Ich erwarte, dass Spielende in der Lage sind, Spieler- und Charakterwissen zu trennen. Das klappt in allen Situationen ja auch, z.B. wenn der Spieler sich besser in der Spielwelt auskennt als die Spielfigur. Warum also nicht auch bei der Information, wie lange ein Zauber gilt.
Ich würfle außerdem alles offen und in der Regel, indem ich vorher die Bedeutung des Wurfs erkläre … sonst kann man sich das offene Würfeln auch schenken, weil man's dann ja jedes Ergebnis umdefinieren kann.
Ich würde Situation 1 daher immer als "der Zauber wirkt – würfelwurf – 3 Runden. Bitte zähle selbst mit." abhandeln und wahrscheinlich auch den Würfelwurf delegieren. Dann erwarte ich, dass Spielende entsprechende Anweisungen umsetzen, z.B. du versuchst die Machine zu zerstören, mit allem was du greifen kannst, nur nicht mit einer echten Waffe.
Oder bin ich der einzige, der dem Tisch "kann man jemand 2d6 für den Schaden würfeln? Danke." sagt und hofft, dass das dann schon jemand machen wird? Oder würfle mal 1W12, während man der Tabelle für die Zufallsbegegnungen greift?
Situation 2 ist mir zu unkonkret, aber scheint mir die selbe Situation zu beschreiben. "Du glaubst ihr – spiel das bitte aus." sollte da als Ansage doch reichen. Offene Würfe. Und natürlich ist total egal, wer würfelt. Den damit verbundenen Aberglaube, selbst wenn er nur halbspaßig gemeint ist, verachte ich.
Situation 3 ist damit das selbe in grün. Und IMHO das natürlichste der Welt. Wenn der Spieler mit einem Charakter NSCs beeinflussen darf, dann muss das auch genau so umgekehrt gelten.
Mit den Würfel-Problemen muss ich am Tisch nicht umgehen. Die gibt es einfach nicht. Und nicht immer den eigenen Willen durchsetzen können ist doch der Kern des Rollenspiels. Sonst würden wir im Kampf doch nicht würfeln sondern einfach immer "ich habe getroffen" rufen.
Negative Erfahrungen habe ich keine gemacht. Es kann aber daran liegen, dass ich nicht mit Leuten zusammenspiele, die sich in ihrem Charakter verlieren wollen, sondern die da reflektiert Figur und Selbst trennen.
Ansonsten würde ich abgeben, was immer möglich ist, einfach weil es Denkleistung spart und mir erlaubt, mich auf das Improvisieren, das Weiterspinnen der spontanen durch die Aktionen der beteiligten entstehenden Geschichte zu reagieren.