Autor Thema: [Jenseits der Kreise] Ein Fantasy-Rollenspiel auf 500 Seiten (frei zum Download)  (Gelesen 1977 mal)

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Offline MatthiasLöwenstein

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Hallo zusammen,
hoffe es geht euch gut!

Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen: ich heiße Matthias, bin freiberuflicher Grafikdesigner in der Musikbranche (habe Artworks u. a. für Bands wie A-ha, Caliban, Electric Callboy oder Schwarzer Engel gestaltet – schaut für mehr gern auf https://www.seasonzero.de vorbei). Rollenspielerisch sozialisiert bin ich in den 90ern mit DSA und viiieeel keltischer und nordischer Mythologie. Zur Schulzeit habe ich unter dem Namen „Alerionh" den Ultima-Online-Freeshard Siebenwind gegründet — den es bis heute gibt. Mythologie und Weltenbau liegt mir irgendwie im Blut :D

Vor zwei Jahren kam die Idee zu dem Projekt, das ich euch heute vorstellen möchte: Jenseits der Kreise.

Ich wollte immer ein Buch schreiben, und die Geschichte dafür begleitet mich seit meiner Jugend. Was ich aber nie war: Schriftsteller. Was ich aber kann: gestalten. Also wurde es kein Roman, sondern ein Pen-and-Paper-Rollenspielbuch — Weltgefüge, ein kleines Regelwerk und die Geschichte als große Kampagne: Und das Licht längst vergangener Tage.

Entstanden sind gut 500 bebilderte* Seiten, gedacht für eine erfahrene Spielleitung, die ein bis vier Spielende durch und in die Anderswelt führt — eine Welt inspiriert von keltischer Mythologie, Tolkien und allem, was ich mein Leben lang als Inspiration gesammelt habe. Dazu gestaltet habe ich Charakterbögen, NSC-Karten, Ortsbilder und Musikstücke. Im Grunde alles, was eine erfahrene Spielleitung nutzen kann, um ein immersives Erlebnis für die Runde am Tisch zu schaffen.

*Zur Transparenz, weil mir das wichtig ist: Die Bilder und Musik habe ich mit Hilfe von KI umgesetzt und in penibler Handarbeit nachbearbeitet — als Ein-Personen-Projekt ohne Budget war das für mich der Weg, der Welt trotzdem ein Gesicht zu geben. Mir ist bewusst, dass das unterschiedlich bewertet wird; ich beantworte dazu gern jede Frage.

Weil ein Buch wie dieses seinen Platz nur in einer kleinen Nische findet und es für mich ein Herzensprojekt ist, gibt es das Buch frei zum Download als PDF auf
WWW.JENSEITSDERKREISE.DE

Kein Shop, kein Crowdfunding, einfach ein Geschenk an alle, die Lust auf diese Art von Welt haben.
Über Rückmeldungen, Meinungen und wohlwollende Kritik würde ich mich sehr freuen!

Gute Reise allen, die sich auf den Weg Jenseits der Kreise machen :)
Matthias

APPENDIX: (aktualisiert am 16.06.2026)
· Auf http://www.beyondthecircles.de findet ihr den (Metal-)Soundtrack zum Buch. Viel Spass beim Reinhören!
· Hier https://www.jenseitsderkreise.de/jenseitsderkreise-buch-kampagneneinführung.pdf finden Spielleiterinnen und Spielleiter eine Einleitung in die Kampagne.
· Zum Buch gibt es weiteres Zusatzmaterial unter https://downloads.jenseitsderkreise.de (u.a. Charakterbögen, NPC-Karten, Musik).

PS: Anbei im Anhang (s.u.) ein paar Bilder für den ersten Eindruck.

« Letzte Änderung: 16.06.2026 | 17:38 von MatthiasLöwenstein »
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Offline Schleicher

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Hey Matthias,

nur  erster optischer Eindruck. Inhalt lese ich noch genauer.

Erstmal: Sieht wirklich stark aus. Viele Seiten für sich genommen richtig schön. Gestaltung kannst du.

Mein Hauptproblem: sehr viele Bilder. Für mich zu viele.

Teilweise eher wie schönes Moodboard: Atmosphäre passt, Weltgefühl passt, aber der konkrete Mehrwert/ Zusammenhang zum Text nur locker.

Als PDF scrolle ich zu viel. Im Druck blättern. Ausdrucken: nope!

Beispiel: gerüstete, grimmige Zwerge. Gefunden auf PDF-Seite 14, 16, 52, 65, 70, 123, 207, 248. Alle sehr ähnliches Motiv: Zwerg steht imposant da ohne Handlung / Szene in Pose.
Notwendig? Evtl. Einer für einen NSC, einer für Stimmung, fertig.

Ähnlich bei den Bildstilen: öfter Zeichnung/Kohleoptik und daneben selbes Motiv in "Foto". Für eins entscheiden reicht.

Ich würde vermutlich radikal kürzen: weniger kleinere Bilder, klarerer Stil, mehr Handlung statt „Figur steht imposant vor Kamera“.

Mein Eindruck:  Hälfte der Bilder => als Spielwerkzeug stärker.  Nebenbei fallen dann auch typische KI-Artefakte weniger auf. Ich hatte z. B. irgendwo eine Stadtzeichnung, bei der ein Hintergrunddetail erst wie Leiter, dann fast wie Turm wirkte.

Und persönlich: Siebenwind kenne ich von früher. Habe dort viel Zeit verbracht und irgendwann sogar mal an den Myten peinlich herumgebastelt. Gute Erinnerungen.

Offline Zed

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Ich schließe mich Schleichers optischem Ersteindruck vollumfänglich an.

Vielleicht komme ich in meinem Schwedenurlaub dazu, in den Regeltext zu schauen.

Offline Wahweijin

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Auch ich kann mich Schleichers Meinung nur anschließen.

Ich finde das Regelwerk sieht großartig aus (Gold-Verläufe sind ohnehin unterbewertet  ~;D)

ABER von den One-Page-Illustration würde ich mir auch weniger wünschen. In der verwendeten Anzahl wirken sie mir zu inflationär.

Das Regelwerk selbst scheint mit einem W20 Unterwürflungssystem recht schlicht, was ich durchaus mag.
Ich werde es mir bei Gelegenheit noch näher anschauen, aber als Frage vorab:
Ist das Würfelsystem auf "schnell und schlicht" ausgelegt, so dass die Erzählung im Fokus steht? Oder gibt es eine taktische Tiefe, die ich gerade übersehe?

Offline MatthiasLöwenstein

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Guten Abend zusammen,

wow, ich freu mich, dass ihr so schnell auf meinen Post geantwortet habt! Bisher kennt das Buch im Grunde nur eine handvoll Menschen und es ist spannend, von Außen Feedback zu bekommen. Dass ihr speziell die Gestaltung lobt, freut mich wirklich sehr! War mir ein Anliegen, ein sehr elegantes und erwachsenes Design umzusetzen und damit bewusst nicht in die klassische "Fantasy-D&D-Optik" zu gehen.

Zu eurem Input hinsichtlich der Fotos: kann ich nachvollziehen – ist besonders als PDF am Bildschirm auch was anderes als wenn man das Buch gedruckt in der Hand hält. Ich hatte einfach sehr viel Freude daran, die Welt zu bebildern... ist wohl berufsbedingt :D

@Wahweijin: zu deiner Frage – das Regelwerk ist tatsächlich bewusst reduziert und übersichtlich gehalten. Das Herzstück des Buches ist eigentlich die Kampagne "Und das Licht längst vergangener Tage". Alles andere ist im Grunde geschaffen, damit die Spielleitung hier ein immersives, multimediales Abenteuer leiten kann. Daher ist das Buch auch eigentlich nichts für Spielende – aus eigener Erfahrung bei einem Testlauf kann ich sagen, dass es am Besten funktioniert, wenn die Spielenden eigentlich nichts wissen und das Abenteuer zwischen der irdischen Menschenwelt und der Anderswelt unerwartet geschieht. Aber ich bin an sich auch mehr der Lore-/Mythologie-Bauer. Regelwerke gibt es genug und am Ende könnte man jedes auch verwenden, um "Jenseits der Kreise" zu spielen; oder sogar keins und alles verbal spielen. Ich finde Regeln sollten das Rollenspiel unterstützen, und Rollenspiel sollte aber nicht davon abhängig sein. Beantwortet dir das deine Frage?

@Schleicher: richtig verrückt, dass du als erstes geantwortet hast und dann auch noch auf Siebenwind gespielt hast! Ist bei mir schon ewig her... ich war noch Teenager als wir den Server gegründet haben und mit dem Studium hab ich das Projekt verlassen. Wann warst du aktiv?

@Zed: würde mich freuen, wenn das Buch dir den Schwedenurlaub versüsst! Gute Reise und schöne Zeit schonmal :)
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Offline Wahweijin

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@Wahweijin: zu deiner Frage – das Regelwerk ist tatsächlich bewusst reduziert und übersichtlich gehalten. Das Herzstück des Buches ist eigentlich die Kampagne "Und das Licht längst vergangener Tage". Alles andere ist im Grunde geschaffen, damit die Spielleitung hier ein immersives, multimediales Abenteuer leiten kann. Daher ist das Buch auch eigentlich nichts für Spielende – aus eigener Erfahrung bei einem Testlauf kann ich sagen, dass es am Besten funktioniert, wenn die Spielenden eigentlich nichts wissen und das Abenteuer zwischen der irdischen Menschenwelt und der Anderswelt unerwartet geschieht. Aber ich bin an sich auch mehr der Lore-/Mythologie-Bauer. Regelwerke gibt es genug und am Ende könnte man jedes auch verwenden, um "Jenseits der Kreise" zu spielen; oder sogar keins und alles verbal spielen. Ich finde Regeln sollten das Rollenspiel unterstützen, und Rollenspiel sollte aber nicht davon abhängig sein. Beantwortet dir das deine Frage?

ja, vielen Dank :-)
Und das ist eine absolut nachvollziehbare Design-Entscheidung.

Zitat
wenn die Spielenden eigentlich nichts wissen und das Abenteuer zwischen der irdischen Menschenwelt und der Anderswelt unerwartet geschieht
das passt dazu, dass es ursprünglich als Roman gedacht war ^^
Hast Du vor eine Art Zusammenfassung zu schreiben? Also wo man eine Art Roadmap zur Kampagne "Und das Licht längst vergangener Tage" kurz und knackig nachlesen kann?

Offline MatthiasLöwenstein

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Hast Du vor eine Art Zusammenfassung zu schreiben? Also wo man eine Art Roadmap zur Kampagne "Und das Licht längst vergangener Tage" kurz und knackig nachlesen kann?

Das ist gar nicht so leicht, ohne alles zu spoilern. Wie gesagt, ein Grund warum das Buch fast 0 "monitären" Wert hat, ist dass das Buch eigentlich nur die Spielleitung als Zielgruppe hat – und eine, die die Geschichte fühlt und wirklich gerne (unabhängig vom Regelwerk oder dem Setting), Spielende am Tisch auf eine epische Reise führt; und das sicherlich über mehrere Wochen hinweg. Wir haben zum Beispiel für Teil 1 von Akt 1 rund 6-7 Stunden gebraucht... :D

Aber hier der Versuch eines spoilerfreien Teasers:
Die Geschichte beginnt im New York der 1920er Jahre, in einer Stadt, die längst aufgehört hat, an Wunder zu glauben. Die Spielenden werden jenseits ihrer gewohnten Alltagswelt auf eine Reise tief ins Herz der Anderswelt geführt, wo sie Teil einer Geschichte werden, die ganze Zeitalter umspannt: von den ersten Tagen der Drachen über den Aufstieg des Hochkönigs Oberon bis in eine Gegenwart, in der der Schleier zwischen den Welten brüchig geworden ist — und niemand weiß, warum.
Eine Besonderheit, die das Spielgefühl von Anfang an prägt: Die Zeit selbst ist Teil der Geschichte. In den Ewigen Landen fließt sie anders als in der Menschenwelt, und wer die Kreise durchschreitet, zahlt dafür einen Preis. Diese Zeitmechanik ist keine Randnotiz, sondern greift spürbar ins Spielgeschehen ein — Entscheidungen darüber, wie lange man verweilt und wann man zurückkehrt, tragen Gewicht. Keltische, irische und walisische Folklore sind hier nicht nur Referenzen, sondern meine größte Inspirationsquelle. Denn die Frage, was jenseits des Schleiers des Gewöhnlichen liegt, hat mich immer fasziniert und hat hier seinen Ausdruck gefunden.
Die Kampagne ist bewusst als lineare, durcherzählte Geschichte angelegt — am ehesten so, als würde man einen Roman erleben und als Spielende darin handeln. Sie arbeitet mit mehreren großen Wendungen, die die Spielleitung im Verborgenen vorbereitet und die sich am Tisch nach und nach entfalten. Genau davon lebt sie: vom Nichtwissen, vom Staunen, von den Aha-Momenten, wenn sich die Fäden plötzlich zusammenfügen. Deshalb halte ich das jetzt mal bewusst vage... man kann die Kampagne schon auch einfach runterlesen und hat dann zu 80% das Erlebnis, einen Roman zu lesen. Durch Anmerkungen, Hintergrundinformationen, Charakterbeschreibungen oder den Prolog, wird man aber zwangsläufig als Leser des Buchs, nie die Erfahrung haben, wie Spielende, die nichts wissen.

Ein grundlegendes Thema des Buchs ist: was wird aus uns, wenn wir nicht mehr an Wunder, Magie und Fantasie glauben... und was dieses Vergessen mit unserer Welt macht.
« Letzte Änderung: 12.06.2026 | 18:30 von MatthiasLöwenstein »
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Offline Kurna

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Spannendes Projekt!  :)

Könntest du grob schätzen, wie viel von der Kampagne in der normalen Welt spielt und wie viel in der Anderswelt?

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Offline Schleicher

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Offline MatthiasLöwenstein

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Spannendes Projekt!  :)
Könntest du grob schätzen, wie viel von der Kampagne in der normalen Welt spielt und wie viel in der Anderswelt?

Dankeschön :)

Also, der Großteil der Kampagne spielt in der Anderswelt. Dennoch ist die Verknüpfung beider Welten und auch das "Hin und Her" zwischen ihnen, essentiell für die Dramaturgie und im Grunde auch Tragik der Geschichte. Beide Welten sind mit einander verwoben (auch historisch/mythologisch begründet, siehe Prolog und im Appendix des Buches noch näher erklärt).

Letztlich ist das Buch und auch die Kampagne eine exemplarische Blaupause für unendlich viele Geschichten, die zwischen den Welten spielen. Du kannst jeden historischen Moment in der irdischen Geschichte nehmen und dann den Weltengang zwischen Menschenwelt und Anderswelt als Ausgangspunkt für ein Abenteuer inszenieren. Sei es ein Bauer im Mittelalter, der bei Vollmond von Elfen in den Zauberkreis eingeladen wird, oder in der Gegenwart, dass man bei einem Bankett in Berührung mit der Feenwelt kommt... das ist am Ende völlig offen.

Das Buch und die Kampagne Und das Licht längst vergangener Tage sind ein mögliches Szenario, wie man das Weltgefüge von Jenseits der Kreise ausspielen und umsetzen kann. Das Prinzip ist also wichtiger als das Regelwerk... am Ende sollen Fantasie und Möglichkeiten das wichtigste sein. Darum ist die Anderswelt, oder Feenwelt, oder "Ewige Lande" auch eher wie Phantasien von Michael Ende konzipiert: jeder bewusste Schritt, kann eine neue Landschaft, ein neues Reich, ein neues Abenteuer schaffen... die Frage ist immer nur: wer bist du, wenn du zurück in deiner irdischen Heimat bist.
« Letzte Änderung: 12.06.2026 | 21:23 von MatthiasLöwenstein »
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Offline MatthiasLöwenstein

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@Schleicher:
Ich habe 2003 Abi gemacht und mich davor schon anderen Projekten gewidmet... d.h. wir haben uns wohl ganz knapp in unserer aktiven Phase verpasst :)
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Offline Kurna

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Danke für die Erklärung.   :d

Ich habe auf jeden Fall vor, mich da mal reinzulesen, aber weiß noch nicht wann, da ich gerade viel um die Ohren habe.
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Offline MatthiasLöwenstein

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Ich habe auf jeden Fall vor, mich da mal reinzulesen, aber weiß noch nicht wann, da ich gerade viel um die Ohren habe.

Sehr gern! Ist schon viel Material, um sich einzulesen. Aber ehrlich: würde mich natürlich freuen, wenn du dir einen Einblick verschaffst :)
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Offline Zouan81

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Ja ich lese auch schon eine ganze Weile daran.
Vom System her merke ich an, dass da eine gewisse DSA-Inspiration mitschwingt. 😉

Es sind tolle Geschichten über die Welt und das Setting enthalten und ich finde es gut, dass der Fokus stärker auf die Story gelegt wird.

Das Buch ist optisch richtig gut gestaltet und macht wirklich was her. In einem Punkt muss ich mich den Vorpostern anschließen:

Bilder können wirklich sehr gutes Anschauungsmaterial bieten, doch manchmal ist eben weniger mehr. 😉
Natürlich gehen die Meinungen auseinander, was jetzt das optimale Mittelmaß zwischen Bilderbuch und Textwüste ist. Aber ich denke in den Büchern von DnD und DSA würde das aus meiner Sicht gut gelöst.

Vielen Dank jedenfalls, dass Du uns an Deinem Werk teilhaben lässt. Ich lasse mich ja auch gerne inspirieren. 😉👍


Gespielte Regelsysteme:

D&D, DSA, RdW, Saga, Earthdawn


Meine Projektseite:

http://www.rearbo.de

Offline gilborn

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Ich bin schwer beeindruckt wie schön und stilsicher das Buch daherkommt  :d
Speziell die Schwarzweißbilder lassen mein Herz wehmütig werden - ich versuche mich ja selber am Zeichnen, und hier ist ein Detailgrad, eine Epik, Weite, Komposition und Perfektion von der ich nur träumen kann : )

Dein Pitch spricht mich sehr an - ich mag es wenn Geschichten etwas versuchen und auch wenn Philosophisches mitschwingt.
Mal sehen ob ich die Zeit hinkriege, mir die Geschichte zu erarbeiten (Vielleicht mache ich vielleicht auch das Sakrileg und lasse mir von einer KI eine Zusammenfassung machen - in der Hoffnung, dass das kein Affront ist  :-\).

Denn das ist es, was ich schade finde:, dass es Romanartig aufgebaut ist - als Spielleiter, und gerade als erfahrener Spielleiter mag ich es, wenn ich bereits am Anfang in klarer Sprache schnörkellos erzählt bekomme um was es geht.
Das mühsam aus 500 Seiten rauszubekommen schreckt mich etwas ab, selbst wenn es viele Bilder gibt, die die Seiten füllen.

Noch zu den Bildern selber:
Die Menge stellt für mich kein Problem dar, aber abwechslungsreichere Motive hätte ich gefeiert. Ich merke auch, wie ich mich an photorealistischen KI Bildern langsam satt sehe, aber das ist natürlich eine Geschmacksfrage.
Während ich, wie oben geschrieben, die Schwarz / Weißbilder wunderschön finde (Sehr erhaben auch, wie die Kreise in solchen bisweilen eingearbeitet sind, mal vorne rum, mal hinten rum).

Auf jeden Fall:
Vielen Dank fürs Teilen  :d

Offline Doc-Byte

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Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen: ich heiße Matthias, bin freiberuflicher Grafikdesigner in der Musikbranche (habe Artworks u. a. für Bands wie A-ha, Caliban, Electric Callboy oder Schwarzer Engel gestaltet – schaut für mehr gern auf https://www.seasonzero.de vorbei).

Hey, ich hab tatsächlich was von deiner Arbeit in meinem CD Regal stehen! :o :d

*Zur Transparenz, weil mir das wichtig ist: Die Bilder und Musik habe ich mit Hilfe von KI umgesetzt und in penibler Handarbeit nachbearbeitet — als Ein-Personen-Projekt ohne Budget war das für mich der Weg, der Welt trotzdem ein Gesicht zu geben. Mir ist bewusst, dass das unterschiedlich bewertet wird; ich beantworte dazu gern jede Frage.

Mein Tipp aus der Erfahrung in diesem Forum heraus: Transparenz ist gut, aber du musst (und IMHO solltest) dich nicht für deine Entscheidungen rechtfertigen. Du kannst es nicht jedem recht machen, die einzige Person die zu idealerweise zu 100% fine mit dem Werk sein sollte, bis du selbst - aber wer ist schon perfekt? ;)

Über Rückmeldungen, Meinungen und wohlwollende Kritik würde ich mich sehr freuen!

Wahrscheinlich werde ich nicht genug reinsehen können, um fundierte Kritik / Meinung äußern zu können, zumal Fantasy nicht mein primäres Spielfeld ist, aber ich versuche, mal einen Blick rein zu werfen.

Offline MatthiasLöwenstein

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Guten Abend in die Runde!

Freue mich wirklich sehr über eure Beiträge und Resonanz, sowie Anmerkungen!

@Zouan81: lieben Dank für deinen Post! Schön, dass dir die Gestaltung gefällt.
Dein Gespür hinsichtlich DSA-Inspiration ist sicherlich richtig. Da hab ich das Rad nicht neu erfunden (wollen) – wie gesagt, ist Regelwerk für mich aber auch nicht das Zentrale des Buches. Wie du schreibst, die Story ist das Herzstück :)

@gilborn: auch dir vielen Dank für deinen Beitrag! Tatsächlich hast du hier einen sehr wichtigen Punkt: es wäre sinnvoll, der Spielleitung einen Überblick über die gesamte Kampagne zu verschaffen. Das werd ich auf jeden Fall umsetzen und euch morgen hier zukommen lassen!

@Doc-Byte: Danke auch dir! Ich bin neugierig, welche CD mit meinem Artwork hast du im Regal? :D
Danke auch für den Hinweis hinsichtlich Transparenz/Rechtfertigung. Gebe dir da recht – was das KI Thema angeht, war mir Transparent jedoch wichtig. Dennoch steh ich zu 100% hinter dem Buch und wie ich es umgesetzt habe :)

Meld mich morgen mit einer Zusammenfassung der Kampagne!

Liebe Grüsse,
Matthias
« Letzte Änderung: 13.06.2026 | 22:54 von MatthiasLöwenstein »
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Offline gilborn

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Meld mich morgen mit einer Zusammenfassung der Kampagne!
Danke Mattias, das ist sehr hilfreich!

Offline Wahweijin

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Dankeschön :)

Also, der Großteil der Kampagne spielt in der Anderswelt. Dennoch ist die Verknüpfung beider Welten und auch das "Hin und Her" zwischen ihnen, essentiell für die Dramaturgie und im Grunde auch Tragik der Geschichte. Beide Welten sind mit einander verwoben (auch historisch/mythologisch begründet, siehe Prolog und im Appendix des Buches noch näher erklärt).

Letztlich ist das Buch und auch die Kampagne eine exemplarische Blaupause für unendlich viele Geschichten, die zwischen den Welten spielen. Du kannst jeden historischen Moment in der irdischen Geschichte nehmen und dann den Weltengang zwischen Menschenwelt und Anderswelt als Ausgangspunkt für ein Abenteuer inszenieren. Sei es ein Bauer im Mittelalter, der bei Vollmond von Elfen in den Zauberkreis eingeladen wird, oder in der Gegenwart, dass man bei einem Bankett in Berührung mit der Feenwelt kommt... das ist am Ende völlig offen.

Das Buch und die Kampagne Und das Licht längst vergangener Tage sind ein mögliches Szenario, wie man das Weltgefüge von Jenseits der Kreise ausspielen und umsetzen kann. Das Prinzip ist also wichtiger als das Regelwerk... am Ende sollen Fantasie und Möglichkeiten das wichtigste sein. Darum ist die Anderswelt, oder Feenwelt, oder "Ewige Lande" auch eher wie Phantasien von Michael Ende konzipiert: jeder bewusste Schritt, kann eine neue Landschaft, ein neues Reich, ein neues Abenteuer schaffen... die Frage ist immer nur: wer bist du, wenn du zurück in deiner irdischen Heimat bist.

Vielen Dank für diesen ersten Eindruck :-) Er schafft es definitiv Interesse zu wecken.

Bei der Zusammenfassung bin ich aber ganz bei gilborn: Für Spielleiter wäre ein klarer Überblick über die Kampagne sicher sehr hilfreich. Ich freue mich daher ebenso auf Deine  Zusammenfassung.

Offline MatthiasLöwenstein

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Hallo zusammen,

wie versprochen habe ich euch eine Zusammenfassung für die Kampagne erstellt. Habe sie über mein Claude Projekt erstellen lassen und dann noch passend zum Buch gestaltet. Da die Geschichte aber so vielschichtig ist und viele Charaktere und Orte darin vorkommen, kann die Zusammenfassung jedoch nicht mehr als "Teaser" sein. Vielleicht ist sie sogar ab und an verwirrend :D

Aber vielleicht könnt ihr mir ja dazu euren Eindruck schildern?

Hier als PDF zum Download:
https://www.jenseitsderkreise.de/jenseitsderkreise-buch-kampagneneinführung.pdf

« Letzte Änderung: 14.06.2026 | 11:55 von MatthiasLöwenstein »
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Offline Kurna

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Offline Doc-Byte

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@Doc-Byte: Danke auch dir! Ich bin neugierig, welche CD mit meinem Artwork hast du im Regal? :D

Neben dem Tekkno Album von EC die Alben der New Roses. :)

---

Ich hab jetzt mal einen Blick in JdK geworfen und die Kurzübersicht überflogen. Im Folgenden gebe ich meine Meinung basierend auf einem wirklich kurzen Ersteindruck wieder:

Ich finde, man merkt, dass du viel Leidenschaft in das Projekt gesteckt hast und die Idee / das Konzept der Kampagne klingt interessant. (Wie gesagt, Fantasy ist nicht meine primäres Gebiet, aber deshalb kann ich eine Idee ja trotzdem mögen. :d) Der erste Eindruck wirkt auf micht aber etwas so, als ginge es mehr um ein gemeinsames Erleben einer mehr oder weniger vorgeplanten Geschichte. Nicht mal so sehr, weil du einen sehr festen Ablauf zu präsentieren scheinst, der von Szene zu Szene führt, sonder auch mit der Grundprämisse, dass die SCs (unwissentlich) die Pläne fremder Mächte ausführen und eine "Anforderung" nach der anderen erfüllen. Es gibt Spielrunden, die so ein Spiel völlig okay finden bzw. bevorzugen, aber es gibt auch Spieler, die (bewusst oder unbewusst) jeden geplanten Ablauf durchkreuzen und für "Chaos" sorgen. Ich kann auf die Schnelle nicht beurteilen, wie flexibel JdK mit unerwarteten Spielerentscheidungen umgehen kann. :think:

Zum "optischen Teil" lässt sich natürlich relativ leicht was sagen. Ich finde die S/W Zeichnungen sehr schön und stimmungsvoll eingesetzt, bin aber auch der Meinung, dass die farbigen Bilder das gut ergänzen und Kontraste setzen. Was die Menge der Bilder angeht, muss ich tatsächlich auch sagen, dass sie mich etwas überlastet haben, je weiter ich das Buch "durchgeblättert" habe - und ich bin selber jemand, der viele Bilder und generell Farbe(n) in seinem Eigenmachwerk nutzt. Daher war ich tatsächlich überrascht, dass ich von der Bildermenge fast schon ein wenig erschlagen war. Denn die Bilder selbst finde ich wirklich stimmungsvoll. Persönlich würde ich vermutlich einen anderen Zeichenstil wählen, aber hier bewegen wir uns im Bereich der Geschmacksfragen. Den Kontrast von S/W und Farbbildern finde ich jedenfalls definitiv erfrischend.

In Bezug auf das Layout sind die farbigen Bilder evtl. auch etwas erdrückend, weil sie oft einfach die ganze oder eine halbe Seite einnehmen und dabei nicht so schön und stimmungsvoll in das Seitendesing eingebunden sind, wie die S/W Zeichungen. Mich persönlich hat etwas aus dem Konzept gebracht, dass die Bilder mal die komplette Seite füllen und mal einen weißen Rand lassen, aber da bin ich vielleicht speziell. - Ich hatte das bei mir auch mal so gemacht, hab inzwischen aber auf einen einheitlichen Look umgestellt.

Das Seitenlayout finde ich mit der relativ reduzierten Optik stimmig, mein Tipp wäre lediglich, die Seitenzahlen evtl. nach außen zu versetzten. Ich finde die in der Mitte der Seite zwar rein symetrisch gesehen total gut, hab mein Buch aber letztlich dann auf außenliegende Seitenzahlen umgestellt, weil es beim Suchen einer Seite im gedruckten Buch einfach angenehmer ist.


So viel mal auf die Schnelle. Wie gesagt, alles nur meine Meinung und teilweise sicherlich auch einfach reine Geschmacksfrage. :)

Offline Quaint

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Also natürlich großartig, dass du dein Projekt hier gratis teilst. Ich muss aber sagen, wenn's ne eher lineare Geschichte ist, ist's für mich nicht so interessant. Und wenn die Regeln eher Nebensache sind, weiß ich auch nicht so recht, ob es lohnt, die für etwas eigenes anzusehen. Schade eigentlich.
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Offline MatthiasLöwenstein

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Guten Abend zusammen,
Danke euch beiden fürs Reinschauen und für die ehrlichen Rückmeldungen – genau das hatte ich mir von dem Thread erhofft.

@Doc-Byte: Dass dir der Kontrast aus S/W- und Farbbildern gefällt, freut mich sehr! Was mich generell überrascht, ist, dass die Menge an Bildern fast mehrheitlich eher problematisch aufgefasst wird; das hätte ich von allen Rückmeldungen am wenigsten erwartet :D
Empfindest du denn das überall im Buch so, oder ist das dann im hinteren Teil während der Szenen der Kampagne mehr im Gleichgewicht?
Das werde ich auf jeden Fall für das zweite Buch (eine weiterführende Kampagne) mit beachten!
Zu deinem Eindruck der Kampagne: Das stimmt! Und das Licht längst vergangener Tage ist bewusst eine durcherzählte und durchgeplante, lineare Geschichte – das ist überhaupt erst die Bedingung dafür, dass die Twists und Reveals tragen. Das verlangt natürlich eine Spielleitung, die die Geschichte fühlt und mag und mit unerwarteten Spielerentscheidungen souverän umgeht, statt sie abzuwürgen. Die Gruppe muss das natürlich ebenso mögen. Dass daraus nicht gerade „Massentauglichkeit“ entsteht, bin ich mir vollkommen bewusst :)

@Quaint: Danke fürs ehrliche Wort. Und ja – wenn dich eine eher lineare Geschichte nicht reizt und du in den Regeln einen eigenständigen Baukasten suchst, dann ist Jenseits der Kreise nicht das Richtige für dich. Das Regelwerk ist absichtlich schlank gehalten, weil es der Erzählung dienen soll und nicht als komplexes System für sich stehen will. Als Kritik nehme ich das nicht, weil genau das das Konzept ist. Schade nur, wenn's bei dir nicht zündet – aber das ist ja völlig in Ordnung :)
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Offline gilborn

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Ich habe jetzt auch die Zusammenfassung durchgelesen - sie ist sehr gut strukturiert und liefert das, was man sich als SL davon wünscht! Vielen Dank!

Die Geschichte gefällt mir gut, sie ist etwas "dreamy", irgendwie erinnert es mich von der Stimmung her kurioserweise an Smaskrifter - zum Glück ist sie um einiges verdaulicher  ;D
(Nachtrag: Und an "Die Unendliche Geschichte": Als wäre man Bastian der nach Fantasia geht.)

Mir würde es gefallen so etwas zu leiten, die Geschichte gefällt mir, dass am Ende nicht Gewalt die Lösung ist, ebenfalls.
Aber ich müsste auch viel durchdenken - ob es den Spielern dauerhaft gefallen würde, ob es nicht zu linear ist, und schließlich auch, ob sie nicht zu sehr Statist sind.
Gut, es gibt viel zu Entdecken Storytechnisch, aber Sense of Wonder lange aufrecht zu erhalten ist schwierig. Ich hätte Angst, dass nach dem WTF Moment am Anfang, wenn man zum ersten Mal übergetreten ist, der Rest nicht mehr mithalten kann.

Toll hätte ich noch gefunden, wenn man öfters in den 20ern wäre und auch dort die Handlung fortschreitet, sprich, es etwas zu tun gibt, vielleicht sogar wenn sich die Welten mit der Zeit vermischt hätten.

Ein wichtiger Punkt den ich mir noch anschauen will sind Kämpfe - die lockern das Geschehen gerne mal auf und sorgen für Abwechslung, aber da müsste ich im Gesamtwerk mal sehen wie viele es da gibt. Außerdem spielt man ja Charaktere aus den 20ern und keine Barbaren, da ist es natürlich interessant wie das gehandhabt wird ;D

Aber momentan habe ich Lust mich weiter mit dem Buch zu beschäftigen  :d
« Letzte Änderung: 15.06.2026 | 22:45 von gilborn »