Autor Thema: Tegres' Bewertungen + Tipps - [DSDDF] Im Angesicht des Grauens  (Gelesen 10089 mal)

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Offline Tegres

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Diener der Schlange
 
Titel: Diener der Schlange
System: Call of Cthulhu 6
Veröffentlichung: Cthulhu Mittelalter – Die dunklen Jahre
Autoren: Ole Christiansen, Thomas Plischke
Verlag: Pegasus Press
Spieldauer: ein Spielabend (wir haben ca. 2,5 Stunden benötigt)
vorgefertigte Charaktere: ja
Handouts: 0
 
Ort: Island
Zeit: 1000
Antagonisten/Kreaturen: Schlangenmenschen, niedere Schlangenwesen
NSCs: wenige
Einstieg: Die Investigatoren sehen, wie ein Mönch von einem anderen durch Zauberei getötet wird.
kampagnentauglich: ja
Besonderheiten: keine
 
Zusammenfassung: Die Investigatoren sehen, wie ein Mönch von einem anderen durch Zauberei getötet wird. Der Mörder ist ein Schlangenmensch, der ein Mythosartefakt an sich reißen wollte. Die Spur führt nach Hoefn, wo es ein Kloster gibt, in dem tatsächlich ein weiterer Schlangenmensch und niedere Schlangenwesen leben. Gegebenenfalls flieht ein Schlangenmensch in eine Höhle, um dort mit dem Mythosartefakt weitere Artgenossen zu erwecken.
Genre: Mythos-Horror, historische Fantasy
Stil: pulpig
 
Positiv:
  • Das Szenario verspricht actionbetont zu sein und ist es auch.
  • Das Szenario eignet sich als Positivbeispiel für Verfolgungsjagden.
  • Das Szenario ist zwar linear, aber es funktioniert sowohl, wenn die jeweiligen Antagonisten früh oder spät besiegt werden.
  • Der zweite Dungeoncrawl bietet viel Potential, vor allem die Flucht.

Neutral:
  • Der Kampf im Kloster ist extrem schwer.
  • Der Dungeon im Kloster ist sehr simpel und linear. Er ist aber auch nicht für einen Dungeoncrawl gedacht.
  • Die Zauber der Schlangenmenschen sind potentiell sehr mächtig und machen die Investiagtoren beinahe chancenlos, allerdings können sie die meisten Zauber mit einem MA-Kräftemessen abwenden.

Negativ:
  • Das Szenario sieht nicht vor, die Schlangenmenschen gefangenzunehmen. Hier muss man als Spielleiter gut improvisieren.
  • Das Szenario hat das Problem, dass die Spieler zu wenig über die Zeit wissen und daher Schwierigkeiten bekommen können ihre Charaktere auszuspielen. An was genau haben zum Beispiel die heidnischen Isländer geglaubt.
  • Das Szenario fühlt sich mehr nach Fantasy als nach Cthulhu an. Ich muss allerdings gestehen, dass ich das nicht gut begründen kann.

Anmerkungen und weitere Tipps:
  • Ich habe hier einen Spielbericht geschrieben.
  • Ich habe hier etwas zu den Verfolgungsjagdregeln in Cthulhu 7 geschrieben und warum sich dieses Szenario gut als Positivbeispiel eignet.

Fazit: Ein lineares, aber nicht railroadiges, dafür actionbetontes Mittelalter-Abenteuer, das sich mehr nach Fantasy als nach Cthulhu anfühlt.

Offline Tegres

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Re: Tegres' Bewertungen + Tipps - [Dungeon World] Grauenfeld
« Antwort #51 am: 21.07.2019 | 16:37 »
Grauenfeld
 
Titel: Grauenfeld
System: Dungeon World
Veröffentlichung: Grauenfeld
Autor: David Guyll
Verlag: System Matters
Spieldauer: ein Spielabend (ich habe 3,5 Stunden gebraucht, wobei der eigentliche vom Szenario beschriebene Teil nur 1 bis 1,5 Stunden ausgemacht hat)
vorgefertigte Charaktere: nein
Handouts/Karten: 0
 
Ort: Grauenfeld (Stadt)
Antagonisten/Kreaturen: Ankläger (nahkämpfende Untote), Wächter (fernkämpfende Untote, können Feuer aus ihren Augen schießen), Scharfrichter („Zwischenbosse“), Flüsterer (wahnsinnig machende Untote), Hexe,
NSCs: sehr wenig
Einstieg: Die Stadt Grauenfeld wird Opfer eines Feuersturms und Untote streifen durch die Straßen, nachdem eine Hexe auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurde.
kampagnentauglich: ja
Besonderheiten: keine
 
Zusammenfassung: Die Stadt Grauenfeld wird Opfer eines Feuersturms und Untote streifen durch die Straßen, nachdem eine Hexe auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurde. Wenn die Charaktere den Flammen, den Untoten und dem wahnsinnig machenden Flüstern entkommen wollen, müssen sie sich durch Stadt kämpfen, um schließlich die Hexe richtig zu töten, die in einer Kirche wiedererstanden ist.
Genre: Dark-Fantasy
 
Positiv:
  • Das Szenario ist kompakt und das Ziel für die Charaktere sehr klar.
  • Die Kulisse der brennenden Stadt und die passenden Gegner sorgen für eine dichte, nachvollziehbare Atmosphäre.

Positiv bis neutral:
  • Die Gegner sind kreativ (Flüsterer) bis 08/15 (Ankläger).

Neutral bis negativ:
  • Das Szenario ist von den Herausforderungen größtenteils recht eindimensional. Im Prinzip muss man sich nur durch die Stadt kämpfen oder schleichen, um dann in der Kirche gegen die Hexe zu kämpfen. Einzige Auflockerung bietet das Rätsel. Soziale Interaktion gibt es maximal mit anderen Überlebenden.

Negativ:
  • Es gibt nur einen vom Szenario vorgesehenen Weg in die Kirche.

Anmerkungen und weitere Tipps:
  • Ich habe hier einen Spielbericht geschrieben.

Fazit: Interessante Prämisse, die etwas eintönig umgesetzt ist, aber dennoch ein kurzweiliges und atmosphärisches Abenteuer ergibt.

Offline Tegres

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Im Angesicht des Grauens
 
Titel: Im Angesicht des Grauens
System: Der Schatten des Dämonenfürsten
Veröffentlichung: Im Angesicht des Grauens
Autor: Clarke Wilkes
Verlag: System Matters
Spieldauer: ein Spielabend (ich habe 3,5 Stunden gebraucht)
vorgefertigte Charaktere: nein
Handouts/Karten: 0
 
Ort: Irgendwo an der Küste des Imperiums
Antagonisten/Kreaturen: Krankheit, infizierte Möwen, infizierte Tintenfische, Gesichtsdieb, ggf. Grausiger Chor
NSCs: wenige bis einige
Einstieg: Die Charaktere kommen in ein Fischerdorf, in dem bald ein Muschelfest ansteht.
kampagnentauglich: ja
Besonderheiten: keine
 
Zusammenfassung: Die Charaktere kommen in ein Fischerdorf, in dem bald ein Muschelfest ansteht. Sie stellen fest, dass es infizierte Tiere in der Gegend gibt. Auch ein paar Dorfbewohner sind von einer Krankheit infiziert. Außerdem geht ein Gesichtsdieb um. Die Krankheit hat ihren Ursprung in einer Veränderung des Wassers, was die Muscheln zu Überträgern einer dämonischen Krankheit macht.
Genre: Dark-Fantasy
 
Positiv:
  • Das Szenario ist kompakt und das Ziel für die Charaktere sehr klar.
  • Das Szenario macht die düstere Grundstimmung des Settings deutlich.
  • Das Szenario ist sehr offen für verschiedene Herangehensweisen.
  • Das Szenario bietet interessante Nichtspielercharaktere, wie den Wirt, die Bedienung oder Krummes Holzbein und auch die örtliche Herrin hat aufgrund ihrer Herkunft etwas besonderes an sich. Die NSCs drängen sich aber nicht auf, sondern spielen nur eine Rolle, wenn es die Charaktere wollen.
  • Das Szenario ist zur Abwechslung nicht kampflastig.

Neutral:
  • Der Gesichtsdieb ist zwar kein richtiger roter Hering, da er tatsächlich eine Bedrohung darstellt, aber er kann von der Hauptbedrohung abweichen.
    Tipp: Ich würde den Gesichtsdieb nur einsetzen, wenn viel Zeit zur Verfügung steht oder die Charaktere sehr schnell auf des Rätsels Lösung kommen.
  • Eine dauerhafte Lösung ist in dem Abenteuer selbst nicht vorgesehen, sondern es wird auf Folgeabenteuer verwiesen.
    Tipp: Gegebenenfalls einen mittelgroßen Dämon als zusätzlichen Gegner einbauen, der an der Quelle der Goldenen Flut sitzt. Wenn dieser besieht oder verbannt wird, versieht auch die Goldene Flut.

Anmerkungen und weitere Tipps:
  • Ich habe hier einen Spielbericht geschrieben.

Fazit: Ein düster-ekliges Szenario, das eine gute Abwechslung zu den meist kampflastigeren Abenteuern von DSDDF bietet.