"Abgefeiert zu ablehnen" ist jetzt nicht die richtige Beschreibung, eher zunehmend entfremdet/genervt.
D&D: Ist für Fantasyabenteuer im einstelligen Levelbereich ganz lustig, auch die Monsterkampagne (D&D3.5, Startlevel 9, alle Charaktere waren Kreaturen aus dem Monsterkompendium mit normalen Klassen) in der wir übermächtige Gegner mit zunehmend schwachsinnigen Synergiekombos aus Zaubern und den ganzen Kreaturenfähigkeiten übers Ohr gehauen haben, war sehr amüsant.
Aber selbst wenn man die Encounterregeln ignoriert, bei denen einem ständige dämliche Monster über den Weg rennen, mit denen man sich dann einen halben Abend lang Thunderdome-style prügeln muss, ist das System außerhalb zahlenmäßig SEHR beschränkter Kampfsituationen so unfassbar zäh, dass ich mir das einfach nicht mehr antun will.
Der endgültige Kippmoment war Starship Troopers D20 - wer auch immer auf die Idee kam, ein Spiel zu designen, bei dem Charaktere nach D&D-Regeln gegen Hordengegner kämpfen, die individuell alle ein gutes Stück über der Toughness eines Ogers liegen (Warrior Bug: 35HP, AC18, DR4, Schaden des Standardgewehrs 2D8), der gehört wirklich mit dem Grundregelwerk verprügelt.
Mitterweile nervt mich (gerade bei längeren Kampagnen) auch das Klassensystem, die unberechenbaren kritischen Treffer bei denen eigentlich harmlose Monster plötzlich Charaktere aus den Socken blasen, die dämliche Unterteilung in Klassen- und Nichtklassenskills und die saublöden (teilweise Klassenpflicht-) '+X auf Skill Y' Feats, die einfach nur sinnloser Clutter sind, der einen davon abhält die wirklich coolen Sachen zu nehmen.
Für einen Meme-Oneshot mit irgendwas dummem wie Triple Paladin, Wizard-only oder Monsterrunde bin ich aber durchaus noch zu haben.
Außerdem alles was explodierende Würfel hat. Fand ich eine Zeitlang sehr lustig, wenn ein Charakter mit einem Kieselstein plötzlich den Schaden einer Belagerungswaffe macht, aber irgendwann wird es einfach nur dumm.