menschheit das Beste ist (den Reaktor zu verstecken, Bane zu stellen) ist ein wichtiger Teil der Katastrophe und ermöglicht Bane erst seine finalen Taten. Dann gelingt es ihm auch nicht, die Menschen in seinem Umfeld zu verstehen und Freund und Feind zu erkennen. Er schickt Alfred weg und hilft unwissend der Gesellschaft der Schatten, weil er nicht in der Lage ist, andere Menschen zu verstehen. Seine Schwarz-Weiß-Sicht verwendet er als Schablone, um andere zu beurteilen.
Und dann noch Bane, der Freiheit einer Gesellschaft mit dem Recht des Stärkeren verwechselt, aber dem es andererseits gelingt diejenigen, die sich für stark halten (hier aber physische Stärke und Reichtum verwechseln), dazu zu bringen, ihr eigenes System zu vernichten.

Klar rettet der Superheld den Tag, sonst funktionieren solche Film nicht, und gleichzeitig geht aus meiner Sicht Nolan mit Batman und der Gesellschaft hart ins Gericht. Wo der 2. Teil das Gute im Menschen im Gegensatz zum Chaos zum Thema hat, ist der 3. Teil da ziemlich schonungslos. Gordon ist der einzige, den man als guten und rationalen Menschen beschreiben würde und selbst er hat diesen Schmutzfleck auf seiner Weste, der ihn quält.