Autor Thema: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...  (Gelesen 6251 mal)

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Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« am: 25.06.2026 | 22:47 »
... sagt zumindest Cosmicbook News und bietet Zahlen.

Autsch... Aber ich denke, es wird niemanden überraschen. Es ist regelrecht tragisch wie frühere Erfolgsmarken wie z.B. Star Wars, Star Trek oder Dr. Who derart zerstörerisch in den Sand gesetzt worden sind.

Und die Lösung der IP-Inhaber lautet scheinbar: weiter Vollgas in den Abgrund.  :o
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Offline PzVIE

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #1 am: 25.06.2026 | 22:57 »
Solange es sich genug ansehen ist doch alles gut für Disney. Von "in den Sand setzen" und "tragisch" kann doch keine Rede sein, sonst würden die Serien doch nimmer produziert werden.
Serien wie The Mandalorian oder Andor laufen hervorragend. Und auch "Maul" dürfte wieder ein Erfolg werden.

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #2 am: 25.06.2026 | 23:01 »
Wenn man von Konzernseite aus mit dem dramatischen Underperforment der IP leben kann, dann dürfte in der Tat alles dufte sein. 
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Offline Alter Weißer Pottwal

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #3 am: 25.06.2026 | 23:04 »
Einfach den Mißerfolg leugnen und weiter machen. Aber die Totengräberin ist ja jetzt weg. Vielleicht darf Star Wars jetzt in Frieden ruhen... schön wärs.
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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #4 am: 25.06.2026 | 23:11 »
Einfach den Mißerfolg leugnen und weiter machen. Aber die Totengräberin ist ja jetzt weg. Vielleicht darf Star Wars jetzt in Frieden ruhen... schön wärs.
Nee, die haben angekündigt jetzt mit KI-Gedöns weiterzumachen, damit Star Wars "special" bleibt.  ::)
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Offline Megavolt

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #5 am: 25.06.2026 | 23:24 »
Dass Star Wars durch ist, das hat man ja schon lange, lange im Bauchgefühl, oder?

Wir werden es überleben, ich empfinde noch nicht einmal Schadenfreude oder so etwas.

Trotzdem vielen Dank für den Link @Prisma

Offline Raven Nash

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #6 am: 26.06.2026 | 08:37 »
Ich war ja immer ein bekennender Fan des Settings, nicht der Filme. Von den Serien eher, vor allem Clone Wars und Rebels. Mandalorian war auch gut, auch wenn er manchmal geschwächelt hat. Und das war's dann aber auch schon. Der Rest hat mich maximal gelangweilt, bis ich das Disney+ Abo gekündigt hab.
Die ganze Übersättigung hat dazu geführt, dass mich SW an sich bereits nicht mehr interessiert.
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Offline Vash the stampede

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #7 am: 26.06.2026 | 08:45 »
Und wo stehen die Spielzeug- und anderen Markenverkaufszahlen?  Klar, ohne Vorlagen geht's irgendwann bachab, aber bis dahin läuft's weiter.
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Offline Inquisitor_Majoris

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #8 am: 26.06.2026 | 08:53 »
Das ist die moderne Entwicklung eines modernen Hollywoods für eine moderne Zielgruppe. Dass das sehr oft nicht erfolgversprechend ist, zeigen genügend Beispiele in den besagten Franchises. Das Kalkül war man nehme eine weltbekannte etablierte Marke und mixt sie mit Zutaten basierend aus den Ergebnissen von Umfragen was dem modernem Zielpublikum wichtig scheint und glaubt fest daran einen Erfolg einzufahren weil ja Zahlen, Daten und Fakten genau das suggerieren. Was man jedoch nicht bedacht hat, ist, dass vielbekannte Sprichwort "viele Köche verderben den Brei". Durch Berücksichtigung so vieler Wünsche, Vorgaben, Quoten, uvm. hat sich die DNA des Franchises dann derart geändert, dass die meisten bisherigen Fans abgesprungen sind und man auch nicht wirklich neue Fans im gleichen Ausmaß hinzugewonnen hat.

Egal was man davon halten mag, deswegen find ich den Paramount Warner Deal so spannend. Rein um zu sehen ob sie qualitativ ein besseres Ergebnis bei den Inhalten generieren können als Disney oder Netflix. Für Gunn wird es jetzt nach dem Supergirl Flop sehr eng werden. Vielleicht rebootet man ja das Snyderverse oder macht eine gravierende Kurskorrektur.

Was Disney anbelangt, am Ende wird es das Geld regeln. Hat man vor 10 Jahren in Disney investiert ist das Geld nicht mehr geworden. Kennedy hat seit ihrem Antritt keinen Mehrwert generiert, ein Wunder dass sie solange am Ruder bleiben könnte. Filoni und Favreau müssen sich erst beweisen. Ich sag mal so, wenn sie kreative Freiheit bekommen ohne irgendwelche Quotenvorgaben und Rufe von außen, dann könnte es mit der Marke Star Wars wieder bergauf gehen. Ein Mandalorian & Grogu ist deutlich zu wenig. Old Republic mit klassischer Helden Story, etwas düsterem Setting könnte ein Ansatz sein.

Offline PzVIE

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #9 am: 26.06.2026 | 09:07 »
Ganz verstehe ich euch nicht.

Ein voll ausgearbeitetes Setting, welches von Filoni permanent erweitert wird. Da kannst du von space western, detective noir, whodunnit, romance, military, bis hin zum klassischen adventure, alles abbilden. Großartige Figuren und Schauspieler, die sich voll ins Zeug legen und top Effekte.

Was gefällt euch nicht bzw. welche Serie macht das besser?

The Mandalorian, the Bad Batch, Andor, the Acolyte ... ich fand die alle wirklich gut (Acolyte haben die selbsternannten "Influencer" ja schon vor der Ausstrahlung vernichtet - ich fühlte mich eine Season lang ausgezeichnet unterhalten).

Und wegen der 85% (wenn's stimmen sollte): A New Hope war ein genrebestimmender Film - ein Werk mit dem es Lucas geschafft hat, Familien und Nerds gleichermaßen zu begeistern. Der Film ist längst schon in die Popkultur und auch Sprachgebrauch eingegangen. An den kommst du erfolgsmäßig nimmer heran. Aber 15% von A New Hope ist immer noch weitaus mehr, als die meisten anderen 08/15 Serien einspielen.

Star Wars (und auch Star Trek und Dr. Who) werden uns noch lange unterhalten. Die haben noch lange nicht "fertig".

Offline Alter Weißer Pottwal

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #10 am: 26.06.2026 | 09:23 »
Dann bist du halt bei den 15%. Ist ja nichts schlimmes dabei  ;)
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Offline Swanosaurus

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #11 am: 26.06.2026 | 09:24 »
Ganz ehrlich: Wenn ein Franchise 85% seines Publikums verliert, weil es spannende neue Dinge wagt, dann freue ich mich. Wenn ein Franchise 200% zulegt, weil das Wiederkäuen immer noch zieht, dann ist es mir egal.

Ich hab Star Wars in letzter Zeit nicht groß verfolgt (habe Acolyte und Andor gesehen und fand beide gut bis hervorragend, der Rest hat mich nicht gereizt), aber ich finde es schon erstaunlich, dass meistens von denselben Personen zugleich der "Verrat" an den "True Fans" beklagt und der Niedergang der Zuschauer*innenzahlen als Versagen der Macher*innen skandalisiert wird. Warum sich überhaupt mit der Publikumsmasse identifizieren?

Ich würde mich freuen, wenn Star Wars einfach Nische sein dürfte, ein bisschen wie Star Trek es zwischenzeitlich war. Kleine bis mittlere Budgets, Einfallsreichtum gefragt, Raum für junge Köpfe mit neuen Ideen, Experimente, die auch mal floppen dürfen ... All das ist es doch, was Franchises im besten Sinne ausmacht.

Oder ihr kriegt halt Late-Stage-Marvel-Cinematic-Universe und Transformers. Viel Spaß.
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Online Namo

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #12 am: 26.06.2026 | 10:17 »
Die Zahlenspiele finde ich aber auch etwas irritierend. Star Wars hat mich persönlich nicht verloren. Aber die Emotionen die ich damit verbinde. Es ist eben nichts besonderes mehr. Und der Grund ist eben offensichtlich: Die Disney+ Strategie lässt die IP eben zu einer x beliebigen SciFi IP werden. Warum ins Kino gehen, wenn es ohnehin kurzfristig im Stream ist? Wie sehr das so gewollt und geplant ist, kann ich nicht abschätzen. Ich denke, dass es Disney schon klar war, dass die Zuschauerzahlen im Kino durch die Ausschlachtung über Disney+ sinken werden. Aber wie wichtig ist Kino Disney überhaupt noch.

Ich denke umgekehrt aber, dass sie mit einem solchen Absturz nicht unbedingt gerechnet hatten. Aber nochmal - Zahlen wie früher kann man ja im Kino ohnehin nur noch in Ausnahmefällen erwarten. Wie wichtig ist das wirtschaftlich? Wenn jemand Disney+ extra für ne Serie (oder nen Film) für nen Monat subscribed (oder das Abo bestehen lässt), sind das bei schätzungsweise 130 Mio Abos weltweit mal eben 910 Millionen Euro - im Werbestandardabo. Klar ohne MwSt etc. Aber das ist schon eine ganz andere Größenordnung. Ich kann das wie gesagt kaum blicken, was am Ende wirklich hängen bleibt beim Streaming und wie da die Strategien sind, aber Geld kommt da schon zusammen. Und es braucht eben auch viele Subscriber um die hohen Kosten gedeckt zu bekommen und in Gewinn um zu münzen.

Für mich als älterer Herr bleibt für mich SW irgendwie zweigeteilt - als wären es zwei unterschiedliche IPs. Alles ab der Disneyzeit ist für mich ein anderes Star Wars. Ich werde die Magie der ersten drei Filme immer im Herzen tragen, da ich damals Kind/Jugendlicher war als ich sie gesehen habe. So wird es sicher auch der Generation nach mir mit Episode I-III gehen. Auch wenn die Disney Zeit ein paar gute Schnipsel hervor gebracht hat (Andor, Rogue One) bleibt das irgendwie einfach nur ein Produkt für mich. Das sehe ich mir an, aber ich bringe es nicht wirklich in Verbindung mit den alten Filmen. Selbst die letzte Trilogie ist in meiner Welt kein SW mehr. 

Offline WeepingElf

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #13 am: 26.06.2026 | 10:22 »
Ich verstehe die Aufregung nicht. Nur weil es da zentnerweise Gedöns zu einer Franchise gibt, muss man sich das nicht alles antun, sondern kann immer noch die Kernpublikationen (in diesem Fall die Originaltrilogie) schätzen und den Rest einfach ignorieren. Das ist so ähnlich wie mit Tolkiens Welt: die Bücher sind genial, die Herr-der-Ringe-Filme einigermaßen gut adaptiert, aber die Hobbit-Filme sind schon krass aufgeblasen (das kleine Buch hätte eben nur einen Film ohne Überlänge hergegeben), und die TV-Serie tut der Lore ziemliche Gewalt an - die habe ich mir nur angesehen, weil die vor ein paar Monaten zufällig im Free-TV (auf ZDFneo) lief, und ich als alter Tolkien-Fan (der mittlerweile aber einige Aspekte nicht mehr unkritisch sieht) schon etwas neugierig war (und sie sieht schon schick aus, das muss ich eingestehen - aber wird der Vorlage eben nicht gerecht). Das kann ich alles ignorieren, und mich auf das beschränken, was Tolkien selbst geschrieben hat - und genau so gehe ich auch mit Star Wars um.
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Offline Jiba

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #14 am: 26.06.2026 | 10:24 »
Das Kalkül war man nehme eine weltbekannte etablierte Marke und mixt sie mit Zutaten basierend aus den Ergebnissen von Umfragen was dem modernem Zielpublikum wichtig scheint und glaubt fest daran einen Erfolg einzufahren weil ja Zahlen, Daten und Fakten genau das suggerieren. Was man jedoch nicht bedacht hat, ist, dass vielbekannte Sprichwort "viele Köche verderben den Brei". Durch Berücksichtigung so vieler Wünsche, Vorgaben, Quoten, uvm. hat sich die DNA des Franchises dann derart geändert, dass die meisten bisherigen Fans abgesprungen sind und man auch nicht wirklich neue Fans im gleichen Ausmaß hinzugewonnen hat.

Okay, ich werde mich jetzt hier wahrscheinlich ein bisschen unbeliebt machen...

Eigentlich sagen wir damit doch "Ja, hätte Disney doch lieber auf MICH gehört, denn ICH bin der Fan mit dem guten Geschmack."

Dabei sind doch Franchises im Medienbereich schon per definition "Ein Brei für viele, viele Köche". Dass niemand heute ein Star Wars machen kann, das so gut ist, wie das aus den 70ern, ist doch klar: In den 70ern war Star Wars nämlich neu und aufregend. Heute ist Star Wars einfach nur "one of the franchises". Ein vertrauter Platzhirsch. Ein kleinster, gemeinsamer Nenner. Wird der von Disney gemolken, um möglichst viel Gewinn abzuschöpfen? Klar.

Aber: Die Fans sind doch selbst mit dran Schuld. Die pfeifen sich doch auch noch den größten Mist rein, nur weil da "Star Wars" draufsteht und man aus Nerd-Credibility-Gründen ja bitte nichts verpassen darf. Disney hat diese Formel mit ständig neuem Star Wars-Blödsinn halt auch deshalb gemacht, weil es einen Markt dafür gab. Weil die Nerds den Kram angeschaut, durchgespielt und in die Wohnung gestellt haben. Zugleich kann man es dem modernen Fandom von egal was heute auch nur noch schwerlich Recht machen. Die relative Einigkeit von Fanbewegungen bis zur Erfindung der sozialen Medien, wo Austausch auf wenige Informationsquellen oder obskure Foren beschränkt ist, ist einer Flut von Meinungscontents auf den sozialen Medien gewichen, die aufmerksamkeitsheischend noch jeden winzigen Lapsus in einem Film zum Untergang der Star-Wars-Brand hochjazzen. Oder ihn aus kulturkämpferischem Sentiment schon vor Ausstrahlung verreißen, das es kein Halten mehr gibt.

Ergebnis ist klar: No one can agree on anything. Ich fand, "The Last Jedi" hatte zum Teil die richtigen Ideen bei suboptimaler Umsetzung, während Episode 7 ein schläfriges Nostalgiefest ist, das mich im Kino gelangweilt hat. Und "Andor", das ist das beste "Star Wars" seit geschnitten Brot. Ist aber auch klar, dass niemand sich einigen kann – das eigentliche Problem bei "Star Wars" ist nämlich ein anderes: Es. Gibt. Einfach. Zu. Viel. Star. Wars.

Es ist zu viel Stuff. Das ist auch schon im MCU der Fall. Oder bei Jurassic Park. Oder bei Transformers. Oder bei Star Trek. Oder oder oder...
Kein Wunder, dass das Publikum da irgendwann von der Fahne geht. Der verlinkte Artikel fragt ja auch gar nicht, wer die Leute sind, die für "Star Wars" nicht mehr ins Kino gehen. Für einen Serien-SpinOff, wohlgemerkt... das mit "Rogue One" zu vergleichen, das KEINE Vorbedingungen braucht außer die alte Trilogie und das vor einer Pandemie und einer Ölkrise und einer sich verschärfenden Inflation rauskam, ist doch unterkomplex. Es wird einfach angenommen, diejenigen, die abgesprungen sind, seien "die alten Fans"... aber vielleicht sind es auch einfach Menschen, die keinen großartigen Bezug zu "Star Wars" haben. Und die WAS im Kino sehen wollen??? Richtig: Neuen Kram! (Der Artikel ist in dieser Hinsicht wirklich vollkommen hanebüchen und mischt munter Zahlen zusammen, die nichts miteinander zu tun haben.)

Insofern ist es sogar rational, dass Disney auf PG-13 abzielt: Damit Star Wars nämlich eine Marke bleibt, braucht man neue Fans. Man braucht Menschen, die damit aufgewachsen sind. Sich nur auf die zu fokussieren, die "Star Wars" früher mal cool fanden und jetzt aber ein gritty universe voller Tod und Action und Antihelden wollen, ist doch auch keine Lösung für das Problem.
Falls es überhaupt ein Problem ist. Eigentlich ist es nur eine Bestätigung dessen, was ich schon seit der Hochphase des MCU sage: Es gibt keine unendliche Formel zum Gelddrucken für Kreativunternehmen. Gibt es nicht. Wird mit der Franchisisierung von allem immer wieder versucht, aber irgendwann ist das Publikum dessen auch überdrüssig. Dann müssen neue Stoffe her oder man wartet zwei Jahrzehnte oder so und versucht es dann nochmal.

Ein Franchise nur daran auszurichten, was irgendwelche Alt-Fans wollen, kann genauso ins Desaster führen. Siehe LEGO. Oder DSA.

Heißt nicht, dass "Star Wars" nicht bessere Werke produzieren könnte, um die Zielgruppen bei Laune zu halten, das nicht. Aber es ist auch einfach eine Art "Naturgesetz" aller fiktionalen Inhalte, dass das Vertraute nur so lange am Besten schmeckt, bis man rapide etwas Neues will. Und die meisten Leute schauen halt in ihrer knapp bemessenen Freizeit im Kino lieber was ganz Neues. Wenn sie überhaupt ins Kino gehen.

Im Zweifel halte ich es da wie der Friendly Space Ninja: Let. It. Die!

Und damit meine ich nicht nur die Studios sollen ihre Franchises auch mal sterben lassen, sondern auch die Fans. Wenn ich einen 5-Jährigen mit einem "Arielle die Meerjungfrau"-T-Shirt sehe, dann bricht mir das das Herz. Ich hätte mit 5 nämlich vielleicht dasselbe T-Shirt getragen. Ich will keine gerontischen Franchises mehr, die sich über Generationen ins Jetzt retten. Und wenn, dann sollen die bitte zu etwas völlig Anderem mutiert sein, das ich als alter Knochen nicht mehr verstehe.

Wenn "Star Wars" jetzt den Weg allen Fleisches geht, dann sage ich: Ja, alles hat seine Zeit. Und vielleicht kommt ja ein cooles, neues Science-Fantasy-Epos nach... solange es nicht "Rebel Moon" ist.
« Letzte Änderung: 26.06.2026 | 10:26 von Jiba »
Engel – ein neues Kapitel enthüllt sich.

“Es ist wichtig zu beachten, dass es viele verschiedene Arten von Rollenspielern gibt, die unterschiedliche Vorlieben und Perspektiven haben. Es ist wichtig, dass alle Spieler respektvoll miteinander umgehen und dass keine Gruppe von Spielern das Recht hat, andere auszuschließen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie spielen sollen.“ – Hofrat Settembrini

Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #15 am: 26.06.2026 | 10:40 »
Tja, sorry wenn ich jetzt die Gefühle einiger hier verletzen muss:

Aber ich schaffe es immer noch, Spaß an Star Wars zu haben. Nicht an allem, klar, aber insgesamt freue ich mich durchaus auf den fließenden Nachschub. Da müsst ihr mit leben, und auch damit, dass wegen Leuten wie mir Disney immer noch Geld mit einem Franchise verdient, mit dem ihr nichts mehr anfangen könnt.

Ich finde es hochgradig albern, dass man aufgrund der eigenen Übersättigung fordert, bitte das Ganze jetzt einzustampfen. Das ist ja nichts anderes, als die eigene Geschmacksentscheidung auch allen anderen aufzuzwängen. Man kann selber einem Thema nichts mehr abgewinnen, also soll jetzt bitte auch sonst niemand mehr die Möglichkeit haben, sich da Zeug reinzuziehen.

Diese Stimmen wurden schon immer wieder laut, und hätte man darauf gehört, gäbe es auch kein Andor. Und wenn ich mir überlege, wie oft jetzt schon Die Drei Musketiere als Film immer wieder aufgelegt wurde, da scheint die kühne Hypothese "Man MUSS irgendwann ein Franchise sterben lassen, da müsst ihr durch." nicht so ganz zu greifen.

Lasst die Leute, die anderen Geschmack haben, bitte ihren Spaß haben. Wäre das eventuell machbar?  ^-^
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Offline Holothuroid

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #16 am: 26.06.2026 | 10:51 »
Stranges Framing in dem Artikel. Die Kino-Einnahmen sind gesunken. OK. Aber ihr scheint ja immer noch Publikum zu sein für Star Wars, sonst würdet ihr nicht drüber reden.

Wohlgemerkt redet der Artikel auch nur über Kinofilme, nicht über Streaming-Serien.
Let's Go To Magic School - Wenn man einen Zauberschulroman liest (und davon gibt's viele), lernt man mit den Charakteren über die Welt und die Magie. In diesem PbtA-Spiel, spielt ihr um herauszufinden, wie es mit Welt und Magie steht.

Offline Swanosaurus

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #17 am: 26.06.2026 | 11:07 »
Stranges Framing in dem Artikel. Die Kino-Einnahmen sind gesunken. OK. Aber ihr scheint ja immer noch Publikum zu sein für Star Wars, sonst würdet ihr nicht drüber reden.

Wohlgemerkt redet der Artikel auch nur über Kinofilme, nicht über Streaming-Serien.

Na ja, journalistisch ist der Artikel einfach Müll, das ist ja auch keine Überraschung und dabei reiht er sich in 99% des Internetjournalismus zum Them Star Wars ein. Die Aussage ist ja einfach nur: Alle haben The Last Jedi gehasst, vorher war alles knorke, danach wollte keiner mehr Star Wars. Alles, was da nicht reinpasst, ist aus dem einen oder anderen Grund nach oben ausgerissen, aber eigentlich liegt es an The Last Jedi.

Diese Sündenfälle gab's ja auch schon früher, da war es die Prequel-Trilogie oder Das Erwachen der Macht oder was weiß ich ...

Dass SW sich mit schweren Franchise-Fatigue-Effekten rumschlagen muss, ist geschenkt und ebenso erwartbar wie unvermeidlich. Das jetzt alles an The Last Jedi und "Fehlentscheidungen" aufhängen zu wollen, ist halt das übliche Raging und Clickbaiting.

Schlimmer als alles, was es je von Star Wars gab, sind derart dumme Artikel.
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Offline tarinyon

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #18 am: 26.06.2026 | 11:09 »
Naja, man kann sich alles schön reden. Ich kenne auch ein paar Leute, die sich das alles reinziehen. Und die kaufen auch fleißig merchandise usw. Aber wenn ich da an mich selbst denke, dann habe ich seit Episode 8 keinen Euro mehr für star was ausgegeben. Das war vorher anders.

Ich habe da aber keine Hoffnung mehr. Menschen ändern sich und wollen aber gleichzeitig nicht, daß ihre Kindheit und Jugend entzaubert wird. Da gehöre ich auch dazu. Ich glaube nicht, dass Disney oder wer auch immer ein Produkt machen kann, dass mir heute gefallen würde. Daher hoffe ich, dass sie nicht auch noch the old republic vergewaltigen mit irgendeinem breaking bad Grau in grau Irrsinn. Der Vergleich mit transformers und marvel hinkt, weil diese franchises sind doch auch gefühlt tot. Die Leute haben halt keine Bock mehr auf nerd kram. Gab's jetzt 20 Jahre lang. Irgendwann ist auch mal gut.

Online AndreJarosch

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #19 am: 26.06.2026 | 11:09 »
Ich mag Star Wars.
Ich gucke die Filme, die Real-Serien und habe Teile der Animations-Serien gesehen.
Die Romane und Comics verfolge ich nicht (die frühen Werke bis ca. 1995 kenne ich aber).

Ich bemerke, dass mir nicht mehr alle Anteile in den Star Wars Filmen und Serien 100%ig zusagen.
Aber ich habe für mich die Fan-Edits entdeckt.

Episode 1 in den 65% aller JarJar-Szenen geschnitten wurden, womit der Film nicht zu sehr in Comedy abrutscht; in denen die Battle-Droiden keine dummen Sprüche machen und dadurch mehr wie Maschinen und bedrohlicher wirken; in denen Anni keine "Oops" und ähnliche Ausrufe des Erstaunens von sich gibt, womit das was er tut nicht mehr wie Unfälle/Zufälle wirken, sondern wie von der Macht geführtes kompetentes Handeln.

Die dreieinhalbstündige Obi-Wan Serie zusammenschnitten auf einen Film von zweieinhalbstunden wirkt wie Star Wars für mich sein sollte.

Und die The Clone Wars Serie zusammengefasst in 9 Filme zu jeweils zwischen 85 und 135 Minuten.


Nur von Rogue One und Andor brauche ich keinen Fan-Edit, die sind gut so wie sie sind.


Skeleton Crew fand ich auch sehr nett.
The Acolyte hatte seine Schwächen, aber ich hätte gerne eine zweite Staffel gehabt, die die Story abschließt und erst DANN geurteilt.

Offline First Orko

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #20 am: 26.06.2026 | 11:11 »
Allein "Sundenfälle"  ;D
Eigentlich ist Star Wars doch schon seit Dark Star durch, wenn wir mal ehrlich sind :korvin:  >;D
It's repetitive.
And redundant.

Dir ist schon klar, dass es in diesem Forum darum geht mit anderen Leuten, die nix besseres mit ihrem Leben zu tun haben, um einen Tisch zu sitzen und sich vorzustellen, dass wir Elfen wären.

Offline Runenstahl

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #21 am: 26.06.2026 | 12:05 »
Geiler Click-Bait Titel, aber hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Die 85 % kommen Zustande weil man die Zuschauerzahlen des den ersten Star Wars Kinofilms seit den Prequels mit einem Film zu einer Star Wars Serie vergleicht.

Das Star Wars in dem Klima der letzten Jahre Zuschauer verloren hat steht außer Frage. Aber das Star Wars als Marke 85 % verloren hat ist mMn schlicht Unsinn.
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Offline blackris

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #22 am: 26.06.2026 | 12:16 »
Star Wars war doch schon nicht mehr cool, als Star Crash gezeigt hat, wie man Weltraum Fantasy richtig macht.  ~;D

Persönlich tangiert mich das wenig. Es gab mindestens drei gute Filme (auch wenn man sie wohl mehr und mehr im Kontext ihrer Entstehungszeit sehen muss), mindestens sechs ausgezeichnete Videospiele und eine ganze Reihe an tollen Büchern. Einen Teil davon hätte es nie gegeben, ohne die ganzen fragwürdigen Filme und Serien, die bis heute rausgekommen sind. Von daher ignoriere ich den ganzen Mist einfach (wie mehr und mehr Leute anscheinend) und schubse als  Kyle Katarn, Cal Kestis, Reavan oder Exile die blöden Sturmtruppen per Force Push von ungesicherten Plattformen oder zerschnetzel sie mit meinem lilafarbenen Lichtschwert. Toll!

Online Prisma

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #23 am: 26.06.2026 | 12:19 »
Früher war Star Wars einfach die Sci-Fi-Erfolgsmarke in allen Bereichen. Jetzt ist das absolut nicht mehr so. Was ist also passiert? Nein, es herrscht keine Übersättigung. Star Wars ist bloß unattraktiv geworden. Es wurde enshittifiziert, weil miese Leute es mies umdesignt haben. Man hat die IP schlicht untalentierten oder inkompetenten Machern gegeben, oder Leuten die für Star Wars die falschen Verantwortlichen waren.

Kathleen Kennedy hat eine üble Entscheidung nach der anderen getroffen, die IP politisiert und talentlose Kreative und Aktivisten angeheuert. Etwa den künstlerisch untalentierten J.J. Abrams ins Boot geholt. Der kann nur kopieren und bestenfalls verschlimmbessern, oder Dinge ohne Fundament bauen, die dann einstürzen. Er ist aber ein hervorragender Verkäufer. Und er wollte unbedingt einen Star Wars Film drehen und hat sich in eine Position manövriert, wo er der damals (aus Studiosicht) ein aussichtsreicher Kandidat war. (Star Trek von 2009 war ja strenggenommen nur ein Star Wars Bewerbungsfilm. Man muss sich den nur mal mit offenen Augen ansehen.) Rian Johnson hat zwar später ein gewisses Talent bewiesen, war aber der absolut falscheste Mann für den Star Wars Job. Episode VIII war eine regelrechte Armageddon-Katastrophe für die IP, die sich auch auf den Merch- und Spielzeugverkauf und leider auch auf so manchen unschuldigen Schauspieler sehr negativ ausgewirkt hat. Star Wars hat sich davon bisher nicht erholt.
Und dann gings so weiter. Mal gerade so noch mittelmäßig (Ashoka) und auch mal gut (Andor) und auch mal extrem viel schlechter (Acolyte).

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Star Wars war mal die größte Sci-Fi-IP. Jetzt sagen die Leute die das früher dekadenlang(!) geliebt und mit viel Geld gefüttert haben, Star Wars interessiere sie nicht mehr! (!!) Nun zu sagen, es wäre schon gut so, man muss sich bloß neue Fangruppen erschließen, halte ich für Wahnsinn.
Das Prä-Kennedy Star Wars und das daraus entstandene Extended Universe hat die Leute so begeistert, dass mindestens zwei Generationen Langzeitfans wurden. Die sind älter geworden, haben Kinder bekommen und die Liebe zur IP weitergegeben. Wird das Kennedy Star Wars und das Post-Kennedy Star Wars das auch können? Da kann man nur sagen: Viel Glück, ihr werdet es brauchen!

Es ist auch nicht so, als hätte man keine neuen Dinge ausprobiert. Das erwähnte Extended Universe ist voll davon. Es wurde aber von Könnern geschaffen. Davon zehrt Shitty-Star-Wars heute noch (z.B. mit Thrawn), kann es aber nicht gut umsetzen, weil eben das Talent fehlt.
Mit einem 7er-Set, stehen ganze Universen offen.

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Re: Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...
« Antwort #24 am: 26.06.2026 | 12:26 »
Ich sehe schon eine gewisse Spaltung im Fandom,...
Nicht nur bei Star Wars sondern auch bei Star Treck, etc, pp,... (ja sogar bei Midgard *hüstel*)

Klar ist ja - je mehr es von etwas gibt umso mehr gibt es das man nicht mögen könnte. Ist doch einfach zu verstehen oder? Star Treck hat mich mitlerweile mit zwei Stellen rausgeworfen (pilzantrieb und Warpbrand - WTF) - zu star wars kann ich nicht viel sagen da war ich nie groß drin. die ersten 3 Filme (per erscheinungstermin) fand ich genial.

Ist vieleicht aber auch der Zeit geschuldet.

Die Gesellschaft ist auch gespalten wie noch nie, man redet nur noch übereinander und nicht miteinander. Kompromisse sind immer faul, alle ohne ausnahme und recht machen kann man es eh niemanden. Es wird gleich gehatet, gecancled und gegegengecancled.

Im übrigen hab ich letzens eine Petition unterschrieben das es endlich eine Neue Stargate Serie geben soll (die ist kurz vor start eingestellt worden), wenn es noch interessiert fragt mal google nach dem link.