Ich finde übersichtlich-lange Fertigkeitenlisten gut. Und auch die Trennung von Attributen (Talente, Grundlagen, Stärken --> "Wer bin ich?") und Fertigkeiten (Erlerntes, Kompetenzen --> "Was kann ich?") finde ich sehr plausibel. Ich spiele bevorzugt Systeme, die eine entsprechende Regeltiefe/Komplexität mitbringen und sich dennoch flott am Tisch abhandeln lassen.
Ja, Attribute als "genetische" Grundlagen finde ich auch nicht die richtige Definition. Eher als Grundlagen, egal, woher sie kommen. (Und je nach Spielsystem auch ganz unterschiedlich handhabbar.) Bei sowas wie körperlicher Stärke (Mensch vs. Riese) ist es sehr klar, dass das nicht wirklich in einem Fertigkeitssystem abbildbar ist - weil es keine Fertigkeit ist. Bei anderen Attributen mag das etwas obskurer sein, aber auch das typische Charisma ist für mich etwas anderes als recht einfach trainierbare Rhetorik beispielsweise.
Ob die altehrwürdige D&D-Einteilung die allerbeste ist, mag man bzweifeln, aber der grundsätzliche Zweiklang aus Attributen/Fertigkeiten hat sich meines Erachtens bewährt und ist deswegen auch so oft anzutreffen. Egal, ob man nun eher grob vorgeht (in Stufen von 1 bis 4), sehr feinstrukturiert (wie DSA mit Fertigkeitswerten bis 18 oder mehr) oder irgendwie seltsam (D&D5, das eigentlich nur 6 Stufen, -1 bis +5, hat ^^).