Autor Thema: Archiv zu OGL, ORC, SRD und anderen Lizenzfragen rund um die OGL  (Gelesen 91537 mal)

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psycho-dad

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Ja... nein... Is Kompliziert.
So 100% stimmt das nicht.
~;D
 ;)
Ich bin kein Anwalt, kein Jurist und auch sonst von eher mäßigem Verstand. *SCNR*

Aber, so gering meine Erfahrung in dem bereich auch sein mag;
Copyright ist niemals einfach.
Trademark ist niemals einfach.
Sobald es um Geld geht sollte man zumindest mal mit einem zugelassenem Anwalt geredet haben.

Online schneeland

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Sobald es um Geld geht sollte man zumindest mal mit einem zugelassenem Anwalt geredet haben.

Das schadet nie, wenn's um mehr als das Kleingeld im Portemonnaie geht ;)

Wobei die CC-Lizenzen ja gerade dazu da sind, dass auch juristische Laien etwas an der Hand haben, um ihre Inhalte kontrolliert freizugeben. Natürlich mit dem Haken, dass man a) immer noch relativ genau wissen muss, was man jetzt eigentlich freigeben will und b) aufpassen muss, dass man nicht aus Versehen mehr freigibt.
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Offline aikar

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Was nicht heißt das man neue Sachen weiterhin unter 1.0a rausbringen darf.
Und es erklärt auch nicht, wie es mit Updates für bestehende OGL1.0a-Produkte ausschaut.

Wizards hat sich da in eine Zwickmühle manövriert, aus der sie nicht mehr rauskommen. Und zwar, weil sie die einzigen sind, die die OGL ändern wollen, niemand sonst hat ein Interesse daran, für jeden außer ihnen hat sie genau perfekt das getan, was gewünscht war.
Daher, wenn sie jetzt Änderungen zur Abstimmung geben, werden sie für keine einzige Zustimmung erhalten. Weil niemand sonst einen Grund hat, etwas zu verändern.
Und nach dem vergangenen Debakel ist außerdem das Vertrauen so ruiniert, dass niemand ihnen mehr glauben wird, wenn sie irgendwelche Gründe (z.B. Verbot von rassistischen Texten) vorschieben, warum man ihnen mehr Macht und Kontrolle in die Hand geben soll. Egal ob sie es ernst meinen oder nicht.
Die einzige Änderung, die akzeptiert werden würde, ist ein klarer Eintrag, dass die OGL1.0a wirklich unveränderlich ist und bleibt. Oder wenn sie die Macht aus der Hand geben und die Kontrolle wie Paizo einer externen Stiftung übertragen. Und das sind definitiv die zwei Sachen, die Wizards/Hasbro nicht haben will.
« Letzte Änderung: 18.01.2023 | 22:13 von aikar »
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Offline Kizdiank

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Wenn du jemals Geld mit deinen Ideen verdienen willst, ohne auf Patreon oder Paypal oder anderen formen von Almosen angewiesen zu sein, dann ist CC eine eher doofe wahl, denn CC hat, soweit ich weiß, kein Monetarisierungsmodel. D.H. aus meiner Laienperspektive; Du musst trotz CC noch um jede Kommerzielle veröffentlichung, an der du mitverdienst, Schachern als wär morgen Sommerschlussverkauf.

CC is toll. CC ist genial... wenn du alles, was du macht, ohne Profitabsicht da reinballerst. Sobald du Geld dran verdienen willst wird CC, GNU GPL etc... halt schon ein ordentliches Stück komplizierter.

Wenn es dir um direkten Profit geht hast du mit der Creative Commons Non Commercial Share Alike (CC BY-NC-SA) Lizenz bessere Chance als mit der OGL 1.0a. Über die ORC weiß ich noch kaum was, aber ich glaube nicht, dass die da irgendwie besser ist. Das Hauptziel dürfte sowieso die Förderung einer offenen Community und von Drittanbietern sein, um so dein Spiel zu pushen.

Für mich klingt die ORC ein bisschen nach Vanity Licence als PR-Stunt. Immer noch besser als gar keine offene Lizenz, aber halt nur die zweitbeste Lösung. In der Free Software / Open Source Community hat sich schon längst die Erkenntnis durchgesetzt, dass Licence Proliferation keine gute Idee ist.

So 100% stimmt das nicht. Auch mit Creative Commons kann man einen ähnlichen Effekt wie mit der OGL erzielen, allerdings mit erhöhtem Aufwand, da man - anders als bei der OGL - die geschützten Bereiche für ein SRD unter CC-BY erst entfernen muss, bevor man das Dokument freigibt.

Die SRD unter der OGL sind doch üblicherweise auch deutlich abgespeckt. Wo liegt da der Mehraufwand? Weil du keine Product Identity deklarierst?

Online schneeland

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Die SRD unter der OGL sind doch üblicherweise auch deutlich abgespeckt. Wo liegt da der Mehraufwand? Weil du keine Product Identity deklarierst?

Du musst halt schauen, dass in Deinem SRD wirklich keine Product Identity-Sachen drin sind. Und je nachdem, wie verwoben das mit Deinen freigegebenen Elementen ist, vielleicht auch nochmal was umschreiben. Bei der OGL deklarierst Du einfach, was nicht Open Game Content ist.
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Offline Doc-Byte

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CC is toll. CC ist genial... wenn du alles, was du macht, ohne Profitabsicht da reinballerst. Sobald du Geld dran verdienen willst wird CC, GNU GPL etc... halt schon ein ordentliches Stück komplizierter.

So kompliziert ist es eigentlich gar nicht. Du musst halt sehr sauber zwischen dem fremden CC-Material und deinem eigenen Material trennen, um nicht versehentlich anderen zu erlauben, mit deinem Material Geld zu verdienen. Bzw, wenn du der ursprüngliche Autor bist, musst du halt deutlich machen, welchen Teil deiner Arbeit du unter CC Lizenz stellst, und welchen nicht.

Pro-Indie bspw. hat damals zum equinox Rollenspiel zwei Basisbücher rausgebracht. Einmal das Setting-Handbuch und dann das Regel-Handbuch, was sie unter CC-BY-SA Lizenz gestellt haben. Letzteres kann man tatsächlich komplett für eigene Projekte nutzen. Selbst den Text theoretisch 1:1 verwenden. Man muss sich nur bewusst sein, dass man jede Änderung, die man daran vornimmt, selber auch unter diese Lizenz stellen muss und damit jeder andere wiederum auch dieses Material nutzen darf. Deshalb ist es wichtig, klar zu stellen, welches Material von einem selbst, ausdrücklich nicht unter diese Lizenz fällt. - Was dann halt auf das Setting hinausläuft. Da könnte man sich durchaus alle Rechte vorbehalten. (Ich persönlich empfinde es allerdings als sinnvoller, da auf CC-BY-NC-SA zu gehen.) Das Endprodukt kann man dann durchaus auch kommerziell anbieten. Den Kaufanreiz muss man logischer Weise primär über Setting, Quellenbücher, Abenteuer etc. schaffen.

psycho-dad

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Wobei die CC-Lizenzen ja gerade dazu da sind, dass auch juristische Laien etwas an der Hand haben, um ihre Inhalte kontrolliert freizugeben. Natürlich mit dem Haken, dass man a) immer noch relativ genau wissen muss, was man jetzt eigentlich freigeben will und b) aufpassen muss, dass man nicht aus Versehen mehr freigibt.

Korrekt. Raubkopiekommunistenmörderkinderfresser haben auch mit der CC keine Chance. ~;D


Aber (soweit ich das überblicken kann) ist der komplette CC-Kram sehr auf die Open Source Community im sinne von Linux/Open Software zugeschnitten, wo 'Geld Verdienen' halt ein schöner nebeneffekt, aber nicht hauptzweck ist.

Offline Gunthar

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A Working Conversation About the Open Game License (OGL)

Und jetzt?

Ich kann das nicht alles einfach vergessen.
Der Text in der Quote widerspricht aber zum Teil, was in der OGL 1.1 geschrieben steht. Und es gilt nur der Text, der effektiv in der OGL steht.
Spieler in D&D 5e: "8 + viel, trifft das?"

Stoßseufzer angesichts der ersten Kampfszene, nachdem sich die Sitzung bislang ziemlich zäh hingezogen hat: "Es geschehen doch noch Leichen und Wunden!"

Online schneeland

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Aber (soweit ich das überblicken kann) ist der komplette CC-Kram sehr auf die Open Source Community im sinne von Linux/Open Software zugeschnitten, wo 'Geld Verdienen' halt ein schöner nebeneffekt, aber nicht hauptzweck ist.

Wird auch im akademischen Bereich genutzt (meine Doktorarbeit ist z.B. unter einer CC-Lizenz freigegeben), aber in der Tat steht bei den meisten mir bekannten Werken unter CC-Lizenzen der Monetarisierungsaspekt nicht im Vordergrund.
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Offline Rorschachhamster

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Der Text in der Quote widerspricht aber zum Teil, was in der OGL 1.1 geschrieben steht. Und es gilt nur der Text, der effektiv in der OGL steht.
Ja, aber glaubst du das? Ich glaub denen nicht so weit wie ich spucken kann, und ich sabber mich meistens ein...  >:(

DND Shorts kommt morgen mit was raus und hat speziell zu dem Geschreibsel hier was: Edit Falscher Link: https://www.youtube.com/watch?v=Mr9WDUCK5aQ

Füllt mal schön euer Feedback für die runde Ablage aus...  :P
Rorschachhamster
DMG Pg. 81 " The mechanics of combat or the details of the injury caused by some horrible weapon are not the key to heroic fantasy and adventure games. It is the character, how he or she becomes involved in the combat, how he or she somehow escapes — or fails to escape — the mortal threat which is important to the enjoyment and longevity of the game."

Offline Doc-Byte

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Aber (soweit ich das überblicken kann) ist der komplette CC-Kram sehr auf die Open Source Community im sinne von Linux/Open Software zugeschnitten, wo 'Geld Verdienen' halt ein schöner nebeneffekt, aber nicht hauptzweck ist.

Also genau so, wie bei den meisten Rollenspielen. ~;D

Offline Gunthar

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Wie sieht das eigentlich bei bestehenden Produkten aus, die ein Update kriegen? Funkt da die OGL auch rein?
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Online schneeland

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Wie sieht das eigentlich bei bestehenden Produkten aus, die ein Update kriegen? Funkt da die OGL auch rein?

Weiß im Moment noch niemand, da WotC den Punkt ja in ihren Pressemeldungen hartnäckig ignorieren.
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Offline sma

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Wie sieht das eigentlich bei bestehenden Produkten aus, die ein Update kriegen? Funkt da die OGL auch rein?
Nach aktueller Lesart, wo WotC nur verspricht, dass bestehende Produkte weiter die OGL 1.0a benutzen können, würden Updates unter dieser Lizenz lt. WotC nicht möglich sein. Da müsste dann ein Gericht entscheiden, wessen Rechtsauffassung richtig ist.

Offline Sphinx

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Ja, aber glaubst du das? Ich glaub denen nicht so weit wie ich spucken kann, und ich sabber mich meistens ein...  >:(

DND Shorts kommt morgen mit was raus und hat speziell zu dem Geschreibsel hier was: Edit Falscher Link: https://www.youtube.com/watch?v=Mr9WDUCK5aQ

Füllt mal schön euer Feedback für die runde Ablage aus...  :P

Au backe, was er andeutet ist ja schon ne harte Nummer. Das geht ja wirklich in die Richtung -> wir pfeifen auf unsere Kunden und was sie wollen solange sie uns irgendwie Geld geben.
Da bin ich ja mal auf das Video morgen gespannt.
Soren Johnson: Given the opportunity, players will optimize the fun out of a game |"Haben die Spieler die Möglichkeit, Optimieren sie den Spaß aus dem Spiel."

psycho-dad

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Also genau so, wie bei den meisten Rollenspielen. ~;D

Ich halte Paizo's erwähnung der Linux-Foundation in diesem zusammenhang übrigens für ein Easter-Egg. ;D

Offline Der Oger (Im Exil)

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Ja, aber glaubst du das? Ich glaub denen nicht so weit wie ich spucken kann, und ich sabber mich meistens ein...  >:(

DND Shorts kommt morgen mit was raus und hat speziell zu dem Geschreibsel hier was: Edit Falscher Link: https://www.youtube.com/watch?v=Mr9WDUCK5aQ

Füllt mal schön euer Feedback für die runde Ablage aus...  :P

Ich habe wirklich hart gelacht, als ich den Beitrag gesehen habe.
Oger ist jetzt nicht mehr traurig. Oger darf jetzt seinen Blog in die Signatur aufnehmen: www.ogerhoehlen.blogspot.com


Welche Lösung bleibt da noch? - Ruft die Murderhobos!

Offline Tomas Wanderer

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Ich wusste nicht, dass Papa Schlumpf in seiner Jugend investigativ unterwegs war. Und Zeitreisen, irgendwas Zeitreisen.

Aber ernsthaft, so wie Crawford über deren survey gesprochen hat, war doch klar, wie die die Daten, äh, approval ratings auswerten. Die nächste Enthüllungen kommen, wenn die den Fireside Chat entdecken.
« Letzte Änderung: 19.01.2023 | 01:54 von Tomas Wanderer »

Offline Rorschachhamster

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Au backe, was er andeutet ist ja schon ne harte Nummer. Das geht ja wirklich in die Richtung -> wir pfeifen auf unsere Kunden und was sie wollen solange sie uns irgendwie Geld geben.
Da bin ich ja mal auf das Video morgen gespannt.
Das ist die Einstellung jedes großen Unternehmens - niemals denen irgendeine Form von Anständigkeit zusprechen. Die tun das, was ihnen hilft, ihren Markt zu monopolisieren. Ich sag nur Nesté...  :q
Hoffentlich können wir alle daraus lernen, was große "Brands" angeht...  :P

Ich frage mich allerdings, ob wir sowas jetzt häufiger sehen, weil die offenbar jedwede Bodenhaftung verloren haben, und sich nichtmal die Mühe machen, ihren Markt zu kennen? Wie stümperhaft kann man denn sein?  wtf?

Dies ist wahrscheinlich das klassische nicht den intelligenten Mitarbeiter befördern, der könnte ja zu einer Gefahr werden für dich selbst - und nach ein paar Generationen liegt da genau deswegen die Messlatte, was intelligent ist, schon irgendwo knapp über Einzeller...  ~;D
Rorschachhamster
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Offline Ein Dämon auf Abwegen

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Bzgl. DSA-Lizenz ist mir jedenfalls aufgefallen, dass im Big Purple - ich glaube schon mehrmals - "The Dark Eye" als gute Alternative zu D&D genannt wurde, mit dem Zusatz, dass man das Setting auch leicht auswechseln könnte. Ich weiß nicht, wie zutreffend die Wahrnehmung da ist bzw. inwiefern das vielleicht auch unsere deutsche Perspektive ist, die uns denken lässt "DSA ist Aventurien, Aventurien ist DSA", ohne wirklich genauer hinzuschauen ...

Ich kenne DSA5 nicht, vielleicht ist es ja vom Crunch-Level und Aufbau sogar ein brauchbares Regelsystem für Leute, die Bock auf Bodenständiges und Skill-Orientiertes haben. Ich bin es ja einfach gewohnt, seit 20 Jahren auf die DSA-Regeln zu schimpfen und werde mich da auch nicht mehr ändern, aber das heißt ja nicht, dass frische Perspektiven dem nicht neue Seiten abgewinnen können.
Naja Wenn du den Hintergrung ignorierst und einfach Dinge refluffst, kriegst du die meisten 08-15-Edo Settings vermutlich schon mit DSA5 irgendwie abgebildet. Solange du keine zu Exotischen Rassen oder Magie Traditionen hast.

DSA5 ist da gegenüber DSA4 soweit im Vorteil das du grundsätzlich auch auf Kultur und Professionspakete verzichten und komplett mit AP generieren kannst.

Größtes Problem dürften die Geweihten sein, da die in der Regel von den Liturgien her sehr stark auf eine  Gottheit zugeschnitten sind.

Dazu ist DSA halt mehr Down to Eath und weniger Taktisch als DnD. Das mag einige DnD Spieler Ansprechen und andere ehr nicht.


Btw. sollten sie die Klassischen Editionen unter ORC oder OGL stellen wäre ich ja fast versucht so eine Art DSA3.5 zum machen, sprich ein etwas auf geräumtes DSA3 ohne Zufalls Generierung und Steigerung, das ein paar der bessere Idee der späteren Editionen Klaut (sowas wie Spontane Modifikationen).
WObei ich natürlich nicht weiß woher ich die Zeit dazu nehmen sollte ...
« Letzte Änderung: 19.01.2023 | 07:58 von Ein Dämon auf Abwegen »
Merke: Neue Regeln zu erfinden ist nicht schwer, unnötige Regeln zu erkennen und über Bord zu werfen erfordert bedeutend mehr Mut und Sachverstand.

Butt-Kicker 100%, Tactician 83%, Power Gamer 75%, Storyteller 75%, Specialist 58%, Casual Gamer 42%, Method Actor 17%

Offline Boba Fett

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Ulisses Spiele stellt alle ihre Rollenspiele künftig unter die die von Paizo initiierte Open RPG Creative License (sofern juristisch möglich*)!
https://www.youtube.com/watch?v=ChuR-Dt1GmY
*[bei ein paar Systemen existieren wohl noch juristische Abhängigkeiten, die Ulisses prüfen und möglichst bereinigen lässt]

erst mal begeisterung, dann nachgedacht:

Das impliziert, dass es für alle Systeme auch SRDs geben wird.
« Letzte Änderung: 19.01.2023 | 08:31 von Boba Fett »
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!

Offline Kizdiank

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Du musst halt schauen, dass in Deinem SRD wirklich keine Product Identity-Sachen drin sind. Und je nachdem, wie verwoben das mit Deinen freigegebenen Elementen ist, vielleicht auch nochmal was umschreiben. Bei der OGL deklarierst Du einfach, was nicht Open Game Content ist.

Ob das so viel einfacher ist...

Das hat was von "Wasch mich, aber mach mich nicht nass." Entweder du willst eine offene Community, oder du lässt es. Alles andere ist Etikettenschwindel.

Gerade bei den D&D SRD ist zumindest umstritten, ob der "Open Content" überhaupt schutzwürdig ist: Beware the Gifts of Dragons.

Aber (soweit ich das überblicken kann) ist der komplette CC-Kram sehr auf die Open Source Community im sinne von Linux/Open Software zugeschnitten, wo 'Geld Verdienen' halt ein schöner nebeneffekt, aber nicht hauptzweck ist.

Nicht wirklich. Der CC-Kram ist auf akademisches Wissen, Kunst und Kultur zugeschnitten. Gerade für Software sollten die CC-Lizenzen nicht genutzt werden. ;)
Rollenspiele passen da ganz gut rein.

CC FAQ: "CC licenses may be applied to any type of work, including educational resources, music, photographs, databases, government and public sector information, and many other types of material. The only categories of works for which CC does not recommend its licenses are computer software and hardware."

Geld scheffeln ist sicher nicht der Hauptzweck, kann aber indirekt klappen. Offene Lizenzen schaffen eine offene Community. Das kann zu einer besseren Marktposition und so zu mehr Profit führen. Bei D&D hat es zwei Mal geklappt.

Offline sma

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Gerade bei den D&D SRD ist zumindest umstritten, ob der "Open Content" überhaupt schutzwürdig ist
Gerade weil's unklar ist, war die OGL als Versprechen von WotC nicht zu klagen, wenn man sich an ihre Regeln hält, so nützlich. Weil sie das jetzt auf eine Weise aufkündigen, die alle Lizenznehmer – milde gesagt – verunsichert, ist ja der ganze Ärger entstanden.

Und es gibt noch ein weiteres Problem, warum sich glaube ich auch die EFF eingemischt hat.

Auch die GPL 2 und andere beliebte Opensource-Lizenzen wie MIT und BSD sind nicht "irrevocable". Als die entstanden sind, was das explizite Nennen dieses Begriffs noch keine Rechtspraxis in den USA. Sollte WotC damit durchkommen, die OGL 1.0a nachträglich aufzukündigen, schafft das einen Präzedenzfall, der die Software-Welt erschüttern könnte, denn es bestünde die Gefahr, dass ein "rage quit" o.ä. es unmöglich macht, ein bestimmtes Stück Software weiter zu nutzen, was ein unbeherrschbares Risiko für viele Unternehmen wäre und man anfangen würde, auf Opensource-Software zu verzichten.

Damit kein weiteres "left-pad"-Fiasko mehr entsteht, nehmen sich aktuell ja große Repositories das Recht heraus, den Wunsch eines Entwicklers, seine Software von dort zurückzuziehen, zu ignorieren, wenn diese Software als systemkritisch (weil so häufig benutzt) eingestuft wird. Das Recht fußt darauf, dass sie ebenfalls die selbe Software unter der selben Opensource-Lizenz veröffentlichen können, weil sie "irrevocable" ist … oder ist's sie es nicht?

Offline Sosthenes

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Gerade bei den D&D SRD ist zumindest umstritten, ob der "Open Content" überhaupt schutzwürdig ist: Beware the Gifts of Dragons.

Wenn mir als amerikanischer Hobbyist oder Kleinstunternehmer die EFF oder eine ähnliche Organisation garantieren würde, dass sie sich um meine Anwaltskosten kümmern würde, wäre ich da sicher freier zu handeln. "Lawfare" ist leider viel zu häufig.
Mangels dessen ist der Nichtangriffspakt den die OGL darstellt für die meisten halt die beste Option.

Der Unterschied zwischen nicht-schützbaren Mechaniken und deren kreativ-künstlerischen Ausdruck ist megaschwammig, anwaltslateinisch gesagt. Da helfen dir selbst die Präzedenzfälle des US Systems nicht immer direkt, da man ja nicht unbedingt so einfach auf die eigene Situation ableiten kann bei Spielmechaniken.
Vor so grob 10 Jahren gabs mal einen Prozess um Tetris. Wenn hier jemand in der Lage wäre rational zu ermitteln was bei dem Spiel Mechanik und was deren Ausdruck ist und das mit dem Urteil übereinstimmen würde, hätte ich hier einen noch originalverpackten Kinder-Riegel als Belohnung anzubieten.

Offline Kizdiank

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Gerade weil's unklar ist, war die OGL als Versprechen von WotC nicht zu klagen, wenn man sich an ihre Regeln hält, so nützlich. Weil sie das jetzt auf eine Weise aufkündigen, die alle Lizenznehmer – milde gesagt – verunsichert, ist ja der ganze Ärger entstanden.

Stimmt, die (vermeintliche) Rechtssicherheit war der Hauptfaktor für den Erfolg der alten OGL.

Das ist aber unabhängig von der Schutzwürdigkeit des Open Content. Wenn ich dir verspreche, dass du meinen schutzwürdigen Content frei nutzen darfst ist das großzügig und schafft Rechtssicherheit. Wenn ich dir verspreche, dass du meinen möglicherweise nicht schutzwürdigen Content frei nutzen darfst ist das zwar weniger großzügig, schafft aber immer noch Rechtssicherheit.

Mit der OGL 1.1 wurde das Vertrauen in die Rechtssicherheit der alten OGL zerstört und egal was Wizards of the Coast / Hasbro nun sagen, das Vertrauen kommt nicht mehr zurück.

Auch die GPL 2 und andere beliebte Opensource-Lizenzen wie MIT und BSD sind nicht "irrevocable". Als die entstanden sind, was das explizite Nennen dieses Begriffs noch keine Rechtspraxis in den USA. Sollte WotC damit durchkommen, die OGL 1.0a nachträglich aufzukündigen, schafft das einen Präzedenzfall, der die Software-Welt erschüttern könnte, denn es bestünde die Gefahr, dass ein "rage quit" o.ä. es unmöglich macht, ein bestimmtes Stück Software weiter zu nutzen, was ein unbeherrschbares Risiko für viele Unternehmen wäre und man anfangen würde, auf Opensource-Software zu verzichten.

Ich stelle mir gerade vor, wie WotC einen kleinen Spieleverlag wegen der alten OGL verklagt und plötzlich stellt sich die Hälfte der Tech-Konzerne daneben, da sie einen Präzedenzfall für kritische Free Software / Open Source Lizenzen vermeiden wollen. Das würde die finanzielle Schlagkraft vor Gericht ziemlich schnell umdrehen.  >;D

Wird wohl nie passieren, aber hätte was.  ::)