Man muss dazu halt verinnerlichen, dass - jedenfalls bei Splittermond - das Ticksystem nicht nur die Initiative, sondern auch eine räumliche Darstellung (Battlemap) ersetzt. Ich persönlich habe damit so meine Probleme; jdf in Fantasy bevorzuge ich es deutlich, wenn ich weiß wo alle sind, wo ich hinmuss, wer im Bereich des Feuerballs steht und so weiter.
Das mag für die meisten Runden gelten, zwingend oder auch nur so gedacht ist das aber nicht.
Der zumindest uhrwerkmäßig verflossene Quendan etwa hat als SL virtuos sowohl Tickleiste als auch Battlemap zum Einsatz gebracht. Damit das rund läuft, muss aber neben dem SL zumindest ein Teil der Spieler auf Zack sein und die Verwaltung am Tisch mit stemmen - sicher nicht für jede Runde geeignet.
Das hört sich jetzt sehr mächtig, flexibel und plausibel an
Plausibel ist es schon in dem Moment nicht mehr, wo man feststellt, dass etwa ein Splittermond keine Geschwindigkeiten beackert, sondern Wartezeiten - siehe Feuersängers Beitrag: da ist die nominell langsamere Waffe in der erstmaligen Anwendung genau so schnell, nur kommt sie danach nicht so schnell wieder zum Einsatz.
Da kann man nun den nächsten Schritt gehen und sowohl Handlungsbeginn als auch Wirkungseintritt nachhalten oder man stellt darauf um, die konkret stattfindenden Handlungen mit der Initiative zu verknüpfen (am Bekanntesten wohl mit verschiedenen Phasen innerhalb einer Runde). Das liefert mit deutlich weniger Aufwand unterm Strich die gleichen Vorteile wie ein Tick-System.
Und was im Rollenspiel zählt, ist meiner Meinung nach, was sich für die Mitspielenden stimmig anfühlt, und was sich stimmig anfühlt, haben die Mitspielenden eben aus filmischen Darstellungen von Kämpfen, nicht aus eigener Kampferfahrung 
Reicht es, wenn ich
TV Tropes schreibe?

Falls nicht:
Erstens und ganz grundsätzlich gibt es so grundverschiedene filmische Darstellungen, dass zumindest ein allgemeiner Verweis darauf ins Leere geht.
Und zweitens hat gerade der Mainstream an filmischer Darstellung seine deutlichen Macken und Eigenheiten, die schon einem passiven Rezipienten negativ auffallen - und das wird um so deutlicher, wenn diese oft nicht sonderlich kohärente Darstellung dann die Grundlage für ein Spiel liefert, in dem man aktiv und zielgerichtet agieren soll. Das knirscht an allen Ecken und Enden, wenn man nicht gerade NHKS oder Feng Shui spielt.