Mein Kriterium ist immer: solange es primär um das System geht, ist es mir egal, ob da noch eine Person dran hängt, die das System persönlich bewirbt. Sobald es mehr um den Personenkult geht, als um das System, bin ich raus.
Beispiel: in den frühen 2000ern gab es irgendein System (kriege den Titel gerade nicht mehr zusammen, "To Adventure!" oder so ähnlich?), wo es zunächst darum ging, Neueinsteiger damit zum Rollenspiel zu kriegen (der Plan war, es irgendwie in Zeitschriftenkioske zu kriegen). Prinzipiell eine gute Idee, leider ging es dann immer mehr um das überbordende Ego des Systemdesigners, und den Aufbau einer Ingroup-Outgroup-Mentalität (Abgrenzung gegen alles und jeden, schließlich sogar gegen die neue Edition von Tunnels&Trolls, von dem die Regeln ein Derivat waren). Der Plan dass Einsteiger von dem System profitieren sollten war dann schnell vergessen, es hatte es (soweit mir bekannt) niemals über die PDF-Phase (oder vielleicht höchstens noch PoD) hinaus geschafft.
Selbst Gary Gygax war zeitweise (auch bevor es den Begriff Influencer gab) sehr stark mit dem "Prädikat: Personenkult" unterwegs, um die Marke D&D (und seinen eigenen Namen) ins Gespräch zu bringen, statt das tatsächliche System.