Der Übersetzer der D&D Red Box war Ulrich Kiesow. Ich geh mal ganz stark davon aus, er hat sich einige Inspirationen für DSA da geholt. Bestes Beispiel ist imho die Gleichsetzung von Rassen und Klassen in DSA1.
Ansonsten denke ich, die Leute waren damals lockerer. Wozu Regeln für Reiten, Schwimmen, Orientierung in der Wüste, etc.? Das kann man alles ausdiskutieren. Aber Kampfregeln waren wichtig, um ein Gleichgewicht zwischen SCs und Gegnern zu wahren. Deshalb wirken die alten Systeme eventuell sehr kampflastig.
Spielen kann man alt wie neu so oder so.
Und Gary Gygax hat in den USA ja jeden mit Klagen überzogen, der am D&D Futternapf mitnaschen wollte. Wohl auch ein Grund für die Dominanz.
Meine eigene Erfahrung mit Midgard war damals so: ich wollte es in meinem Freundeskreis etablieren, aber meine RPG Freunde konnten mit dem tödlichen Kampfsystem nichts anfangen. Tatsächlich haben sie das System dann derart umgebaut, um die Lebenspunkte AD&D-ähnlich ins unendliche steigern zu können. Ich hab das aber nie mitgespielt.
Wir sind am ende auch bei AD&D gelandet.
Es war also auch in unserer Runde (erst DSA, dann AD&D) eigentlich immer der Fokus auf Charaktermacht und -ausrüstung verbessern, idealerweise durch Monster killen, Schätze raffen.