Autor Thema: Wie sagt man seiner SL sanft, das man Probleme mit seinen Leitstil hat?  (Gelesen 18854 mal)

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Offline Asdrubael

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ich würde auf die Eingangsfrage antworten: gar nicht. Und zwar wegen eines universellen gesetzes: Der SL ändert seinen Stil nicht.

Als SL ist es tatsächlich schwierig seinen Stil zu ändern, denn der ist ja oft auch in den eigenen Vorlieben und der Persönlichkeit begründet.
Aber handwerkliche Dinge lassen sich sehr wohl korrigieren und das sollte man wenigstens versuchen
Und ein Paladin ist nun mal ein Krieger und kein Therapeut.

Misantropie ist halt in der Gruppe lustiger  ;D

Offline Sphärenwanderer

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@Luxferre
Man kann Negativpunkte auch ohne "aber" aufführen. Und selbst dann sind die positiven Anmerkungen noch lange keine Floskeln, sondern zeigen Punkte auf, die man als gut empfunden hat und die man gerne wieder sähe bzw. ausgebaut hätte. Außerdem freust du dich doch sicher auch zu hören, welche NSCs besonders gut ankamen, welcher Kampfplatz toll ausgearbeitet war, etc.

Im Rollenspielkontext würde ich außerdem folgende Verpackung für Kritik vorschlagen, die gut angenommen werden sollte: Was hat mir Spielpaß bereitet, was hat mir keinen Spielspaß bereitet, und warum? Und immer subjektiv bleiben. So bleibt es auch sachlicher, da es erstens genau darum geht und du als Spieler zweitens nicht zweifelsfrei absolute Urteile über das Spiel treffen kannst. Du kannst z.B. nicht wissen, ob du wirklich keinen Einfluss auf die Handlung hattest oder ob es nur bei dir so ankam.

Wenn die Kritik so formuliert wird, ist die Chance, dass sie aufgenommen wird, weitaus größer. Vor allem kann man diese nicht abwiegeln, indem man sagt, dass man es anders sähe - denn was willst du daran anders sehen, dass ein Spieler an einer bestimmten Situation/ Spielweise keinen Spaß hatte? Und wenn dir jemand sagt, dass er keinen Spaß hatte, weil er das Gefühl hatte, keine Handlungsoptionen zu haben, kannst du nicht einfach sagen "Wieso - die hatten doch Handlungsoptionen!", sondern musst dich fragen, warum es bei den Spielern anders ankam.

Und wenn mehrere an den gleichen Punkten keinen Spaß haben, solltest du überlegen, diese anders zu machen. Es sei denn, sie sind essentiell für dein eigenes Vergnügen, dann sollte man vielleicht verhandeln.  ;D

@Ludovico
Wenn sich der SL wundert, warum ihm reihenweise Leute abhauen, und einer einmal sagt, warum er das tut, muss man mMn schon recht verbohrt sein, um einfach zu sagen, dass man das anders sieht. Oder die Kritik war nicht richtig formuliert (s.o.).

Übrigens kann man als SL im Gegenzug natürlich auch den Spielern Kritik zukommen lassen. ;)
« Letzte Änderung: 20.04.2012 | 10:55 von Sphärenwanderer »
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ErikErikson

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Als SL ist es tatsächlich schwierig seinen Stil zu ändern, denn der ist ja oft auch in den eigenen Vorlieben und der Persönlichkeit begründet.
Aber handwerkliche Dinge lassen sich sehr wohl korrigieren und das sollte man wenigstens versuchen

ich denke, Kleinigkeiten kann ein SL ändern, auch seinen Stil kann er über jahre hinweg ändern. Aber den grundlegenden Stil-und der ist es meist, der anderen aufstößt-den kann er nicht in wenigen Monaten ändern. Eventuell verfügt er über mehrere Stile-was ich als zeichen für einen wirklich guten SL werten würde-aber die sind dann schon da und entwickeln sich nicht.

Nur meine These-kein Anspruch auf die Wahrheit.

Offline OldSam

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Wir sind noch alle recht jung und unerfahrene Spieler, aber es ist jetzt nicht so, dass es das erste Spiel war.
Das mit den Computerspielen war eigentlich nur problematisch, weil so ziemlich alles (ganze Teile der Geschichte, Gegenstände mit Namen, Effekten und Eigenschaften aus Computerspielen, NSCs etc.) 1:1 aus Computerspielen, die schon alle Mitspieler gespielt haben, rauskopiert hat.
1. Der SL hat die NSCs einfach an die Spieler "drangeklebt", sie waren immer dabei und haben alles erledigt (der SL hat sie selbstverständlich gesteuert)... Wahrscheinlich weil wir sonst seine Gegner nicht besiegen konnten... Aber die NSCs waren wirklich wertetechnisch Götter!
...

Es liegt hier ganz offensichtlich ein Fall vor, wo der SL einfach noch gar nicht weiss wie man eine Spielleitung macht!
Hier mit Kritik und Verärgerung aufzuwarten bringt nichts und wäre wohl auch eher schädlich: Der SL hat sich so wie es klingt wahrscheinlich auch einiges an Arbeit gemacht und hatte mit Sicherheit das Ziel, dass es allen Spaß macht - er ist nur einfach aus völliger Unwissenheit (oder ziemlicher Untalentiertheit) sehr vieles ganz falsch angegangen.
Bei diesem "Nichtwissensstand" kann dem SL IMHO mit einzelnen Tipps usw. nicht geholfen werden, denn man kann sich nicht von heute auf morgen so radikal umstellen, es braucht eine richtige Lehrzeit, ergo der Typ braucht mehr Vorbilder von denen er lernen kann oder idealerweise sogar einen Mentor (vielleicht läuft ja irgendwo in der Nähe mal ein SL-Workshop?)

Ideal wäre also wenn man ihn sozusagen auf "Fortbildungen" mitnimmt, wenn z.B. eine Con ansteht, ihm vorzuschlagen mal dort zusammen hinzufahren und andere Sachen zu spielen und mit anderen SLs...
Alternativ/zusätzlich könnte man auch anführen, dass einer aus der eigenen Gruppe gerne mal was spezielles/eigenes leiten möchte (was auch immer) und auch hier darauf hoffen, dass der SL "by example" für die Zukunft dazu lernt...
In der Form weiter mit ihm als SL zu spielen würde aus meiner Sicht auf dem Stand jedenfalls wenig bringen.

Sollte er eigentlich schon genug RPG-Erfahrung haben, aber lernresistent sein, dann muss man ihn ernsthaft beiseite nehmen und ihn mal darauf hinweisen, dass es X und Y alle anders machen und er einen falschen Weg geht. Anschließend soll er sich dann mal einige SL-Ratgeber besorgen und dem guten "RTFM!" huldigen ;)


« Letzte Änderung: 20.04.2012 | 11:19 von OldSam »

Offline Feuersänger

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Dieser hier hat nur darüber informiert, dass das Feedback angekommen ist und dass er es nicht annimmt (was sein gutes Recht ist). Er liess sich nicht auf eine sinn- und fruchtlose Diskussion ein und hat sich mit dem Gesagten beschäftigt.

Genauer gesagt hat er schon ein paar (imho recht schwache) Gegenargumente gebracht, aber das würde zu sehr ins Detail führen, und ich bin dann da auch nicht weiter drauf eingegangen, da ich ehrlich gesagt auch nicht erwarte, dass jemand über Nacht seinen Stil ändert.
Die Gesamtsituation war aber einfach so ironisch:
- SL sucht nach permanenter Verstärkung für seine Runde (es waren außer ihm iirc 3 Stammspieler)
- neue Interessenten spielen genau einmal mit und suchen dann "schreiend" das Weite
- SL kann sich nicht erklären, warum das so ist
- ich spiele einmal mit, und erkläre ihm dann ganz genau, was zumindest mich vergrätzt hat
(und vermutlich wird es allen bisherigen Kandidaten genauso ergangen sein, sie haben nur kein Feedback gegeben)
- er sieht es nicht ein und wundert sich weiterhin, warum niemand Neues bei ihm mitspielen will.

Sei mir nicht bös, aber das würde ich nicht gerade "alles richtig gemacht" nennen.
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Zitat von: ErikErikson
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Offline Ludovico

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@Ludovico
Wenn sich der SL wundert, warum ihm reihenweise Leute abhauen, und einer einmal sagt, warum er das tut, muss man mMn schon recht verbohrt sein, um einfach zu sagen, dass man das anders sieht. Oder die Kritik war nicht richtig formuliert (s.o.).

Wie dieser SL das Feedback verarbeitet hat, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob Tigers Kritik den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Jedenfalls hat dieser SL gemeint, dass diese Kritik nicht zutreffe und sie abgelehnt.

Zitat
Übrigens kann man als SL im Gegenzug natürlich auch den Spielern Kritik zukommen lassen. ;)

Kann man... wenn es erwünscht ist.

@Tiger
Wenn er noch Gegenargumente brachte, dann ist das schade. Es wäre besser gewesen, wenn er einfach nur diesen einen Satz geschrieben hätte. Dann spart man sich unsinnige Diskussionen.

ChaosAmSpieltisch

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naja, man hat eben seinen Stil, und man sucht eben Leute, die dazu passen.

Anders herum wäre das bei einer reinen Freizeitbeschäftigung eben auch mist. Er sagt zwar, er jammert, weil er für Rollenspiel findet, eigentlich meint er aber, er findet keine Leute für sein Spiel

was einfach was ganz anderes ist, auch wenn es scheint

Er kann die anderen Sachen ausprobiert haben, festgestellt haben, für ihn ist es nichts, und sucht deswegen.

Offline JPS

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Warum eigentlich sanft?  ;)

Offline SeelenJägerTee

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@Althena, fällt dir hier was auf?
Sprich es nicht VOR der Runde sondern NACH der Runde im Zuge einer Manöverkritik an.

Die Selbstwahrnehmung von SL und die Fremdwahrnehmung durch die Spieler klafft oft WEEEEEEEIIIIIIIIIIT auseinander.
Da ist es mMn am Sinnvollsten das direkt nach der Sitzung wenn alles noch präsent im Kopf ist anzusprechen. Also das fand man gut und das nicht.
Das muss möglichst Zeitnah kommen wenn noch alle im Kopf haben wie es gelaufen ist und das nicht im Nebel der Erinnerung schon irgendwie verwischt. Ansonsten fühlen sich beide Seiten nachher bloß unverstanden und denken, dass der andere nicht auf einen eingehen will.

Mhh,

also ein persönliches Gespräch vorher wird schwierig, ich bin mit der SL eher durchs Rollenspiel befreundet und geh Abends mit dem nicht einen Trinken oder so.
Und via Telefon, SMS oder Email fehlt einfach die Mimik, damit es nicht falsch verstanden wird.

Direkt vor einem Spielabend anzusprechen könnte den gesamten Abend versauen, es aber erst nach dem Spielabend anzusprechen könnte bedeuten, dass ich da 6-8 Stunden rumsitze...

Das ich jetzt nur für mich sprechen soll, kann man so und so sehen. Es ist halt Fakt, dass ich da nicht alleine stehe, aber ich sehe auch, den Umstand das es ein wenig doof aussieht. Immerhin erweckt man ja den Eindruck, dass er der letzte ist, der davon erfährt.


Den nächsten Spieltermin haben wir zwar erst in ein paar Wochen, aber ich denke ich werde für Anfang des Spielabends eine Manöverkritik ansetzen. Ein wenig Pro und Contra der vergangenen Sitzungen des letzen halben Jahres (ca. 8-10 Spielsitzungen) und der Gruppendynamik wohin die Fahrt gehen soll. Ob weiter D&D mit ihm als SL oder was eine ganz andere Konstellation wird sich dann zeigen, denke ich mal.

Schlussendlich hat mir dieser Thread die Augen geöffnet, DEN sanften Weg gibt es halt nicht ;)

Du fragst Leute um Rat hörst dir die Argumente an - und willst es dann doch anders machen.

Und das ist ziemlich oft so, man hört sich an was die Leute zu sagen haben, denkt drüber nach - und macht es dann halt doch so wie man es selber gemacht hätte.

Glaubst du allen ernstes, dass es bei deinem SL anders laufen wird?
Erwartest du allen ernstes mehr von anderen?


Ich kann dazu nur sagen, in meiner WHFRPG Forenrunde haben ein paar Leute Kritik geäußert, das Problem war, dass es sich zum Teil auf Zeiträume bezogen hat die schon mehrere Wochen und viele Posts zurückgelegen sind.
Dann kann man nicht richtig darauf eingehen weil man irgendwo in Faden 2 und 3 auf Seite 5 von 7 irgend wo was stehen hat das vielleicht wichtig wäre sich jetzt aber keiner mehr erinnert WO es steht.
Dann argumentiert man auf der Basis eines diffusen Gefühls von Unzufriedenheit.
Effektiv denken sich die Spieler dann "Wir hatten keine Optionen!"
Ich als SL denke mir "OK sie hatten 4 Optionen die mir so aus dem steh greif einfallen - WAS hätte ich also besser machen sollen?" aber dass es so unendlich lange zurückliegt verhindert halt dass man das aufdröseln kann.

Als SL stehe ich effektiv da und frage mich "WAS und WIE hätte man es besser machen SOLLEN?"
Und die Spieler sehen einen "Beratungsresistenten" SL vor sich.
Sorry aber so was ist scheiße für beide Seiten.


PS:
Ganz im ernst wenn ein Spieler wartet bis VOR der Runde bis ich alle VORBEREITUNGEN gemacht habe und dann mit Kritik kommt, die erwartet dass ich meinen Stil ändere. Und dadurch potenziell alles was ich vorbereitet hab für die Katz ist.
Also das wäre ein Garant dafür, dass ich mir denke "egoistische Arschkrampe das hätte er auch früher sagen können." und das was er zu sagen hat gleich unter der Kategorie 'Spam' abgeworfen wird.
Das zeigt mMn nämlich eine gewisse "Ich vor allen!" Mentalität. Man selber will den Spaß haben, deswegen ist man nicht bereit die Runde noch auszusitzen und nachher an den frischen Beispielen die Kritik festzumachen damit man auf ner Grundlage klären kann was wirklich das Problem ist. Dass der SL Vorbereitungen gemacht hat ist einem scheiß egal, denn wenn es das nicht wäre hätte man es ja in den Wochen vorher BEVOR die Vorbereitung gelaufen ist mal ansprechen können.
« Letzte Änderung: 21.04.2012 | 12:07 von SeelenJägerTee »

Offline OldSam

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@Althena:
Jo, SeelenJägerTee spricht da echt nen wichtigen Aspekt an...

Vielleicht solltest Du Dich nochmal fragen woran es liegt, dass Du anders handeln willst als in den ganzen auf Erfahrung basierenden Vorschlägen, also hast Du für Dich wirklich gute Gründe oder basiert es einfach auf einem Gefühl, z.B. weil Du schlicht so agieren willst wie es für Dich normal ist oder Dir die anderen Wege erstmal eher unangenehm erscheinen o.ä.? Vorrang sollte IMHO jedenfalls der gute Umgang mit dem SL haben...

Und ganz wichtig: Wenn ihr mal Eure eigenen Spielerhandlungen reflektiert, habt ihr selbst eigentlich regelmäßig viel Aktivität gezeigt, also viel Input in's Spiel gebracht? Oder wurde, wenn ihr ehrlich seid, meistens doch eher darauf gewartet, dass etwas kommt? (wäre ja per se nicht schlimm, aber heisst effektiv auch, dass man selbst erstmal mehr ran muss)
Es lässt sich schließlich gar nicht mal selten beobachten, dass es auch umgekehrt laufen kann und ein eher mäßiger bzw. unerfahrener SL durch 1-2 gute Spieler gepushed wird, so dass das Spiel insgesamt wieder sehr unterhaltsam wird...
« Letzte Änderung: 21.04.2012 | 13:38 von OldSam »

Offline kirilow

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Lieber Lionking,

Hallo.
Unsere Gruppe hat auch ein ähnliches Problem:
Wir haben einen Spieler, der auch wirklich seinen Charakter gut spielt, sich im Spiel einbringt, usw.
Aber jetzt wollte er auch mal Spielleiten (alle anderen hatten schon) und weil niemand was dagegen hatte, fing er an:
<snip>
Wie ihr euch sicher denken könnt, hatte niemand der Spieler Spaß und so haben wir uns besprochen, dass es nicht weiter gehen kann:
Aber jetzt ist das größte Problem: Der SL ist ziemlich kritikempfindlich: Und jegliche Formen von sanfter Kritik ignoriert er fast vollständig
(nach aussen hin)
Aber "Rausschmeissen" ist keine Option, da er integriertes Mitglied in der Gruppe ist und außer dieser SL-Zeit nie "Probleme" gemacht hat.
Habt ihr irgendwelche Tipps, wie man ihm vom "SL-Thron" wegbringt, ohne auf Konfrontation zu setzen.... 
Tja, der Herr taugt aktuell als SL nichts. Ich würde Euch raten, da gar keine großen Kritikrunden o.ä. macht, sondern die Sache pragmatisch angeht:
Es scheint ja so, dass es bei Euch üblich ist, dass jeder mal leitet. Dann wäre es as einfachste, dass einer von Euch vorschlägt, zwischendurch mal wieder ein Abenteuer zu leiten. Wenn das dann rockt, dann werden eh alle da weiter spielen wollen --- wenn nicht, könnt Ihr auch erst mal wieder den Kack spielen. Mittelfristig gerät denn des Problemspielleiters doofe Kampagne in Vergessenheit und keiner ist verletzt. Da er ja ein angenehmer Spieler ist, besteht dann ja das Problem nicht mehr.

Ansonsten stimme ich OldSam zu:
Es liegt hier ganz offensichtlich ein Fall vor, wo der SL einfach noch gar nicht weiss wie man eine Spielleitung macht!

Offenbar hat Dein Mitspieler vom Spielen mit Euch das Spielleiten nicht gelernt. (Das ist jetzt nicht als Kritik, sondern als Beobachtung gedacht). Man lernt das Spielleiten auch weniger über Ratschläge und Workshops, sondern durch das Mitspielen bei SL, die einen inspirieren und von denen man etwas lernt, was einem selber auch liegt. Er sollte mal woanders mitspielen.
Aber, wie gesagt, er muss ja auch nicht unbedingt spielleiten wenn er auch gerne spiel.

Grüße
kirilow 

Der Kummerkasten von Dr. Sommer-kirilow ist im rsp-blog Forum. Hier ist sein Postfach voll.

Lionking

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Lieber Lionking,
Tja, der Herr taugt aktuell als SL nichts. Ich würde Euch raten, da gar keine großen Kritikrunden o.ä. macht, sondern die Sache pragmatisch angeht:
Es scheint ja so, dass es bei Euch üblich ist, dass jeder mal leitet. Dann wäre es as einfachste, dass einer von Euch vorschlägt, zwischendurch mal wieder ein Abenteuer zu leiten. Wenn das dann rockt, dann werden eh alle da weiter spielen wollen --- wenn nicht, könnt Ihr auch erst mal wieder den Kack spielen. Mittelfristig gerät denn des Problemspielleiters doofe Kampagne in Vergessenheit und keiner ist verletzt. Da er ja ein angenehmer Spieler ist, besteht dann ja das Problem nicht mehr.

Das (Haupt-)Problem ist eben derzeit, dass der SL darauf besteht, seine Kampagne zu leiten ("Er hat sie ja schon ausgearbeitet")...
Um noch etwas tiefer in die Problematik zu gehen:
ich war die meiste Zeit der "Stammspielleiter" und in diversen Feedbacks meine ich zu erkennen, dass ich wohl auch nicht so unbeliebt als SL war
(Das soll jetzt kein Eigenlob sein).
Ich hab den seltsamen Eindruck, dass sich der jetzige SL eher in einem Konkurrenz-Kampf zwischen ihm und mir sieht: (Eine seltsame These ich weiß: Diese Konkurrenz bezieht sich aber eigentlich nur auf die "SL-Ebene", anderweitig gibt es keinerlei Probleme)
Sein Dungeon hat eine Ebene mehr als mein letzter (Das könnte vielleicht auch die Karopapier-Räume erklären), die magischen Gegenstände sind um eins mächtiger, usw.  
Und anscheinend wollen unsere Mitspieler auch wieder mich als SL haben, das konnte man an Anspielungen erkennen... Anspielungen natürlich, die der SL ignorierte. Und ich will mich nicht offenstichtlich bei der Sache einmischen...
Und sollten wir jetzt seine Kampagne abbrechen und eine Neue bzw. ein neues System anfangen, wäre das für ihm eine Niederlage, eine Niederlage, die er nicht anerkennen würde... Also ich glaube "vergessen" wird er seine Kampagne, die er ja noch immer fortführen wollen würde,
nicht so schnell... Und ich habe keine Lust, dass diese Kampagne als eine Art "Damokles-Schwert" (Vielleicht übertreibe ich da ja) über der Gruppe schwebt.

Taschenschieber

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Wäre es eine akzeptable Lösung, zwei Kampagnen parallel bzw. abwechselnd zu spielen?

Offline Benjamin

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Kein Bock jetzt, alles zu lesen.

Zum Beispiel übergeb ich NSC, die mit der Gruppe reisen, in der Regel an einen Spieler. Ab und zu bestimme ich noch eine Aktion (that's what the character would do), aber ansonsten sollen die damit glücklich werden.

Ich habe einen SL erlebt, mit dessen Spielstil ich absolut über kreuz lag. Ich habe ab und zu mit ihm über das Leiten und Spielstile gesprochen, aber da war einfach nichts mehr zu machen. Alte Hunde etc.

Offline Wisdom-of-Wombats

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Das (Haupt-)Problem ist eben derzeit, dass der SL darauf besteht, seine Kampagne zu leiten ("Er hat sie ja schon ausgearbeitet")...

Du zitierst wörtliche Rede. Sagt er das so oder sagt das jemand über ihn?
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Lionking

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Du zitierst wörtliche Rede. Sagt er das so oder sagt das jemand über ihn?
Ich habe den Satz so umgestellt, dass er in den grammatikalischen "Kontext" passte.
Im absolutem Original-Ton hat er "Ich habe sie ja schon ausgearbeitet." gesagt.
Entschuldigung, wenn das jetzt missverständlich war.

Offline Wisdom-of-Wombats

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Entschuldigung, wenn das jetzt missverständlich war.

Passt scho! Mir ging es nur darum: wenn das jemand über ihn gesagt hätte, wäre es ein Indiz gewesen, dass er auch Fürsprecher hat.
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Lionking

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Passt scho! Mir ging es nur darum: wenn das jemand über ihn gesagt hätte, wäre es ein Indiz gewesen, dass er auch Fürsprecher hat.
Und das ist auch ein Problem: Wenn man einmal beim Spielen alle Spieler anschaut, dann kann man erkennen, dass sich keiner wirklich mehr für das Spiel interessiert: Der SL spielt mit seinen Gott-NSCs gegen seine Halbgott-NSC-Bösewichter, während die Spieler entdecken, wie außergewöhnlich die Flaschen, Chipstüten, Würfel, Blätter, Stifte, etc.  (halt alles am Tisch) doch sind...
(Was natürlich noch nicht zu einer Frage des Sls wie "Hey, habt ihr irgendwelche Probleme mit meinem Spiel?" führte)
Während man früher jeden freien Termin für s PnP nutzte, kommt von Spielerseite immer öfter so ein "Sorry, aber am Tag A bin ich voll im Stress"...
Und dieser ganze "Wandel" begann als mit seiner Kampagne (Wir haben ja schon 4 Mal mit ihm als SL gespielt, der erste leise Kritikversuch fand nach dem 1. Spiel statt):
Ich habe Angst, dass die Gruppe zerbricht und das würde sie mMn auch, wenn man nur die Hälfte der Termine richtig spielt, während man die andere Hälfte der Treffen mehr oder weniger über sich ergehen lässt (Das bezieht sich auf Taschenschiebers Vorschlag)
Ich wage zu behaupten, dass der SL keine "Befürworter" in der Gruppe hat. Ich habe zwar die Leute nicht direkt befragt (Ich wollte nicht den Anschein erwecken, ich wäre in den "Intriganten-Modus" gegangen), aber die Mitspieler signalisieren mir auch, dass sie wieder einen SL-Wechsel  gut finden würden...

Offline Wisdom-of-Wombats

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Dann versucht es doch mal mit folgendem Satz: "Ich denke, wir sollten eine andere Kampagne spielen." und schaut Euch an, wohin das Gespräch dann führt.
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Offline Feuersänger

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Das erinnert mich an einen Webcomic, ich weiß aber nicht mehr welcher, wo die schöne Beobachtung formuliert wurde, dass die Höhe der Würfeltürme reziprok zum Spaß am Spiel ist.

Also:
- Würfel liegen einzeln rum: Spieler sind voll bei der Sache und fiebern mit.
- niedrige Türmchen von etwa 2-4 Würfeln: Spieler sind evtl. nicht voll ausgelastet, ist aber noch im grünen Bereich. Das Stacking könnte auch eine Art von Übersprunghandlung sein.
- Eiffelturm bis Burj Dubai: Spieler langweilen sich zu Tode und wären lieber woanders.

Weiß jemand noch, wo das her war? ^^
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Offline Silent

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Ich kenne das weniger mit Türmchen bauen (auch wenn mir gerade einfällt, dass ich auch schon mal ein W6 Türmchen gebaut habe), als das Spieler anfangen mit ihren Würfeln zu spielen indem sie würfeln.

Ist aber glaube ich genau das gleiche Prinzip ;)
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Offline Feuersänger

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Ich hatte auch grad den Flash, wo das her war: Full Frontal Nerdity, wenn ich mich nicht irre.
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Offline Blackspell

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Je weiter ich mir diesen Thread durchlese, desto froher bin, das in unserer Gruppe jederzeit Kritiken und Anregungen gegeben und aufgenommen werden.

Was ich am wenigsten verstehe ist der Eiertanz den manche aufführen, wenn es um das Anbringen von Kritik geht.
Niemand, nicht der SL, nicht die Spieler, nicht Ich und auch nicht die Anderen in der Runde sind perfekt, oder über jeden Zweifel erhaben.
Wenn mir was nicht passt sage ich es, und habe auch kein Problem, wenn mir jemand sagt was ihm nicht passt.

Soviel sollte eigentlich in jeder Spielrunde drin sein...
"He that would govern others, first should be the master of himself."
 - Philip Massinger, "The Bondman"

Offline Greifenklaue

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Ich kenn allerdings das Problem auch, ich hatte auch einen SL, der bei der kleinsten (und berechtigtesten *hust*) Kritik schnell mit dem Arsch rum war, da war echte Hochdiplomatie erforderlich ...
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

http://www.greifenklaue.de

Just_Flo

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Wirklich? Nicht vielleicht eher der Einsatz der Regeln 0- 27 000? :'(