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Autor Thema: Würde die Zombikalypse in Deutschland "Gesitteter" ablaufen?  (Gelesen 11529 mal)

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Offline Thorgest

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Mich treibst seit einiger Zeit die Frage um "Würde die Zombikalypse in Deutschland "Gesitteter" ablaufen?" ...

Ich habe 5 Staffeln "The Walking Dead" gesehen (5. läuft noch) und frage mich ob das was dort zu sehen ist ehr ein Amerikanisches Lebensmodel ist, oder ob wir, natürlich rein hypotetisch, auch so handeln würden?!
Wir haben im Freundeskreis darüber diskutiert und die Mehrheit meint das die Solidarität, die auch im 2.WK vorhanden war, wieder zum Zuge kommen würde. Jeder hilft jedem, dann ist die Gefahr schnell erledigt, so der Konsens.
Einige meinten jedoch auch das sich recht schnell Gruppen von "Warlords" zusammenrotten würden und den Rest versklaven etc.

Wie seht ihr das? Wie würde die Zombikalypse in Deutschland ablaufen? Ich bin gespannt und hoffe auf eine rege Teilnahme :)
Arbeiter, Bauern, nehmt die Gewehre, Nehmt die Gewehre zur Hand.
Zerschlagt die faschistische Räuberherde, Setzt eure Herzen in Brand!
Pflanzt eure roten Banner der Arbeit, auf jede Rampe, auf jede Fabrik.
Dann steigt aus den Trümmern der alten Gesellschaft die sozialistische Weltrepublik!

Ich habe dagegen ein viel schlimmeres Problem: Ich bin gar kein Christ und dennoch Pleite.

Offline JollyOrc

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Ich habe "Nein" ausgewählt. Warum?

Weil die Zombieapokalypse nicht realistisch ist. Also, schon von der Grundannahme her. Wenn wir also eine Zombieapokalypse haben, dann wurden schon so viele Naturgesetze, biologische Fakten und sonstwas über Bord geworfen, dass es lächerlich anmuten würde, wenn wir nicht konsequenterweise auch das bisschen Rest an soziologischen Annahmen mit über Bord werfen. Eine Zombieapokalypse ohne zusammenbrechende Gesellschaftsstrukturen ist keine Zombieapokalypse!  >;D

Dazu kommt: Die Solidarität im WWII war vor allem dem gemeinsamen äußerem Feind geschuldet. Wenn man aber stattdessen grundsätzlich jedem Menschen misstrauen muss, weil der sich ja plötzlich als Zombie bzw. Infizierter entpuppen könnte, dann hat sich das ganz schnell mit der Solidarität. Denn die Zombiehorden sind ja nicht äquivelent zu feindlichen Soldaten, sondern eher zur Pest.

Und zu Zeiten von Pest und Cholera dachte auch mehr jeder an sich.
Fürs Protokoll: Ich bitte hiermit ausdrücklich darum, mich in der Zukunft auf schlechte oder gar aggressive Rhetorik meinerseits hinzuweisen. Sollte ich das dann wider Erwarten als persönlichen Angriff werten, bitte auf diesen Beitrag hier verweisen und mir meine eigenen Worte um die Ohren hauen! :)

Offline Boba Fett

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Naja, die deutschen Zombies würden erst einmal einen Verein gründen und dann in der ersten Vereinssitzung sich selbst zerfleischen...
-scnr-
Im Ernst:
Ein äußerst wichtiger Punkt, den man nicht ignorieren sollte, ist die Bevölkerungsdichte. Die ist in Deutschland immens höher als in den Staaten.
Die Infektionsübertragung würde daher wesentlich schneller ablaufen  und insofern kann man hier auch nicht in ein irgend geartetes Outback flüchten.

Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Offline LushWoods

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Ersetze "Zombies" mit "Crazies" a la 28 days later oder eben Crazies oder Helix und das Ganze wird sehr schnell realistischer.

Ich würde auch mit "nein" antworten.
Zum einen genau aus dem Grund den Boba anführt, zum anderen wäre das eine Bedrohung die nichts mit einem äußeren Feind zu tun hat (wie im 2. WK z.B.).
Eine Solidarisierung würde nicht im großen Stil stattfinden, nur im kleinen.
« Letzte Änderung: 17.02.2015 | 10:45 von LushWoods »
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Offline The Forlorn Poet

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Wegen den strengen Waffengesetzen in Deutschland wäre zusätzlich zur höheren Bevölkerungsdichte auch noch die Möglichkeit zur Verteidigung gegen die Zombiehorden geringer, weil Waffen schlicht nicht so verbreitet sind, wie in den USA. Klar, hier kann man auf Knüppel und co. ausweichen, aber der geneigte Zombiefan weiß ja: Lässt man die verwesenden Schlurfhansel zu nah an sich heran, ists schnell vorbei ;)

Demnach würde vermutlich auch noch schneller Panik ausbrechen und dem Zusammenbrechen der Gesellschaft Tür und Tor öffnen.
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Offline BobMorane

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Ich denke auch das Deutschland wahrscheinlich ziemlich schnell entvölkert wäre. Zu viele Leute auf zu wenig Raum.

Offline Feuersänger

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Wenn wir mal den offensichtlichen Blödsinn von Walking-Dead Zombies außen vor lassen (kein Kreislauf - wie werden dann die Muskeln mit Energie versorgt?), ist die Prämisse der Serie immer noch schwachsinnig, weil mal eben das stärkste Militär der Welt komplett aus der Gleichung rausgenommem wird.

Das ist schon alles von vorn bis hinten so absurd, da kann man keine plausiblen Annahmen für irgendwelche anderen Länder treffen.
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Zitat von: ErikErikson
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Offline Waldviech

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Zitat
Ich denke auch das Deutschland wahrscheinlich ziemlich schnell entvölkert wäre. Zu viele Leute auf zu wenig Raum.
Legt man die Maßstäbe aus anderen Zombiestories zu Grunde, dann vielleicht schon. Andererseits wäre das aber langweilig.  ;D. Von daher - die "logischen" Implikationen einer Zombie-Apokalypse mal bei Seite gelassen: Was würde sich den "Deutsch" anfühlen? Ein vergleichsweise totalitärer Staat, weil sich die Deutschen angesichts der Bedrohung wieder auf ihre Militärtraditionen besonnen haben? Bunkermentalität in den Schächten unter dem Ruhrgebiet?
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Offline The Forlorn Poet

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Dass das ziemlich unrealistisch ist, dürfte klar sein. Deshalb beginnen 99% aller Filme/Serien/Bücher/Whatever, die sich mit Zombieapokalypsen beschäftigen, auch NACH dem Zusammenbrechen der Gesellschaft ;)

Und im Grunde wirds ja auch erst ab dann interessant. Deshalb finde ich es schon in Ordnung, darüber zu sinnieren, ob das hier in Deutschland anders ablaufen würde.
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Offline Slayn

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Eine Zombieapokalypse würde uns kaum treffen. Die Beamten gehen immer noch ins Büro und machen ihren Job wie eh und je.
Wenn wir einander in der Dunkelheit festhalten .. dann geht die Dunkelheit dadurch nicht vorbei
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Offline BobMorane

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Stimmt wir sind ja eh schon alle Zombies.  :cthulhu_smiley:
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Offline Lichtschwerttänzer

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Die Solidarität in WWII, war bestenfalls  Gruppensolodaritaet  bzw. Propaganda.

http://www.cracked.com/article_18683_7-scientific-reasons-zombie-outbreak-would-fail-quickly.html

Mein Liebling sartikel von Cracked.com zum Thema

“Uh, hey Bob?”
“What Steve?”
“Do you feel like we’ve forgotten anything?”
Sigh. “No Steve. I have my sword and my bow, and my arrows and my cloak and this hobbit here. What could I have forgotten?”
“I don’t know, like, all of our stuff? Like the tent, the bedroll, my shovel, your pot, our cups, the food, our water, your dice, my basket, that net, our spare nails and arrowheads, Jim’s pick, my shovel, the tent-pegs…”
“Crap.”

Offline sangeet

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Das Militär kommt doch immer noch vor in den Zombie Geschichten, nur geht man dort ebenfalls davon aus, das das Militär nicht Immun gegen den Zombie Virus ist, und deswegen bricht das eben auch zusammen. Was allerdings ausser Acht gelassen wird, ist das die Grosstädte vermutlicherweise alle Abbrennen würden, weil eben keine Feuerwehr mehr da ist, um Brände einzudämmen wenn sie entstehen, und das Passiert häufiger wie man glaubt.
Es wird auch eine Atomare Katastrophe oft ausser Acht gelasen, da hier Unfälle passieren würden, wenn sich keiner um die Anlage kümmert, und das kann eben nicht jeder.
Ich würde Szenarien vermuten wo das Militär so lange es noch existiert, Städte /Regionen Abriegeln würde. Die Pest ist bestimmt ein guter Vergleich, woran sich das Verhalten orientieren würde.
Vermutlich müsste aber für ein realistischeres Szenario, der Zombie Virus ansteckender sein, als eine übertragung durch Bisse, oder es müssten zumindest zusätztliche Übertragungswege existieren.

Der Link oben von cracked.com war recht gut.

« Letzte Änderung: 17.02.2015 | 11:28 von sangeet »
Alles schließt Nichts mit ein.

Offline Feuersänger

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Bei Walking Dead sind alle Lebenden bereits infiziert, allerdings ist unbekannt wie das passiert ist. Ein Biss löst "nur" ein tödliches Fieber aus. Man ersteht auch als Zombie auf, wenn man auf irgendeine andere Weise zu Tode kam.
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Zitat von: ErikErikson
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Der Rote Baron

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Walking Dead ist sehr amerikanisch vom Grundmodell her:
WIR gegen DIE DA - und DIE DA sind immer irgendwelche ANDEREN. Bicht dass die Amis ein besonderes Abo auf Fremdenfeindlichkeit hätten, aber die Frontier-Mentalität, WIR als kleine Gemeinschaft bestehen gegen den Rest der (feindlich gesonnenen) Welt, ist so etwas wie ein Teil des Gründungsmythos ("Shining City on a Hill") der USA.

Das Durchkämpfen einer kleinen Gruppe von Überlebenden durch eine Welt voller Feinde mit dem Ziel, sich eine neue, bessere Zukunft aufzubauen, ist sowas von amerikanisch, das man dazu die Zombies rot anmalen möchte (als Indianer oder Kommunisten)!

Hier zeigt sich übrigens auch ein Unterschied zu den Zombiefilmen der 70er (Night, Dawn, Day): Hier ghet die Menschheit bzw. die Gruppe von Überlebenden daran zugrunde, dass sie selbstsüchtig gegeneinander arbeitet. Walking Dead hat da sehr viel konventionelles die vorherrschende US-Kultur verinnerlicht. Die 70er waren politisch kritischer oder abgeklärter.
Walking Dead ist einfach US-Unterhaltung - "Wir müssen überleben und uns gegen die Gefahr der Engländer/ Indianer/ Kommunisten/ Zombies wehren."
Und das macht es gut.

Aber man kann eine fiktive Ideologieausprägung nicht auf andere Gesellschaften übertragen. Sie funktionieren da nur eingeschränkt oder nicht.
"28 Weeks later" zeigt, wie man in Europa mit so was umgeht: Nach dem Sterben zieht man sich zurück, sammelt sich um die bestehende Ordnung und erobert das verlorene Territorium geordnet zurück. Einzelgänger und "Nun bin ich hier Königs!" werden eingefangen und eingegliedert - oder entsorgt. Man sucht nicht einen neuen Status Quo, man geht zurück zu dem Status Quo Ante - der nie wirklich aufgehört hat zu existieren.

Grund: Wir haben keinen deutschen/ englischen/ europäischen "Traum", und alle Ideologien und Gesellschaftskonzepte bauen auf dem vorangegangene auf. Hier ist nicht nur schon lange keine Wildnis mehr - es gibt auch keinen luftleeren Ideologieraum.

So gesehen wäre es wohl "gesitteter" - was immer das heißen mag ...

Offline Lichtschwerttänzer

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We must hang together or we will hang divided.
“Uh, hey Bob?”
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Sigh. “No Steve. I have my sword and my bow, and my arrows and my cloak and this hobbit here. What could I have forgotten?”
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Bangrim

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Aber man kann eine fiktive Ideologieausprägung nicht auf andere Gesellschaften übertragen. Sie funktionieren da nur eingeschränkt oder nicht.
"28 Weeks later" zeigt, wie man in Europa mit so was umgeht: Nach dem Sterben zieht man sich zurück, sammelt sich um die bestehende Ordnung und erobert das verlorene Territorium geordnet zurück. Einzelgänger und "Nun bin ich hier Königs!" werden eingefangen und eingegliedert - oder entsorgt. Man sucht nicht einen neuen Status Quo, man geht zurück zu dem Status Quo Ante - der nie wirklich aufgehört hat zu existieren.


In 28 Weeks later bzw. 28 days later war England der Infektionsherd und daher recht gut isolierbar. Deine angesprochene Zurückeroberung hat am Ende von 28 Weeks later dazu geführt, das diese Isolierung gebrochen wurde und dadurch der Rest von Europa betroffen war. Das wars dann mit der bestehenden Ordnung...


Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Gesitteter wohl nicht, aber zentralistisch-organisierter. In der Hinsicht besteht nämlich durchaus ein kultureller Unterschied (wenn er auch immer von Deutschen und Amerikanern übertrieben wird).

Eine deutsche Überlebensgruppe á la Walking Dead würde wohl eher dazu tendieren, schriftliche Regeln aufzustellen und alles durchzudefinieren, während die Amis sich eher erst mal pragmatisch durchwursteln.
 
Wer einmal in Pisa in einer Warteschlange vor einer Pizzeria die deutschen Touristen daran erkannt hat, daß die nicht nur gemeckert haben, sondern auch gleich auf Schmierpapier Organisationsverbesserungen für den Pizzeriabetrieb skizziert haben, der kann sich das gut vorstellen  :)
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Offline JS

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Hm. So ganz erfolglos sind wir Deutschen damit ja nun nicht.
;)
Wer gern sagt, was er denkt, sollte vorher etwas gedacht haben.
Der zivilisierte, aufgeklärte Mensch im frühen 21. Jh.: https://youtu.be/Fp9J3lUbtXQ?t=166
"Mit voller Konfiguration in klarer, deutscher Benutzerführung - vom Zero-touch-Deployment bis zum WYSIWYG-Designer für Captive Portals."

Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Ich sags ja, so einige Probleme, mit denen sich die Anarchohillbillies in The Walking Dead herumschlagen, wären mit teutonischer Gründlichkeit gar nicht erst akut geworden.

Aber dramaturgisch wäre das eher unbefriedigend - Zombie schlurft auf Zuflucht zu, wird vom Wachturm aus angeschnauzt "Ja ham Sie übahaupt eene Zombielizenz? So nüscht, Jenosse!", Zombie schlurft kleinlaut wieder weg...  :)
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Der Rote Baron

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Offline Rentin

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Nein, auf diese Art der Bedrohung ist man (auch wegen dem Fantasiefaktor) nicht vorbereitet. Die offenen Grenzen um Deutschland herum werden dafür sorgen, das erkrankte Personen den Virus über ganz Europa verteilen und dann folgt der Nuklearschlag.
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Offline Arkam

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Hallo zusammen,

ich vermute Mal die Tendenz Anordnungen von Oben zu folgen Verbindung mit recht strikten Regeln dürfte den Verlauf auf jeden Fall reduzieren.
Die Frage ist nur wie man das Phänomen bezeichnen würde und wie es sich auswirkt. Denn Zombies würde man als Unfug abtun und entsprechend nicht reagieren. Wenn man das Ganze als Seuche ausgeben würde würde man wahrscheinlich schneller handeln.
Eine interessante Frage ist wie sich die ungleiche Waffenverteilung auswirken würde und was man dagegen unternehmen würde. Würde man also an eine Bewaffnung der Bevölkerung mit Sensen, Hellebarden und Kurzschwertern für den Nahkampf denken und auch Anleitungen "So baue ich eine Zombiewaffe" herstellen oder würde man sich auf die "professionellen", Einschränkung mit "" weil eben nicht gegen Zombies gedacht, Bewaffneten verlassen. Selbst wenn man sich zu einer Bewaffnung entschlösse wäre interessant wie viele Zivilisten dann wirklich kämpfen würden.
Auch interessant könnte werden ob man Zombies auch als Chance für billige Arbeitskräfte, neue Biowaffen oder für ein Medikament das unsterblich macht sehen würde. Je mehr Parteien an solche Dinge denken würden jehöher wäre das Risiko, siehe auch Resident Evil wo die Waffe an Zombie Biowaffen immer wieder zu Ausbrüchen führt.
Interessant wäre auch ob Deutschland sich als Staat verhält oder angesichts der Bedrohung das Land wieder auf der Ebene von Bundesländern oder noch kleineren Einheiten zerfällt. Würde Hamburg sich etwa eine Stadtmauer gönnen oder sich als Stadt in einem Bundesland.
Zudem müsste man als Kernfrage noch klären ob man nur den klassischen Schlurfezombie als Gegner hat oder ob Mutationen oder gar einzelne lernwillige Exemplare die Bedrohung deutlich stärker machen und eine geregelte Abwehrstrategie unterlaufen können, siehe Resident Evil, Land of the Dead und auch einzelne Zombie Computerspiele.

Gruß Jochen
Paranoia Discord Runde sucht neue Mitspieler:

https://discord.gg/RuDqVSFYtC

Offline Heinzelgaenger

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Zitat
Die offenen Grenzen um Deutschland herum werden dafür sorgen, das erkrankte Personen den Virus über ganz Europa verteilen und dann folgt der Nuklearschlag.

Mehr oder minder, Herr Vorposter.

Schlürften Zombies über die makellosen Autobahnen, die ordentlichen Forste und die genormten Innenstädte, dann wäre Deutschland wesentlich gefickter als die USA.
In vielen Bundesstaaten haben Amis die praktischen Wummen & können Mun selber herstellen. Dickes Plus.
Ein weiterer Vorteil ist das Preppertum.

Aber was viel wichtiger ist- in vielen ländlichen Gegenden gibts mehr Selbständigkeit, Zusammenhalt, Kooperation.
Das wurde bei uns längst abgeschafft.

Die Show WD ist nat. witziger Mumpitz.
AM unrealischsten ist aber nicht die Figur des Zombie, bei weitem nicht, sondern die Prämisse, dass der Mensch dem Menschen so ein Arsch ist.
Plünderer von links, Verrückte von rechts, Kannibalen aus dem Erdloch!
Gäbe es einen externen Feind und man könnte sich das Land mit dem Gewehr zurückerobern, wären andere Überlebende die kleinste Sorge.
Im Gegenteil, nach dem Angangsschaos würde man anderen Gruppen sehr freudig entgegenblicken.
« Letzte Änderung: 17.02.2015 | 13:03 von Einzelgaenger »

Offline Lichtschwerttänzer

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Das ist Ressourcen abhängig,  hellenische Kolonien erlaubten mkn neue, zusätzlich e Einwanderer erst wenn die Versorgung "gesichert" war.
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Sigh. “No Steve. I have my sword and my bow, and my arrows and my cloak and this hobbit here. What could I have forgotten?”
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