Zweitens gibt es viele Beispiele, wo Ausrüstung eine Figur mit ausmacht. Ironman ist ohne seinen Anzug zwar ein brillianter Ingenieur, aber nicht Ironman. Oder Han Solo: der ist ohne den Millenium Falcon auch nur ein Typ mit ner Knarre und einem Alien als Kumpel.
In gewissem Rahmen richtig. Allerdings
ist Tony Stark eben auch der Typ, der die Iron-Man-Rüstung überhaupt erst entworfen und gebaut hat, und Han Solo bleibt Han Solo auch dann, wenn Lando Calrissian am Steuer des Falken sitzt, weil Han unten auf diesem komischen Waldmond beschäftigt ist.
Die Kopplung zumindest bestimmter Figuren an ihr ganz persönliches Zeug hat nichtsdestotrotz eine laaange Tradition und findet sich schon in Mythologie und Legende. Gilt so nicht für alle; Robin Hood mag Bogenschütze sein, hängt aber nicht an einem ganz
bestimmten Exemplar, Conan nimmt, was er gerade hat, und McGyver ist sowieso primär für seine Improvisation bekannt. Aber Thor ohne seinen Hammer, Elric ohne Sturmbringer, Captain America ohne seinen Schild? Die wären (und waren in der Praxis alle schon wenigstens kurzfristig) möglicherweise immer noch episch, aber eben nicht mehr ganz dieselben.
Was den Punkt "Tolles Zeug macht tolle Ergebnisse möglich" angeht...das mag oft genug in der Realität stimmen, aber in der
Fiktion dann wieder nicht. Meistens auf die eine oder andere Art nach dem Prinzip "Jaaah, wenn alle
gleich gut im Können wären, dann wären die Leute auf der Habenseite natürlich klar im Vorteil, aber upps, guckt mal, bei uns sind die Underdogs doch mal einfach viel fähiger...!".

(Was ja tatsächlich auf den Formel-1-Vergleich in etwa zutrifft. Die Fahrer sind alle schon in ihrer eigenen Eliteklasse und geben und nehmen sich nicht mehr unbedingt viel, also kommt es stärker auf den Wagen an. Aber setz mal einen Führerscheinfrischling in so einen Rennboliden und einen Rennprofi in ein normales Familienauto und schick sie beide auf die Rennstrecke, und dann sag mir, wer den Kurs überhaupt unfallfrei schafft, geschweige denn gewinnt...)