Autor Thema: Übersetzungsklopse  (Gelesen 247483 mal)

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Offline Timo

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #650 am: 5.02.2013 | 23:44 »
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Taschenschieber

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #651 am: 27.02.2013 | 01:24 »
Planetside 2 - ein Spiel, dessen Übersetzer irgendwie nicht in der Lage sind, einen einzigen Satz zu schreiben, der nicht irgendwie falsch klingt.

Es gibt in diesem Spiel eine Waffe namens "T9-ACGV". Es wird wie folgt beschrieben: "Treffend bezeichnet, denn die Feuerrate des T9 ACGV, macht es möglich, dass ganze Gruppen von Feinden erledigt werden, bevor es nachgeladen werden muss." Warum ist die Bezeichnung treffend? Weil dieses Gewehr im englischen Original "T9-CARV" heißt. "CARV" wie "carve".

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Online Imion

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #652 am: 27.02.2013 | 02:12 »
Das erinnert mich gerade an Mut zur Wahrheit/Courage under Fire.

Da wird aus 'Give me the SAW' (Squad Automatic Weapon) mal eben schnell 'Geben sie mir die Säge'.  ~;P
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Taschenschieber

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #653 am: 27.02.2013 | 02:32 »
Ach ja, und Magazine werden in der deutschen Version als "Ladestreifen" bezeichnet.

(Und ja, ich weiß, dass es etwas gibt, was sich Ladestreifen nennt, das, was da als Ladestreifen bezeichnet wird, ist aber ein Magazin, und je nach Waffe sogar ein trommelselbiges.)

edit: Den nehme ich zurück, das wird im englischen Original auch verwechselt - haben also nicht die Übersetzer verköttelt.
« Letzte Änderung: 27.02.2013 | 02:34 von Taschenschieber »

Taschenschieber

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #654 am: 27.02.2013 | 22:12 »
Und noch einer, diesmal von Battlefield Play4Free (über die Vorteile eines eigenen Servers):

"Wirf offensive Spieler raus, um den Frieden zu wahren."

Offline Feuersänger

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #655 am: 27.02.2013 | 23:29 »
Und noch einer, diesmal von Battlefield Play4Free (über die Vorteile eines eigenen Servers):

"Wirf offensive Spieler raus, um den Frieden zu wahren."

Ist das nicht irgendwie zweckwidrig?  ;D
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Zitat von: ErikErikson
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Offline Heinzelgaenger

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #656 am: 26.04.2013 | 22:47 »
habe nen absoluten Königs(berger)klops gefunden:

Ich spiele grad "Champions of Krynn", DOS-RPG anno 1990.
Damals hatte ich mir das Spiel samt "Journal" (der eine Art von Kopierschutz darstellte Beschreibungen, Dialoge, Handouts musste man an bestimmten Stellen nachschlagen) brav in der deutschen Fassung gekauft.
Ich erinnerte mich an merkwürdige Journal-Einträge.
Ein Satz war besonders kryptisch, es hiess da auf deutsch:

[...]"aber zum Atmen brauche ich Grünzeug-jeden Tag!"

Noch Jahre später geisterte mir der rätselhafte Satz durch die Hirnwindungen.

Auf Abadonia hab ichs mir die Tage samt Journal auf Englisch runtergeladen.
Die Party stiess heute bis nach Jelek vor.
Im Red Dagger in soll ich 'Tavern Tale 16' nachschlagen:

"Now listen here, yer Red Dragon is by far the best at nose-to-nose, claw-to-claw fightin, but for breathin', gimme a green any day.

 :o

Offline Thandbar

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #657 am: 15.05.2013 | 15:07 »
Der Bösewicht Lo Pan in "Big Trouble in Little China": "und keine pathetischen Entschuldigungen!"
"Du wirst direkt in diesem Moment von einer Zilliarde grünkarierter Kakerlakeneinhörner in Tweedanzügen umzingelt, die mit Fallschirmen aus gebeiztem Vanillepudding aus der nächstgelegenen Dattelpalme springen und dich zu ihrer Avonberaterin krönen - und die Krone ist aus Dr. Frankensteins bösartig mutiertem Killernougat! Streich dir 78000 Hirnschadenspunkte ab und mach sofort eine Jodelimprovisation!"

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #658 am: 15.05.2013 | 15:15 »
Wurde hier die deutsche Fassung von Legend of the Five Rings schon erwähnt? Dort wurde "Missing Limb" mit "Fehlende Gliedmasse" übersetzt.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #659 am: 15.05.2013 | 18:20 »
Hatte ich schon meinen Liebling aus der Horus Heresy? "Descent of Angels", zweideutig übersetzbar mit "Abstammung der Engel" oder "Abstieg der Engel", wobei Abstieg hier heisst, von irgendwas heruntersteigen, wurde auf Deutsch zu "Gefallene Engel". Jaaa, die fallen auch irgendwann vom Imperium der Menschheit ab, aber nicht in diesem Buch, und was hätte der Verlag dann aus dem Folgeband, "Fallen Angels", gemacht?

Aber was ich so gehört habe, müssen die alten 40k-Romane sowieso ein Quell wahrer Freude sein, was Klopse angeht.
Flawless is a fiction, imperfection makes us whole
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alexandro

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #660 am: 18.05.2013 | 13:59 »
Nicht wirklich ein Übersetzungsfehler, aber unser verehrter Außenminister sprach kürzlich von einem "Fenster der Gelegenheit".

Offline Skele-Surtur

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #661 am: 19.05.2013 | 01:47 »
Ja, da hab ich auch kurz gestutzt.
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Offline Darius der Duellant

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #662 am: 16.06.2013 | 14:14 »
Ist schon ein Fehler, das Ding nennte sich im deutschen "begrenzte Gelegenheit".
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Offline YY

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #663 am: 16.06.2013 | 14:38 »
Man kann auch von einem Zeitfenster sprechen...
"Fenster der Gelegenheit" ist englisch mit deutschen Worten - sieht man eigentlich eher bei Leuten, die viel in der jeweiligen Fremdsprache reden. Hätte ich gerade von Herrn W. so nicht erwartet  ;)
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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Taschenschieber

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #664 am: 16.06.2013 | 14:40 »
"Fenster der Gelegenheit" ist englisch mit deutschen Worten

...ein Anglizismus im eigentlichen Sinne des Wortes - und damit imho nichts verwerfliches, wenn einem kein besserer Ausdruck einfällt.

Offline Skele-Surtur

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #665 am: 16.06.2013 | 14:53 »
Ich würde es nicht als direkt falsch bezeichnen. Eher holprig. In so einem Fall nutze ich persönlich gerne einfach den originalen englischen Ausdruck, wenn mir im Deutschen einfach nichts Besseres einfällt. Aber in dem Fall, denke ich, hätte man das auch deutsch ausreichend umschreiben können. Andererseits wurde mir schon der Ausdruck "Da hast du einen guten Punkt" als Anglizismus angekreidet, was mir so garnicht bewusst war. Könnte also auch daran liegen, dass man aufgrund der Verwendung garnicht dran denkt, dass es ein eingedeutschter englischer Begriff ist.

What ever.

@ Topic: erinnert sich noch jemand an "Demolition Man"...? "Was für eine tapfere neue Welt."
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Offline Feuersänger

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #666 am: 16.06.2013 | 15:33 »
Woraus wir lernen: wer Literatur nichtmal mit ner langen Stange anfasst, sollte nicht Übersetzer werden.
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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #667 am: 16.06.2013 | 17:02 »
@ Topic: erinnert sich noch jemand an "Demolition Man"...? "Was für eine tapfere neue Welt."

Sicher nicht optimal, aber mir fällt spontan auch keine bessere Übersetzung für diese spezifische Stelle ein. Besagter Oneliner würde situativ nicht mehr passen, wenn der Protagonist ihn in der deutschen Fassung plötzlich englisch ausspricht und für Umschreibungen genügt die Zeit einfach nicht. Und was das Verständnis dieser Referenz angeht: Die gleichen Zuschauer, die etwas mit "Brave New World" anfangen könnten, kriegen auch die gedankliche Kurve, wenn von einer "tapferen neuen Welt" die Rede ist.

Als Übersetzungsklops sehe ich das daher nicht, eher als das kleinste Übel in einer tendenziell nicht lokalisierbaren Filmsequenz. Wer solche Abstriche nicht hinnehmen kann, dem hilft nur das Rezipieren in Originalsprache oder maximal die Nutzung von OMU mit Erläuterungen.
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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #668 am: 16.06.2013 | 17:10 »
Die m. W. übliche Übersetzung "Schöne neue Welt" hätte nicht gepasst?

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #669 am: 16.06.2013 | 17:12 »
Die m. W. übliche Übersetzung "Schöne neue Welt" hätte nicht gepasst?
Meiner Meinung nach schon.
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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #670 am: 16.06.2013 | 17:36 »
Das meine ich auch.
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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #671 am: 16.06.2013 | 17:37 »
Aber wenn man das Ganze mal positiv betrachtet, hätten die Übersetzer auch auf die Idee kommen können, "Was für eine brave neue Welt" zu schreiben.

Offline Skele-Surtur

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #672 am: 16.06.2013 | 17:45 »
Also wenn ich mir Demolition Man so anschaue - das würde sogar passen. >;D
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Offline Buddy Fantomas

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #673 am: 16.06.2013 | 18:20 »
Die m. W. übliche Übersetzung "Schöne neue Welt" hätte nicht gepasst?

Sie hätte gepasst, ist aber für sich auch nur eine Notlösung, weil es nur einen Teil der Ironie aufgreift, die Huxley in den Titel gelegt hat. Die Funktion von "brave" reicht von "prächtig" (Was man immerhin mit "schön" übertragen kann ...) bis hin zu "unerschrocken". Das Ganze hat einen Bedeutungsinhalt, der sich sogar manchen englischen Muttersprachlern nicht erschließen muss, der sich aber mehrdeutig auf den Inhalt anwenden lässt. Das ist ein wenig so, als würde man das deutsche "treu" nur auf Treue im engeren Wortsinn beziehen und individuelle Beständigkeit und Ehrlichkeit ausklammern. Als Literaturwissenschaftler (insbesondere als Altphilologe) kann den Bedeutungskosmos (siehe mhd. "triuwe") sogar noch mehr ausdehnen. Das Beispiel kommt nicht von ungefähr, denn das englische "brave" ist ethymologisch gesehen stark vergleichbar und bezieht sich auf den ganzen Schatz an Eigenschaften, die mit dem Ideal des edlen Streiters zu tun haben, der stark, tapfer, treu, trotzig und natürlich prächtig sein sollte.

Huxley war Literaturwissenschaftler und wird sich dabei schon etwas gedacht haben, als er seinerseits die Referenz auf Shakespeares "The Tempest" vollzog. Zur Entstehungszeit des Romans war die Bedeutung von "brave" als "prächtig" im allgemeinen Sprachgebrauch bereits obsolet, was Huxley nicht stören musste und uns auch nicht: Weder "Schöne neue Welt" noch "Tapfere neue Welt" treffen den Bedeutungsumfang. Im Deutschen gab es zur gleichen Zeit schon keinen Begriff mehr, der diesen Bedeutungsumfang tragen kann und die erste deutsche Übersetzung, die überhaupt den Titel zu übernehmen versuchte, lautete auch "Wackere neue Welt", was erst später auf die Bedeutung geändert wurde, die der Passage aus "The Tempest" entspricht. Und wenn seit 1932 jeder mit Notlösungen arbeitet, darf das auch der Übersetzer einer Dialogzeile im Film. Und wenn er dabei nicht das Richtige trifft, befindet er sich zumindest in guter Gesellschaft. ;)

Ich für meinen Teil würde das Ganze übrigens mit "Herrliche neue Welt" übersetzen, sowohl in Hinblick auf den Ursprung (Shakespeare), als auch die feine Ironie des ersten Zitats (Huxley) und auch auf den beißenden Sarkasmus des Zitats des Zitats im Film. Das trifft zwar immer noch längst nicht den ganzen Umfang, wäre aber zumindest stilistisch angeglichen - ein augenrollendes "Das ist ja mal wieder herrlich!" ist schließlich gängiger als ein "Das ist ja mal wieder schön!".
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Offline Skele-Surtur

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Re: Übersetzungsklopse
« Antwort #674 am: 16.06.2013 | 18:28 »
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