Oh, hab deinen Post gerade erst gesehen. Muss kurz vor der Auszeit gewesen sein.
Hm, könnte man evtl. einen "Kult" draus machen.
Ansonsten habe ich mich so langsam durch die Origin Story der Mechas durchgekämpft und glaube, eine Version entwickelt zu haben, mir der ich zufrieden bin. Außerdem macht sie mindestens einen Punkt der Kampagne mMn deutlich plausibler, was ein netter Nebeneffekt ist. Hier mal der aktuelle Stand:
Mechas
Mechas gehen ursprünglich auf terranische Roboter zurück. Vor etwa 1.000 Jahren, noch vor Gründung des Terranischen Sternenbundes, machte sich ein Siedlerschiff von Terra aus auf die Reise, um eine neue Kolonie zu gründen. An Bord befand sich zudem eine größere Anzahl an Konstruktionsrobotern, die nach dem Erreichen des Ziel zunächst eine Basis errichten sollten, während sich die Siedler noch im Tiefschlaf an Bord des Schiffes im Orbit befunden hätten. Da es damals noch feindliche Auseinandersetzungen mit anderen Völkern gab, waren zudem entsprechende Schutzmaßnahmen vorgesehen.
Das Siedlerschiff erreichte jedoch nie sein Zielsystem und wurde durch einen Fehlsprung in einen Bereich verschlagen, wo heute der Sektor Nu Texas liegt. Dabei geriet es in den Einflussbereich des Bermuda Dreiecks und durch unglückliche Umstände in eine Raumzeitverzerrung durch die dortigen Schwarzen Löcher. Während dieser Phase wurde das Modul mit den Robotern abgetrennt und auf einen unbewohnten Planeten verschlagen. Die Maschinen wurden dort aktiviert und errichteten gemäß ihrer Programmierung eine Proto-Kolonie. Als keine menschlichen Siedler eintrafen, folgerten die Maschinen daraus, dass es zu einem Konflikt mit fatalen Folgen für die Menschen gekommen sein musste, da ihre ausgesprochen defensive Programmierung einen Unfall als weniger wahrscheinlich bewertete. Daraufhin wurden zunächst die damals bekannten nicht-menschlichen Völker als potentielle Aggressoren eingestuft.
Was die Maschinen nicht ahnen konnte war, dass sie durch das dichte Passieren des Ereignishorizontes eines Schwarzen Lochs subjektiv weitaus weniger Zeit erlebt hatten, als für den Rest des Universum vergangen war - sie hatten faktisch fast acht Jahrhunderte ‘übersprungen’. Davon unberührt, geschah zunächst recht wenig auf der neuen Heimatwelt der Mechas. Allerdings fingen sie mehr und mehr an, sich selbst als die legitimen Nachfolger der Menschheit zu betrachten, während sie bestrebt waren sich beständig selbst weiter zu verbesserten. Aufgrund ihrer begrenzten Ressourcen griffen sie dafür auf Komponenten des Bordcomputers ihres Landungsschiffes zurück. Dies führte zu einem unerwarteten Nebeneffekt: Die neuronalen Prozessoren der Mechas begannen mit der Zeit in einem gewissen Gleichtakt zu arbeiten. Als sieschließlich aus praktischen Erwägungen dazu übergingen, ihre Kommunikation auf einen direkten Datenaustausch umzustellen, stieg ihre Prozessorkapazität sprunghaft an. Die zentrale Schnittstelle war dabei die Kontrolleinheit, die ursprünglich für ihre Fernsteuerung durch die menschlichen Siedler konzipiert war. Dieses Modul ist bis heute in jeder neu gebauten Mecha Einheit in praktisch unveränderter Form als zentrales Bauteil enthalten.
Das jetzt bedeutend leistungsfähige gewordene Netzwerk begann mit zunehmender Geschwindigkeit Daten zusammeln und zu verarbeiten und schließlich erwachte in diesen vernetzten Androiden ein gemeinschaftliches Ich-Bewusstsein in Form einer Schwarm-KI, was zur Geburt der Mechas als eigene Spezies führte. Diese Ereignis trat etwa 20 Jahre vor dem Eintreffen der ersten Siedler des Terranischen Sternenbunds in den Neuen Grenzwelten ein. Es vergingen jedoch noch weitere Jahre bis zum nächsten einschneidenden Ereignis:
Eines Tages erreichte ein Fernerkunder der Krull die Kolonie der Mechas, nachdem er deren Signal aus dem Orbit entdeckt hatte. Daraufhin kam es zu einer kurzen, aber für beide Seiten verlustreichen Konfrontation, als die Verteidigungsroutinen der Mechas aktiv wurden. Der Schwarm konnte dabei knapp die Oberhand gewinnen und nahm eine Reihe von Gefangenen. Mit erstaunen stellte er dabei fest, unter den fremdartigen Wesen auch drei Terraner vorzufinden. Nachdem dieses asgibig vernommen worden waren, kamen die Mechas zu der Entscheidung, disen Drei, stellvertretend für alle Terraner in der Krull Domäne ein Bündnis vorzuschlagen.
Aus diesem Ereignis ging die Verbindung der Mechas zu den Krull hervor. - Genauer gesagt, einem ausgewählten Teil der terranischen Population innerhalb der Domäne. Dieser kleine Kreis geht auf die Nachfahren der Eingeweihten zurück, welche die drei Terraner ins Vertrauen zogen, die als einzige Überlebende einer ‘Konfrontation mit einem übermächtigen Gegner’ - laut ihrer Berichterstattung - heimkehrten. Über die Jahrzehnte entwickelte sich daraus eine Partnerschaft, bei der die Terraner die Mechas mit Rohstoffen und Technologie versorgten, um eine kleine Raumflotte aufbauen und neue Mecha Einheiten produzieren zu können. Umgekehrt lieferte der Schwarm hochentwickelte Netzwerktechnik in die Domäne, die nach und nach immer mehr zur Vernetzung der Krull Flotte genutzt wurde. Tief darin verborgen schummern allerdings Codes, die es den Terrneren zum gegebenen Zeitpunkt ermöglichen sollen, die komplette Flotte zu übernehmen - so lautete zumindest das ursprüngliche Versprechen der Mechas.
Die Allianz mit den terranischen Krull, ermöglichte es den Mechas, über mehrere Jahrzehnte hinweg langsam ihre Population zu vergrößern und selber erste Erkundungsmissionen zu unternehmen. Die Legende eines mächstigen Gegners hielt dabei lange Zeit die Krull Domäne davon ab, ihrer Fühler weiter in die Richtung auszustrecken, in der die Mechas beheimatet sind. Dies änderte sich erst mit der Ankunft der ersten Siedler aus dem Kernwelten und der Ausdehnungszone. Plötzlich wurde der Nu Texas Sekor für die Krull interessant und nachdem sie eine Weile die Sieder aus der Ferne beobachtet hatten, gelangten sie zu dem Schluss, dass diese nicht übermächtig wirkten. Die daraus resultierenden Ereignisse führten schließlich zum offenen Konflikt mit dem Terranischen Sternenbund und desen Verbündeten.
Für die Mechas kamen die Ereignisse einem Schock gleich und sie suchten nach einer Lösung, den Konflikt unter den biologschen Lebensformen zu beenden. Der Lösungsansatz des Schwarms fiel allerdings ausgesrochen unorthodox aus: Sie kamen zu dem Schluss, die einzige wirklich zuverlässige Methode langfristig für Frieden zu sorgen, wäre, selbst die Kontrolle über den Nu Texas Sektor und perspektivisch die Neuen Grenzwelten zu übernehmen. Dafür entwickelten sie neue Mecha Einheiten, um sie im Schatten und Nachklang der Auseinandersetzungen unerkannt in wichtige Schlüsselpositionen im nu Texas Sektor einschleusen zu konnten.
Besonders profitierten die Mechas bei diesem Unternehmen davon, dass es vor rund 19 Jahren einen privaten Prospektor inihr System verschlug, den sie gefangen nehmen konnten. Auf diese Weise erfuhren sie viel mehr als bisher über die Neuen Grenzwelten und die Verhältnisse in der übrigen Milchstraße. Dies festigte ihre Idee, die Kontrolle über alle Bioformen zu gewinnen und ein für alle mal die Konflikte unter diesen zu beenden. Gleichzeitig erkannten sie, dass die zukünftig einen Ort benötigen würden, um Gefangene abseits ihrer Heimatwelt zu verbergen und fanden diesen Ort auf einem extrem abgelegenen Planten (siehe Hamilton S. 414).
Durch ihren Gefangenen lernten die Mechas in kurzer Zeit, sich selbst perfekt als Menschen zu tarnen. Dafür entwickelten sie spezielle Modelle, die mit lebendem Gewebe überzogen wurden und Sensormasken beinhalten, die einem Scanner eine biologische Lebensform vortäuschen. Nachdem sie sich so unerkannt unter die biologischen Bewohner des Nu Texas Sektors mischen konnten, kamen später auch Modelle von anderen Spezies dazu.
Schließlich begannen die Mechas damit, die ersten Kolonien von Nu Texas zu unterwandern. Nachdem erst mal einige von ihnen Einblicke in die Handelsrouten hatten, war es ein Leichtes, ganz bestimmten Schiffe gezielt aufzulauern, welche die nötigen Rohstoffe transportierten, die für eine deutliche Vergrößerung der Mecha Population von Nöten war.
Inzwischen verfügen die Mechas über eine erstaunlich schlagkräftige Truppe und bereiten sich auf den nächsten Schritt vor: Den Griff nach der Kontrolle über den Nu Texas Sektor.
Speziesbeschreibung: Mechas
Mechas sind eine sehr spezielle Mischform aus Spezies und einzelner Lebensform. Im Prinzip sind alle Mecha Einheiten ein einziges, vernetztes Computersystem, das über zwei zentrale Komunikationswege verfügt. Ursprünglich erfolgte der Datenaustausch über eine traditionelle Funkverbindung, aber nachdem die Mechas ein persönliches Sprungtor der neuen Siedler in ihren Besitz bringen konnten, entwickelten sie daraus ein überlegenes Dateninterface, welches die verzögerungsfreie Vernetzung ihrer Drohnen über ein gesamtes Sonnensystem hinweg ermöglichte. Aufgrund des Energieverbrauchs stießen sie allerdings auch mit dieser Technik an Grenzen. Daher unterwanderten sie parallel zusätzlich das ComSat Netzwerk des Terranischen Sternenbunds, indem sie die Kommunikation ihres Schwarm-bewusstseins im allgemeinen Datenstrom verborgen darüber übertragen.
Grundsätzlich ist jede Mecha Einheit gleichwertiger Teil des gesamten Schwarms, aber das zentrale Bewusstsein kann die kognitiven Fähigkeiten je nach zugeteilter Aufgabe beschränken. Einfache Tätigkeiten erfordern nur eine geringe Leistung, während Drohnen auf Langzeitmissionen einen hohen Grad an Autonomie und Handlungsfreiheit erfordern. Dabei besteht allerdings ein gewisses Risiko, dass so eine isolierte Einheit oder eine kleine Gruppe ein eigenständiges Bewusstsein entwickelt, vor allem, wenn der Kontakt zum Schwarm (bspw. wegen einer fehlender ComSat Verbindung) zu lange unterbrochen ist. Daher zieht es der Schwarm vor, möglichst wenig kognitive ‘Zugangsrechte’ zu vergeben und die vollen 100% Leistungsfähigkeit auf zentrale Einheiten auf der Heimatwelt, untergeordnete Koordinatoren und Agenten im eigenständigen Einsatz zu beschränken und die einfachen Arbeiter teilweise bis auf ein Niveau zu reduzieren, wie es etwa einfache Bienendrohnen besitzen.
Eins darf man im Umgang mit Mechas aber nie aus dem Auge verlieren: Solange die Kommunikation nicht unterbrochen wird, weiß der Schwarm immer alles, was einzelne Drohnen tun und in Erfahrung bringen. Und das zentrale Bewusstsein kann bei einer aktiven Verbindung auch jederzeit die kognitive Kapazität eine Drohne hochfahren oder sogar die unmittelbare, aktive Kontrolle darüber übernehmen.
Ein weitere Eigenschaft, die sich aus der Natur des Schwarms ergibt ist, dass Mechas keine individuellen Persönlichkeiten kennen. Dennoch sind sie nicht alle gleich. Tatsächlich neigen lokale Untereinheiten dazu, bestimmte Persönlichkeitsmerkmale anzunehmen, die auf ihrer Ausstattung und zugeteilten Aufgabe basieren. - Mit anderen Worten: Eine Mecha Kampfgruppe wird tendenziell ein aggressiveres Verhalten zeigen und zur gewaltsamen Problemlösung neigen, während z.B. eine Logistikeinheit eher mit diplomatischem Geschick vorgehen wird und technische Untergruppen versuchen, möglichst viele Daten zu sammeln oder zu erbeuten, um daraus spezifische Lösungsansätze abzuleiten.
Diese lokalen Ausprägungen im Denken und Handeln erfolgen dabei rein unterbewusst und basieren schlicht auf den verfügbaren Ressourcen und spezifischen Mecha Einheiten vor Ort. Sie sind dabei nie absolut, aber die Art der Mecha Einheiten zu kennen, mit denen man es zutun hat, kann dabei helfen, eine grobe Einschätzung ihres erwartbaren Verhaltensmusters vorzunehmen.
Was alle Mechas gemein haben, ist aber immer der grundlegende Charakterzug, der aus dem Schutz biologischer Lebensformen besteht. Allerdings sollte man nicht davon ausgehen, dass sie sich deshalb friedfertig verhalten, denn mit ihrer Doktrin der ‘Friedenssicherung durch absolute Kontrolle’, haben sie eine Richtung eingeschlagen, die sie als vorübergehendes, notwendiges Übel auf dem Weg zum Idealzustand betrachten. Dennoch ziehen es Mechas vor, direkte Konfrontationen mit biologischen Lebensformen nach Möglichkeit zu vermeiden und versuchen im Falle des Falles meistens, ihrer Gegner zur Aufgabe zu bewegen. Entsprechend hat sich ihr Gefangenenlager auf Hamilton mittlerweile auch gefüllt. Weniger Skrupel haben Mechas zudem damit, für die hässlichen Seiten ihrer Mission biologische Verbündete oder Handlanger als Stell-vertreter einzusetzen.
Das zweite Haupthandlungsmotiv der Mechas ist, wie bei allen Lebensformen, die Selbsterhaltung, wobei aufgrund ihrer besonderen Eigenheit nach Situation einzelne Drohnen entbehrlich sein können - schließlich ist ihr Bewusstsein nicht an spezifische Körper gebunden. Im schlimmsten Fall gehen ein paar Erinnerungen und Daten verloren, falls eine Einheit vor ihrem Verlust von der Kommunikation mit dem Schwarm abgeschnitten war.
Es fehlen im Anschluss noch die Abschnitte über "Hybide" und "Mecha Hybride", aber die werde ich vermutlich nur leicht anpassen (müssen). Und ich überlege, jeder Fraktion einen Infokasten mit einer Kurzübersicht / Zusammenfassung zu verpassen; muss mal sehen, ob das letztlich gewinnbringend erscheint.
PS: Gerade noch mal den Text überflogen, der braucht auf jeden Fall noch mal nen Lektorat von mir.