So Leute, schnallt euch an, es kommt ein ziemlich langer Post, immerhin reiten wir durch 5 (!) Kapitel und bauen einen Charakter! Für den Luxferre gibt es Hinweise, wie man SL ausgibt, die Sache mit der Armbrust klärt sich auf und noch wichtiger: wir erfahren, wer dieser Aagenhart eigentlich ist... Und eine Idee für ein Abenteuer hab ich auch gleich noch.
5 - People of the Broken Empires, 6 - Goals und 7 - Character Creation & mehr im nächsten Post
Es geht schnellen Schrittes auf die Charaktererstellung zu und erst einmal schauen wir uns
5 - the People of the Broken Empires an, spielbar sind:
- Menschen: Standard Menschen, dominante Spezies, kennen wir. Es gibt einige Regionen, die kurz genannt werden, es scheint ein Setting zu sein, das quasi Nordeuropa bis Südeuropa bzw. Nordafrika abbildet.
- Zwerge: versprengt und auf fliegenden Steinschiffen lebend. Wie fucking astrein geil ist das denn? Ich wiederhole. Fliegende. Steinschiffe. Ich fand Steinschiffe bei einem anderen Fantasyspiel (das jetzt namentlich nicht erwähnt werden soll, wegen Metaplot) ja schon faszinierend, aber dass sie hier fliegen? Geil, da geht mein Kopfkino auf Wanderschaft. Vielleicht bin ich ja auch einfach total easy zu begeistern. Aber dass die Zwerge sie dann wie die Maschinenpriester im 41. Jahrtausend nur noch durch Litaneien am Fliegen halten, die sie nicht verstehen, ist ein super add on und wärmt mein 40k Herz. Was für coole Setting Pieces, auch für Mega Dungeons! Ein abgestürztes fliegendes Steinschiff, wer ist zuerst da - die Zwerge, die alles claimen wollen, um ihre Schiffe am Leben zu halten, oder die „Erkundungstrupps“ verschiedener Nationen, die alles plündern wollen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist?
Halb-Orks: Orks sind wie bei Splittermond böse und gewissens- und morallos. Sie sind der Feind alles Lebenden und plündern und marodieren, angetrieben von unstillbarer Raserei. Mal schauen, ob das noch genauer definiert wird (sie sind alle männlich), aber scheinbar kann man sie sich wie Herr der Ringe Peter Jackson Uruks vorstellen. Ich hab im Netz schon Diskussionen gelesen, die sagen: "Moment, das kann man nicht machen, das ist doch kein modernes RPG Design…" Ich habe da echt null Problem damit, es wird wohl eine intradiegetische Begründung dafür geben und ich fand das Konzept auch schon bei Splittermond vollkommen in Ordnung. Klar, ich mag zwar meine PF2-Bubble-Gum-Bunti-Bunt-Alles-Geht-Fantasy, ich finde es aber auch vollkommen okay, wenn es eingeschränkt ist. Orks sind also nicht spielbar, aber um jeden seinen Drizzt Do’Urden Moment zu geben, kann man Halb-Orks spielen. Diese sind nun aber nicht ein Spross von einer (unwillentlichen) Vereinigung, sondern Orks, die ein Gewissen entwickelt haben und eine Gemeinschaft gefunden haben, die sie angenommen haben, wobei halt auch alle ein bisschen Angst vor ihnen haben.
Oger: Sind groß, genießen alles Leibliche und die Völlerei und haben ein Problem: Je mehr sie herabgewürdigt werden, je öfter sie bei etwas Scheitern, umso höher die Chance, dass sie ein Breaking haben, einen Blackout bei dem sie alles um sich herum verschlingen und sich an nix erinnern können. Dabei schauen sie total aus wie Trolle aus Earthdawn / Shadowrun.
Bolg Fiir: Sind mit Elfen (Duanan Seethe) verwandt, aber während diese sich in die Otherworld Tirn Nanaille zurückgezogen haben, weil Menschen und Orks einfach scheiße sind, sind die Bolg Fiir immer noch da und müssen sich mit Menschen und Orks rumschlagen. Sie heben Riesenblut in sich und können quasi keine Magie wirken, dennoch würde ich sie optisch als die "Elfen" im Setting beschreiben, aber halt mit Bärten, nettes Design.
- The Replaced: Quasi Changelings, die von den Bösen Feen entführt wurden und sich aus ihrer Dienerschaft befreien konnten und nun von der Fae Queen verfolgt werden.
Hier haben wir also sehr klassische Setting-Elemente: Eine alte Zivilisation von Elfen, die verschwunden sind, Fae bzw. Dark Fae, die ihre Ränke schmieden. Dazu noch ein paar schöne Ideen, die rausstechen, und wir haben einen guten Mix, bei dem man sich schnell zurecht findet, aber dennoch Sense of Wonder aufkommen kann.
Mein Problem: ich kann mit den ganzen Sachen nur so halb was anfangen, weil ich natürlich noch nicht im Setting drin bin. Und das ist dann eine philosophische Frage, die wir hier im Tanelorn ja auch ausführlich diskutiert haben: Wie baut man eigentlich ein Rollenspielbuch idealerweise auf? Bei mir gehört der Setting-Teil vor den Regelteil, aber ich verstehe, wenn man es anders macht. Das ist keine Kritik, ich bin ja des Blätterns mächtig, hab ich in der Schule gelernt, und somit passt das auch.
Wir haben uns nun also angeschaut, was so an Völkern angeboten wird, aber was will mein Charakter nun eigentlich? In der Einleitung wurde ja beschrieben, dass die Ziele eines Characters sehr wichtig sind, entsprechend muss Kapitel
6 - Goals hier liefern. Die Philosophie davon wird auch schnell dargelegt:
„Goals are the primary way your character earns Experience Points (XP) with which to improve skills and abilities (see Chapter 8 - Experience & Advancement). There are specific criteria required for this: you have to roll dice to overcome meaningful obstacles in pursuit of the character’s goals.“ (p. 70)
Jeder Charakter sollte 3-5 Ziele haben, die sich auf individual Goals und Group Goals aufteilen. Das Spiel empfehlt 3 Ziele und 3 XP sind auch das Maximum, was man pro Spielsession durch Ziele erreichen kann. Um ein Ziel zu sein, das XP gibt, sollte es mindestens einen Spielabend zum Erfüllen brauchen und nicht innerhalb eines Würfelwurfs angewandelt werden. Sie sollen Specific, Proactive, Completable sein, es ist also wichtig, dass der Charakter ins Handeln kommt, sie sollen innerhalb der Story erreichbar sein, sie sollten sich nicht überlappen und zuletzt: Sie sollten auch nicht der Hintergrund des Chars sein, können sich aber daraus speisen.
Das Buch gibt immer wieder Hinweise auf Ziele, wie diese aussehen könnten und sollten:
“I will convince the clergy of Morudann to lend me one of their priests for my expedition into the undead temple.” (p. 71)
„I will prove that I can become an influential member of the League of Free Lords.“ (p. 71)
“We will acquire enough funds to purchase a warship.” (p. 72)
Was mir nicht gefällt sind Tips wie diese:
„However, it helps if each party member has some function to serve in helping that character pursue the personal goal, to keep the whole group engaged most of the time. Again, it’s not always possible, but game sessions tend to work better if all players are part of what’s currently going on, at least the majority of the time." (p. 72)
Das ist mir dann doch zu wischi-waschi, zu laissez-faire. Ein „
Try [Hervorhebung durch mich] to make your character’s goals at least compatible with the other Player Characters’ goals“ (S. 72) ist da echt zu wenig.
Das ist nach meiner Erfahrung echt scheiße und mir hat es gerade eine Kampagne zerlegt, weil ein Spieler v.a. individuelle Ziele verfolgt hat und diese über Partyziele gestellt hat. Ich werde meiner Gruppe - wenn wir spielen - verpflichtend (!) Gruppenziele aufbrezeln und tunlichst vermeiden, dass Ziele entgegenlaufen. Das Kapitel lässt mich deswegen ein bisschen mit gemischten Gefühlen zurück. Es stellt ganz zentrale Spielemente dar, weil diese Ziele eben die XP generieren, hat dabei aber ein bisschen zu viel Nähkästchenplaudere in meinen Augen. Es gibt zwar Hinweise, wie man die Ziele genau definieren kann (S. 77), aber so ganz warm werde ich noch nicht mit dem Gedanken, XP so zu verteilen.
Jetzt gehen wir mal an
7- Character Creation.
Das Buch gibt uns erst einmal einen Überblick über die Schritte und gibt noch einen Hinweis, wie man einen Charakter bauen sollte:
By the end of character creation, you should have at least a few skills at 70. Otherwise, you might be a little too spread out and generalized. You should
ensure you have a variety of usable Social skills, too. Not all conflicts are violent, and relying only on a single well-developed Social skill will hamstring you in social encounters. (p. 79)
Man kann zu Beginn des Spiels die 70 nicht überschreiten und maximal 5 in Strands haben.
Und weil wir ja Aagenhart schon kennen, bauen wir ihn jetzt.
Schritt 1: Envision Concept & Assign Starting SkillsAagenhart ist ein Schatzsucher, Glücksritter und Überlebenskünstler. Er will sich durch das Erkunden von Ruinen der Duanan Seethe und dem Verkaufen der erbeuteten Schätze ein ruhiges Leben aufbauen, aber eigentlich braucht der den Kick. Aagenhart wirkt auf den ersten Blick dumm, grob und schlicht, wobei das eher eine Maske ist, die er aufsetzt, weil er gelernt hat, dass sein Leben oftmals leichter ist, wenn die Leute ihn unterschätzen.
Ich darf nun in jeder Kategorie einen Skill mit 30 belegen und den Rest mit 20. Magie ist ausgenommen, das kommt dann später.
Aagenhart nutzt am liebsten den Speer (ich schätze aktuell: Melee Heavy, ich steiger das nun mal), beim Erkunden von Ruinen hilft Perception ebenso wie Ancient Lore und bei Social nehme ich Deceive, weil er ja manchmal/oft/regelmäßig den Brute mimt.
Schritt 2: Choose a RaceDann wähle ich meine Abstammung*, ich entscheide mich für Menschen, man könnte auch würfeln (70% Mensch, 10% Half-Orc, 10% Zwerg, 5% Oger, 4% Bolg Fiir, 1% Displaced). Spannend finde ich hier, dass Halborks genauso wahrscheinlich sind wie Zwerge.
*Das Buch nutzt den Begriff Race und verweist darauf, dass man gerne auch anders dazu sagen darf: „ Race (or ancestry, or kin, or whatever term you prefer)“ (p. 56).Als Mensch darf ich einen Skill mehr Savvy machen (Savvy wird mit S neben dem Skill markiert und bedeutet, dass ich schneller steigere, dazu später mehr), ich darf in irgendeiner Fertigkeit meiner Wahl ein Expertise mehr haben, also bis zu 5 (das markiere ich mit x) und ich kriege ein Talent mehr. Da ich keine Ahnung von den Kulturen habe, würfle ich einen w100 und bekomme 64 - Old Vestrian: „The Old Vestrians, clinging to a glorious past, while ignoring the rot that corrupts the heart of their ancient realm.“ Passt ja recht gut zu meinem Charakterkonzept, ich kann damit Low Vestrian mit 70 sprechen und High Vestrian auf 20. Low Vestrian ist so ein wenig das Common des Spiels zu sein, jeder Charakter kriegt Low Vestrian auf 20.
So sieht unser Char derzeit aus:
Schritt 3: Choose 2 “Ability Scores”Weiter geht’s, wir legen jetzt unsere Ability Scores fest.
Wait, what? Ability Scores? Wir haben doch keine Abilities!
Abilities in TBE bezeichnen eher eine Veranlagung und machen sich in verschieden Boni bemerkbar. Wir erhöhen alle angegebenen Skills, kriegen 1 Expertise und wählen ein Talent sowie einen Deskriptor für Personality Traits, die dann später wichtig werden.
Die Ability Scores heißen
*hüstel*: Strength, Dexterity, Constitution, Intelligence, Wisdom und Charisma. Es ist halt schon ein Spiel, das sich an die US-amerikanische Crowd richtet, aber ich finde es eigentlich ganz witzig, das Kontext der Ability Scores so einzubauen. Ich kann sie würfeln oder wählen, zwei kriegt man und ich nehme mal Strength und Charisma.
Ich erhöhe die Skills, bekomme zweimal Expertise (dran denken: das startet bei 2 - ich wähle Deceive und Melee: Heavy), bekomme zwei Talente (Strong Back, weil es zum Reiseaspekt passt und meine Inventur Encumberance von 6 auf 8 erhöht, und Feint, weil es Kampf mit Deceive kombiniert) und wähle zwei Deskriptoren (Brutish, wobei ich da mal schauen muss, wie gut das passt, und Natural Leader, weil nix sonst bei Charisma gut gepasst hätte).
Der nächste Schritt ist also getan:
Schritt 4: Determine AttributesAttribute sind „Max Resolve, Initiative, Toughness, Death Threshold, and Lethality Level“ (p. 87), wobei sich letzteres vom Death Threshold ableitet. Die fünf Attribute werden beschrieben und ich darf 5 Punkte drauf verteilen, ich nehme 2 auf Resolve (daraus wird dann 10 Basis + 2/Punkt —> 14), 0 auf Initiative (bleibt bei Basis +10), 2 auf Toughness (Toughness startet bei 0 und wird um 1 pro 2 Punkte erhöht, also 1) und den letzten auf Death Threshhold (startet bei 20, +2/Punkt —> 22). Mein Lethality Level liegt dann bei 8.
Schritt 5: Pick a Cultural Background
Als nächstes wählt man einen kulturellen Background, aus dem man kommt, und hier gibt es vier Alternativen: Civilized, Urban; Civilized, Rural; Barbarian; Wanderer
Ich entscheide, dass Aagenhart ist aus einer ländlichen Gegend ist und entsprechend nutze ich Civilized, Rural.
Kleiner Zwischenkommentar: Durch das Charaktererschaffungskapitel werden immer wieder Bilder eingesprengselt, die genau mit diesen kulturellen Background-Begriffen arbeiten, z.B.: "HUMAN GODBOUND; CIVILIZED, RURAL; MARKRONIA, OLD VESTRIA; LANGUAGE: LOW VESTRIAN" - ich finde das eigentlich ganz cool, um ein Bild davon zu bekommen, was sich die Designer so unter den vier Kulturen optisch vorstellen.
Ich verteile die Boni und entscheide mich bei der Auswahl, ein wenig auf Fernkampf zu legen und neige eher zu Arcana als zu Religion. Darüber hinaus würfle ich mein Startgeld aus (d4*10) und lande bei 20 Silbermünzen.
Und der nächste Schritt des Charakters:
Schritt 6: Roll for Life EventsMan darf nun drei Life Events auswürfeln, einmal
Origins, einmal
Youth und einmal
Recent.
Was mir dabei sehr gut gefällt: Man sollte das in der Gruppe am Tisch machen. Denn man kann erwürfelte Life Events so umdeuten, dass sie zu einer gemeinsamen Geschichte werden - beide Charaktere bekommen dadurch einen Bonus und haben einen Grund, warum sie gemeinsam auf der Reise sind.
Ich bin ja vollkommen allein, darum würfle ich einfach dreimal und habe:
Origins - 78 - BlightmarkedMeine Familie hatte eine schreckliche Krankheit die sie versehentlich in ihrer Community verbreitet haben. Was war es und warum bin ich immun gewesen? Oder hat man es uns in die Schuhe geschoben? Ich kriege auf jeden Fall +10 Heal.
Youth - 32 - Terrible VisionIch hatte als Kind eine schreckliche göttliche Vision. Was war es und welchen Ort soll ich suchen, um diese Wahrheit aufzudecken? Ich bin entweder mehr dem göttlichen zugeneigt und steigere meine Piety, da ich aber eher zu Arcana tendiere, wähle ich +10 Inspire (passt auch zu meinem Natural Leader, hatte ich vorhin schon mal gesteigert)
Recent - 44 - Ancient MysteryIch habe in einer alten Ruine Zeichen gefunden, die Teil eines größeren Mysteriums sind. Was war es? Ich steigere entweder Perception oder Ancient Lore. Das ist nun schwierig, aber ich mach Ancient Lore, weil ich es stylischer finde, Perception ist als allerwelts-Ich-kann-alles-Skill spielerisch aber eigentlich sinniger.
Huch, da hat der Zufall aber schön was zusammengespielt, was ich eigentlich so nicht gedacht hatte. Vielleicht ist Aagenhart gar nicht Glücksritter sondern ein Getriebener - er hatte eine Vision: Vom Tod eines Gottes vielleicht? Ich muss erst das Götter-Kapitel lesen, aber es wird für mich schon irgendwie ein Schuh draus. Es gibt eine alte Prophezeihung, ein magisches Ritual oder ein Gegenstand oder eine Person, die diesen Gott töten will. Und Aagenhart weiß, dass es seine Bestimmung ist, dieses Geheimnis aufzudecken. Alles begann, als sein Vater in einer alten Ruine ein Amulett fand, das ihm die ersten Visionen beschert hat - aber sein Vater war zu schwach. Irgendetwas funktionierte nicht, das Amulett verströmte eine seltsame Krankheit und alle bekamen quälende Alpträume (die Krankheit aus Blightmarked). Nur Aagenhart war immun gegen den Einfluss. Bis er - unbewusst - das Wesen in seine Träume lies und die Vision erhielt. Sein Geist war stark genug, und seitdem folgt er dem Pfad, den die Visionen ihm zeigen. Ob er ihn bis zum Ende gehen wird, weiß er noch nicht.
Schritt 7: Select a Previous CareerDie Previous Career ist Ausbildung, keine Klasse, das Spiel macht deutlich, dass man das nicht so denken sollte. Man kann das zufällig würfeln, ich wähle aber den Ranger, das passt recht gut zu meiner Vorstellung von Aagenhart, er war lange alleine in der Wildnis unterwegs und hat Ruinen durchforstet.
Ich bekomme einen
*-wise-Skill und wähle Ruin-wise, weil ich mich mit den alten Ruinen auskenne und ich darf Punkte verteilen: Combat 50; Adventuring 80; Social 30; Lore 40; Magic 0; 70 ist aber die Obergrenze. Danach darf ich noch Talents bekommen, ich nehme Armor Training I (lässt mich in auch mit Reinforced Leather noch Combat Maneuvers machen) und ich nehme mal Defender, weil mir der Gedanke gefällt, mit dem Speer auch mal Gegner auf Abstand zu halten. Hier bin ich mir nicht wirklich sicher, ob ich nur Combat Talents oder auch Combat Maneuver Talents nehmen darf, gehe aber von Ersterem aus. Mein zusätzliches Talent, das ich als Mensch bekomme, nutze ich für Literate. Ich muss ja in den Ruinen auch den ganzen Quark lesen können.
Ich nutze hier noch die beiden weiteren Boni als Mensch und mache Melee: Heavy Savvy, steigere es also schneller, und Deceive gebe ich die Special-Expertise, was bedeutet, dass ich da nun auf Exp5 gehen darf.
Man könnte hier auch auf Talents verzichten, um seinen Status zu erhöhen, aber erstens weiß ich nicht was das bedeutet und zweitens braucht Aagenhart keinen Status.
So sieht Aagenhart nun aus, nur echt mit 63 Athletics
Schritt 8: Rounding OutDer letzte Schritt, um den Char abzuschließen: Ich kriege entweder nochmal ein Talent, oder Status oder 100sp und ich entscheide mich mal für 100sp, weil ich denke, dass Aagenhart kurz vor Spielbeginn einen Fund aus einer Ruine verkauft hat. Als Alter nehme ich
Young, was mir Endurance erhöht, die Death Threshhold um 1 steigert sowie nochmal 70 Punkte zum Verteilen gibt.
Danach bekomme ich noch 3mal Savvy für Skills.
Schritt 9: Equip Your CharacterIch kriege einen Dagger, w3+1 Stücke Armor die ich tragen darf (bei mir 4), 2d4*50 Silber (bei mir 200) und dann übertragen wir die Werte, sobald wir im Ausrüstungskapitel waren.
Schritt 10: Assign Personality TraitsMan darf sich nun noch 2-3 Personality Traits aussuchen; diese sind nicht fix und können sich in der Kampagne verändern und mit dem Charakter mitwachsen. Ich kann in passenden Situationen einen Bonus durch diese Traits bekommen, ich kann aber auch - wenn ich sie negativ für mich auslege und den Test dann mit -20 mache - 1 XP bekommen.
Ich nehme
Defiant (v.a. gegenüber Menschen des Glaubens) und
Proud - hey, immerhin hatte er eine Vision. Er ist stolz, was er schon alles erreicht hat!
Schritt 11: Create Character GoalsJetzt soll man seine Character Goals festlegen, man soll mindestens ein persönliches Goal haben und idealerweise auch Shared Goals. Da ich einen Einzelcharakter baue, mache ich mir erst einmal 2 Goals, man darf weitere im Spiel entwickeln und es wird vorgeschlagen, immer 3-5 aktiv zu verfolgen.
Langziel: Ich will das Rätsel um das Amulett ergründen - vier Ruinen fehlen noch.Kurzziel: Ich weiß dass der Händler Kastor Navalle eine Karte hat, aber er will sie nicht rausrücken. Ich brauche das Teil!Schritt 12: Status (Optional)lol, ich hab keinen Status ^^ Status kann man im Spiel verwenden, um beispielsweise etwas zu „kaufen“, ohne Geld auszugeben oder aber, um soziale Gefälligkeiten bei Autoritäten und bei NPCs mit Einfluss zu bekommen, ich habe das Kapitel aber erst einmal nur überflogen.
Mal ein
Zwischenfazit: Die Character Creation macht Spaß und ist richtig flexibel. Ich denke auch, dass es richtig fix geht, wenn man nicht nebenbei einen Roman für das Tanelorn schreibt - mein Ziel ist es, nochmal einen zweiten Char zu basteln und dabei mal die Zeit zu stoppen. Die Life Events klappen gut und geben viel Geschichte, bei mir hat das wunderbar gepasst. Und ich finde es auch gut, dass es Spieler dabei belohnt, wenn sie hier schon ihre Charaktere verbinden - was dann auch Shared Goals erleichtert -, das dämpft meine leichte Kritik von vorhin etwas ab.
Ich hab definitiv Lust, Aagenhart mal zu spielen. Ich bin zwar nicht bei vielen Skills auf dem vorgeschlagenen Maximum, aber ich denke, dass er schon ein paar Bereiche hat, wo er glänzen kann.
Ich war bisher der Meinung, dass man mit der Charaktererschaffung bei
Against the Darkmaster schon sehr spannende und vielseitige Charaktere bauen kann, aber das hier ist nochmal ein Stück besser. Es wäre mal spannend, das Spiel zu nehmen und verschiedene Charaktere aus Film und Büchern nachzubauen.