Autor Thema: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern  (Gelesen 16733 mal)

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ErikErikson

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #50 am: 30.08.2016 | 18:48 »
Ich würde es rezensieren. Ich habe aktuell meinen ersten Blog erstellt und da kommst du mir gerade recht. Erwarte aber nix ausgefeiltes.

Offline Orakel

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #51 am: 30.08.2016 | 20:02 »
Hallo? Hallo! Es ist Rollenspiel... Es ist der DSA Verlag. Da wo alle Fanbois und Haters aufeinandertreffen und ihre Emotionen austoben. Und es ist das Internet.

Ja, aber das ausgerechnet "Neue Abenteuer" - trotz der Anbindung an rsp-blogs - dann so viel Aufmerksamkeit bezieht ist dann doch überraschend. (Im positiven wie im negativen Sinne.)

Wobei nach den Kommentaren zu folge dieser Rant auch noch sehr entschärft wurde, nach dem die Rezensionsexemplare entzogen wurden, und davor unter anderen von "Wichsern" die Rede war. (Siehe Kommentar von Jan (Malspöler) unter dem Artikel mit der Info von Neue Abenteuer).

Ahm... ich bin vermutlich als jemand, der gelegentlich Gastbeiträge auf NA verfasst, nicht ganz unparteiisch, was meine Glaubwürdigkeit angeht, aber ich hatte den Rant direkt an dem Morgen als er veröffentlicht wurde gelesen: Wichser kam zu dem Zeitpunkt nicht vor... (Und wenn ich mich richtig erinnere wars de erst kurz nach 10 Uhr.)

Edith sagt: Ah.. ich habe selbst noch ein paar Sichtungen durch die Kommentare gemacht: Also, wie in den weiteren darauffolgenden Kommentaren auch schon geschrieben wird: "Wir sind unbequem geworden" hatte als Auftakt einen Rant mit dem Titel "Die aventurische Lawine" vom 18 Juni 2016. (Das ist also noch ganz aktuell.) Es gab allerdings im Jahre 2013 bereits einen Artikel aus der Friday Five Reihe "Fünf Gründe DSA nicht zu spielen" und in dem Artikel kommt dann tatsächlich das Wort "Kanonwichser" vor, bezieht sich aber auf bestimmte Spieler aus dem DSA-Umfeld, nicht den Verlag. (Das ist allerdings zugegebenermaßen ein Argument, dass auch auf die von uns beiden sehr unterschiedlich geschätzte World of Darkness durchaus anwendbar ist, werte Teylen.)
« Letzte Änderung: 30.08.2016 | 20:36 von Orakel »
Das würde Laws zu mir sagen: Method Actor 75%; Storyteller 75%; Specialist 58%; Tactician 58%; Casual Gamer 25%; Power Gamer 25%; Butt-Kicker 17%

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Offline Oak

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #52 am: 30.08.2016 | 20:10 »
Langsam wird die Causa für mich immer seltsamer.
In dem auslösenden Artikel ging es ja nicht nur darum, dass Ulisses viele DSA5 Produkte auf den Markt bringt, sondern vor allen darum, dass weitere Regional- und Ergänzungsbände Regelerweiterungen und -zusätze enthalten werden, welche das GRW ausbauen und z.T. sogar ersetzen sollen.

Warum diese Kritik beim Verlag so aufgestoßen ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Vor allem, wenn ich jetzt auf Orkenspalter im Video zu Ratcon sehe, dass Markus Plötz ein DSA5-Regel-Wiki ankündigt, um dem "Problem" mit den DSA5 Publikationen entgegenzuwirken.
http://tv.orkenspalter.de/late-nerd-show-139-von-der-ratcon-2016-scriptorium-aventuris-und-neuheiten/
Ich habe den Artikel auf Neue Abenteuer inzwischen mehrfach gelesen und mir nun auch den entsprechenden Passus im Video mehrfach angesehen (ab Zeitpunkt 8:35). In der Sache geht es um das gleiche Thema. Die Kritik von Infernal Teddy ist/war also offenbar nicht unberechtigt.

Offline LushWoods

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #53 am: 30.08.2016 | 21:22 »
Ich würde es rezensieren. Ich habe aktuell meinen ersten Blog erstellt und da kommst du mir gerade recht. Erwarte aber nix ausgefeiltes.

Du glaubst doch nicht wirklich das jemand deine Rezensionen noch ernst nimmt nachdem was du hier verkündet hast?
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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #54 am: 30.08.2016 | 21:42 »
(Das ist allerdings zugegebenermaßen ein Argument, dass auch auf die von uns beiden sehr unterschiedlich geschätzte World of Darkness durchaus anwendbar ist, werte Teylen.)

Ich würde mich selbst als Dune, Ascension und Oblivion-Canonwichser bezeichen, früher auch bei Rifts.
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Offline Feuersänger

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #55 am: 30.08.2016 | 21:57 »
Mein Senf dazu (ich habe auch schon Rezis auf Presseexemplare verfasst):
- Rezi-Exemplare sind kein Geschenk. Was man da an Zeit in eine ordentliche Rezension steckt, kommt mit dem Ladenpreis des Buches verrechnet irgendwo bei Mindestlohn raus.
- So oder so _soll_ die Rezension eigentlich kritisch und unabhängig sein. In der Praxis zensieren sich aber Rezensenten nicht selten in vorauseilendem Gehorsam selbst, bzw werden von ihren Redakteuren zensiert, weil "sonst kriegen wir nix mehr".

Ist btw bei Festivalberichten (also Musik) das gleiche (da heißt es eben nicht Rezi-Exemplar, sondern Presseakkreditierung. Punkt 2 ist bei mir der Grund, warum ich das nicht mehr mache.)
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Zitat von: ErikErikson
Thor lootet nicht.

"I blame WotC for brainwashing us into thinking that +2 damage per attack is acceptable for a fighter, while wizards can get away with stopping time and gating in solars."

Kleine Rechtschreibhilfe: Galerie, Standard, tolerant, "seit bei Zeit", tot/Tod, Stegreif, Rückgrat

Offline vanadium

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #56 am: 30.08.2016 | 22:18 »
1.) Es gibt einen Grund, warum es bei uns nie einen Rant zu Pathfinder gab: derjenige, der bei uns rantet, bin ich, und da ich die Rezensionen zu Pathfinder schreibe ist das nie in Frage gekommen. Zumal, wie schon gesagt wurde, Ulisses ja "nur" Übersetzt (Wobei ich die Arbeit der Übersetzer nicht schmälern möchte - ich schreibe es wohl nicht oft genug, aber ich bin von der Arbeit, die bei den Übersetzungen geleistet wird bei Ulisses immer wieder sehr angetan) - wenn ich wirklich mal auf die idee kommen sollte über Pathfinder zu ranten, werde ich das im englischsprachigem Raum machen.

Vlt. juckt es Ulisses aber gar nicht, WER genau den "Rant" geschrieben hat, sondern einfach, dass er von NeueAbenteuer kam.
"Ohne Heu kann das beste Pferd nicht furzen."

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Offline Ifram

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #57 am: 30.08.2016 | 22:54 »
Mark Wacholz! Landser!  :'(
DSA, was haben die nur mit dir gemacht?

Offline Talasha

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #58 am: 30.08.2016 | 23:14 »
Jetzt geht das geflenne wieder los.  ::)
"Haben Sie Bücher zu Pawlows Hunden und Schrödingers Katze?"
"Da klingelt was bei mir, aber ich kann nicht sagen ob sie da sind oder nicht"

Offline TeichDragon

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #59 am: 30.08.2016 | 23:26 »
*Beitrag gelöscht*

Offline Engor

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #60 am: 30.08.2016 | 23:33 »
Ich sehe das ganze zwiegespalten: Einerseits hat sich da gerade eine interessante Diskussion um das Verhältnis von Bloggern zu Verlagen ergeben.
In der Hinsicht habe ich da im Prinzip eine klare Haltung, Rezensionsexemplare sind keine Geschenke, sondern dienen dazu ein beiderseitiges Interesse zu decken. Der Verlag will Öffentlichkeit für sein Produkt, im Sinne von Qualitätsmanagement ist die Rückmeldung zudem für zukünftige Produkte wohl oft auch interessant. Der Blogger will Inhalte für seinen Blog, ergo nimmt er dies unter Umständen dankbar an. Daraus ergibt sich eigentlich kein Abhängigkeitsverhältnis. Und - das kann ich aus eigener Erfahrung auch sagen - ein Rezensionsexemplar steht garantiert auch in keinerlei Relation zum Aufwand, den man benötigt, um das Produkt durchzuarbeiten und den Artikel zu verfassen.

Ich rezensiere ja selbst und tatsächlich auch ausschließlich DSA. Allerdings sieht das für mich in der Realität etwas anders aus, ganz so sachneutral wie in Absatz oben beschreiben, könnte ich das wohl auf Dauer nicht halten. Ich nehme keine Rezensionsexemplare. Einmal (im Falle des neuen Grundregelwerks) wurde mir eines angeboten. Tatsächlich ist das auch kein unnormaler Vorgang, Ulisses hat von mir keine Zensur oder ähnliches verlangt. Allerdings muss ich schon sagen, dass ich es in dem Moment schwierig finden würde, wenn das ein Dauerzustand wäre, allzu negativ zu schreiben. Aus dem Grund habe ich mich in dem konkreten Fall (und weil ich kein Regelexperte bin) gegen eine echte Punktewertung entscheiden und auch mein eh schon vorbestelltes Exemplar weiterhin bestellt und bezahlt.
Umgekehrt gibt es doch viele Blogger, die Rezensionsexemplare erhalten und oft auch zu sehr kritischen Urteilen kommen, es ist sicher auch eine Frage, wie man mit sowas umgehen kann. Und vielen bleibt wohl auch nichts anderes übrig, ich muss hier wohl keinem sagen, dass Rollenspielneuheiten mitunter ein teures Hobby sind, mehr als ein System würde ich mir so kaum leisten wollen.

Was mich an der aktuellen Diskussion etwas ärgert, ist dass man auch als Unbeteiligter mit in solche Dinge reingezogen wird, wenn ich z.B. in Kommentaren unter begleitenden Artikeln als "Gefälligkeitsblogger" bezeichnet werde. Ein gescheiter Blog lebt von seiner Unabhängigkeit, kein Verlag hat etwas davon, wenn man nur künstliche Lobhudeleien bekommt wie in Auftragsarbeiten (man denke nur an die Filmvorstellungen in den Zeitschriften, die in Kinos ausliegen, in denen auch der letzte Schrott über den grünen Klee gelobt wird). Das riecht doch jeder Leser und dann erkennt man doch auch Muster ohne Wert. Und ich denke schon, dass die meisten Rezensionsblogs, die ich im Rollenspielbereich kenne, sich um eine ernsthafte Beschäftigung bemühen.

Andererseits bleibt ein blödes Resultat:
Was ich grundsätzlich schade finde, ist aber vor allem, dass nun wohl kaum noch solche Rezensionen von Neue Abenteuer kommen (zumindest von Ulisses-Publikationen), die habe ich immer gerne gelesen. Insgesamt wirkt der gesamte Vorgang beidseitig nicht so, als sei da die Kommunikation wirklich gelungen. Ein Verlag hat natürlich das Recht, Rezensionartikel zu vergeben und auch wieder zu entziehen. Allerdings klingt das alles so, als hätte man das ganze auch so klären können, ohne dass nun alles offen ausgetragen wird, gerade der "Rant" (nebenbei ein furchtbares Wort) ist wirklich nicht günstig. Letztlich gibt es so doch nur eine Situation, in der beide Seiten verlieren. Neue Abenteuer verliert einen sicher nicht ganz unwichtigen Bestandteil und Ulisses verliert eine Plattform, um die eigenen Produkte öffentlicher zu machen.   

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #61 am: 31.08.2016 | 00:15 »
Ein gescheiter Blog lebt von seiner Unabhängigkeit, kein Verlag hat etwas davon, wenn man nur künstliche Lobhudeleien bekommt wie in Auftragsarbeiten (man denke nur an die Filmvorstellungen in den Zeitschriften, die in Kinos ausliegen, in denen auch der letzte Schrott über den grünen Klee gelobt wird). Das riecht doch jeder Leser und dann erkennt man doch auch Muster ohne Wert. Und ich denke schon, dass die meisten Rezensionsblogs, die ich im Rollenspielbereich kenne, sich um eine ernsthafte Beschäftigung bemühen.
Allerdings wird dieser Vorwurf zum Beispiel in der Computerszene in letzter Zeit immer lauter gegenüber sogar oder gerade den professionellen Computerspielrezensenten geäussert. (Dabei rede ich dann noch nichtmal über die verschiedenen Übergriffigkeiten der Computerspielfirmen gegenüber den Rezensenten, wie NDAs in denen vertraglich geregelt ist, dass Rezis erst zum Auslieferungstermin öffentlich gemacht werden dürfen oder Reziexemplare, die gewisse finanzielle Haken nicht besitzen oder kolportierte Schwarzlisten für unerwünschte Journalisten)
Ich will damit nicht sagen, dass der Rollenspielsektor das Problem auch hat. Das hat sie definitiv nicht. Ein tatsächlich existierendes Extrembeispiel finde ich an dieser Stelle aber auch nicht falsch.
Ich bin viel lieber suess als ich kein Esel sein will...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Nicht Sieg sollte der Zweck der Diskussion sein, sondern
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Joseph Joubert (1754 - 1824), französischer Moralist

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #62 am: 31.08.2016 | 03:04 »
Hinsichtlich der Wortverwendung kann ich mich durchaus geiirt haben. Wobei ich mir recht sicher war das ich, nachdem der Hinweis zuerst angeführt wurde, den Artikel aufgemacht hab, danach gesucht hatte und anschließend das ganze zu den Akten gelegt und als "normale Reaktion" verbucht habe.
 
Auch ohne das Wort hat Ulisses, im Gegensatz zu anderen Verlagen, damit nicht auf eine Rezension oder eine Kritik reagiert sondern auf einen Rant. Was es meines Erachtens durchaus, auch in Anbetracht des aktuellen Text, nachvollziehbar macht. Gerade wenn man vielleicht auch betrachtet das Ulisses zu anderen Linien wie Pathfinder, nach Aussage von Michael, durchaus mehr Produkte veröffentlicht.
 
Allgemein sollte man sich meines Erachtens schon überlegen ob man mal seine Meinung zu einem Verlag in einen Rant verpackt präsentieren will, nun oder ob man an einem hinreichend moderaten Verhältnis zu dem Verlag interessiert ist. Das heißt ich finde es durchaus legitim das ein Verlag einem Blog oder einer Plattform keine Reszensionsexemplare schickt nachdem da Rants zu lesen sind, nachdem sich dort über den Produktaustoss mehr oder weniger sachlich / berechtigt wird. Auch wenn es auf der Plattform andere, begeisterte Schreiber gibt.
Imho (moralisch) nicht okay wäre zu sagen "Ja, normalerweise würde eine Schimpf-Tirade zum Exemplarstopp führen, aber da gibt es ja einen Fan".
 
Gerade auch in Anbetracht des Marktes, des Nutzen und der Auswirkung.
Das heißt in anderen Branchen steht dort einerseits ein um vielfaches größerer Markt dahinter, andererseits sollten die Rezensionen nicht nur profissionell sein sondern werden auch in, teilweise, richtigen Magazinen abgedruckt oder auf Plattformen mit sehr großer Reichweite. Das dann auf einen Markt umzulegen der um ein vielfaches kleiner ist, wo es eher Hobbyautoren sind und der Aufwand zur Rezension - meiner Erfahrung nach - nüchtern gesehen nicht so hoch ist und letztlich meines Erachtens weder ein "journalistischer" noch "professioneller" Anspruch entsteht.
Kann ich schwer bis eher nicht nachvollziehen.
 
Wobei wohl noch erschwerend hinzukommt das wohl der Eindruck entstanden ist das die Ankündigung wegen dem Nicht-Bezug auf Neue Abenteuer quasi "zu schnell" kam. Das heißt das seitens Ulisses bzw. Michael nicht keine weitere Antwort kam weil sie nicht wollten, sondern weil da Arbeit und so dem ganzen zuvor kam
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Offline AngusMacLeod

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #63 am: 31.08.2016 | 07:48 »
Lustigerweise läuft vieles der Kritik plötzlich ins Leere, wenn man sich HIER (ab Minute 11:55) die Ankündigung von Ulisses anhört, dass ALLE Regeln zu DSA5 zukünftig in einer Wiki abrufbar werden.

Zu DSA: Ich bin kein Fan von DSA, habe in den 90ern die 3. Edition gespielt und seit dem die Regeln und das Setting nicht weiter verfolgt. Wenn aber alles, was seit dem passiert ist so dramatisch ist, dann wundert es mich, dass es das System & Spiel immer noch gibt. Wenn die Fans sich bereitwillig auf alles stürzen, was veröffentlich wird, dann ist das doch ein Zeichen, dass die Zielgruppe genau das möchte! Es mangelt ja nicht an Alternativen, sogar für die eingefleischten DSAler gibt es genug Universalsysteme, mit denen man das Aventuriensetting bespielen kann.

Jeder hat die Möglichkeit über die Politik eines Verlags mit dem Geldbeutel abzustimmen.

Wer DSA nicht mag und die Veröffentlichungsfrequenz ebenfalls nicht, der kaufts halt nicht. Daraus dem Verlag einen Strick zu drehen ist höchst fraglich. Freut euch doch, dass es genug Leute gibt die bereitwillig viel Geld auf ein System schmeißen, um sich auch die limitierte aventurische Wollsocke zu kaufen, das hält die kleine Szene am Leben und spült Geld in die Kasse der Verlage, um auch nicht-aventurische Projekte zu finanzieren.

Ich bin ebenfalls bereit Geld auf Projekte zu werfen, für die ich brenne und freue mich für die DSAler, dass es einen so hohen Ausstoß an allem möglichen gibt. Es sind schon genug Verlage durch Fehlentscheidungen auch mit großen Systemen gescheitert, weil die Fanbasis lieber die alte Edition weitergespielt hat anstatt sich die neue anzuschaffen oder das System gewechselt hat (z.B. D&D3.5->4<->Pathfinder).

Geld verdienen und Profit machen ist nicht verwerflich!

Zum konkreten Fall:
Wer sachliche Kritik äußert, wird in der Regel auch angehört und ernst genommen. Über Kritik kann man diskutieren. Der Artikel von Infernal Teddy war aber nicht als Kritik angelegt, sondern ist nach eigenen Angaben als Rant angelegt worden. Auch nach eigenen Angaben war das nicht der erste Rant, die Folgen waren bekannt und Ulisses hätte auch nach dem ersten Rant den Hahn abdrehen können... haben sie aber nicht gemacht. Und der erste war eigentlich um einiges heftiger (z.B. "DSA-Spieler sind scheiße", "Kanonwichser").
Wenn die negative Stimmungsmache das erklärte Ziel ist, kann ich verstehen, dass man zum einen keine Gratisgeschenke an denjenigen mehr verteilt und dass man sich auch nicht mehr auf einen Dialog einlässt (vor allem wenn es schon Rant Nr. 2 ist). Auch Verlage müssen sich nicht alles gefallen lassen und wie gesagt, der Ton macht die Musik.

Ich bin selbst im Vertrieb tätig (komplett andere Branche) und bin auch mit unzufriedenen Kunden konfrontiert (vor Ort bei den Kunden). Wenn es eine sachliche Begründung gibt, wird alles unternommen und die Kritikpunkte zu beheben und den Kunden zufrieden zu stellen.
Dann gibt es aber auch potentielle Kunden in der Branche, die mit dem Wettbewerb arbeiten. Der Wettbewerb ist nicht besser oder schlechter, er ist anders und mag für den Nutzer besser passen als unsere Produkte. Wenn dieser Nicht-Kunde dann aber mehrfach aktiv Stimmung gegen uns macht und uns öffentlich Dinge vorwirft, die ihm nicht passen an unserem Produkt, die unsere Kunden aber gerade an unseren Produkten schätzen, dann ist das kein potentieller Kunde, den man dann auch noch hofiert und dem man eine gratis Demo aller neuen Produktlinien anbietet...

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Offline Morgi

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #64 am: 31.08.2016 | 08:22 »
Hi,

das ist genau der Grund wieso ich gar keine Rezis lese ;-) es ist für mich schon mehr als bedenklich wenn man als Rezensent die Produkte als "Bezahlung" sieht. Meiner Meinung nach Funktioniert das so nicht...


Liebe Grüße

Morgi
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Offline Erg

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #65 am: 31.08.2016 | 09:06 »
...
Was willst Du mir/uns damit jetzt sagen?
Dass es doch eine Einflußnahme gegeben hat?
Und dass der Kritikpunkt der moralischen Verwerflichkeit gerechtfertigt ist?
Dann sage das bitte klar und schwurbel hier nicht unterschwelig herum.

Wenn Du etwas genau aus "diesem Grund" einem Rezi-Schreiberling zukünftig keine Produkte mehr zukommen ließest, dann ist das keine hinreichende Analyse, welche Gründe Ulisses (oder Herr Mingers ;) ) hatte.
Die tatsächliche Wirkung dieser Maßnahme ist, dass Ulisses ein kostenloses Exemplar weniger verteilt, also Zeit (Geld) und Porto (Geld) und Geld spart. Alles andere ist Spekulation.
Denn das zukünftig nicht zusenden hindert ja niemanden daran, nicht weiterhin Rezis zu verfassen, weder negative noch positive.

Und dass jemand, der einem anderen zukünftig keine Geschenke mehr macht, moralisch bewerten zu wollen, halte ich für sehr fragwürdig.

Anders gefragt: Was willst Du Herrn Mingers unterstellen? Sprich doch mal klar deutsch...!

Ich will exakt das sagen, was ich gesagt habe. Mein Beitrag bezog sich einzig auf die von mir zitierte Äußerung. Dieser habe ich widersprochen. Ich habe keine Ahnung, ob Einflußnahme das Motiv war, oder "Bestrafung" oder was auch immer (es ist mir auch egal). Aber "weit hergeholt" ist die Vermutung, Einflußnahme sei das Motiv gewesen, in meinen Augen nicht. Ebenso ist eine negative moralische Bewertung meines Erachtens nicht "weit hergeholt", sondern durchaus im Bereich des Möglichen. Ich treffe kein moralisches Urteil, da ich die relevanten Informationen nicht habe (Gründe und Wirkungen).
Und von sich selbst zu schließen, ist natürlich nicht ausreichend, um zu sagen: so ist es (was ich nicht tue bzw. getan habe), es rechtfertigt in meinen Augen aber schon die Aussage: Das ist nicht weit hergeholt.

Nebenbei (auch wenn es für meine Aussage von geringer Bedeutung ist): Jemanden aus einem Email-Verteiler zu nehmen, an den pdfs verschickt (kein Porto, keine Druckkosten) werden, kostet mehr Zeit, als ihn darin zu lassen.
Natürlich kann ich die Produkte kaufen, die ich rezensieren möchte, leihen, stehlen etc. Ein Mangel an Freiexemplaren hindert mich nicht daran, Rezensionen zu schreiben. Aber ich denke doch, daß wir davon ausgehen können, daß er sich zumindest auf die Häufigkeit solcher Rezensionen  auswirkt.

Es steht jedem frei, meine moralischen Bewertungen (bzw. die Tatsache, daß ich mir eine solche gegebenenfalls anmaße) moralisch zu bewerten. Auch ohne Angabe von Gründen  ;)

Kurz: Ich unterstelle Herrn Mingers überhaupt nichts. Ich behaupte: die Unterstellungen, die Andere vorgebracht haben (mögen sie zutreffen oder auch nicht) sind nicht weit hergeholt (in Widerspruch zur von mir ursprüglich zitierten Aussage)

Abschließend (und nebenbei): ich versuche fast immer, mich klar auszudrücken (was natürlich nicht immer gelingt). Ich schreibe in dem Stil, den ich für richtig halte. Wem das nicht gefällt, der ist herzlich eingeladen, mein "Geschwurbel" nicht zu lesen (auf die individuellen Geschmäcker der potentiellen Leser werde ich keine Rücksicht nehmen, da hätte ich viel zu tun). Ich bin gerne bereit, Unklarheiten in meinen Beiträgen und daraus resultierende Mißverständnisse aufzuklären; aber der Hinweis auf Jene sollte (wenn schon nicht höflich oder gar freundlich) zumindes neutral vorgebracht werden.

Offline Ludovico

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #66 am: 31.08.2016 | 09:22 »
Weil zu all dem anderen Zeug schon viel geschrieben wurde (ich stimme Boba zu), nehme ich mir mal diesen Satz aus dem Eingangspost vor:
Zitat
Bad news, are better than any news, anyone?

Das stimmt... in einigen Fällen. Ein Schauspieler, kann sich mit einem Skandal wieder ins Geschäft bringen, ein Film mit einer Kontroverse die Verkaufszahlen erhöhen, aber wir reden hier von Verlagen und Rollenspielen und da ist eine positive Wahrnehmung sehr wichtig.
Beispiel Nackter Stahl (wurde ja schon mal genannt hier):
Die waren mit Arcane Codex von 0 auf 100 in der Wahrnehmung der Rollenspieler. Die Qualität ihrer Produkte mag diskutabel gewesen sein, aber wären sie weiter als unterstützend und kooperativ rübergekommen, dann wären sie heute mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eine Größe im deutschen Rollenspielmarkt.
Aber dann kam ein "Rezensent" vorbei (wer dessen Posts bis dato gelesen hatte, wäre niemals auf die Idee gekommen, denjenigen eine Rezension schreiben zu lassen.), der (wie hier auch schon beschrieben) eine äußerst negative Rezension minderer Qualität zu einem NaSta-Produkt ablieferte.
Der Verlag wehrte sich, wenn auch (wenn ich das noch richtig im Kopf habe) etwas tollpatschig und schon war der Skandal da.

NaSta wurde nicht positiv wahrgenommen und wo stehen der Verlag heute?

Gerade bei dem kleinen und emotional sehr aufbrausenden Kreis der Rollenspieler ist ein positives Image für Verlage zwecks Kundengewinnung und -Bindung überlebenswichtig.

Online Infernal Teddy

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #67 am: 31.08.2016 | 09:29 »
Ich verstehe den Staatsakt sowieso nicht der derzeit betrieben wird.

* Blog macht einen für einen Verlag unfreundlichen post (Der, wenn ich ehrlich bin, ein wenig unüberlegt war)
* Verlag schneidet Blog von weiterem Rezimaterial ab.
* Kommunikationsprobleme
* Blog teilt lesern mit, das es erstmal keine weiteren Rezis zu material vom Verlag geebn wird, weil blog doof.

Warum genau wird jetzt ein Staatsakt draus gemacht? Wenn es nicht mich direkt erwischt hätte, hätte ich mit den schultern gezuckt.
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ErikErikson

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #68 am: 31.08.2016 | 09:32 »
Ich verstehe den Staatsakt sowieso nicht der derzeit betrieben wird.

* Blog macht einen für einen Verlag unfreundlichen post (Der, wenn ich ehrlich bin, ein wenig unüberlegt war)
* Verlag schneidet Blog von weiterem Rezimaterial ab.
* Kommunikationsprobleme
* Blog teilt lesern mit, das es erstmal keine weiteren Rezis zu material vom Verlag geebn wird, weil blog doof.

Warum genau wird jetzt ein Staatsakt draus gemacht? Wenn es nicht mich direkt erwischt hätte, hätte ich mit den schultern gezuckt.

Weil es ein Unternehmen gegen Einzelperson Thema ist, und damit ein automatisch beliebtes und leider auch hochtoxisches  Thema.

Offline Skyrock

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #69 am: 31.08.2016 | 09:40 »
Meh. Sieht mir mehr nach einem schlecht kommunizierten Herausfiltern eines Blogs aus dem Reziexemplarverteiler aus als nach einem echten Skandal.

Die deutsche Rollenspielszene ist sowieso ziemlich klein und entsprechend kreiswichsig. Über maximal drei Ecken hat jeder große Name mal mit jedem an irgendeinem Produkt, einer Webseite, Zine oder sonst etwas zusammengearbeitet. Wirklich objektive und völlig unbefangene Rezis zu einheimischen Produkten findet man entsprechend kaum – und gerade DSA polarisiert zwischen absoluten Fanboys und absoluten Hassern mit wenig Spielraum dazwischen.
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Ein freier Mensch muss es ertragen können, dass seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muss es sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
- Ludwig von Mises

Offline Boba Fett

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #70 am: 31.08.2016 | 09:47 »
Die deutsche Rollenspielszene ist sowieso ziemlich klein und entsprechend kreiswichsig.

Hey, ich fühle mich da als Szenenmitglied unflätig beleidigt. Und ich denke, das gilt für eine Menge Leute hier.
Also: Zügle Deine Zunge, respektive deine Tastatur.
Und lies meine Signatur: "Freundlich" und "höflich" steht in der Hausordnung.

Ausserdem bin ich mit 1m83 nicht "ziemlich klein"!
« Letzte Änderung: 31.08.2016 | 09:55 von Boba Fett »
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Offline Nero

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #71 am: 31.08.2016 | 09:52 »
Hey, ich fühle mich da unflätig beleidigt. Und ich denke, das gilt für eine Menge Leute hier.


Richtig so ! Er hat nämlich recht !
Schön das es mal jemand mal ausspricht !

Offline D. Athair

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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #72 am: 31.08.2016 | 09:53 »
@ NaSta:
Die Heretic-Rezension auf den Blutschwertern war aber nicht das Einzige.
Da kommen noch der Rechtsstreit mit Prometheus (wegen Elyrion), das missglückte Interview mit der DORP sowie die unangemessene Behandlung von eben jenem Scorp/Michael Mingers als Autoren des Veruna-Quellenbuchs für NaSta hinzu.
Ach, und ich vergaß "das Kreischen der Weiber" sowie die Besserspiel-/Besserverlagsattitüde, durch die Verlag und Fandom fast schon sektenartig als alleinige Hüter der Rollenspiel-Wahrheit aufgetreten sind. Und dann war da noch die vollmundige Veröffentlichung von Doomstone, einem deadlands-artigen Western-Rollenspiel, das regelseitig bei vielen Rezensenten durchgefallen ist.


... und wo wir gerade bei Michael Mingers waren:
Ich kenne seine Fan-Arbeiten für die DORP recht gut. Zuerst über die vielen von ihm verfassten Rezensionen (v.a. zu WFRP2), dann über DORP-TV, ... Im DORP-Cast wurde auch mal das Thema "Rezensionsexemplare" angesprochen. Michael hat auch mal geschrieben, was für ihn (persönlich) Rezensionen leisten können sollten - da haben wir auch kurz drüber diskutiert.
Anders gesagt: Auf dem Gebiet "deutschsprachige Rollenspielrezensionen" gibt es mMn nicht viele, die einen besseren Überblick haben als Scorp.

Was ich damit sagen will:
Dem ursprünglichen Beitrag fehlen wesentliche Kontexte, weshalb er für mich keine kompetente Beleuchtung der Situation darstellt. Ich halte ihn vielmehr für eine vornehmlich emotionale Reaktion ohne viel Fakten-Backup. 
« Letzte Änderung: 31.08.2016 | 09:55 von Contains Diseases »
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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #73 am: 31.08.2016 | 10:15 »
Aber dann kam ein "Rezensent" vorbei (wer dessen Posts bis dato gelesen hatte, wäre niemals auf die Idee gekommen, denjenigen eine Rezension schreiben zu lassen.), der (wie hier auch schon beschrieben) eine äußerst negative Rezension minderer Qualität zu einem NaSta-Produkt ablieferte.

Fairerweise muss man aber sagen das Heretic unter den unterschiedlichsten Pseudonymen aufgetreten ist, hauptsächlich weil er nach mehr oder weniger kurzer Zeit überall (zu Recht) rausgeflogen ist. Da bei einem halben Dutzend Namen den Überblick zu behalten ist halt auch nicht ganz einfach.
Ansonsten war das natürlich ein Schuss in's eigene Bein.
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Re: Das Verhältnis von Ulisses zu Rezensionen/Bloggern
« Antwort #74 am: 31.08.2016 | 10:23 »
Meh. Sieht mir mehr nach einem schlecht kommunizierten Herausfiltern eines Blogs aus dem Reziexemplarverteiler aus als nach einem echten Skandal.

Die deutsche Rollenspielszene ist sowieso ziemlich klein und entsprechend kreiswichsig. Über maximal drei Ecken hat jeder große Name mal mit jedem an irgendeinem Produkt, einer Webseite, Zine oder sonst etwas zusammengearbeitet. Wirklich objektive und völlig unbefangene Rezis zu einheimischen Produkten findet man entsprechend kaum – und gerade DSA polarisiert zwischen absoluten Fanboys und absoluten Hassern mit wenig Spielraum dazwischen.

Meine Damen und Herren, einer der seltenen Tage an denen ich Skyrock recht gebe. Lange ist das her das das passiert ist.
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