Das Midgard 6 einen deutlichen Schnitt macht, finde ich verständlich.
Die Idee mit der neuen Spielwelt finde ich auch gut. Dass sie so bunt ist, wie sie ist und kaum ein unikates Identifikationsmerkmal besitzt mir der sie sich von anderen aktuellen Welten abhebt, finde ich schade, aber das ist auch subjektives Empfinden von mir.
Bei den Spielregeln (Stand des Wissens: letzte Beta) sehe ich Verbesserungen, aber nicht nur - in der Charaktererschaffung ist zum Beispiel ein spezielles Element enthalten, mit dem M6 bei uns ausscheidet.
Speziell für uns (!) ist M6 damit leider uninteressant. Die Spielwelt werde ich noch interessiert verfolgen, vielleicht kickt mich die ja irgendwann, bei den Regeln sind wir raus.
Ich bin aber auch gar nicht so traurig. In den letzten Monaten ist so viel Zeug erschienen, dass mich interessiert, so dass ich fast dankbar bin, dass Midgard nicht auch noch dazu kommt.
Ausserdem bin ich gerade in einer Retro-Phase und hole mir alte Sachen aus dem Regal. Und Symbaroum muss ich als Kampagne auch erst mal beenden.
Nee, ist ganz gut, dass mich M6 nicht auch noch eingefangen hat.
Aber ganz deutlich: Das ist subjektiv und individuell. Ich sehe keinen Grund, warum andere Leute nicht viel Spaß mit Midgard 6 haben werden.
Die einzige Sache, die mich insgesamt stört und wo ich denke, dass das ein Stolperstein für alle sein könnte: Die Zeit, die Pegasus braucht, um zu veröffentlichen. Wenn dieses Tempo bei den Quellenbüchern und Abenteuern so weitergehen sollte, dann wird niemand die Geduld haben - denn ein System lebt und stirbt mit der Verfügbarkeit von Abenteuern. Hat man bei DSA gesehen, hat man bei D&D5 gesehen, sieht man bei Pathfinder, und sieht man bei D&D5.5 im Kontrast zu D&D5 auch. Keine Abenteuer - totes System. Und das sehe ich als nicht subjektiv an.
Aber das sagt nicht, dass ich prophezeie, dass das so kommt. Es sagt nur aus, dass ich sehe, dass Pegasus da deutlich beschleunigen muss.