Autor Thema: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?  (Gelesen 4218 mal)

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Offline bolverk

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #50 am: 6.08.2026 | 22:01 »
Leute... weniger Kiesow, mehr hanebüchene Prämissen.
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Offline Runenstahl

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #51 am: 6.08.2026 | 22:27 »
Auch wenn wir hier langsam vom Thema wegkommen. Kiesow hat ja unter dem Pseudonym "Andreas Blumenkamp" Artikel geschrieben, die Railroading extrem anprangern (bzw sich darüber lustig machen). Wie paßt das zusammen ? Waren seine Abenteurer aus einer anderen Phase als diese Artikel ? Selbst wenn das so war, warum hat er dann großzügig über das Railroading anderer DSA-Autoren hinweggesehen ? Hat da jemand Einsichten ?

Ansonsten gerne  :btt:

Ich lese hier gerne mit, kann aber nicht viel dazu beisteuern. Meine alten DSA Abenteuer habe ich längst nicht mehr und auch wenn ich die meisten Kaufabenteuer schlecht finde (habe hier noch verschiedene D&D Werke) so fällt mir jetzt keines ein dessen Prämisse so arg unplausiblel ist wie einige der hier genannten Beispiele. Ich kann nur eine "(dis)honorable mention" abgeben:

Odyssey of the Dragonlords
Eine der Nebenquesten besteht darin die rechtmäßige Thronfolgerin der Amazonen zu retten. Diese sitzt seit jüngster Kindheit im Gefängnis weil ihre Häscher einst schwören mussten das sie ihren 18. Geburtstag erleben wird und schwüre sind in dieser Welt sehr wichtig. Hat man sie gerettet so wird sie durchaus auch von den Schergen der Gegner angegriffen. Der Grund: Ihr 18. Geburtstag war vor einigen Wochen. Man hat das Mädel also 10+ Jahre eingesperrt um sie zu töten sobald sie volljährig ist, aber das dann scheinbar vergessen.

Oh, und die Heldengruppe hat später eine Gruppe von Göttern im Laderraum. Aber die lassen die eigentliche Queste von den SCs machen und passen nur auf das Lager auf. Es sei denn ein TPK steht bevor. Dann springen sie aus dem Gebüsch um den Tag zu retten. Da fühlen sich die Spieler bestimmt voll episch und so.
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   Gareth (aus der Serie "Galavant")

Offline Zanji123

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #52 am: Gestern um 07:48 »
etwas das mir noch eingefallen ist: die so hochgelobte "Enemy Within" Kampagne bei Warhammer Fantasy. Ja der generelle Bogen ist ganz nice AAABER

- wenn ein SC bzw. die Gruppe nicht zustimmt sich für einen getöteten Adeligen auszugeben der einem SC ähnlich sieht um das versprochene Erbe das er in einem Schreiben dabei hat anzunehmen....fällt im ersten Band schonmal ein ganzer Strang der relativ wichtig ist flach

- Death on the Reik: die Gruppe soll eine gut bewachte Burg voller wie sie herausgefunden haben Adeligen Chaosanbetern inkl. Wachen stürmen um dort einen Warpstein zu finden und den Herrschaften abzunehmen. Die einzige Hilfe sind ein paar Rebellen aus dem Dorf vor der Burg. Der Plan der Burg ist sehr ausführlich und ja es gäbe zwar die Möglichkeit über Katakomben einzudringen dennoch sind das echt viele Wachen. Sollte da einmal der Alarm losgehen ....ist das imho schwer zu schaffen und das Ende kann eigentlich nicht erreicht werden (bzw. ist es sogar egal da auch WENN die Charaktere den Ort stürmen wird ihnen der McGuffin eh vor der Nase geklaut)



zurück zu D&D:
Rime of the Frostmaiden. Das Buch wirkt wie zwei komplett verschiedene Bücher die irgendwie zusammegeklatscht wurden.
Die ersten Kapitel gehen darum das man kleinere Quests löst um Probleme in Ten Towns zu beheben welches (angeblich) seit 2 Jahren keine Sonne mehr gesehen hat aber dennoch alle Tavernen offen hat, bisher kaum Nahrungsprobleme hat und sogar noch Met produzieren kann. Dann macht man sich irgendwann mal auf um die weitere Umgebung zu erkunden, findet da n paar Quests und irgendwann steht man vor der Tür von Auril der Frostmaiden ... und soll sie als Stufe 7 Helden dann "töten" damit sie den Zauber welchen sie jede Nacht zaubert damit alles im Zwielicht ist nicht mehr zaubern kann. Oder natürlich man töten ihren Riesenfalken auf dem Dach des Turmes den Auril kann als Halbgötting nicht fliegen und dann ist sie beleidigt und hört damit auf.
Dann gibt's noch ne Netheril Stadt in einem Gletscher dessen story und Hintergrund mal so komplett random an das ganze rangeklatscht ist.



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Offline Philipp.Baas

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #53 am: Gestern um 08:18 »
etwas das mir noch eingefallen ist: die so hochgelobte "Enemy Within" Kampagne bei Warhammer Fantasy. Ja der generelle Bogen ist ganz nice AAABER

- wenn ein SC bzw. die Gruppe nicht zustimmt sich für einen getöteten Adeligen auszugeben der einem SC ähnlich sieht um das versprochene Erbe das er in einem Schreiben dabei hat anzunehmen....fällt im ersten Band schonmal ein ganzer Strang der relativ wichtig ist flach


Wenn die Spieler nicht spielen wollen, dann kann man es auch sein lassen. Bitte keinen Zwang, dann ist es Railroading. Aber eine gute Prämisse könnte abgelehnt werden? Die Spieler der SCs sind Mitspieler, die eine Idee aufgreifen sollen. Ich kann besser mit Taschenlampenfallenlassern und Powergamern als mit Leuten, die bei einer guten Prämisse sagen "Ne, das macht mein Charakter nicht!". Warum sitzen wir zusammen? Damit du dein Ego-Charakter-Play, auf das ich als SL Rücksicht nehmen soll, durchziehen kannst (man stelle sich vor, alle machen das) oder wollen wir zusammen eine tolle Geschichte erleben. Mit solchen Leuten spiele ich genau einmal.

Offline gunware

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #54 am: Gestern um 09:01 »
Wenn die Spieler nicht spielen wollen, dann kann man es auch sein lassen. Bitte keinen Zwang, dann ist es Railroading.

Das wäre besser hier zu diskutieren als in diesem Thread: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,133468.msg135359271/topicseen.html#new
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"

Offline Ainor

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #55 am: Gestern um 09:12 »
Bei diesem Thread werden Erinnerungen an die Theaterriterkampagne wach, speziell das Abenteuer Der schwarze Forst. Ich zitiere mal einen älteren Beitrag von mir:

Das ist das andere extrem (gegenüber Weltenrettung). Ein bewaffnetes Spezialistenteam wird angeheuert um Dinge zu erledigen die Bauern vermutlich selber könnten.

Wenn die Spieler nicht spielen wollen, dann kann man es auch sein lassen. Bitte keinen Zwang, dann ist es Railroading. Aber eine gute Prämisse könnte abgelehnt werden? Die Spieler der SCs sind Mitspieler, die eine Idee aufgreifen sollen.

Genau. Irgendwie ist es nunmal die Grundannahme dass die SC Leute sind die Dinge tun die andere nicht tun, und relativ grosse Risiken eingehen (solange sie nicht selbstmörderisch sind). Es ist Sache der Spieler zu entscheiden warum die SC so sind.
Aber das bedeutet auch dass eine gute Prämisse es halbwegs plausibel macht warum die SC teilnehmen (sofern das freiwillig ist).

Das hier ist so ein Beispiel dafür:
Bei Red Hand of Doom (D&D 3.5) hat meine Gruppe vier oder fünf Mal ernsthaft überlegt, ob sie das Tal nicht einfach sich selber überlassen sollen. Was ich in anbetracht der Prämisse aus Sicht der Charaktere durchaus nachvollziehen kann.

Hier wäre es vielleicht gut wenn den SC an dem Tal irgendwas liegt (Bindungen etc).

zurück zu D&D:
Rime of the Frostmaiden. Das Buch wirkt wie zwei komplett verschiedene Bücher die irgendwie zusammegeklatscht wurden.

Es ist nicht verboten zwei verschiedene Abenteuer in der gleichen Gegend zu haben, oder?
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
Im Rollenspiel ist auch hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie zu unterscheiden.
Meine 5E Birthright Kampagne: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122998.0.html

Offline nobody@home

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #56 am: Gestern um 09:54 »
Na ja, gefühlt 80-90% aller Beschwerden über Railroading oder "es ist egal, was die SCs machen, das Ergebnis ist immer dasselbe" in Kaufabenteuern, die ich hier lese, sind über DSA-Kaufabenteuern - und das, obwohl D&D allein ein Vielfaches mehr als Kaufabenteuern und -Kampagnen haben dürfte als DSA. Und wenn irgendwer sagt, dass sowas für ein bestimmtes System typisch ist, dann ist das genannte System gefühlt immer DSA; und wenn jemand einen Autor beschuldigt, sowas immer wieder zu machen, ist dieser Autor gefühlt immer der Kiesow.

Man darf bei solchen Betrachtungen halt eins nicht vergessen: berühmt oder berüchtigt für ihre Kaufabenteuer werden natürlich primär, wenn nicht überhaupt nur, genau die Systeme, die auch mit einem anständigen Schwung davon aufwarten können. Und das wiederum ist dann eine einigermaßen kurze Liste praktisch immer derselben üblichen Verdächtigen...

Offline Zanji123

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #57 am: Gestern um 10:15 »


Es ist nicht verboten zwei verschiedene Abenteuer in der gleichen Gegend zu haben, oder?

das Ding ist: es heißt RIME OF THE FROSTMAIDEN ... Auril sollte die Hauptperson sein um die es geht aber nein und das Aufhalten des Zaubers...das große Ende ist aber in einer abgestürzten Stadt im Eis die mit Auril eigentlich nix zu tun hat da diese wenn die Charaktere diesen Ort erkunden das "Problem" schon gelöst haben (Auril ist entweder besiegt und sie regeneriert in ein paar Monaten wieder hat aber keinen Bock mehr das sie den Zauber webt oder man tötet den Riesenfalken dann kann sie nicht mehr über Icewind Dale fliegen). Dieser letzte Dungeon hat also mit dem Main Plot mal so gar nix zu tun und ich denke auch viele Spieler werden denken "ja...und was wollen wir da?". Der einzige Grund da hinzugehen ist eine NSC Magierin die das erkunden will um die "Geheimnisse zu finden die Auril im Eis verstecken wollte". Das da drin ein McGuffin ist der Wetter kontrollieren kann und man so (kurzzeitig) die Jahreszeiten etwas ändern könnte um so den Schnee schneller schmelzen zu können ist aber den SCs nicht bekannt (und der Magierin auch nicht). Das witzige ist nur: das wird so als McGuffin beschrieben, dabei funktioniert das nicht da man
a) das 2x am Tag aktiveren müsste
b) es grad mal 50 Meilen Radius hat und nicht bis zu den Ten Towns reicht (oder nur einige beeinhaltet)
Für die SCs gibt's also keine wirklichen Ansporn da hin zu gehen auch die Brotkrumen die man auswerfen soll sind jetzt nicht so der bringer das man sagt "joha geilo das machen wir" da wie schon geschrieben das "große Ziel" (Auril aufhalten) ja schon hinter uns liegt.
« Letzte Änderung: Gestern um 10:19 von Zanji123 »
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Offline BobMorane

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #58 am: Gestern um 10:16 »
Einen kleinen habe ich noch. Dieses mal ist es AD&D 2nd.

Das Abenteuer: Gargoyle
Da ist diese knuffige kleine Gargyle die ihre Flügel verloren hat. Das passiert schon mal. Grade mal nicht hingeschaut und ups sind die Flügel weg. Die bittet die Helden ihr die Flügel zu besorgen.

Offline Zanji123

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #59 am: Gestern um 10:19 »
Einen kleinen habe ich noch. Dieses mal ist es AD&D 2nd.

Das Abenteuer: Gargoyle
Da ist diese knuffige kleine Gargyle die ihre Flügel verloren hat. Das passiert schon mal. Grade mal nicht hingeschaut und ups sind die Flügel weg. Die bittet die Helden ihr die Flügel zu besorgen.

ok das is knuffig xD das wäre das perfekte Abenteuer für Kinder
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Offline BobMorane

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #60 am: Gestern um 10:24 »
Entsprechend aufbereitet stimme ich dir da zu.
Vieleicht würde ich dann noch eher einen Pegasus nehmen.
Aber im "klassischen" AD&D Hintergrund, wo bei Gargyle die Gesinnung Chaotisch Böse steht, will man der glaube ich nicht die Option geben besser Leute zu jagen.

Offline bolverk

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #61 am: Gestern um 10:47 »
Ich habe bis zum Release von Tomb of Annihilation immer gedacht, Hoard of the Dragon Queen hat den dümmsten Anfang. Also vielleicht nicht so sehr die Grundprämisse, aber ich fand es so unfassbar hohl, dass von Level-1-Charakteren erwartet wird, in die brennende Stadt Greenest zu rennen, während die grade von einer Armee (!) und einem Drachen (!!) auseinandergenommen wird. Einfach, weil darum. Hm, is klar.
HotDQ ist unfassbar dumm. Über den Anfang kann man streiten, die Charaktere kommen an, das Dorf wird angegriffen, niemand sonst ist da um zu helfen. Klar stürmen die angehenden Helden rein und versuchen ihr möglichstes, denn niemand sonst wird es tun. Ja, es ist eine Übermacht. Ja, da ist ein Drache. Das ist eben der Helden-Job, ob mit oder ohne Hoffnung, das ganze zu überleben.

Viel, VIEL dämlicher finde ich alles, was danach kommt: Der Drachenkult hat beschlossen, dass untote Drachen uncool sind und man sich lieber darauf konzentriert, Tiamat in die Realms zu bringen. Dazu will man einen unfassbar großen Hort zusammenstehlen, und tut dies in... winzigen Dörfern wie Greenest. Warum auch nicht?
Dann packt man Wagenladungen voll mit Schätzen (wissen die, was Gold wiegt?) und karrt sie quer durch die Realms, teilweise getarnt mit Minimalbewachung als teil einer Handelskarawane, dann durch einen Sumpf in eine Ruine, wo ein Teleporter steht mit dem man die Reichtümer in eine Festung eines Frostriesen (Riesen und Drachen sind verfeindet, trotzdem arbeitet dieser mit dem Drachenkult zusammen und seine Festung hat einen Eisdrachen an Bord. Ja, es gibt eine Erklärung, die als "fadenscheinig" zu bezeichnen, wäre eine großartige Untertreibung) verschickt, die prompt abhebt um den Schatz zur Quelle der Drachen zu fliegen, die einige Tagesreisen vom Ausgangspunkt des Abenteuers entfernt liegt.

Man dreht also eine großangelegte Tour durch die Schwertküste, nur um wieder fast am Startpunkt anzukommen, wobei die Helden hunderte Gelegenheiten hätten alles auffliegen zu lassen, sie aber dazu gerailroaded werden, den ganzen Kappes mitzumachen, damit das Abenteuer nicht kaputtgeht. Das ganze ist in Kapitel aufgeteilt, nach jedem Kapitel sollen die Charaktere dann eine Stufe aufsteigen. Eins der Kapitel ist praktisch nur ein Kampf mit wenig drumherum, so dass die Charaktere in Welt-Zeit (nicht Spielzeit, das ist immer noch D&D) inerhalb von zwei oder drei Sunden zwei Levelups bekommen können. Gewürzt ist das ganze mit einigen der lahmsten Fantasynamen (ich hege da Abneigungen), die man sich vorstellen kann.

Ich bin nichtmal mehr sicher, was der Win-State des Abenteuers ist, ob die Goldlieferung nun aufgehalten wird oder nicht. Das ist aber auch egal, denn im zweiten Band hat der Kult so oder so genug Schätze für einen Tiamatmäßigen Hort zusammen, egal was die Charaktere im ersten anrichten. Tja.

Und DAS ist das erste große Abenteuer, das mit einigem Trara für die 5e veröffentlicht worden ist (abseits des Startersets). Mehr haben die nicht hinbekommen. Peinlich.
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Offline schneeland

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #62 am: Gestern um 11:53 »
Ah, Hoard of the Dragon Queen! icIch hatte schon wieder verdrängt, was für ein Mist das war  ;D
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Offline Ninkasi

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #63 am: Gestern um 12:03 »
Ich würde da zustimmen und es ist auch richtig, dass diese Produkte in ihrer Zeit gesehen werden sollten. Mein persönliches Lieblingsabenteuer von Kiesow ist übrigens In den Höhlen des Seeogers als sehr brauchbares Einstiegsabenteuer.
Und um noch den Post von Chaos aufzugreifen: Prinzipiell war er tatsächlich der Gary Gygax von DSA.

In dem Abenteuer hatte ich einen Dieb gespielt und hatte da auch so ein Problem mit meiner Motivation:

japp.. es liest sich ... "interessant" und hat an mehreren Stellen Punkte an denen man das Abenteuer sprengen kann. Z.b. Warum schnappen sich die Helden nicht das absurd hohe Lösegeld und hauen damit ab? nee geht nicht das darfst du nicht.

Offline Zanji123

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #64 am: Gestern um 12:04 »
mit dem genialen Satz "den Endkampf kann der Spielleiter jetzt selbst erstellen".. ohne große Infos aber hey klar :D
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Offline bolverk

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #65 am: Gestern um 12:17 »
mit dem genialen Satz "den Endkampf kann der Spielleiter jetzt selbst erstellen".. ohne große Infos aber hey klar :D
Sicher, dafür hab ich ja ein Kaufabenteuer: damit ich alles selber mache. Mann, was für ein Rotz.
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Offline Feuersänger

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #66 am: Gestern um 12:37 »
Nochmal eine Spitzkehre zurück zum Eröffnungsbeitrag, also Tomb of Anni:
Okay, wir haben also bisher die Symptome, dass man niemanden mehr wiederbeleben kann usw. Klar, das würde jetzt per se erstmal die reichen Leute jucken, während es denen, die sich sowieso keine 1000GM für einen Raise Dead leisten können, meterweit am Arsch vorbei gehen könnte. Wie es weiter vorne einer von euch geschrieben hat, wäre das etwa wie "Oh nein, dieses super teure hochexklusive Medikament das sich nur die Reichsten leisten können ist nicht mehr verfügbar, was werden wir armen Leute die nichtmal Krankenversicherung haben nur tun?"

Aber: was passiert denn laut ToA mit den Seelen der Versterbenden? Werden die einfach ganz normal in ihr erwartetes Afterlife weitergeleitet, oder werden diese auch irgendwo gefangen oder gar, wie der Name des Moduls andeutet, vernichtet?
Denn DAS dürfte
1. kaum an der Aufmerksamkeit der Kirchen vorbeigehen, und wäre
2. ein verdammt guter Grund, da einzugreifen.
Und dann aber halt wieder nicht nur eine random inkompetente Hobotruppe, sondern das müsste sämtliche Elitekommandos auf den Plan rufen.
Der :T:-Sprachführer: Rollenspieler-Jargon

Zitat von: ErikErikson
Thor lootet nicht.

"I blame WotC for brainwashing us into thinking that +2 damage per attack is acceptable for a fighter, while wizards can get away with stopping time and gating in solars."

Kleine Rechtschreibhilfe: Galerie, Standard, tolerant, "seit bei Zeit", tot/Tod, Stegreif, Rückgrat, die Nutella

Offline bolverk

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #67 am: Gestern um 12:44 »
Ich glaube, die Seelen wurden abgezogen und benutzt, um einen Atropal zu ernähren oder so. Noch dazu werden alle, die ein- oder mehrmals wiederbelebt worden sind, krank und siechen dahin. Hier kommt dann auch der Zeitdruck des Abenteuers, das einen in klassischer Computerspielmanier danach aber mit Nebenschauplätzen und Sidequests überhäuft.

Als hochstufiger Charakter würde ich mir allerdings überlegen, ob ich mich solchen Kräften entgegenstellen wollte, wenn die Sicherheit der Wiederbelebung nicht mehr gegeben ist, ober ob ich (Zapp Brannigan lässt grüßen) der Bedrohung Welle um Welle von Erststüflern entgegenschicke, in der Hoffnung, dass von tausenden wenigstens einer Erfolg hat.

Nur dass dummerweise nicht Welle um Welle losgeschickt werden, sondern genau eine Gruppe...
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Offline unicum

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #68 am: Gestern um 12:45 »
Und dann aber halt wieder nicht nur eine random inkompetente Hobotruppe, sondern das müsste sämtliche Elitekommandos auf den Plan rufen.

Die Elitekommandos haben dann doch aber schiss,... wenn wir sterben, dann wars das! nix mehr mit wiederbelebung.


Offline nobody@home

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #69 am: Gestern um 12:52 »
Und dann aber halt wieder nicht nur eine random inkompetente Hobotruppe, sondern das müsste sämtliche Elitekommandos auf den Plan rufen.

Yep. Das ist halt der Haken an der Sache -- eigentlich wäre "Da draußen sitzt wer und klaut reihenweise Seelen, jemand muß dem besser gestern als morgen Einhalt gebieten!" schon ein toller Aufhänger für ein Abenteuer. Aber eben in früher D&D-Tradition definitiv eins für bereits hinreichend hochstufige SC, insbesondere, wenn der Effekt tatsächlich weltweit wirken und nicht bloß auf eine kleine Baronie oder so beschränkt bleiben soll.

Offline Sashael

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #70 am: Gestern um 13:03 »
Aber: was passiert denn laut ToA mit den Seelen der Versterbenden?
Die sind weg. "W" wie "weg" und "G" wie "ganz weg".

Regeltechnisch wird
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Das bedeutet übrigens auch, dass die Auftraggeberin die Kampagne nie und nimmer überleben wird und ihre Seele mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gefressen wurde. Die Reisezeiten im Dschungel von Omu sind abstrus und selbst bei perfekter Kenntnis des Zielortes hätte die Händlerin RAW kaum eine Chance, das irgendwie zu überstehen.

Dass der Effekt dann auch noch auf dem ganzen Planeten wirkt und Hellsichtmagie zumindest den Dschungel von Omu als Quelle identifizieren kann (anders würde ja seöbst die Heldengruppe keinen Plan haben, wo sie suchen müssen), macht das Ganze halt so ... hanebüchen.

Bei dem Effekt und dieser Gefahr müsste es ein glaubhaftes Szenario sein, dass der/die Chosen von Bahamut und Tiamat zusammenarbeiten, um die Bedrohung auszuschalten. Und sich im Anschluss an die Gurgel zu gehen, aber ihr versteht schon.

Der Plan des BBEG ist iirc tatsächlich,
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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #71 am: Gestern um 13:05 »
Entsprechend aufbereitet stimme ich dir da zu.
Vieleicht würde ich dann noch eher einen Pegasus nehmen.
Aber im "klassischen" AD&D Hintergrund, wo bei Gargyle die Gesinnung Chaotisch Böse steht, will man der glaube ich nicht die Option geben besser Leute zu jagen.

Da merkt man halt auch, daß die genaue Definition von "hanebüchen" je nach Erwartungshaltung etwas subjektiv eingefärbt sein kann. :)

Wahrscheinlich macht genau das auch Kaufabenteuer zu einem lohnenderen Ziel für die Ausgangsfrage als eigenwillige Setting- oder Spielprämissen, bei denen man eher davon ausgehen kann, daß sich die Spieler bereits vor der Charaktererstellung darauf eingelassen haben.

Offline tarinyon

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #72 am: Gestern um 13:44 »
Ich finde es schon auch krass, wie oft hier D&D5-Abenteuer genannt werden. Das hat sicher auch damit zu tun, dass diese von vergleichsweise vielen gespielt wurden. Aber ich fand tatsächlich auch alle, die ich geleitet habe, total hirnrissig. Es passt zwar nicht alles in die Kategorie "hanebüchene Prämisse", aber zumindest die Backgroundstory ergab in allen Fällen einfach keinen Sinn bzw. wussten die Spieler eigentlich nie, was sie als nächstes tun sollen. Das einzige, was funktioniert hat, war Out of the Abyss. Aber auch da ergibt es dann keinen Sinn mehr, sobald man aus dem Unterreich raus ist. Den Vergleich mit DSA 1 finde ich da fehl am Platz, weil diese Abenteuer wurden überwiegend von Leuten geschrieben, die vorher überhaupt keine Praxiserfahrung sammeln konnten und zum größten Teil (wie Kiesow) waren es noch verhinderte Romanautoren. Aber bei D&D 5 gibt es keine Entschudligung.

Offline General Kong

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #73 am: Gestern um 13:46 »
Was mich nachdenklich macht: Solche Abenteuer werden foch gegengelesen und probebespielt. Sind das alles Lohnspieker, die bei Kritik gefeuert werden?
Nd sind die alle auf die paar Kröten angewiesen, dass es für die heißt: Schnauze halten, jubeln - oder wieder obdachlos?

Solche Fehler müssen doch auffallen und zu Plotanpassungen führen. Oder gehen die Verlage davon aus, dass ihre hirnlosen Kunden das schon schlucken, steht ja D&D/ DSA/ Was weißichspielmich drauf?
Andere Möglichkeit: Man brauchtet händeringend was und andere Abenteuer waren noch schlechter ...

Alles Optionen, die mich so 🤷 zurücklassen.
Ist es ein Vogl?
Ist es ein geflügelter Gorilla?
Ist es eine fliegende fette Banane?
NEIN! ES IST SUPERKONG!

(Könnte aber auch eine fette fliegende Banane sein ...)

Offline Hellcat

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Re: Die hanebüchenste Prämisse in einem Kaufabenteuer?
« Antwort #74 am: Gestern um 14:14 »
Was mich nachdenklich macht: Solche Abenteuer werden foch gegengelesen und probebespielt. Sind das alles Lohnspieker, die bei Kritik gefeuert werden?
Nd sind die alle auf die paar Kröten angewiesen, dass es für die heißt: Schnauze halten, jubeln - oder wieder obdachlos?

Solche Fehler müssen doch auffallen und zu Plotanpassungen führen. Oder gehen die Verlage davon aus, dass ihre hirnlosen Kunden das schon schlucken, steht ja D&D/ DSA/ Was weißichspielmich drauf?
Andere Möglichkeit: Man brauchtet händeringend was und andere Abenteuer waren noch schlechter ...

Alles Optionen, die mich so 🤷 zurücklassen.

Ich würde einfach mal davon ausgehen, dass das z.T eine gewisse Betriebsblindheit ist und zum anderen der Fokus bei Testspielen eher auf regeltechnischen Aspekten liegt als auf einem inhaltlichen Review des Abenteuers.