Mir tuts leid um investierte Fans, die jetzt irgendwelche blöden Entscheidungen treffen müssen. Von einem alten DnDler zu erwarten, er müsse das System wechseln oder sich an ungute Umstände binden, das ist sicher hart und das sollte so nicht sein.
Weitere lose gesammelte Thesen:
- Markenstolz ist eine willentliche Entscheidung. Man bezahlt dafür einen Preis.
- DnD hatte immer eine seelenlose Aura, jetzt ist es halt nochmal deutlich seelenloser.
- DnD wirds voll überleben. Und nebenher eine Fantastillion Dollar umsetzen. Für mich ist das absolut okay.
- Eine Auseinandersetzung um DnD wird DnD schaden und wird viel Konkurrenz befördern, das kann für alle Beteiligten nur positiv sein.
- Dass in den letzten W3 Jahren alle einen auf DnD gemacht haben, das hatte irgendwie auch so langsam einen peinlichen Zug. Es war auch mal Zeit für ein reinigendes Gewitter.
Der Winner war und ist am Ende immer der mündige Rollenspieler, der einfach souverän selbst entscheidet, was er macht. Unser Hobby ist ein Graswurzelhobby. In den letzten 5 Jahren haben ja bereits irre Kräfte am Hobby gezerrt, ob DnD jetzt von 85% Marktanteil auf 70% Marktanteil absinkt, wen interessiert das denn überhaupt? Man kann weiterhin DnD spielen oder es lassen, who cares.
Ich bin ganz persönlich raus, DnD hat in den letzten Jahren tatsächlich Geld von mir gesehen, es hat mir auch Spaß gemacht, aber andere Mütter haben eben auch schöne Töchter.
Ich denke, wir können auch noch ein paar schöne Leaks erwarten, was so die Hinterzimmerdeals und -angebote angeht.
Ich sehe das im Grunde nicht unähnlich, mit dem Unterschied, dass ich finanziell und emotional bzw. historisch/nostalgisch engstens mit D&D verbandelt bzw. investiert bin.
Dass D&D seelenlos sei bzw. eine solche Aura hätte, kann ich auch nicht nachvollziehen. Und wenn, seit wann?
Es geht mir bei meiner zukünftigen Aktivität mit dem System tatsächlich auch um Aussenwirkung, aber nicht annähernd so sehr wie gegenüber dem Typen im Spiegel.
Was Hasbro da mit „meinem“ Spiel tut ist echt schrecklich!
Gut. D&D ist nicht unbedingt „D&D“. Pathfinder war/ist für mich auch D&D.
Schön, dass jetzt einige ihre eigenen offenen Systeme entwickeln wollen. War natürlich klar, aber was mich da besorgt ist eben der Zeithorizont.
Für Unternehmen/Designer die an der OGL hängen und für mich persönlich bzw. meine Gruppe/Kampagne.
Eine hoffentlich einsetzende Demonopolisierung von „D&D“ zu mehr System-Vielfalt, auch im Kleinen, ist für mich durchaus begrüßenswert.
Der Weg dahin stellt sich halt als unschön dar. Vermutlich hat es diesen Crash aber gebraucht, sonst wäre eh nicht viel passiert.