Ich vermute mal, die Grundprämissen werden im RQ-GRW drin sein. Aber die beiden Bücher sind ja extra als "Setting mit kaum Regeln" gedacht, da hätte man vielleicht mal einige Setzungen erwähnen sollen.
Hauptkritikpunkt ist aber, dass man sich in endlosen Jahrtausenden Geschichte ergeht, haarklein jeden Krieg aufzählend, hunderte Namen nennend - die absolut keine Relevanz für das Spiel haben. Ja, ich mag eine solide historische Basis - aber die sollte sich auf wirklich wichtige und daher überlieferte Punkte beschränken. Dinge, die der Abenteurer vielleicht tatsächlich mal gehört haben kann, weil sie eben erzählt werden.
Die Kulturen, Reiche, Kulte, Kreaturen, etc. von Glorantha sind jetzt so, wie sie sich in den 1625 Jahren Geschichtsschreibung so entwickelt haben.
Wenn du in dem Rollenspiel auf Personen anderer Kulturen triffst, dann wäre es doch gut zu wissen warum die so sind wie sie sind, oder?
Wenn du ein in der Jetztzeit angesiedeltes Rollenspiel über eine Gruppe Abenteurer, die sich den Ruinen der Vergangenheit herumtreiben, leiten wölltest wäre es doch auch gut wenn du etwas über diese Ruinen und die darin enthaltenen Artefakte wüsstest, oder?
Wenn dir reicht, dass in einer Ruine ein Vampirartiges Monster haust, welches eine goldgelbe Toga trägt und versucht jeden Eindringling zu töten und sein Blut zu trinken, außer dieser Eindringling ist ein Mitglied eines Lichtkults, welchem er Rätsel stellt und wenn der sie beantworten kann lässt er ihn (und möglicherweise sogar die ganze Gruppe) gehen.
Ja, man kann random irgendwelche Monster mit komischen Gewohnheiten irgendwo platzieren und sie seltsame Dinge machen lassen.
Oder man liest diese Hintergrundbücher über Glorantha und kann aufbauen auf diesen geschichtlichen Ereignissen solche Abenteuerideen bzw. -schauplätze bzw. -gegner erschaffen.
Mit gefällt es besser, wenn ich verstehe warum etwas so ist wie es präsentiert wird.
Aber jedem das seine... ich persönlich LIEBE die Tiefe der Geschichte von Glorantha (selbst so obskure Texte wie "The Glorious Re-Ascent of Yelm" und "Entekosiad" die In-World Geschichtsschreibung von Peloria des frühen ersten Zeitalters beinhalten).