Leider hatten die meisten Kampagnen, die ich je mitgespielt habe, überhaupt kein richtiges Ende, sondern verliefen irgendwann im Sande. Sei es wegen Trennung, Umzug, Nachwuchs, oder auch aus anderen Gründen wie dass die Spieler keinen Bock mehr aufeinander hatten oder der SL die Lust verlor (das waren dann aber eh nicht die denkwürdigsten Runden).

Mein schönstes Kampagnenerlebnis war eigentlich in AD&D2. (Endete wegen Wegzug einer Spielerin) Immerhin konnten wir da noch ein ordentliches Finale durchziehen und es gab einen befriedigenden Abschluss.
Länge: weiss nicht mehr genau, nur etwa 1,5 Jahre glaube ich, aber wir spielten wie ein Uhrwerk jede Woche mit ganz wenigen Ausfällen.
System: AD&D2 mit Splats und einigem an Player's Options.
Ende der Kampagne: Das Ganze fand in den Forgotten Realms statt, hauptsächlich in den Talländern und um die Mondsee herum, mit Ausflügen zB nach Cormyr oder Waterdeep. Es ging darum, die Rückkehr von Bane zu verhindern, und - anders als im Kanon - haben wir das geschafft. Im ersten Teil des Finales prallten die Invasionsstreitkräfte der Zhentiler auf eine von uns geschmiedete Allianz, und mein Charakter höchstselbst besiegte Fzoul Chembryl und enthauptete ihn. Doch Banes Avatar war bereits unterwegs, und im zweiten Teil des Finales stellten wir ihn und besiegten auch diesen. Ein netter Herr namens Cyric hatte uns dazu freundlicherweise eine Waffe geliehen (Godslayer oder so?), die die Essenz/Seele Banes einfing. Seitdem ist Bane in dieser Klinge gefangen und wird von Cyric wohlverwahrt.
Ende des Charakters: wir hatten am Schluss über 1 Mio XP gesammelt. Mein Charakter war am Ende ein Fighter/Bard 10/12. Außerdem war er schon lange ein Baron von Daggerdale, und auch wenn er ein freundschaftliches Verhältnis zu König Randall Morn pflegte, pfiffen die Spatzen von den Dächern wer hier eigentlich den Ton angab. UND er hatte einen Greif namens Purzel!
Eigentlich war geplant da noch weiterzuspielen; der SL hatte sogar schon eine neue Quest vorbereitet - aber ach!
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So Mega-Monster-Dauerkampagnen über 8 oder 35 Jahre habe ich nicht zu bieten. Dazu hat sich in meinem Leben zu oft zu viel verändert.