Autor Thema: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI  (Gelesen 8296 mal)

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Offline gilborn

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #125 am: 12.07.2026 | 19:50 »
Ich arbeite z.B. viel mit Fotos, die ich von GPT in Illustrationen umwandeln lasse. Fotos sind von mir, Minis und Szenerien damit auch - was ist das nun?
Für mich: KI.
Ohne Wertung ob das gut oder schlecht ist.

Du hast quasi das Model (Fotos, Miniszenerien) gestellt, das dann der Maler (KI) auf die Leinwand (Die Illustration) gebracht hat.

Online Maarzan

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #126 am: 12.07.2026 | 20:00 »
Für mich: KI.
Ohne Wertung ob das gut oder schlecht ist.

Du hast quasi das Model (Fotos, Miniszenerien) gestellt, das dann der Maler (KI) auf die Leinwand (Die Illustration) gebracht hat.

Wann werden dann Fotos an sich "KI", wenn entsprechend Filter etc drüber geschickt werden? Und die Software in den Kameras geht ja auch immer mehr Richtung KI.

So langsam müßte man dann denke ich generell drüber reden, was denn nun der relevante (und schützenswerte) künstlerische Input des Menschen sein soll und was dann wegen technischer Unterstützung nicht oder auch nicht mehr als "Werk" gelten soll? Vielleicht bekommen die Portraitmaler ja nachträglich doch noch recht.
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Offline gunware

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #127 am: 12.07.2026 | 20:08 »
Ich arbeite z.B. viel mit Fotos, die ich von GPT in Illustrationen umwandeln lasse. Fotos sind von mir, Minis und Szenerien damit auch - was ist das nun?
Für mich: KI.
Jetzt einfach nur neugierige Frage von der Seitenlinie. Wenn die STL Dateien von einer KI wären, die Minis dann mit 3D-Drucker ausgedruckt wurden, die Szenarien danach von Raven Nash aufgebaut und die Fotos  von ihm ohne weitere Bearbeitung geschossen wurden. Wäre es jetzt KI oder nicht?
(Ich will den Thread nicht sprengen oder entführen, aber diese Frage ist mir beim Lesen im Kopf aufgetaucht und ich kann es für mich nicht einordnen, deshalb frage ich.)
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Offline sma

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #128 am: 12.07.2026 | 20:51 »
Die "nutzt das jetzt bereits KI"-Frage ist IMHO müßig und geht an dem Grund der Frage vorbei. Dieser ist IMHO (jedenfalls bei mir), dass man gerne wertschätzen möchte, dass ein Mitmensch da viel Arbeit investiert hat, sowohl beim Schaffensprozess als auch durch den jahrelangen Aufbau von Erfahrung dafür. Ob da jetzt wer ohne eigene Gedanken ganz klassisch copy&paste macht oder einen Prompt für ein LLM geschrieben hat, ist dabei doch egal.

Kannst du vielleicht hinkend mit dem "proof of work" Prinzip von Bitcoins vergleichen, die auch nur dadurch einen Wert haben, dass es (für Maschinen) schwer war (also teuer und langwierig), sie zu erschaffen.

Ansonsten: Zukünftig müssten alle Filmproduktionen, die das neue von Corridor erfundene LLM-basierte Keying einsetzen, um so endlose Stunden der Frame-für-Frame Nachbearbeitung zu umgehen, das KI-Label tragen müssen. Da findet man aber denke ich schnell den Konsens, dass dies eine Arbeit wäre, die nichts mit der Wertschätzung zu tun haben und es daher OK ist.

Online Maarzan

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #129 am: 12.07.2026 | 21:00 »
Der Brückenschlag zurück zum Rollenspiel wäre dann ja, was macht eine Regelwerk, Settingband oder ein Abenteuer für den Kunden (oder verschiedene Arten Kunden?)  "wertvoll" und welche Rolle kann oder ggf auch  abgeschätzt wird KI beim Bedienen dieser ggf uneinheitlichen Bedürfnisse dabei spielen und was bleibt die Rolle des Menschen dabei ?



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Offline gilborn

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #130 am: 12.07.2026 | 21:10 »
Wann werden dann Fotos an sich "KI", wenn entsprechend Filter etc drüber geschickt werden? Und die Software in den Kameras geht ja auch immer mehr Richtung KI.
Gute Frage, wo man die Grenze zieht, das könnte ich nicht eindeutig bestimmen.
Irgendwo ist sie jedenfalls.

Meine Aussage vorhin war generell eher eine spontane Gefühlsäußerung, denn reflektierte Meinung - also bitte nicht auf die Goldwaage legen.

Jetzt einfach nur neugierige Frage von der Seitenlinie. Wenn die STL Dateien von einer KI wären, die Minis dann mit 3D-Drucker ausgedruckt wurden, die Szenarien danach von Raven Nash aufgebaut und die Fotos  von ihm ohne weitere Bearbeitung geschossen wurden. Wäre es jetzt KI oder nicht?
(Ich will den Thread nicht sprengen oder entführen, aber diese Frage ist mir beim Lesen im Kopf aufgetaucht und ich kann es für mich nicht einordnen, deshalb frage ich.)
Gutes Beispiel  :d
Wenn ich anhand dessen weiter überlege, komme ich zu dem Schluss, dass es nicht eindeutig ist und man es Trennen muss.

Das gilt auch für das Beispiel oben bei Raven Nash.
Da habe ich außer Acht gelassen, dass er ja künstlerische Schöpfung in Bildkomposition & Arrangement gelegt hat.

Ich hoffe das genügt soweit, ich wollte mich hier nicht groß in eine Diskussion verstricken...
Insofer gerne
 :btt:

Offline Doc-Byte

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #131 am: 12.07.2026 | 23:19 »
Ich finde ja schon das "Human Made" Siegel bei DTRPG lächerlich.

Es ist halt - vor allem andersrum - null hilfreich, wenn der Anbieter dann nicht selbst näher ausführt, was genau denn an seinem Produkt AI ist, ausgenommen für alle, die KI Technik generell in jeder Form ablehnen. Entweder wird zukünftig viel schöngeredet werden (ach, so ein KI Filter zählt ja wohl nicht...) oder es wird mittelfristig fast überall ein "enthält KI" dran stehen. - So wie manche YouTuber grundsätzlich überall einen "Achtung Werbung" Banner einblenden, egal ob sie dafür bezahlt wurden oder nicht.

Offline Raven Nash

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #132 am: Gestern um 07:40 »
Für mich: KI.
Ohne Wertung ob das gut oder schlecht ist.

Du hast quasi das Model (Fotos, Miniszenerien) gestellt, das dann der Maler (KI) auf die Leinwand (Die Illustration) gebracht hat.
Tja, das stimmt aber nicht so wirklich. Denn die Illustration/das Bild an sich ist ja schon das Foto. Was die KI macht ist das, was man in Affinity/Photoshop via Filter, Masken, usw. genauso hinbekommen würde - nur eben mit deutlich mehr Aufwand und Zeit. Ich lege dann selbst noch einen Treshhold-Layer mit Gauß-Filter rein, z.B.

Die gesamte Arbeit am "geistig originären Werk" trage also ich, GPT übernimmt die Aufgabe einer PS-Stapelverarbeitung.

Zitat
Da habe ich außer Acht gelassen, dass er ja künstlerische Schöpfung in Bildkomposition & Arrangement gelegt hat.
Genau.
Und darin liegt eben die Schwierigkeit mit irgendwelchen Labels. Denn jeder muss faktisch entscheiden, was er selbst als "KI" definiert - und damit ist der Wert gleich Null.

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Online AndreJarosch

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #133 am: Gestern um 08:22 »
Ich fände es okay, wenn ein Künstler sich selbst "bestiehlt".

Wenn ich zeichnen könnte, dann könnte ich eine KI z.B. mit nur meinen eigenen Zeichnungen füttern und dann die KI per Prompts neue Bilder in meinem eigenen Stil erstellen lassen. Da ich nur meine eigenen Werke als Grundlage verwende und die KI Bilder in meinem eigenen Stil kreieren lasse bestehle ich nur mein eigenes kreatives Eigentum. Das würde jede Menge Zeit und Arbeit ersparen und gleichzeitig keine Rechte Dritter verletzen.

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #134 am: Gestern um 08:52 »
Ich fände es okay, wenn ein Künstler sich selbst "bestiehlt".

Wenn ich zeichnen könnte, dann könnte ich eine KI z.B. mit nur meinen eigenen Zeichnungen füttern und dann die KI per Prompts neue Bilder in meinem eigenen Stil erstellen lassen. Da ich nur meine eigenen Werke als Grundlage verwende und die KI Bilder in meinem eigenen Stil kreieren lasse bestehle ich nur mein eigenes kreatives Eigentum. Das würde jede Menge Zeit und Arbeit ersparen und gleichzeitig keine Rechte Dritter verletzen.

Das "Bestehlen" wird ja in der KI-Diskussion mehrheitlich nicht an dem aufgehangen, was vorher unter Plagiat lief, sondern daß dem Tool mit anderen Bildern das Malen beigebracht worden ist. (Und du hättest ja auch danach streng genommen jeden "bestohlen", dessen Bild du je gesehen hast auf deinem Lernweg zum Malen können, zu deinem Glück bist du ein Mensch)
In dem Sinne wärst du dann wohl immer noch "schuldig" und es würde denke ich erwartet, daß du für diese Arbeiten einen Künstler anstellst, der dann nach deinen Vorgaben und Vorlagen dann die Illus anzufertigen hätte, quasi du stellst deine bisherigen Bilder bzw. deren Stil als Vorlagenmuster/ "Lizenz" zur Verfügung und er macht dann das "Werkzeug".

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #135 am: Gestern um 09:06 »
Als Künstler müsste ich einen Künstler anstellen, damit er Bilder in meinem Stil anfertigt damit Internet-Anti-KIler mich nicht anklagen? Soviel Absurdität am frühen Morgen ist fein. ;D
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Offline Raven Nash

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #136 am: Gestern um 09:08 »
Ich fände es okay, wenn ein Künstler sich selbst "bestiehlt".
Das geht aber gar nicht. Denn der "Künstler" lebt nicht in einem Vakuum. Sein "eigener Stil" entwickelt sich im Kontext und der Auseinandersetzung mit denen anderer Künstler.

Lustigerweise kann man auch mit AI einen eigenen Stil entwickeln. Indem man Ergebnisse so lange verfeinert, bis man einen Prompt hat, der stabile Ergebnisse liefert. Das kann man auch über Referenzen tun - ob das dann "Diebstahl" ist, ist wieder eine Streitfrage. Dann wären aber auch all die Illustratoren Diebe, die sich z.B. an Larry Elmore orientiert haben.

IMHO liegt die Problematik darin, dass die "KI-Feinde" sich auf Nutzer einschießen, die gar nicht so tief in die Materie eintauchen wollen. Differenzieren ist ja heutzutage eher unbeliebt. Ich denke aber, dass die Ergebnisse von Leuten, die wirklich mit LLMs und AI arbeiten, nicht von anderen digitalen Methoden zu unterscheiden sind - und auch nicht weniger aufwändig.
« Letzte Änderung: Gestern um 09:09 von Raven Nash »
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Offline Wyndor

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #137 am: Gestern um 09:23 »
Ganz unabhängig von den moralischen, juristischen und gesellschaftlichen Implikationen, die das Training der Sprach-, Bild-, Video- und Text-KIs hat: es gibt in meiner Wahrnehmung nur einen echten Trend und Druck nach "mehr davon".

Als Hauptproblem wurde durch Trumps Fable 5 Aktion erkannt, dass Europa aktuell keine konkurrenzfähigen Produkte hat. Die Existenzgrundlage von Künstlern oder Programmierern spielt in diesem Trend überhaupt keine Rolle. Ich sehe keinen Ansatz mit langfristigen Erfolgsaussichten, der diese ganze Entwicklung irgendwie "fair" gestalten wird. Das Thema um Trainingsdaten ist doch durch.

Offline gilborn

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #138 am: Gestern um 09:24 »
Tja, das stimmt aber nicht so wirklich. [...]
Zustimmung.
Bin hier bereits drauf gekommen:
Wenn ich anhand dessen weiter überlege, komme ich zu dem Schluss, dass es nicht eindeutig ist und man es Trennen muss.

Das gilt auch für das Beispiel oben bei Raven Nash.
Da habe ich außer Acht gelassen, dass er ja künstlerische Schöpfung in Bildkomposition & Arrangement gelegt hat.

Offline Smoothie

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #139 am: Gestern um 09:38 »
Ganz unabhängig von den moralischen, juristischen und gesellschaftlichen Implikationen, die das Training der Sprach-, Bild-, Video- und Text-KIs hat: es gibt in meiner Wahrnehmung nur einen echten Trend und Druck nach "mehr davon".

Als Hauptproblem wurde durch Trumps Fable 5 Aktion erkannt, dass Europa aktuell keine konkurrenzfähigen Produkte hat. Die Existenzgrundlage von Künstlern oder Programmierern spielt in diesem Trend überhaupt keine Rolle. Ich sehe keinen Ansatz mit langfristigen Erfolgsaussichten, der diese ganze Entwicklung irgendwie "fair" gestalten wird. Das Thema um Trainingsdaten ist doch durch.

den Trend sehe ich in der Rollenspielszene eigentlich nicht. Fast alle relevanten deutschen Verlage, die bekanntesten Streamer*innen und die meisten Autor*innen nehmen eigentlich Abstand davon (zumindest vom immer mehr). Und in meinem Umfeld auch die meisten Leute auf der Konsumseite.
Solange da jetzt nicht neues Zeug auftaucht, dass so viel besser und oder billiger ist, so dass es die alten verdrängen würde, sehe ich den Trend nicht. Und ich hab da bislang absolut nix spannendes relevant KI generiertes Rollenspielprodukt gesehen, dass mich da in Versuchung führen würde. Ihr?
Inzwischen bin ich geneigt zu glauben, dass an der DnD Satanic Panic in den 80ern was dran war. Allein, es waren nicht die Inhalte. Es waren die Regeln, die aus der Hölle kommen...

Online Maarzan

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #140 am: Gestern um 09:42 »
... Ich denke aber, dass die Ergebnisse von Leuten, die wirklich mit LLMs und AI arbeiten, nicht von anderen digitalen Methoden zu unterscheiden sind - und auch nicht weniger aufwändig.

Im Kernbereich der Spielerstellung gilt das denke ich auch - zumindest wenn da jemand nicht nur "graue KI-Pampe" haben will sondern tatsächlich wenigstens so etwas wie einen "Heartbreaker" produzieren will - denn da gehört halt eine Idee oder ein grundlegender Änderungswunsch gegenüber bestehenden Systemen zu, die nicht mal mit einer Hausregel zu regeln sind und damit auch einer KI ohne Anleitung so nicht von selbst einfallen. Da ist dann KI denke ich tatsächlich nur unterstützendes Werkzeug und die Kernaufgabe erfordert immer noch viel und besser auch qualifizierte Fertigkeit/Arbeit.

Im Illustrationsbereich gilt das denke ich nicht. Die dazu notwendigen Fertigkeiten haben effektiv nichts mit dem zu tun, was man aus dem üblichen Kontakt mit Rollenspielen hätte lernen können sondern dienen eher der oberflächlichen Aufmerksamkeitserzeugung als dem Spielinhalt (kann in Einzelfällen auch anders sein, aber meinem Gefühl nach ließen sich wenigstens 90% der Bilder für ein ähnlich thematisiertes anderes Rollenspiel auch tauschen. )
Und das sind dann aus Sicht eines potentiellen Rollenspielentwicklers ganz andere Welten.

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Offline unicum

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #141 am: Gestern um 09:52 »
Eigentlich ist KI doch ein Anarchistisches Modell (das Kapitalisten verwenden um Kohle damit zu machen): Alles ist Frei und jeder hat auf alles zugriff. Ich will nicht wissen wie viele Systeme "Annas Archive" als Trainingsdaten genommen haben (mindestens 1) oder Deviatart (da ich das Logo von denen auch schon erahnen konnte sag ich auch hier: mindestnes 1) für "unsere" Fantasyillustrationen. Und zumindest hinter Annas Archive stehen Anarchisten, also derart: Urheberrecht - scheiß drauf! Befreit die Daten! Erinnert ihr euch noch an diese Raubkopietauschbörsen stichwort: Kim Dotcom, ähnliches Thema - die lösung waren Streamingdienste - Kippt gerade wieder, die Börsen sollen wieder im kommen sein weil die Streamer eben zu kapitalistch (aka zu teuer) werden.

Und ich hab da bislang absolut nix spannendes relevant KI generiertes Rollenspielprodukt gesehen, dass mich da in Versuchung führen würde. Ihr?

Ist mal so die Frage: Wieviel KI Generiertes Produkt auf dem Markt hast du überhaupt angeschaut? Also ich für mich, anseitz von KI Illustriert: 1. Da sagt der Naturwissenschaflter in mir: die Stichprobe ist zu klein.

Da ich auch sonst nicht von vielem "Menschlich" gernerierten Rollenspielprodukten in versuchung geführt werde (will sagen ich hab auch da schon gehörig viel Zeug gesehen das schlecht war), aber das mit KI durchaus beobachte muss ich sagen wenn es in der Geschwindigkeit besser wird wie bisher (was ich mir nicht ganz vorstellen kann da die Trainingsdaten ggf anfangen sich im Kreis zu drehen) würde ich da sagen - ich will nicht meine Hand ins Feuer legen wollen was da irgendwann noch kommen wird.

Ich hab am Wochenende eine KI nach 10 Abenteuervorschlägen gefragt, davon hat mich einer wirklich positiv überrascht 5 waren einfach Käse.

Aber da sind wir ja auch in einem Bereich der in der Rollenspielbranche so ziemlich nichts ist von dem man leben könnte. Mit "Abenteuer schreiben" wirst nicht reich (du wirst auch mit Regelbücher schreiben nicht reich es sei denn vieleicht der Verlag gehört dir). Da sehe ich - neben der Illustration - durchaus das zweite Einfallstor.

Offline Raven Nash

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #142 am: Gestern um 10:01 »
aber meinem Gefühl nach ließen sich wenigstens 90% der Bilder für ein ähnlich thematisiertes anderes Rollenspiel auch tauschen.
Du begehst den Fehler, Rollenspielentwickler und Illustratoren hier gleichzustellen. Jetzt hast du aber bei der Entwicklung eines RPG-Produktes eigentlich immer mehrere Rollen zu besetzen. Autor, Illustrator, Redakteur, Layouter, etc.
Im Hobbybereich wird da viel zusammengezogen. Man ist Autor, Redakteur und Layouter in Personalunion, z.B. Gerade in letzterem Bereich hat die Zugänglichkeit der Tools zu einer deutlichen Verbesserung geführt.

Der Illustrationsbereich blieb aber ein Problem. Nicht jeder kann zeichnen/malen, noch weniger können es gut.

Und jetzt kommt mit KI/LLM ein neues Tool, das hier neue Möglichkeiten eröffnet. Aber wie auch beim Layout nützt auch das beste Tool nichts, wenn man damit nicht umgehen kann.
Klar, KI-Slop en masse kann jeder. Einen durchgängigen Stil zu entwickeln, das Thema wirklich illustrierende Bilder erzeugen - das ist die "Kunst". Und das schaffen selbst im professionellen Bereich nicht so viele, auch mit menschlichen Illustratoren.

Ich betone hier das Wort "Illustration", denn wir reden hier nich von Gemälden für eine Gallerie. Wir reden hier von Bildern, die Texte aufwerten und visuell greifbar machen sollen.
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Offline Wyndor

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #143 am: Gestern um 10:07 »
den Trend sehe ich in der Rollenspielszene eigentlich nicht. Fast alle relevanten deutschen Verlage, die bekanntesten Streamer*innen und die meisten Autor*innen nehmen eigentlich Abstand davon (zumindest vom immer mehr). Und in meinem Umfeld auch die meisten Leute auf der Konsumseite.
Solange da jetzt nicht neues Zeug auftaucht, dass so viel besser und oder billiger ist, so dass es die alten verdrängen würde, sehe ich den Trend nicht. Und ich hab da bislang absolut nix spannendes relevant KI generiertes Rollenspielprodukt gesehen, dass mich da in Versuchung führen würde. Ihr?

Mein Geschwurbel bezog sich nur auf die Diskussion darum, ob ein Training von Modellen ohne Zustimmung der ursprünglichen Urheber eine Rolle spielen wird. Ich denke nein.

Was in der Nische der Rollenspiele passiert ist eine andere Frage. Hier gehe ich davon aus, dass sich in der nächsten Zeit KI Modelle in unterstützende Arbeitsprozesse einschleifen werden, sei es bei den Künstlern , den Musikern, den Redakteuren, den Layoutern etc., aber der Kern der Arbeit wird meiner Sicht weiter geprägt sein durch die menschliche Kreativität.

Beispiele: Übersetzungen bei Ulisses, Rollenspielmusik von Ralf Kurtsiefer, redaktionelle Richtlinien bei deutschen Rollenspielverlagen: Nutzung von KI bei der Erstellung OK, so lange man am Ende erkennt, dass es maßgeblich von einem Menschen geschaffen wurde.


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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #144 am: Gestern um 10:13 »
Du begehst den Fehler, Rollenspielentwickler und Illustratoren hier gleichzustellen. Jetzt hast du aber bei der Entwicklung eines RPG-Produktes eigentlich immer mehrere Rollen zu besetzen. Autor, Illustrator, Redakteur, Layouter, etc.
Im Hobbybereich wird da viel zusammengezogen. Man ist Autor, Redakteur und Layouter in Personalunion, z.B. Gerade in letzterem Bereich hat die Zugänglichkeit der Tools zu einer deutlichen Verbesserung geführt.

Der Illustrationsbereich blieb aber ein Problem. Nicht jeder kann zeichnen/malen, noch weniger können es gut.

Und jetzt kommt mit KI/LLM ein neues Tool, das hier neue Möglichkeiten eröffnet. Aber wie auch beim Layout nützt auch das beste Tool nichts, wenn man damit nicht umgehen kann.
Klar, KI-Slop en masse kann jeder. Einen durchgängigen Stil zu entwickeln, das Thema wirklich illustrierende Bilder erzeugen - das ist die "Kunst". Und das schaffen selbst im professionellen Bereich nicht so viele, auch mit menschlichen Illustratoren.

Ich betone hier das Wort "Illustration", denn wir reden hier nich von Gemälden für eine Gallerie. Wir reden hier von Bildern, die Texte aufwerten und visuell greifbar machen sollen.

Da habe ich mich dann wohl unglücklich ausgedrückt. genau auf diesen Unterschied wollte ich hinaus - Ok abzüglich dem neuen Hinweis auf die Rolle  "Artdirektor", der dann aus Einzelbildern (oder deren gezielte Bestellung) tatsächlich einen Eindruck aus einem Guss erzeugt. Aber da sehe ich - wie du ja auch erwähnst -auch bei vielen "natürlichen" Werken mir zweifelhaft erscheinendes. Da hat der Kleinautor denke ich im Schnitt auch nicht so viel - und dann auch allgemein auffälligen - Rückstand auf die Untergrenze des bisher akzeptablen.


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Offline Holothuroid

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #145 am: Gestern um 10:56 »
Das geht aber gar nicht. Denn der "Künstler" lebt nicht in einem Vakuum. Sein "eigener Stil" entwickelt sich im Kontext und der Auseinandersetzung mit denen anderer Künstler.

Absolut. Allerdings ist die Frage wohl weniger das Selbstverständnis, sondern rechtliche Konsequenzen. Es gibt bereits erste Urteile, die KI-generierten Inhalten die Schöpfungshöhe absprechen. Das ist dann also kein Produkt, an dem man Urheberrecht haben kann. Wenn sich diese Einschätzung durchsetzt, könnte man also KI-generierte Inhalte beliebig weiterverbreiten. Mag OK sein, aber vielleicht will man nicht, dass das Cover für das eigene Rollenspiel fremd verwertet wird.
Let's Go To Magic School - Wenn man einen Zauberschulroman liest (und davon gibt's viele), lernt man mit den Charakteren über die Welt und die Magie. In diesem PbtA-Spiel, spielt ihr um herauszufinden, wie es mit Welt und Magie steht.

Offline Raven Nash

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #146 am: Gestern um 11:46 »
Mag OK sein, aber vielleicht will man nicht, dass das Cover für das eigene Rollenspiel fremd verwertet wird.
Ich bin mir nicht sicher, inwiefern gerade bei einem Cover das so einfach ist. Normalerweise ist da ja nicht nur ein Bild drauf, sondern auch Text.
D.h. das Bild an sich muss erstmal irgendwo verfügbar sein, damit es verwertet werden kann. Oder man muss Text/Logos entfernen.
Ist natürlich möglich, macht aber wirtschaftlich wenig Sinn, wenn man eben KI hat.

Auch bei Innen-Ilus stelle ich mir den Mehraufwand als deutlich zu hoch vor.
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Online Maarzan

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #147 am: Gestern um 11:52 »
Dem Video nach geht es dabei nur um KI-Kopien, sprich den im Ergebnis nahezu änderungsfreien Nachbau von Vorlagen. Also eigentlich etwas, wo auch bei manueller Arbeit zumindest Plagiatsgedanken aufkommen.
Zu KI als Werkzeug bei Erweiterungen ist da meiner Wahrnehmung nach gar nichts gesagt worden und das dürfte doch eher der praktische Knackpunkt sein.
Es wurde hingegen ausdrücklich gesagt, daß sich das Gericht auch KI-Werke mit so einer Schöpfungshöhe vorstellen kann.
Wenn, reden wir also nicht von Ki oder nicht, sondern wo man diese Schöpfungshöhe ansetzen möchte.

Wenn jemand ein D&D5 Spielerhandbuch nimmt und der KI sagt, formulier das alles mit eigenen Worten und Bildern noch einmal um, dürfte der Missbrauchsgedanke naheliegend sein - genauso wenn das einMensch so gemacht hätte. Ist das der typische Fall und damit der mit der denke ich praktischen Relevanz? -Nein.

Ich denke der Normalfall ist ja, daß jemand sich von etwas hat "inspirieren" lassen (immer als Mensch) aber da ausreichend "verbesserungspotential" gesehen hat, daß er sagt das kann nciht mehr geflickt werden, da muss etwas Neues her - und entsprechend massive Änderungen vorsieht, egal ob die dann (typischerweise iterativ) mit KI oder von Hand ausgeführt werden. Es kommt dann halt nur inzwischen auf eine händische Version 50 Ki-unterstützte Versionen (wobei davon vermutlich eh 40 die relevanten Kernelemente dann doch noch per Hand geschrieben haben werden und dann per KI ergänzt) . 


Wobei ich da beim Hundefoto schon überrascht bin - daß sieht für mich so sehr nach demselben Hund aus ohne erkennbare relevante Abänderungen, daß ich das für eine Kopie gehalten hätte udn mehr Urheberschutz erwartet hätte.

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Offline unicum

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #148 am: Gestern um 14:35 »
Ich finde ja schon das "Human Made" Siegel bei DTRPG lächerlich.

Wenn ich das Hart definiert sehe kann ich bei mir zuhause in meinem Smarthome gar kein Content für Drive herstellen der dieses Label haben darf. Da ich eh meinestes nur nachts abrbeite wenn die KI die Beleuchtung schon angemacht hat, arbeite ich ja wohl mit KI an, was immer ich gerade arbeite.

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Re: Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
« Antwort #149 am: Gestern um 14:44 »
Ich glaube, mal ganz vorsichtig formuliert, dass es eher um direkte Einflüsse auf den kreativen Prozess geht und nicht darum, ob Alexa dir auf Kommando das Licht anmacht. Manmanman.
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