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Autor Thema: Die ultimative Barbarenporn-Liste  (Gelesen 12280 mal)

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Re: Die ultimative Barbarenporn-Liste
« Antwort #50 am: 14.03.2014 | 13:24 »
Kane hat gemordet, Menschen bei seiner Magie verbraucht und noch so ein Paar Dinger.

Diebstahl an Nicht eigener Gemeinschaft angehörigen ist kein Verbrechen und von der Unterschicht ist nichts zu hohlen.

Hinterlist , in  einer5 Story erschlägt Colnan einen Kriegshäuptling bei der Feier während Bündnisverhandlungen.
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Re: Die ultimative Barbarenporn-Liste
« Antwort #51 am: 14.03.2014 | 13:54 »
Kane hat gemordet, Menschen bei seiner Magie verbraucht und noch so ein Paar Dinger.

Das schrieb ich ja bereits. Ebenso der Hinweis, dass Kane eine Sonderstellung einnimmt, da er aufgrund seiner Unsterblichkeit, seines Alters und durch das Praktizieren von Magie eigentlich schon ein Hexer, als der natürliche Erzfeind von Barbaren ist, auch wenn er im Ursprung selbst einer war ist. Die Geschichten mit und um Kane (in vielen ist er nur Nebenfigur) sind ja an sich Lehrstücke darüber, wie man Fantasy-Stereotypen am besten demontiert.

Zitat
Diebstahl an Nicht eigener Gemeinschaft angehörigen ist kein Verbrechen und von der Unterschicht ist nichts zu hohlen.

Was immer noch nicht erklärt, warum Conan seine sauer erkämpften Schätze für Wein, Weib und Gesang ausgibt, wenn er sich das alles doch auch einfach nehmen könnte, ohne zu bezahlen. Von den Wirten wäre etwas zu holen, aber er macht es nicht, weil er in einem anderen Modus ist, in dem die Barbarenehre verlangt, dass man seine Zeche und Spielschulden bezahlt, anstatt die Gläubiger abzumurksen. Das Ambivalente am Barbaren ist, dass er an einem Ort ehrlich und sogar freigiebig mit dem bezahlt, was er andernorts unehrlich, aber - nach seinen Vorstellungen - trotzdem ehrenhaft (nämlich durch Stärke, Geschicklichkeit und Schlauheit) erworben hat.

Zitat
Hinterlist , in  einer5 Story erschlägt Colnan einen Kriegshäuptling bei der Feier während Bündnisverhandlungen.

Richtig, er erschlägt ihn, aber er vergiftet ihn nicht, wendet keine Magie an und der Mann war ein Kriegshäuptling, also sogar ein besonders wehrhafter Gegner, denn Kriegshäuptling werden ja bekanntlich nur die Stärksten und/oder Fiesesten. Dass er aufgrund der laufenden Verhandlungen formal unantastbar sein sollte steht ebenso wenig zur Debatte wie der Umstand, dass Barbaren mit formalem Recht ihr Probleme haben. Für den Cimmerier ist es ja bereits verachtenswert, sich unter den Schutz eines abstrakten Abkommens begeben, statt sich durch eigene Kraft zu schützen.
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Re: Die ultimative Barbarenporn-Liste
« Antwort #52 am: 14.03.2014 | 14:12 »


Was immer noch nicht erklärt, warum Conan seine sauer erkämpften Schätze für Wein, Weib und Gesang ausgibt, wenn er sich das alles doch auch einfach nehmen könnte, ohne zu bezahlen.
Weil er was gegen Gewalt bei Weib hat, die Wirte als Teil seiner Gemeinschaft ansieht...
Zitat
Dass er aufgrund der laufenden Verhandlungen formal unantastbar sein sollte steht ebenso wenig zur Debatte wie der Umstand, dass Barbaren mit formalem Recht ihr Probleme haben
. Da widerspreche ich, Conan war sich dessen wohl bewusst entschuldigte es aber
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Re: Die ultimative Barbarenporn-Liste
« Antwort #53 am: 14.03.2014 | 19:37 »
Weil er was gegen Gewalt bei Weib hat, die Wirte als Teil seiner Gemeinschaft ansieht....

Genau, Conan fühlte sich bekanntermaßen als Mitglied der Innung Gastwirtschaft. Vermutlich hat er in einer verloren gegangenen Jugendgeschichte, die kurz nach seiner Freilassung spielt, sogar gekellnert ... ;)

Zitat
Da widerspreche ich, Conan war sich dessen wohl bewusst entschuldigte es aber

Sich eines Umstandes bewusst zu sein hat doch nichts damit zu tun, das man damit konform geht. Übrigens haben wir damit noch ein typisches Barbarenmerkmal: Conan war klar, dass während der Unterhandlungen eigentlich Frieden gehalten werden muss, aber dieses Gesetz entsprach nicht seinem Gesetz. Und für Barbaren gilt natürlich nur das eigene Gesetz bzw. das seiner Gemeinschaft (Nein, Kneipenwirte gehören immer noch nicht dazu ...). Wozu man sagen muss, dass Conan nach dem Verlust seines Stammes praktisch keine Gemeinschaft mehr hatte. Er hat sich zwar immer wieder mit Leuten zusammengetan, aber diese ebenso fallen gelassen, wie sie ihn fallen gelassen haben, wenn es gerade passend erschien.
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Re: Die ultimative Barbarenporn-Liste
« Antwort #54 am: 16.03.2014 | 10:54 »
Sorry es entsprach seinem Gesetz, seinem Wort etc

Hm er hat Leute so sehr Fallengelassen, das er für ein Sklavenmädchen - für das er keine Verantwortung hatte, einen Schatz opferte.

Das er Rache schwor für den Tod eines Aquiloniers und eines Hundes
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Re: Die ultimative Barbarenporn-Liste
« Antwort #55 am: 16.03.2014 | 13:39 »
Sorry es entsprach seinem Gesetz, seinem Wort etc

Ich gebe ja zu, dass es eine Weile her ist, dass ich die Geschichten gelesen habe, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass Conan je geschworen hätte, immer ehrlich seine Zeche zu zahlen. Und wenn Ehrlichkeit ein Grundmerkmal seines Kodex' ist, warum war er dann auch ein Dieb? Du siehst, da passt etwas nicht zusammen.

Es lässt sich nur unter einen Hut bringen, wenn man davon ausgeht, dass es Stehlen oder eben auch Töten nur dann ehrenhaft und für einen Cimmerier erlaubt ist, wenn persönlicher Einsatz damit verbunden ist.
Sich Zugang zu den schwer bewachten und gesicherten Schatzkammern von Kaufleuten und Magiern zu verschaffen oder bewaffnete Schiffe und Karawanen zu überfallen ist ehrenhaft, denn es erfordert Stärke, Geschick und Schläue und man riskiert das eigene Leben dabei.
Die Zeche zu prellen, vor Schulden zu fliehen oder einen Weichkeks zu erschlagen und seine Geldbörse zu nehmen erfordert keinen Einsatz, ist also nicht ehrenhaft und genaugenommen feige. Zu dem Thema gibt es auch noch etwas Passendes:

"Es war nutzlos, Crom um etwas anzuflehen, denn er war ein düsterer, wilder Gott und verachtete Feiglinge. Aber er verlieh einem Knaben bei der Geburt Mut und den Willen und die Kraft, seine Feinde zu töten. Das war nach der Ansicht des Barbaren alles, was man von einem Gott erwarten sollte."

Zitat
Hm er hat Leute so sehr Fallengelassen, das er für ein Sklavenmädchen - für das er keine Verantwortung hatte, einen Schatz opferte.

Er hatte ihr leichtfertig ein Versprechen gegeben, aber er sah sich trotzdem verpflichtet, dieses Versprechen zu halten, egal zu welchem Preis. Aber er hat nicht grundsätzlich jeden Sklaven befreit, oder?

Zitat
Das er Rache schwor für den Tod eines Aquiloniers und eines Hundes

DIE waren immerhin Kampfgefährten. Und da der Barbar keine Trauer kennt, sondern nur Rache (oder Trauer zumindest damit ausdrückt, dass er die verantwortlichen zur Strecke bringt), bleibt da nicht viel Spielraum.

Andererseits hat er Diebesgefährten, seine Räuber- und Piratenbanden und später sogar seine Untertanen etc. niemals als Teil seiner engeren Gemeinschaft aufgefasst. Er hat sich nur in sofern für sie verantwortlich gefühlt, wie er ihr Anführer war, aber nicht mehr.
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