Autor Thema: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?  (Gelesen 15704 mal)

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Offline gunware

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #350 am: 11.04.2026 | 19:52 »
Die Währung ist Vertrauen, welches er dann auch verspielen kann.
Und das unterscheidet sich nicht, egal ob die Regel komplex oder einfach sind.
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Offline Gorilla

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #351 am: 11.04.2026 | 19:57 »
Und da muss er um über die Regeln weg zu kommen entsprechend exotische Setzungen vornehmen. Und irgendwann wird das unglaubwürdig. Oder es kommt zum "Hosen runter" und er hat überhaupt keine Erklärung für seien Entscheidung außer "will ich so".
Die entsprechende Spielleiterauthorität soclhe Sachen setzen zu dürfen fällt auch nicht vom Himmel, sondern muss bezahlt werden. Die Währung ist Vertrauen, welches er dann auch verspielen kann.
Warum? Woher sollte das Problem kommen? Egal ob DnD oder Klone, der SL wählt regelkonform die Monster anhand der vom Regelwerk vorgegebenen Empfehlungen aus. Das ist Teil des Regelwerkes.
Es gibt keine Währung, sondern die Rolle der Spielleitung sieht das so vor und das ist im Regelwerk so gesetzt.

Offline Maarzan

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #352 am: 11.04.2026 | 20:05 »
Und das unterscheidet sich nicht, egal ob die Regel komplex oder einfach sind.

Doch, mit komplexeren regeln ist der teil, der vorher als Eckpunkte feststeht größer und damit die Punkte, auf welche sich der Spieler typischerweise verlassen kann. Und "untypisch" in entsprechender und nicht erklärbarer Häufung führt dann zu Vertrauensverlust.

Warum? Woher sollte das Problem kommen? Egal ob DnD oder Klone, der SL wählt regelkonform die Monster anhand der vom Regelwerk vorgegebenen Empfehlungen aus. Das ist Teil des Regelwerkes.
Es gibt keine Währung, sondern die Rolle der Spielleitung sieht das so vor und das ist im Regelwerk so gesetzt.

Einmal: "regelkonform", je mehr verbindliche Regeln dafür, desto eingeschränkter.
Und die Rolle der Spielleitung gibt ihm nicht freie Hand, sondern limitiert diese genau durch eben Regeln und den erklärten Spielstil. Darüber hinaus hat er einen gewissen Spielraum, der aber im Sinne dieser Regeln und des Spielstils zu nutzen ist und zwar so lange, wie die Spieler glauben, daß er diese Macht "verfassungsgemäß"  einsetzt. Je öfter das in Zweifel zu ziehen ist oder er gar bei Verstößen erwischt wird, desto schneller sinkt dieses Vertrauen.
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Offline Tudor the Traveller

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #353 am: 11.04.2026 | 20:06 »
Das kam auch schon häufiger.
Aber die SL hat unzählige Möglichkeiten, das Ergebnis des Kampfes völlig frei zu beeinflussen, ohne, dass sie auch nur ein einziges Mal von den bestehenden Regeln abweichen muss.
Alleine schon dadurch, dass sie die Szene selbst gestaltet. Dann dadurch, dass sie die Spielfiguren steuert und sie mehr oder weniger optimal handeln lassen kann. Dann dadurch, dass sie oft in einem gewissen Rahmen Regelvorgaben macht (wie z.B. Mindestwürfe). Usw. usw.
All das liegt (i.d.R. und in traditionellen RPG) völlig außerhalb des Entscheidungsrahmen der Spielenden.

*seufz* ja. Aber wo ist da die Illusion? Sobald die Dinge im Spiel sind, unterliegen sie den Regeln. Wenn z B. die SL einer Level 1 Gruppe ein Monster für Level 20 SC entgegensetzt, ist das unfair, aber keine Illusion. Wenn sie die Rahmenbedingungen zu Gunsten oder Ungunsten der Gruppe dreht, und dies die Regeln nicht verletzt, macht die SL einfach ihren Job. Das schließt ja nicht aus, dass sie hn schlecht macht. Aber das ist doch keine Illusion.
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Offline gunware

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #354 am: 11.04.2026 | 20:22 »
Und "untypisch" in entsprechender und nicht erklärbarer Häufung führt dann zu Vertrauensverlust.
Ich sehe keinen Unterschied zum erzählerischem System. Da könnte man die "untypischen" eigentlich noch schneller entdecken, bei dem gamistischen dann eher die "unerklärberen" Punkte schneller aufdecken.
Bei beiden kann es zu Vertrauensverlust kommen.
Aber das ist nicht das Thema, deshalb nicht so wichtig in diesem Faden.
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Online Galatea

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #355 am: 11.04.2026 | 21:24 »
Warum? Woher sollte das Problem kommen? Egal ob DnD oder Klone, der SL wählt regelkonform die Monster anhand der vom Regelwerk vorgegebenen Empfehlungen aus. Das ist Teil des Regelwerkes.
Es gibt keine Währung, sondern die Rolle der Spielleitung sieht das so vor und das ist im Regelwerk so gesetzt.
Wofür brauchen wir dann überhaupt noch die SL, wenn alles schon vorgefertigt und gesetzt ist?
Würfeln wir doch einfach den Plot gleich mit aus. Proceedural Generation ftw.

Ganz abgesehen davon, dass es gerade bei D&D auch Monster gibt, die generell oder bei Fehlen bestimmter Charakterklassen gegen eine Gruppe für ihr CR geradezu lächerlich effektiv sind. Wenn man als SL bei D&D seine Gruppe auf Teufel komm raus regelkonform wipen will, dann schafft man das in der Regel auch irgendwie.
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Offline Gorilla

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #356 am: 11.04.2026 | 23:19 »
Wofür brauchen wir dann überhaupt noch die SL, wenn alles schon vorgefertigt und gesetzt ist?
Würfeln wir doch einfach den Plot gleich mit aus. Proceedural Generation ftw.
Ich sagte doch ausdrücklich, dass die SL die Monster a) auswählt und b) spielt. Das erklärt doch deren Funktion.

Zitat
Ganz abgesehen davon, dass es gerade bei D&D auch Monster gibt, die generell oder bei Fehlen bestimmter Charakterklassen gegen eine Gruppe für ihr CR geradezu lächerlich effektiv sind. Wenn man als SL bei D&D seine Gruppe auf Teufel komm raus regelkonform wipen will, dann schafft man das in der Regel auch irgendwie.
Genau das ist ja mein Argument.
Damit bestätigst du ja genau, was ich weiter oben beschrieb: Hohe Regeldichte simuliert bestenfalls mehr "Sicherheit" für die Spieler. Es entscheidet immer noch hauptsächlich die SL darüber, ob der Kampf gewonnen oder verloren wird.

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #357 am: 11.04.2026 | 23:30 »
Damit bestätigst du ja genau, was ich weiter oben beschrieb: Hohe Regeldichte simuliert bestenfalls mehr "Sicherheit" für die Spieler. Es entscheidet immer noch hauptsächlich die SL darüber, ob der Kampf gewonnen oder verloren wird.
Okay, dann sind wir uns da einig.  :d

Natürlich kann es mit Würfelglück/-pech auch sehr in beide Richtungen daneben gehen, aber auch da gilt dann wieder, als böswillige SL muss man nur einmal Glück haben. Und man hat praktisch beliebig viele Versuche...
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Offline gunware

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #358 am: 11.04.2026 | 23:30 »
Ganz abgesehen davon, dass es gerade bei D&D auch Monster gibt, die generell oder bei Fehlen bestimmter Charakterklassen gegen eine Gruppe für ihr CR geradezu lächerlich effektiv sind. Wenn man als SL bei D&D seine Gruppe auf Teufel komm raus regelkonform wipen will, dann schafft man das in der Regel auch irgendwie.
Ich weigere mich zu glauben, dass es deswegen komplizierte Kämpfe gibt. Das ist doch unabhängig davon, ob wir jetzt komplexere oder einfachere Regeln benutzen. Ob ein SL seine Gruppe killen will, wird von der Regelkleinteiligkeit meiner Meinung nach gar nicht beeinflusst.
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Offline Tudor the Traveller

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #359 am: 11.04.2026 | 23:34 »
Es entscheidet immer noch hauptsächlich die SL darüber, ob der Kampf gewonnen oder verloren wird.

Wenn das so passiert, dann macht die SL ihren Job nicht richtig. Und es würde im Spiel sehr schnell offensichtlich, ob die Rahmenbedingungen fair sind / waren. SL, die da nicht vernünftig abliefern, sitzen dann schnell alleine da.
Und in dem Moment, wo die Bedingungen für die Gruppe passen, hängt es dann effektiv an der Gruppe und eben nur soweit an der SL, wie sie taktisch vermag.
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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #360 am: 12.04.2026 | 09:55 »
Ich sagte doch ausdrücklich, dass die SL die Monster a) auswählt und b) spielt. Das erklärt doch deren Funktion.
Genau das ist ja mein Argument.
Damit bestätigst du ja genau, was ich weiter oben beschrieb: Hohe Regeldichte simuliert bestenfalls mehr "Sicherheit" für die Spieler. Es entscheidet immer noch hauptsächlich die SL darüber, ob der Kampf gewonnen oder verloren wird.

Extrembeispiel zur Verdeutlichung: Wenn der SL übertragen erzählt erzählt "Lauft in diesen übel aussehenden Dungeon weil draußen versammeln sich 5 hungrig aussehende Tarasken", dann werden die Spieler schon meutern mit dem Hinweis daß es nur eine einzige gibt. In einem Systeme, wo weniger festgelegt wäre, haben sie diese Möglichkeit nicht.
Ähnliches gilt für diverse andere Situatuionen, welche vielleicht nicht so eindeutig sind, sich dann aber über die Anzahl der Ereignisse dann kumulieren.
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Offline gunware

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #361 am: 12.04.2026 | 10:28 »
In einem Systeme, wo weniger festgelegt wäre, haben sie diese Möglichkeit nicht.
Sorry, ich habe jetzt nicht verstanden, was du meinst. In welchen Systemen ist mehr und in welchen weniger festgelegt. Und was soll das vorteilhaftere sein?
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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #362 am: 12.04.2026 | 12:54 »
Extrembeispiel zur Verdeutlichung: Wenn der SL übertragen erzählt erzählt "Lauft in diesen übel aussehenden Dungeon weil draußen versammeln sich 5 hungrig aussehende Tarasken", dann werden die Spieler schon meutern mit dem Hinweis daß es nur eine einzige gibt. In einem Systeme, wo weniger festgelegt wäre, haben sie diese Möglichkeit nicht.
Ähnliches gilt für diverse andere Situatuionen, welche vielleicht nicht so eindeutig sind, sich dann aber über die Anzahl der Ereignisse dann kumulieren.
Das hat jetzt aber auch nur rudimentär was mit Regeldichte zu tun.
Ich kann ja auch kein Herr der Ringe Erzählrollenspiel mit Null Regeln spielen und sagen "Oh schaut mal, da laufen 5 Balrogs aus den Toren von Moria!".
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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #363 am: 12.04.2026 | 15:09 »
Extrembeispiel zur Verdeutlichung: Wenn der SL übertragen erzählt erzählt "Lauft in diesen übel aussehenden Dungeon weil draußen versammeln sich 5 hungrig aussehende Tarasken", dann werden die Spieler schon meutern mit dem Hinweis daß es nur eine einzige gibt. In einem Systeme, wo weniger festgelegt wäre, haben sie diese Möglichkeit nicht.
Ähnliches gilt für diverse andere Situatuionen, welche vielleicht nicht so eindeutig sind, sich dann aber über die Anzahl der Ereignisse dann kumulieren.

Das es nur einen geben soll ist aber das Setting und nicht das System.
Wenn die Spieler Ultra-Mächtig 5000 sind, ist evtl. sinnvoll sie gegen 5 Kämpfen zu lassen.
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Offline Maarzan

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #364 am: 12.04.2026 | 15:35 »
Das hat jetzt aber auch nur rudimentär was mit Regeldichte zu tun.
Ich kann ja auch kein Herr der Ringe Erzählrollenspiel mit Null Regeln spielen und sagen "Oh schaut mal, da laufen 5 Balrogs aus den Toren von Moria!".

Je mehr geregelt ist, desto weniger Zusatzarbeit aber auch Freiraum für den Spielleiter und desto mehr Elemente, auf die sich die Spieler weitgehend verlassen können.

Das es nur einen geben soll ist aber das Setting und nicht das System.
Wenn die Spieler Ultra-Mächtig 5000 sind, ist evtl. sinnvoll sie gegen 5 Kämpfen zu lassen.

Was "sinnvoll" ist, hängt vom versprochenen Spielstil ab.
Aber wenn es nur Tarasque gibt, dann muss der SL sich halt etwas anderes ausdenken.
Für andere Regeln würde dasselbe gelten, nur halt nicht ganz so offensichtlich wie in meinem Beispiel.

Der Spielleiter kann eben nicht beliebig frei alles setzen, um irgendwie seinen Willen an den Regeln vorbei durchzusetzen.
Und je mehr regeln, desto enger die Leitplanken bzw. umso höher (und damit auffälliger) muss er springen um so eine Leitplanke ggf doch noch einmal zu übergehen.

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Offline Sphinx

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #365 am: 12.04.2026 | 21:18 »
Je mehr geregelt ist, desto weniger Zusatzarbeit aber auch Freiraum für den Spielleiter und desto mehr Elemente, auf die sich die Spieler weitgehend verlassen können.

Uhhh, da würde ich widersprechen. Wie viel Zeit bei mir schon drauf gegangen ist, weil ich etwas Regelkonform umsetzen wollte. Und das ist, zumindest für mich, kein Spaßiges basteln. Da wäre es viel einfacher gewesen es zu Handwedeln.

Zitat
Was "sinnvoll" ist, hängt vom versprochenen Spielstil ab.
Aber wenn es nur Tarasque gibt, dann muss der SL sich halt etwas anderes ausdenken.
Für andere Regeln würde dasselbe gelten, nur halt nicht ganz so offensichtlich wie in meinem Beispiel.

Der Spielleiter kann eben nicht beliebig frei alles setzen, um irgendwie seinen Willen an den Regeln vorbei durchzusetzen.
Und je mehr regeln, desto enger die Leitplanken bzw. umso höher (und damit auffälliger) muss er springen um so eine Leitplanke ggf doch noch einmal zu übergehen.

Das hört sich für mich allerdings schon Scher nach DM vs Spieler an. Runden die ich erlebt habe, wo das Vertrauen nicht da war, haben es für gewöhnlich nicht lange gemacht. Wenn man da also ein Regelwerk als Schutzwall braucht....ne da läuft was schief.
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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #366 am: 12.04.2026 | 21:34 »
Laut D&D Lexikon ist es nicht mal sicher, ob es nur einen Tarrasque gibt - das könnte auch ein normales Individuum einer ganzen Spezies aus einer andere Ebene sein. Wenn man bedenkt wie bekloppt abgehoben D&D durchaus sein kann, wäre da ein Planeshift-Ereignis/planares Crossover, das zum auftauchen mehrerer Tarrasquen führt, absolut denkbar, immerhin haben es die Elfen sogar geschafft ein Stück ihrer Paradiesdimension ins Diesseits zu zerren.
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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #367 am: 12.04.2026 | 21:53 »
Laut D&D Lexikon ist es nicht mal sicher, ob es nur einen Tarrasque gibt - das könnte auch ein normales Individuum einer ganzen Spezies aus einer andere Ebene sein. Wenn man bedenkt wie bekloppt abgehoben D&D durchaus sein kann, wäre da ein Planeshift-Ereignis/planares Crossover, das zum auftauchen mehrerer Tarrasquen führt, absolut denkbar, immerhin haben es die Elfen sogar geschafft ein Stück ihrer Paradiesdimension ins Diesseits zu zerren.

Gibt's tatsächlich schon. ;D

Offline Gorilla

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #368 am: 13.04.2026 | 00:36 »
Wenn das so passiert, dann macht die SL ihren Job nicht richtig. Und es würde im Spiel sehr schnell offensichtlich, ob die Rahmenbedingungen fair sind / waren. SL, die da nicht vernünftig abliefern, sitzen dann schnell alleine da.
Und in dem Moment, wo die Bedingungen für die Gruppe passen, hängt es dann effektiv an der Gruppe und eben nur soweit an der SL, wie sie taktisch vermag.
An dieser Aussage ist einfach Alles falsch:
Ich hatte seit Ewigkeiten (wahrscheinlich Jahrzehnten) keinen einzigen Kampf als SL mehr ausgespielt, dessen Ergebnis ich nicht vorher kannte (oder zumindest wusste ich in jedem Fall vorher, ob die SC gewinnen oder verlieren). "Fairness" hat für die Spielenden kein einziges Mal eine Rolle gespielt. Und ich sitze nicht alleine da sondern leite immer noch fröhlich weiter.
Insofern sind deine  Aussagen inhaltlich komplett substanzlos.

Offline Tudor the Traveller

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #369 am: 13.04.2026 | 07:23 »
An dieser Aussage ist einfach Alles falsch:
Ich hatte seit Ewigkeiten (wahrscheinlich Jahrzehnten) keinen einzigen Kampf als SL mehr ausgespielt, dessen Ergebnis ich nicht vorher kannte (oder zumindest wusste ich in jedem Fall vorher, ob die SC gewinnen oder verlieren). "Fairness" hat für die Spielenden kein einziges Mal eine Rolle gespielt. Und ich sitze nicht alleine da sondern leite immer noch fröhlich weiter.
Insofern sind deine  Aussagen inhaltlich komplett substanzlos.

Das glaube ich nicht. Ihr werdet wohl kaum eine vorher bereits feststehende Handlung "abgespielt" haben. Dann erlaube mir die Frage: WAS war spielerischer Inhalt dieser Kämpfe und WAS war das jeweilige Ziel der SC?
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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #370 am: 13.04.2026 | 09:26 »
Uhhh, da würde ich widersprechen. Wie viel Zeit bei mir schon drauf gegangen ist, weil ich etwas Regelkonform umsetzen wollte. Und das ist, zumindest für mich, kein Spaßiges basteln. Da wäre es viel einfacher gewesen es zu Handwedeln.

Das hört sich für mich allerdings schon Scher nach DM vs Spieler an. Runden die ich erlebt habe, wo das Vertrauen nicht da war, haben es für gewöhnlich nicht lange gemacht. Wenn man da also ein Regelwerk als Schutzwall braucht....ne da läuft was schief.

Wenn keiner die Regel kennt, kann das auch als "ruling" angesagt werden. Da keiner es besser weiß, ist auch nicht zu erwarten, daß da groß Widerspruch kommt. Wenn es aber Widerspruch kommt, dann gelten eben die Regeln.
Wer das dauerhaft nicht hinbekommt, spielt eben das falsche System.

Und natürlich ist dieser Teilaspekt von Regeln eine Frage von Vertrauen. Weil es zu viele Spielleiter gibt, welche lieber etwas anderes spielen würden als ihre Gruppe und dann ihre Vormachtstellung benutzen, um das in ihre Richtung heimlich zu biegen. 
Die Beiträge, wie man die Tarasquen doch noch rechtfertigen könnte zeigen ja beispielhaft was für Klimmzüge da zur Not bemüht werden.

An dieser Aussage ist einfach Alles falsch:
Ich hatte seit Ewigkeiten (wahrscheinlich Jahrzehnten) keinen einzigen Kampf als SL mehr ausgespielt, dessen Ergebnis ich nicht vorher kannte (oder zumindest wusste ich in jedem Fall vorher, ob die SC gewinnen oder verlieren). "Fairness" hat für die Spielenden kein einziges Mal eine Rolle gespielt. Und ich sitze nicht alleine da sondern leite immer noch fröhlich weiter.
Insofern sind deine  Aussagen inhaltlich komplett substanzlos.

Einmal ist dein Bezug falsch: Es geht bei Regeln nicht nur um die Frage wer gewinnt z.B.  binär am Ende sondern auch einen Haufen Details zwischendrin.
Und wenn alle am Tisch demselben Stil anhängen (oder einer seinen Stil dominant durchgesetzt hat, ein Grund warum einige gerne mit "offenen" Anfängern spielen) gibt es natürlich keine Probleme. Die treten auf, wenn am Spieltisch unterschiedliche Stilpräferenzen aufeinander treffen.
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Offline Tudor the Traveller

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #371 am: 13.04.2026 | 11:00 »
Das glaube ich nicht. Ihr werdet wohl kaum eine vorher bereits feststehende Handlung "abgespielt" haben. Dann erlaube mir die Frage: WAS war spielerischer Inhalt dieser Kämpfe und WAS war das jeweilige Ziel der SC?

Einmal ist dein Bezug falsch: Es geht bei Regeln nicht nur um die Frage wer gewinnt z.B.  binär am Ende sondern auch einen Haufen Details zwischendrin.
Und wenn alle am Tisch demselben Stil anhängen (oder einer seinen Stil dominant durchgesetzt hat, ein Grund warum einige gerne mit "offenen" Anfängern spielen) gibt es natürlich keine Probleme. Die treten auf, wenn am Spieltisch unterschiedliche Stilpräferenzen aufeinander treffen.

Wir müssen jetzt schauen, dass wir uns nicht in Bezügen verheddern. Meine Aussage bezieht sich ganz konkret auf diese:

Es entscheidet immer noch hauptsächlich die SL darüber, ob der Kampf gewonnen oder verloren wird.

Und ich sage, dass die SL ihren Job schlecht macht, wenn das so ist.

Darauf hatte Gorilla dann geantwortet, dass er damit als SL durchaus erfolgreich agiert.

Für mich stellt sich die Frage: meinen wir das Gleiche, wenn wir über Kämpfe und Fairness sprechen? Und was heißt hier gewonnen oder verloren, wo es in RPG keine definierten Bedingungen für Sieg oder Niederlage gibt?

Eine erste Näherung könnte sein: ein Kampf ist gewonnen, wenn die SC die resultierende Situation kontrollieren.

Ich postuliere auch, dass dieser Ausgang sozusagen der Default ist, damit das Spiel für die Spielys weitergehen kann.

Denkbar ist aber z B. auch eine Gefangennahme. Das Spiel geht dann zwar weiter, aber die SC habrn keine Kontrolle mehr, das wäre dann eine Niederlage.

Ein TPK wird auch häufig eine Niederlage sein, aber nicht zwingend, z.B. falls die SC auch im Tod noch agieren können.

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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #372 am: 14.04.2026 | 08:49 »
Zum Thema Regelumfang einmal allgemein:

Regeln - bestehend aus Regelwerksregeln plus Hausregeln - sind vorweggenommene Kommunikation und Absprachenvorlage.

Durch sie kann man mit bisher fremden Leuten spielen, ohne alles von 0 auf neu aushandeln zu müssen.
Sie erlauben es auch mit Leuten zu spielen, welche einen etwas anderen Spielstil pflegen als man selbst und so Kompromisse zu finden und zu fixieren. Da Kompromisse immer auch Phasen beinhaltet, wo es nicht nach eigener Nase geht, machen erst solche Absprachen den Kompromiss belastbar, da dadurch der Betreffende davon ausgehen kann, dass seine relevanten Szenen dann nicht "Neu ausgehandelt" werden, wen die dann mal dran sein sollten.

Mehr Regeln sind also an sich immer gut, verbessern sie doch die gemeinsame Grundlage zum Spielen, kommen aber auch mit dem Preis höherer Vorarbeit. Dazu kommt natürlich noch die Möglichkeit, daß die Regeln an sich für den Spielstil, den sie unterstützen sollen nichts taugen, aber daß muss man mit der Möglichkeit vergleichen, was mäßig talentierter neuer Spielleiter verzapfen würde.
Und selbst mäßig schlechte Regeln haben immer noch den Vorteil der Transparenz, daß jeder am Spieltisch weiß (oder wissen könnte) wie eine Situation verregelt wäre und sich entsprechend darauf einstellen.

Transparenz und Verlässlichkeit erlauben es dem Spieler Handlungsoptionen seiner Figur eigenständig abzuschätzen ohne für jede mögliche Alternative beim Spielleiter nachfragen zu müssen.

In manchen Spielstilen liegt außerdem zumindest ein Teil des Spielspaßes für die Betreffenden auch gerade darin die Wechselwirkung und das Eigenverhalten von Spielregeln auszutesten, Spielwelt zu modellieren und dann zu testen.

Welche Gründe gibt es also gegen umfangreiche Regeln?

Man kann die Arbeit nicht - Dann muss man wohl tatsächlich ein weniger komplexes Spielsystem wählen, einfacherer Konzepte wählen oder sich helfen lassen. Oder man muss akzeptieren, daß derjenige, der die Regeln kennt, typischerweise recht hat, wenn es zu entsprechenden Ereignissen im eigenen Lückenbereich kommt.

Man will die Arbeit nicht - Der Aufwand für die Vorarbeit kann immens sein. Dann macht es wiederum Sinn ein weniger komplexes Spielsystem zu wählen oder auf Lücke zu spielen, ähnlich zu man kann nicht oben.
Wenn die Spieldauer kurz genug ist oder eh nicht geplant ist so tief in Details einzusteigen, dann macht es ggf keinen Sinn ein entsprechend umfangreiches Spielsystem zu wählen. Aber dann muss einem eben auch klar sein, was man da dann ggf an Details und damit Optionen verliert.

Das "ein weniger komplexes System zu wählen"  ist dann aber eine Entscheidung jedes Einzelnen einer potentiellen Gruppe.
Wenn die anderen das dann aber nicht wollen - Pech gehabt, es gibt kein Anrecht von anderen bespaßt zu werden.

Man will die damit verbundenen Kompromisse nicht - Hier kommen wir zu der Ablehnung von Absprachen an sich. Der Spieler will schlicht und einfach sich von Absprachen und den Belangen anderer Mitspieler frei machen und seinen Spielstil bzw. seinen Spaß jederzeit priorisieren können, ohne dabei ggf durch dem widersprechende Regeln eingeschränkt zu werden oder dann schummeln "zu müssen" und dabei dann zu riskieren erwischt zu werden.
So kann er als Spielleiter in allen ungeregelten Belangen das dann notwendige Improvisationsrecht in Anspruch nehmen und den Spielstil in seine Richtung biegen oder als Spieler durch "spontane Verhandlung" das Spiel solange zum stoppen bringen, bis er seinen Willen bekommen hat oder ein Abbruch droht.

Zu langsam etc. ist im übrigen kein Grund, da im Konsens jederzeit vom formellen Procedere abgewichen werden kann und auf eine spontane (und im Konsens dann ja typischerweise auch sehr schnell gefundene) Entscheidung zurückgefallen werden kann.

« Letzte Änderung: 14.04.2026 | 08:55 von Maarzan »
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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #373 am: 14.04.2026 | 09:51 »
... im Konsens ...

Diggie, Du bist seit 22 Jahren im :T: angemeldet und schreibst von "Konsens"?  ~;D  In einer 16-Seiten-Diskussion? Du brauchst eindeutig nen starken Kaffee  :d
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Re: Warum überhaupt so komplizierte Kämpfe?
« Antwort #374 am: 14.04.2026 | 09:59 »
...
Und ich sage, dass die SL ihren Job schlecht macht, wenn das so ist.
...

Ich drehe die Frage mal um, wenns gestattet ist.
Meinst Du, dass eine SL bei der Vorbereitung der nächsten Session nicht antizipiert, was oder wen sie der Gruppe als Gegner vorsetzen kann?
Und ihre Gruppe nicht so gut kennt, dass sie ungefähr erahnen kann, wie auf diese spezielle Herausforderung reagiert wird?
Und grob anpeilt, dass es für die Begegnung immer auch einen möglichen Rückzug geben kann?
Oder im Falle CaW einer kämpferischen Auseinandersetzung "mit alles und scharf" diese möglicherweise taktisch etwas abmildert (taktisch != Würfeldrehen) um die Chancen für die Spielenden zu erhöhen?
Oder im Falle von CaS sogar nur zugeschnittene Herausforderungen, die Ressourcen XY kosten, vorbereitet?
Oder zum Spaß aller am Tisch die Illusion einer Herausforderung wortreich und spannend erzählt, aber eigentlich regelseitig wenig Gefahr bietet?

Ich würde Gorillas Aussagen nicht so pauschal widersprechen, weil ich mehr Punkte für seine Gedanken sehe, als gegen Selbige ...
ina killatēšu bašma kabis šumšu Tišpak
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"Consider the seed of your generation. You were not born to live like animals, but to pursue virtue and possess knowledge"