Autor Thema: Rollenspiele, die Ihr früher abgefeiert habt und heute ablehnt.  (Gelesen 5230 mal)

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Offline Grubentroll

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Zitat von: Wisdom-of-Wombats link=topic=132843.msg135342732#msg135342732
Fate

Ah, war bei mir eher eine kurze Liebe.
Las sich alles sehr toll, aber irgendwie hat das bei uns nie so richtig gezündet, weil alle anders sozialisiert waren was Regelmechanismen angeht.

Das Problem hab ich generell mit so eher erzählerischen Systemen die Story metaverregeln.
Klingt alles witzig, bis dann alle irgendwie doof am Tisch sitzen und nicht wissen was sie jetzt tun sollen und ob sie das dürfen.

Viele viele Menschen wollen halt einfach nur nen Wert wissen unter den sie würfeln müssen um dem Ork eine aufs Maul zu hauen. Und freuen sich wenn sie am Ende der Session den Wert erhöhen dürfen. Mehr ist es eigentlich gar nicht.

Offline SimonSavage

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Vampire: Ablehnen ist ein zu starkes Wort aber heute zieht es mich nicht mehr an. Als junge Leute haben wir es absolut gefeiert. Und endlos gespielt aber aus heutiger Sicht habe ich nicht mehr soviel Interesse an der düsteren Seelenqual, dem unverstanden sein und Raubtier in der Finsternis Romantik.
Ich hatte sehr viel Spass damit, doch die ganzen Intriegen hatten bei uns am Spieltisch irgendwann dazu geführt das sich niemand mehr untereinander vertraute…. Da war das geteieleter Blutsband System, unserer kleinen Sabbat Kampagne, fast schon eine Erleichterung😅
Heute habe ich einfach gerne
Heroische Fantasy mit aufrechten Figuren(mindestens Wolverin oder Gambit muss es sein)

Offline Antariuk

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Savage Worlds. Ablehnen ist vielleicht auch zu scharf formuliert an der Stelle, aber wenn ich es nie wieder spielen oder leiten würde, wäre das für mich kein Verlust. Wir hatten das mehrere Jahre lang im offiziellen ETU-Setting intensiv gespielt, dabei aber nach Verständigung Spezialmechaniken oft weggelassen und durch spontane Rulings ersetzt – speziell Verfolgungsjagden fanden wir ganz furchtbar, als wir das mal by the rules durchexerzierten. Beim Thema Horror/Terror fühlten sich die eskalierenden Auswirkungen von Begegnungen der dritten Art auch arg hakelig an. Verstärkt wird der Eindruck durch den an sich runden Grundmechanismus. Nur dass man da schnell merkt, wie unausgewogen die Attribute (Agility!) und Talente (Elan, anyone?) sind. Und Bennies nerven manchmal arg, weil der Mechanismus in manchen Settings wie mit der Faust reingeprügelt wirkt. Nicht dass alle Mechaniken diegetisch sein müssen, aber das war und ist für mich schwer verdaulich.
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Offline Tintenteufel

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Pathfinder 1e
War mir beim Umstieg auf D&D 5e schon viel zu komplex, träge und überladen.

D&D 5e
Es hat mit dem OGL-Debakel angefangen, aber im Vergleich zu den OSR/NSR-Systemen, die ich heute spiele, ist auch D&D 5e unnötig komplex, träge und überladen. Es ist mir schlichtweg nicht mehr leichtgängig und spannend genug.
Spiele/leite derzeit Cairn, Mausritter, und Mythic Bastionland.
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Offline WeepingElf

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Ich habe vor 40 Jahren mal mit OD&D angefangen, würde so was heute aber nicht mehr spielen wollen. Später fand ich Corssover-Welten wie Shadowrun, TORG oder Rifts cool, fand aber dafür keine Mitspieler, heute halte ich so was für Unfug, und das Regelwerk von Shadowrun ist mir zu kompliziert.
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Offline Sashael

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D&D 3 hat mich damals extrem begeistert, mir Fantasyrollenspiele wieder schmackhaft gemacht und am Schluss durch Bloat und Synergie-Mastery den ganzen Spaß wieder verleidet.

Bei Fate kann ich mich den Vorrednern nur anschließen. Nach zwei sehr intensiven Jahren mit mehreren Settings kam dann irgendwann für alle die Ernüchterung.
Und mir bleibt bis heute der Ausspruch eines Mitspielers im Kopf, als wir direkt im Anschluss Charaktere für Gammaslayers gemacht haben: "Hach, endlich mal wieder einfach irgendwo ein paar Zahlen eintragen!"

Savage Worlds hat mich auch erst hart in seinen Bann gezogen, bis sich dann im Laufe der Jahre herausstellte, wie crunchy (und teils clunky) das System ist und wie abhängig die Kompetenz der SC von der Systemmastery der Spieler ist.
"Ja natürlich ist das Realitätsflucht. Was soll daran schlecht sein? Haben Sie sich die Realität in letzter Zeit mal angesehen? Sie ist grauenhaft!"


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I got away with Murder!

Online Ainor

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3E war schon gut. Wir sind 2009 auf PF1 umgeschwenkt, dadurch hielt sich das mit dem Bloat in Grenzen. Aber mit der endlosen Reihe von Zusatzbüchern würde ich auch nicht spielen wollen. Was mich damals aber mehr gestört hat war der extrem schnelle Machtzuwachs.

Bei Shadowrun geht es mit wie vielen hier. Tolle Welt, aber mit den Regeln konnte ich mich nie anfreunden, und irgendwie wurden die von Edition zu Edition auch nicht wirklich besser.
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
Im Rollenspiel ist auch hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie zu unterscheiden.
Meine 5E Birthright Kampagne: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,122998.0.html

Offline Galatea

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"Abgefeiert zu ablehnen" ist jetzt nicht die richtige Beschreibung, eher zunehmend entfremdet/genervt.


D&D: Ist für Fantasyabenteuer im einstelligen Levelbereich ganz lustig, auch die Monsterkampagne (D&D3.5, Startlevel 9, alle Charaktere waren Kreaturen aus dem Monsterkompendium mit normalen Klassen) in der wir übermächtige Gegner mit zunehmend schwachsinnigen Synergiekombos aus Zaubern und den ganzen Kreaturenfähigkeiten übers Ohr gehauen haben, war sehr amüsant.
Aber selbst wenn man die Encounterregeln ignoriert, bei denen einem ständige dämliche Monster über den Weg rennen, mit denen man sich dann einen halben Abend lang Thunderdome-style prügeln muss, ist das System außerhalb zahlenmäßig SEHR beschränkter Kampfsituationen so unfassbar zäh, dass ich mir das einfach nicht mehr antun will.

Der endgültige Kippmoment war Starship Troopers D20 - wer auch immer auf die Idee kam, ein Spiel zu designen, bei dem Charaktere nach D&D-Regeln gegen Hordengegner kämpfen, die individuell alle ein gutes Stück über der Toughness eines Ogers liegen (Warrior Bug: 35HP, AC18, DR4, Schaden des Standardgewehrs 2D8), der gehört wirklich mit dem Grundregelwerk verprügelt.

Mitterweile nervt mich (gerade bei längeren Kampagnen) auch das Klassensystem, die unberechenbaren kritischen Treffer bei denen eigentlich harmlose Monster plötzlich Charaktere aus den Socken blasen, die dämliche Unterteilung in Klassen- und Nichtklassenskills und die saublöden (teilweise Klassenpflicht-) '+X auf Skill Y' Feats, die einfach nur sinnloser Clutter sind, der einen davon abhält die wirklich coolen Sachen zu nehmen.

Für einen Meme-Oneshot mit irgendwas dummem wie Triple Paladin, Wizard-only oder Monsterrunde bin ich aber durchaus noch zu haben.




Außerdem alles was explodierende Würfel hat. Fand ich eine Zeitlang sehr lustig, wenn ein Charakter mit einem Kieselstein plötzlich den Schaden einer Belagerungswaffe macht, aber irgendwann wird es einfach nur dumm.
We should respect all forms of consciousness. The body is just a vessel, a mere hull.

Offline JohnnyPeace

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Ablehnen tu ich kein einziges Spiel, das ich jemals gespielt habe. Und mir ist bisher überhaupt auch kein Rollenspiel untergekommen, was ich ablehnen würde. Es gibt Sachen, die mir nicht gefallen und dann spiel ichs halt nicht.

Wir haben früher DSA 2 und 3 gespielt. Mittlerweile gefallen mir die Regeln nicht mehr und wir spielen eben seit Jahren schon 4 und 5. Vampire haben wir mal ganz kurz in unserer Teenagerzeit gespielt, da gefällt mir heute die Idee dahinter nicht mehr.
VINSALT-KICKER-INTERACTIVE-LIGA-GEWINNER 2009/10, 2016/17, 2017/18 und 2022/23

Offline Feuersänger

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Mann, hier leiden aber viele unter D&D3-PTSD.  ;D
Naja, ich kann's ja nachvollziehen. Man muss das System bzw die Hausregeln schon ziemlich scharf kuratieren, wenn das nicht völlig aus dem Ruder laufen soll, außer man hat das seltene Glück, dass alle Mitspieler auf genau einer Welle schwimmen.

Hingegen mein Kandidat:

Savage Worlds
Ja, gab mal ne Zeit dass ich das abgefeiert hab. Es wirkte so flott und elegant, insbesondere wenn man von D20 oder Shadowrun 3 kam. Wir haben das insgesamt so etwa 1 Jahr lang gespielt, auch laufende Kampagnen von den o.g. Systemen "gesavaged", und am Anfang lief es auch ganz gut. Aber dann war halt irgendwann der Lack ab. Insbesondere weil sich gezeigt hat, wie absolut untauglich dieses völlig random Snakes-and-Ladders System tatsächlich für langlaufende Kampagnen ist.
Letzten Endes ist dies wirklich eins der relativ wenigen Systeme, die ich nicht mehr mit ner langen Stange anfassen würde. Habe auch schon Plätze in Runden ausgeschlagen, die mich vom Setting her total angemacht hätten, weil ich einfach wusste, dass ich in SaWo nur Frust damit hätte.
Der :T:-Sprachführer: Rollenspieler-Jargon

Zitat von: ErikErikson
Thor lootet nicht.

"I blame WotC for brainwashing us into thinking that +2 damage per attack is acceptable for a fighter, while wizards can get away with stopping time and gating in solars."

Kleine Rechtschreibhilfe: Galerie, Standard, tolerant, "seit bei Zeit", tot/Tod, Stegreif, Rückgrat, die Nutella

Offline Selis

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RuneQuest
im vgl. zu AD&D 1st fühlte es sich damals richtig gut und eingängig an.
Wie bei Cthulhu auch, diesem Prozentsystem kann ich nichts mehr abgewinnen.
D&D 3.0
eigentlich wie bei RQ auch, der Wechsel von AD&D zu 3.0 war richtig gut aber sowas meide ich heute, wie der Teufel das Weihwasser

Palladium
empfand es als das bessere D&D, zumindest bis 3.0 aber es gehört einfach in dieselbe Kategorie. Palladium Fantasy damit hab ich angefangen richtig zu leiten.

apropos Weihwasser Vampire usw.
ich kann nicht sagen, ob es am System liegt oder an der Spielerschaft. Gut, pauschal kann ich diese Einteilungen auf Häuser, Clans oder was auch immer, nichts mehr abgewinnen.

Iron Kingdoms
Setting interessant, System (d6), nicht mein Ding.

Vielleicht schließen sich demnächst die PTBA Spiele an:
Monsterhearts ob ich es ablehne, so streng genommen sicherlich nicht aber mir fehlt hier etwas, um mich dauerhaft bei der Stange zu halten. Wäre trotzdem bei der nächsten Runde dabei, also gehört es vermutlich hier nicht so hin aber der Hype ist weg.

---------
Alternity bin ich mir nicht sicher, das System fand ich schon immer sehr mau aber die Runde war legendär.
Power Gamer: NaN% | Butt-Kicker: 33% | Tactician: 33% | Specialist: 54% | Method Actor: 96% | Storyteller: 71% | Casual Gamer: NaN%

spiele: L5R, FFG Star Wars, 7te See, Monster of the Week, Monsterhearts, the Troubleshooters, Vaesen, the Between

SL Backlog: the Troubleshooters, 7te See

Offline Quaint

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D&D 5
Zunächst endlich wieder ein DnD was mir taugt. Ca 10 Kampagnen und Jahre später ist aber die Luft raus. Ich bin einfach müde. Immer die gleiche Kacke damit. Brauche mindestens ne längere Pause, weiß aber nicht, ob ich das überhaupt nochmal anfasse.
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Online bolverk

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Hingegen mein Kandidat:

Savage Worlds
Ja, gab mal ne Zeit dass ich das abgefeiert hab. Es wirkte so flott und elegant, insbesondere wenn man von D20 oder Shadowrun 3 kam. Wir haben das insgesamt so etwa 1 Jahr lang gespielt, auch laufende Kampagnen von den o.g. Systemen "gesavaged", und am Anfang lief es auch ganz gut. Aber dann war halt irgendwann der Lack ab. Insbesondere weil sich gezeigt hat, wie absolut untauglich dieses völlig random Snakes-and-Ladders System tatsächlich für langlaufende Kampagnen ist.
Letzten Endes ist dies wirklich eins der relativ wenigen Systeme, die ich nicht mehr mit ner langen Stange anfassen würde. Habe auch schon Plätze in Runden ausgeschlagen, die mich vom Setting her total angemacht hätten, weil ich einfach wusste, dass ich in SaWo nur Frust damit hätte.
Oh ja, mir ging es ganz genauso. Wir haben 2 bis 3 Jahre fast alles mit SW zu spielen versucht, letztlich hatten einige von uns (darunter ich) gründlich die Nase voll davon. Ich habe im letzten Jahr nochmal eine kurze Kampagne mit SW mitgespielt, hatte aber wirklich keine Freude mehr daran.
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Offline YY

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Wenn die Entwicklung über die Editionen hinweg mit reinspielen soll, ist es bei mir auch Shadowrun. SR1-3 kann ich mit moderaten Umbauten und ein paar eingeschlagenen Grenzpflöcken immer noch ganz gut spielen, aber ab 4 überwiegt für mich der neumodische Firlefanz ohne großen Mehrwert.

Ansonsten ist es auch bei mir Savage Worlds. Da war ich von Anfang an dabei und habe viele, viele eigene Konvertierungen gebastelt, bis irgendwann die Luft raus war und die paar Vorteile des Systems von den Macken überschattet wurden. Ab und zu noch eine Runde mitspielen ist ok, aber die nehme ich schon im Vorfeld auf mechanischer Ebene nicht ernst.
Theoretisch hätte sich hier auch noch eine negative Entwicklung über die Editionen gefunden, aber bevor das für mich richtig akut geworden wäre, war ich schon einige Jahre raus.


Eher schleichend abgelöst wurde bei mir in den letzten Jahren GURPS; für die allermeisten Zwecke reicht mir mittlerweile Traveller mit minimalen Anpassungen.

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Online Mr. Ohnesorge

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Ich reihe mich da ein: D&D3.x und Shadowrun 2 waren zwei Systeme, die ich viel und gerne gespielt habe, aber zu denen (RAW) für mich kein Weg mehr zurückführt.

Dieses, allerdings bei beiden nur die Systeme. Settings sind davon ausgenommen, insb. SR2050.
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https://negativeblack.itch.io/the-sunken-scriptorium-a-dungeoncrawl-for-shadowdark-rpg

Offline Outsider

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Ein bisschen relativiert weil ich nie "das" eine System abgefeiert habe aber ich würde heute nichts mehr länger spielen was Stufen und TP Berge hat.

Die Systeme sind meistens zu sehr auf pseudotaktische Kämpfe getrimmt als auf Rollenspiel und interessante Chars (nur die "Kampfwerte" machen einen Char in meinen Augen nicht interessant).
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Online Swanosaurus

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Ah, war bei mir eher eine kurze Liebe.


Bei mir auch Fate - habe es in der Theorie abgefeiert, in der Praxis habe ich es nie so hinbekommen, dass es sich nicht total mechanistisch und beliebig angefühlt hätte. Irgendwie war es immer Boni stacken und dann als Afterthought noch kurz sagen, wie das mit dem Aspekt zu tun hat. Hat ja eh immer gepasst, weil rule of cool ...
Ehemals Rumpel/Achamanian

Meine Veröffentlichungen:
Season of the Snail für Troika!: https://www.drivethrurpg.com/de/product/524068/season-of-the-snail
Lover's Gaze für Cloud Empress: https://www.drivethrurpg.com/de/product/515643/lover-s-gaze-for-cloud-empress
Hidden Depths für Ashen Stars: https://www.drivethrurpg.com/de/product/300541/hidden-depths

Offline Zed

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@bolverk @Feuersänger @Alle, die hier SW aufführen

Ich kenne Savage World nicht und kann mir nicht erschließen, was das long-term Problem bei SW ist.

Zitat
Insbesondere weil sich gezeigt hat, wie absolut untauglich dieses völlig random Snakes-and-Ladders System tatsächlich für langlaufende Kampagnen ist.

Kann jemand das erläutern?

Offline gunware

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Zum Glück habe ich keine Rollenspiele, die ich grundsätzlich ablehnen würde. Als Spieler habe ich von mir aus kein Spiel abbrechen wollen, da wurde immer so gespielt, wie die SL und die Gruppe Zeit hatte. Als SL habe ich im Grunde genommen (wenn es von vornherein nicht als Oneshot gedacht war - sehr sehr selten) nur lange Kampagnen gespielt.  Wenn es stufenlose Systeme waren, dann in Bereiche, von denen manche sagen würden, dass es nicht mehr spielbar ist. Bei Stufensystemen grundsätzlich von Stufe 1 bis zur Endstufe, die einzige Ausnahme war Old Slayerhand, da haben wir schon bei Stufe 7 aufgehört, damit wir was anderes spielen könnten. Es hat uns so nicht gepackt und die Ballance zwischen PC und NPC lief total auf der schiefen Ebene.  Aber auch da würde ich nicht sagen, dass ich das Spiel ablehnen würde - aber wahrscheinlich würde ich ein anderes nehmen, wenn es um eine Wahl gehen würde. Noch eins haben wir noch nicht von Stufe 1 bis zum Ende geschafft. Aber das nur deswegen, weil Schreckensgewölbe von PF2 nicht bis 20 geht, dafür geht Kingmaker bis Stufe 20 und da sind wir gerade dabei, dann sehe ich es zuversichtlich, dass hier die Tradition auch nicht gebrochen wird.
Ich bin der letzte Schrei der Evolution, als sie mich erschaffen hatte, schrie sie: "Oh Gott, was habe ich denn gemacht?!"

Offline Quaint

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Nunja, bei Savage Worlds würfeln Spielercharaktere normalerweise mit 2 Würfeln, dem Wild die, das ist üblicherweise ein d6, und einem Würfel der davon abhängt wie gut man in der Fertigkeit oder dem Attribut ist. Es wird aber nur ein Würfel gewertet. Man hat aber oft extreme Ergebnisse, da 1-1 (snake eyes) sowas wie ein Patzer ist und andererseits Würfel bei der maximalen Augenzahl "explodieren" also man kann sie nochmal würfeln und dazu addieren, auch mehrfach, auch beim Schaden.
Ich habe nicht soviel Savage Worlds gespielt, aber du hast halt gefühlt ständig Freakrolls. Und wenn du damit nen Boss zerlegst ist das vielleicht noch lustig, aber wenn dich ein kranker Goblin mit ner rostigen Gabel piekt und du in 1000 Teile zersplattert durch die Gegend fliegst ist das manchem evtl. etwas unpässlich für langfristiges Spiel.  ~;D
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Offline Antariuk

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EDIT: Quaint war schneller!

Kann jemand das erläutern?

Feuersänger meinte möglicherweise etwas anderes, aber ein statistisches Problem von SaWo ist, dass a) Würfe bei maximaler Augenzahl explodieren, du also nochmal würfeln darfst, und b) Attribute und Skills Würfelwerte von d4 bis d12 haben können. Dazu kommt ein "Wild Die", ein d6, den Charaktere bei allen Würfen noch parallel mitwürfeln (und der auch explodieren kann). Die Verteilung der verschiedenen Werte und Kombinationen, wann was am meisten erfolgversprechend ist – und damit auch, was man steigern sollte für höhere Erfolgschancen – ist, sagen wir mal, "nicht ganz gerade" >;D
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Offline Kaskantor

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@SW aber genau die Sachen gehören der Vergangenheit an, weil es genug Regeln gibt, um solche Desaster zu vermeiden und das sind keine Hausregeln, sondern stehen im aktuellen GRW.

Zum Thema: DnD. Ich kann die Firma im Hintergrund nicht mehr ab und es gibt da so einige Punkte, die mich insbesondere bei der 5e so dermaßen gestört haben, dass ich das Game nicht mehr mit der Kneifzange anfassen werde. Auch wenn ich das System nicht schlecht finde.
« Letzte Änderung: 20.04.2026 | 22:06 von Kaskantor »
"Da muss man realistisch sein..."


Offline WeepingElf

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Lange Zeit war GURPS für mich das ideale System, aber mittlerweile stoße ich mich an der restriktiven Lizenzpolitik von Steve Jackson Games (die zwar an sich nicht illegitim ist - das ist ein gutes Produkt, und der Herr Jackson hat das Recht damit Geld zu verdienen - aber eben die architektonische Offenheit des Systems durchkreuzt), und an dummen politischen Äußerungen, die aus dem Hause SJG kamen, und das ist der Grund, warum ich jetzt an was eigenem bastle.
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Offline Feuersänger

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Zitat
Ich kenne Savage World nicht und kann mir nicht erschließen, was das long-term Problem bei SW ist.

Oh je, das ist lange her, da gab es damals einige Diskussionen zu hier im Forum. ^^

Grob gesagt liegt das an einer systemimmanenten enormen Swinginess. SaWo arbeitet mit sehr wenigen Würfeln (2 für SC und wichtige NSC, 1 für Mooks) variabler Größe (d4 bis d12, der zweite Würfel ist immer ein d6), die aber dafür bei Maximalergebnis explodieren können, also man würfelt weiter und speziell bei Schaden addiert man die Ergebnisse bis kein Maximalwurf mehr da liegt. Und umgekehrt sind Snake Eyes (also Doppel-1) Patzer mit "Bad Things Happen". Und wie man sich nun leicht ausrechnen kann, passieren beide Arten von "Spezialergebnissen" ziemlich häufig, oft mit verheerenden Konsequenzen.
Um so ein inhärent dysfunktionales System irgendwie gängig zu machen, braucht es Schmierstoff; bei SaWo heisst dieser Schmierstoff "Bennies". Das sind Gummipunkte, mit denen man Patzer nachwürfeln darf und versuchen kann, genommenen Schaden zu reduzieren ("soaken"). Nicht gesoakter Schaden läutet eine Todesspirale ein. Wenn einem aber nun die Bennies ausgehen... tja. ¯\_(ツ)_/¯

Es spielen noch mehr Elemente mit rein, aber ich wollte es jetzt hier möglichst knapp halten.
Hier eine Anekdote, wie sowas sich dann in der Praxis auswirkt: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,2994.msg1965406.html#msg1965406
Der :T:-Sprachführer: Rollenspieler-Jargon

Zitat von: ErikErikson
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